Dienstag, Februar 14, 2006

Prüfung politischer Journalismus

Wie immer: Man lernt tage- und nächtelang, und dann ist die ganze Chose innert weniger Minuten durch. So auch dieses Mal: Vor etwas mehr als einer Stunde habe ich die Unterlagen der Prüfung/Klausur (damit Google diese Seite auch findet, wenn deutsche Studenten danach suchen) abgegeben.

Roger Blums zweite Vorlesung in diesem Semester fand ich nicht herausragend (er las noch die "Geschichte öffentlicher Kommunikation", worauf er wohl den Schwerpunkt seiner Vorbereitungen legte). Insbesondere das Script kam zusammengeschustert daher und machte den Eindruck, als wäre es die Rohfassung des von ihm angekündigten Buches zum Thema.

Nichtsdestotrotz wurde natürlich auch diese Veranstaltung gründlichst geprüft. Wie üblich bestand die Prüfung/Klausur aus 10 Richtig-Falsch-Fragen (MP), einigen Kurzaufsätzen (KA) und einem grösseren Aufsatz (GA). Hier einige Fragen, die mir noch präsent sind:

  • MP: "Publizist" = Verleger politischer Zeitungen nach Neveu?
  • MP: "Verhaberung" = Ernährung der Journalisten?
  • MP: Entstehung pol. Journalismus im 13. Jhdt.?
  • MP: "unter drei" in Dtl. = Off-Record?
  • MP: In CH-Fr und CH-It: Mehr als die Hälfte pol. Journ?
  • KA: Vergleich CH-De und CH-Fr Tagesschauen - Unterschiede?
  • KA: Eliteintegration in Frankreich?
  • KA: Probleme Investigativ-Journalismus
  • KA: Vergleich Moderation Gilli (Tele Züri) / Maischberger (n-tv) [Endlich mal eine Frage, die nur diejenigen beantworten konnten, die auch an der Vorlesung zugegen waren]
  • KA: Blumler/Gurevitchs vier Elemente des Verhältnis Journalismus/Politik
  • GA: Vergleiche das Verhältnis zur Privatsphäre in USA, GB, F, D, A, CH.

Links

Andere Leute haben bereits vor mir Hilfestellungen ins Netz gestellt:

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Anonymous el tiki um 14.02.2006 21:33:00 Uhr

aloha,
ich weiss ja nicht, wie's Dir dabei so geht, ich jedenfalls studiere "medien- & kommunikationswissenschaften" an der uni fribourg, und mir kommen diese ganzen semester-examen extrem mittelschule-mässig vor. von kreativität und 'begreifen-der-zusammenhänge' keine bohne. auch mit gesellschafts-kritik, oder 'beteiligung-der-studis-an-vorlesungen' ist's nicht weit her (eigentlich gar nicht).
naja, wenn denn alle bloss "joya-will-überfahren-werden", oder "deutschland-sucht-den-pornostar" moderieren wollen, reicht's ja vieleicht auch so ... gruss, el tiki

Blogger eMeidi um 14.02.2006 22:47:00 Uhr

Also einer meiner Banknachbarn hat sich heute auch gefragt, was der Sinn dabei sei, innerhalb von ein paar Tagen möglichst viel Wissen in die grauen Zellen zu stopfen, es während der Prüfung "rauszukotzen" und sich schon eine Woche später an kaum mehr etwas erinnern zu können. Mir geht es genau gleich ... Wenn man aber prüfen muss, gibt es fast keine andere Möglichkeit, als es auf diese Weise zu machen. Mündliche Prüfungen wären viel zu aufwendig und für viele konditionierte Studenten der schlichte Horror. Die Durchfallquote (das ist auch irgendwie zweideutig) wäre deutlich höher, würde ich sagen.

Na, hoffen wir auf eine genügende Note, dann hat sich der Aufwand gelohnt und meine "Erfolgssträhne" geht ununterbrochen weiter ...

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