Mittwoch, 29. November 2006

Bye, bye Milton

Nicht, dass ich ihn resp. sein Werk gut gekannt hätte (Blasphemie für einen Sozialdemokraten!), doch drüben beim Ordungspolitischen Blog haben sie wohl schon einen Altar für ihn eingerichtet und zünden täglich ein Kerzli für ihn an.

„Hä?“ Meine Leser verstehen nur Bahnhof? Die Rede ist von Milton Friedman, Ökonom und äusserst liberal. Während ich in Japan weilte, hatte er genug von schleppenden Privatisierungen und horrenden Staatsquoten – und begab sich ins Jenseits. Ich glaube aber kaum, dass auf der anderen Seite eine äusserst liberale Gesinnung herrscht (das Paradies – liberal? Dort drüben braucht man zum Glück keine Märkte … *grins*).

Nobelpreisträger-Kollege Stiglitz äussert sich in FACTS treffend über seinen Berufskollegen (Der Joe gefällt mir übrigens mehr als der Milton):

In Friedmans Welt waren die Märkte perfekt. In unserer spielte die Regierung eine wichtige Rolle, um die Wirtschaft zu stabilisieren. […] Dadurch [Kritik an Friedmans Theorien] kam meine Theorie der unvollständigen Information zu Stande.

Quelle: FACTS, Nr. 47/2006, S. 40f., „Es gibt etwas Gutes am Unglück Bush“.

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