Donnerstag, 11. Mai 2006

Sterbende Mutter? Wird gebloggt.

Erst kürzlich hat mich ein etwas reiferer Arbeitskollege auf meine „freizügige“ Web-Site angesprochen. Beim Betrachten der von mir preisgegebenen Informationen über mich und mein Umfeld verstand er die heutige Jugend einmal mehr nicht mehr. Ihm wurde flau. Seinen Altersgenossen könne man solche Informationen nur mit Müh‘ und Not entlocken, und erst recht nicht auch noch gleich aller Welt unter die Nase halten. Er war bei weitem nicht die erste Person, die mich darauf angesprochen hat (bspw. auch Kollege Zala zu meinem Fotoalbum).

Überlegungen

Meine Standard-Antwort: Bis jetzt ist ja nichts passiert … Klar, und das muss man sich bewusst sein, bietet ein solcher Datenfundus enormes Potential für Social Engineering. Ich erachte meinereiner aber als derart vernachlässigbar (mein Kontostand und meine berufliche Stellung tendieren gegen Null), dass ich für lange Zeit noch nichts zu befürchten habe.

Bewerbungsgespräch

Spannend wird es aber natürlich dann, wenn ich denn einmal meinen Lizentiats-Titel erlangen sollte und mich auf die Suche nach einem Job mache. Über die hier im Blog publizierten Texte können sich die HR-Fuzzis (öhm … heikler Ausdruck, nicht wahr? Wenn wir gerade beim Thema sind …*grins*) ein recht gutes Bild über mich machen. Ich nehm’s gelassen: Gemäss dem Trial-Error-Prinzip versuchen wir’s einfach mal. Sobald ich die erste Abfuhr in der Form „Herr Aeby, ihre Ansichten lassen sich mit unserer Unternehmensphilosophie nicht vereinbaren“ erhalte, schalte ich mein Blog temporär ab. Den HR-Hirnis spreche ich einfach hoffnungsvoll mal ab, Google Cache weder zu kennen und noch benutzen zu wissen.

Sterbende Mutter

Langsam sollte ich aber den Bezug zum Titel herstellen. Einverstanden. Gegenüber Scoble, seineszeichens „Microsoft Geek Blogger“, sind die hier preisgegebenen Flicken aus meinem Leben Kinkerlitzchen.

Scobles Mutter liegt nämlich im Sterben:

Bad news gets worse

Neben der Beschreibung seiner inneren Verzweiflung gibt’s auch noch gleich ein Photo für die Blogosphäre. Sohn und Mutter halten Händchen (sofern von ihrer Seite noch ein gewisser Wille vorhanden ist).

Ich muss sagen, dass hier definitiv dann auch die Grenze für mich erreicht wäre (tatsächlich, der Aeby kennt Grenzen! Ha!). Es gänge mir hier aber weniger um mich selber (ob ich meine Gefühlswelt brauch- und lesbar ins WWW bringen könnte? Keine Ahnung), als um die sterbende Person. Stichwort „Menschenwürde“.

Andererseits ist er auch wieder nur konsequent. Ein Wunder, dass er nicht bereits schon seine Toilettengänge bloggt. Aber dann hoffentlich ohne Bild *uäääh*

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