Samstag, 4. November 2006

Swisscom und das Konkurrenzverbot

Himmelheiland, was waren das für News! Zuerst tritt am 20. Januar 2006 Jens Alder zurück und angelt sich einige Monate später den ebenbürtigen Job bei TDC. Den darf er aber erst am 1. November 2006 antreten, weil für ihn das Konkurrenzverbot gilt.

Nun können wir den nächsten Swisscom-Überläufer bejubeln: Youngster Christoph Brand zieht es ebenfalls zu den Dänen, resp. zu einem Subunternehmen dieser (neu nur noch unter „Finanzinvestition“ gehandelt), die TDC Sunrise. Mangels Konkurrenzverbot kann er gleich durchstarten.

Bleibt abzuwarten, ob diese gefeierten Manager den „Schalter umlegen“ können von Monopolbetrieb zu beinhartem Konkurrenzkampf mit einem Monopolbetrieb. Ich hoffe auf eine Schlammschlacht, in der nicht zuletzt das Insider-Wissen ausgeschlachtet und effektiv eingesetzt wird. Wäre es nicht die Ironie des Schicksals, wenn ausgerechnet gerade ehemalige Swisscom-Angestellte die heilige Kuh zur Schlachtbank führen würden?

Etwas bin ich aber doch erstaunt ob der Swisscomschen Personalregelung – wieso für hohe Swisscom-Angestellte kein Konkurrenzverbot gilt, ist mir völlig schleierhaft. Ob es wirklich an den zu vermeidenden Abgangsentschädigungen liegt, wie die Netzwoche vermutet? Oder schlicht und einfach um Nachlässigkeit der (vorausblickenden) Verantwortlichen?

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Labels: Wirtschaft

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