Archiv 25. September 2005

Sonntag, 25. September 2005

Zum Abstimmungssonntag

Personenfreizügigkeit: JA!

Ehrlich gesagt habe ich es irgendwie vermutet gehabt: Während vor der Schengen-Abstimmung so richtig die Fetzen flogen, wurde vor der heutigen Abstimmung kaum Staub aufgewirbelt. Irgendwie fand ich die Plakatkampagnien der Gegner wie immer lustig – und mit mir wohl auch die Mehrheit des Stimmvolkes (notabene: nicht die Mehrheit der Bürger – die blieb nämlich zu Hause, aber dies nur so am Rande).

Ferner liefen …

Im Aargau wurden die Ladungsöffnungszeiten abgeschafft. Schön! Wenn ich eine Detailhandelsangestellte (DHA) wäre, würden spätestens jetzt meine Alarmglocken schrillen. Ich befürchte aber, dass diese Neuigkeit bei den direkt Betroffenen kaum ankommen wird. Das böse Erwachen wird es spätestens nach demjenigen Abstimmungssonntag geben, an dem die Ladenöffnungszeiten vom Stimmvolk gesamtschweizerisch aufgehoben wurden. Um den Anfängen zu wehren wäre es gerade jetzt nötig, sich in Stellung zu bringen: Beitritt in die Verkäufer-Gewerkschaft, und wenn man schon dabei ist, aktiv werden. Auf die Barrikaden gehen, Unterschriften sammeln etc. Aber leider sind das wohl nur vage Erinnerungen an die guten, alten Zeiten – das Personal wird für seine Nachlässigkeit wohl teuer bezahlen. Andererseits kann mir das eigentlich ja herzlich egal sein – wenn ich an einem Sonntag in einem Coop & Co. auftauchen werde, dann höchstens als Konsument.

Übrigens: Falls es überhaupt politisch interessierte, Blog-Lesende DHAs gibt, hier eure zukünftigen Gegner:

Hinter der Vorlage standen die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP.

Und hier eure Freunde:

Bekämpft wurde die Vorlage von Linken und kirchlichen Kreisen, die um den Schutz der Arbeitnehmer fürchten.

Quelle: Aargau hebt Ladenöffnungszeit auf

Labels: Politik

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Sonntag, 25. September 2005

Mein Geburtstag im Netz

Heute gab es ein Vierteljahrhundert Mario zu feiern – im realen Leben, selbstverständlich (inkl. Geburtstagsständchen, vorgetragen von vier professionel musizierenden Verwandten *grins*), aber auch im virtuellen! Meine Mailbox quoll … gut, das wäre jetzt übertrieben, meine Mailbox füllte sich im Laufe des Tages mit einigen Mails. Keine persönlich verfassten Gratulationsmails aus aller Welt, sondern maschinell von Computern generierte Standardmails.

Erst beim überfliegen all der zugesandten Mails merkt man, wo man alles seine persönlichsten Daten hinterlassen hat. Unheimlich:

Reminder

Aber auch sonst erfreuen sich die elektronischen Kommunikationsmittel grosser Beliebtheit. SMS und E-Mail sind heutzutage die Gratulationsmittel erster Wahl. Und damit niemand die Geburtstage der anderen mehr vergisst, gibt es einige Hilfsmittel, die von findigen Programmierer erfunden wurden. Partyguide ist in der Hinsicht sehr nützlich – informiert es doch alle ‚myfriends‘ eines Users über dessen Geburtstag.

Ausserdem: Zum ersten Mal, seit ich mich erinnern kann, ist es dank Partyguide auch auf einfachste Art und Weise möglich, herauszufinden, wer denn heute auch noch Geburtstag hat. Sehr lustig – es gab am 25. September eine ganze Menge Partyguide-User, die wie ich etwas zu feiern hatten. Nicht schlecht staunte ich, als mir eine wildfremde Person gratulierte und darauf hinwies, dass sie satte 10 Jahre jünger sei als ich (Jahrgang 1990!). Himmel, ich bin wirklich ein alter Knochen!

Software-Tipp

Heute morgen riss ich mich zusammen und machte mich auch auf die Suche nach einem Tool, dass die Geburtstage aus dem Apple Address Book mit Apple iCal synchronisiert. Denn dummerweise sind die Apple-Entwickler anscheinend derartige Geeks, dass sie wohl keine Freunde haben und somit auch nie deren Geburtstage vergessen (diese Synergie wurde glücklicherweise mit Mac OS X Tiger ausgebügelt – die Geburtstage synchronisieren sich jetzt automatisch). Wer aber wie ich mit Mac OS X Panther unterwegs ist, sollte sich unbedingt BirthdayCal reinziehen. Eines der nützlichsten Tools der letzten Wochen und Monaten. Man merkt, dass der Programmierer genau wusste, was wir, die Anwender, uns von einer solcher Applikation wünschen.

Out of Africa

Sehr gefreut habe ich mich heute über das Telefonat von Melanie. Direkt aus dem „Busch“, sozusagen. Die Leitungsqualität wär nicht optimal, aber man konnte sich verständigen. Der Weg ist das Ziel, wie man so schön sagt. Es war sehr schön, ihre Stimme wieder einmal zu hören – gleichzeitig machte es mich aber auch traurig, dass wir den Geburtstag für einmal nicht zusammen feiern konnten. Ich denke, dass es ihr ähnlich ging … *snüff* Irgendwie vermisse ich sie, bereits jetzt, in Woche 3.

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