Sonntag, September 17, 2006
KOSA revisited
Ich, in einem Kommentar im Ordnungspolitischen Blog:
Ich als 25-jähriger finde es bedenklich, wenn die nötigen Reformen in der AHV durch die Annahme der KOSA-Inititative um weitere lange Jahren herausgezögert werden.
Im Gespräch mit einem Bekannte (der für die KOSA-Initiative stimmen wird) tauchte aber noch ein Argument auf, das mich einen Moment innehalten liess:
Derzeit werden die Nationalbankgewinne zu einem Drittel auf den Bund, zu zwei Drittel auf die Kantone aufgeteilt (oder umgekehrt?). Wenn Kantone damit Steuersenkungen für Superreiche finanzieren, sähe ich das Geld dann doch lieber in der AHV “verschleudert” - denn hiervon profitiert ein deutlich grösserer Teil der Bevölkerung.
Dennoch werde ich wohl Nein stimmen, mit dem Hintergedanken, dass Nationalbankgewinne eigentlich dem einzelnen Bürger und nicht Bund und Kanton gehörten … Leider werden das die Gegner der Initiative kaum so verstehen, sollte es um die Interpretation des Abstimmungsresultates gehen.
Quelle: Kosa-Initiative: Wenn die Staatsfinanzen zur Selbstbedienung einladen
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Kommentare
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Ein "Nein" ist bei dieser Sichtweise inkonsequent. Besser die Kohle in die AHV, dann haben wenigstens alle was davon, selbst wenn es nur ein 0.x % kleinerer Lohnabzug ist.
Würde ich auch meinen; die AHV ist wohl die einzige Versicherung, welche die GANZE Wohnbevölkerung der Schweiz umfasst.
Aber trotzdem stimme ich "Nein": man sollte auch mal beim Staat begreifen, dass man zuerst Geld haben muss, um es zu verteilen, bzw. grossartige Versprechen zu machen.
Umfassen schon, aber profitieren tun nur die Alten. Dass Junge dieser (zusätzlichen) Umschaufelung von Jungen zu Alten zustimmen ist bedenklich