Mittwoch, 31. Januar 2007

Multiseat mit Windows

Kaum zurück aus Kalifornien, schon holt mich der Arbeitsalltag ein. Immerhin gibt es ab und zu Anfragen, die ich noch nie beantworten musste. Es ist in solchen Fällen immer wieder spannend, mittels Google nach Lösungen zu suchen. Heute auf dem Programm: Ein (Windows-)Computer soll von zwei Personen gleichzeitig verwendet werden können.

Als erstes sucht man nach dem generischen Begriff für das Vorhaben:

A multiseat, multi-station or multiterminal configuration is a single computer which supports multiple users at the same time. The configuration typically consist of one monitor, keyboard and mouse for each user […]

Quelle: Wikipedia – Multiseat

Linux

Schwach kann ich mich zudem erinnern, dass in der c’t kürzlich so etwas vorgestellt wurde – aber für Linux, nicht für Windows:

Einer für viele

Ein Linux-PC bedient mehrere Arbeitsplätze

Ein moderner PC ist rechenstark genug, um mehrere Anwender gleichzeitig zu bedienen; und Linux als Multi-User-System ist von Hause aus darauf vorbereitet, mehrere gleichzeitig angemeldete Benutzer mit einem eigenen grafischen Desktop zu versorgen. Mit einem Kernelpatch und ein wenig Bastelei lassen sich an einen Linux-PC sogar mehrere unabhängige Monitore, Tastaturen und Mäuse anschließen.

Quelle: Einer für viele

Windows

Nun gut – könnte es etwas identisches auch für Windows geben? Wieder hilft Google:

Thin Soft – http://www.thinsoftinc.com/ sollte die Lösung sein.
Eine Testsoftware lag bereit, welche ich direkt ausprobiert habe und ich kann nur sagen ich war begeistert.
Da steckten doch tatsächlich in einem meiner PCs nun 2 Keyboards, 2 Mäuse und 2 Monitore sowie 2 Paare Boxen. Aber nicht das wir nun zu zweit an einer Oberfläche gleichzeitig hätten arbeiten können, nein, jeder hatte seine eigene Session, ein User meldete sich an dem einen Arbeitsplatz mit einer Maus, Tastatur, Monitor und einem paar Boxen an und der andere User an dem Rest.

Quelle: Multiseat unter windows

Und tatsächlich – die Software heisst BeTwin 2000/XP.

100USD kostet diese – ich frage mich aber, ob sich diese Lösung bei den heutigen Hardware-Preisen wirklich noch rechnet. Schliesslich benötigt man eine zusätzliche Tastatur, eine weitere Maus (wohl USB) sowie einen TFT-Screen.

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Labels: Allgemein

Ein Kommentar Kommentare

manuel sagt:

Und eine zusätzliche Windows-Lizenz ist wohl auch nötig, wenn dies auch nicht explizit erwähnt wird. Die Windows Lizenzbedingungen lassen jedenfalls keine gleichzeitige Benutzung auf mehreren Arbeitsplätzen zu.

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