Montag, 8. Mai 2006

SVP, Bauern und Eigenverantwortung

Heute in den Medien:

Sie [die 2200 Landwirte] warfen den Bundesämtern für Landwirtschaft und Veterinärwesen vor, falsch reagiert zu haben und damit für ihre Einbussen wegen des Preisverfalls für Rindfleisch mitverantwortlich zu sein.

Quelle: Bund muss Bauern keine BSE-Entschädigung zahlen

Im Wahlprogramm der SVP:

Die SVP setzt auf die Freiheit und Eigenverantwortung als traditionelle Werte, welche der Schweiz Wohlstand gebracht haben. Die Eigenverantwortung beginnt in der Familie und gehört schliesslich in jeden Bereich, von der Wirtschaft über den Verkehr bis hin zu den Sozialversicherungen. Es geht nicht an, bei allem und jedem den Staat um Hilfe zu rufen. Der Staat hat dort tätig zu werden, wo der Einzelne nicht wirken kann: Er hat Schutz zu bieten vor Krieg und Gewalt, und er hat eine Infrastruktur und ein soziales Netz zu gewährleisten, das die Grundbedürfnisse sichert. Wo immer aber möglich, hat der Einzelne für sein Tun und Handeln Verantwortung zu übernehmen und Konsequenzen zu tragen.

Quelle: Wahlplattform Deutsch

Die Moral der G’schicht

Liebe Bauern und Stammwähler der SVP – lest das Parteiprogramm, versucht, es zu verstehen, und lebt danach. Oder wechselt die Partei. Schliesslich hat euch der Bund nicht befohlen, eure Kühe – völlig unnatürlich – zu Fleischfressern zu machen und mit Tiermehl zu füttern.

A propos …

Man durchsuche das Wahlprogramm 2003-2007 der SVP nach der Wortkette eigenverantwort und staune: „17 occurences“ meldet mein Apple Preview. Diese „cheibe“ Eigenverantwortung muss dieser Partei sehr wichtig sein …

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Labels: Politik

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