Dienstag, 13. März 2007

Autosalon ’07 – Ich war dabei…

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Salon Auto 2007
Originally uploaded by emeidi.

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Salon Auto 2007
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Hommage an Torkels Artikel, den ich erst jetzt, etwas mehr als eine Stunde nach meiner Rückkehr aus Genf, gelesen habe. Ich folge dabei – wo angebracht – Torkels angesprochene Themen und setze diese meinen Erfahrungen gegenüber. Übrigens: Das war mein erstes Mal an diesem Saloon.

  • Teilnehmer: Ober-Stelzbock Randel, dr Aut, meine Wenigkeit
  • Anfahrt: ökologisch und nervenschonend mit dem Zuge („Der Kluge fährt im Zuge“). Fehler: Das nächste Mal lassen wir den Sonderzug durchrauschen und setzen uns in die reguläre Komposition. Denn sonst müssen wir wieder ca. 5 Wagen durchmaschieren, um Sitzplätze zu finden. Auf dem Hinweg wurde nicht mal das Billet kontrolliert. Das Sauber-Team sorgte für feucht-fröhliche Stimmung. Der Rückweg angenehm, einzig leichte Geruchsbelästigung durch meine Socken. Leider haben wir die Rückfahrt nicht mit der S1 nach Flamatt abgestimmt (fährt .39), weshalb wir uns noch 30min in Fribourg vertörlen mussten.
  • Menschenaufkommen: Hielt sich in Grenzen – sehr angenehm. Empfehlung: Unter der Woche kommen, denn dann haben die Hostessen auch Zeit für ein Geplänkel.
  • Traumautos: Sieht alles recht schick aus, aber glücklicherweise fehlt mir aus unerklärlichen Gründen das Auto-geil-find-Gen. Dies erlaubt mir, die nächsten Jahre ohne Leasing und Konsumkrediten sorgenfrei zu überstehen. Im Gegensatz zu Torkel habe ich auf dem ganzen Gelände kein Auto gefunden, das ich mir momentan leisten könnte. Okey, etwas gelogen. Besonders schlimm fand ich Brabus & Co. – 500’000 SFr. für ein Auto. BWL-Studenten scheinen besonders darauf abzufahren – für mich unerklärlich. Zwar könnte man mit den leistungsstarken Boliden wohl als Traktor-Ersatz einen Kartoffelacker umpflügen, doch das Design ist irgendwie hässlich.
  • BMW-Stand: Ich bin fast aus dem Stuhl gekippt, als ich Torkels Kommentar zum Stand gelesen habe:

    Den Marketingstrategen von unseren Bayrischen Motorenschrauber BMW sollte beim Anblick des BMW-Standes schwarz vor den Augen geworden sein. Der BMW-Stand war auch dieses Jahr wieder der Mittelpunkt für alle Ostblockkrieger und sonstigem Gesindel.

    Genau das habe ich auch zu Kollege Zgraggen gesagt (selbstverständlich in einer Wortwahl, die den Antirassismusparagraphen nicht aktiviert). Auch wenn Kollege Zgraggen richtig bemerkte, dass die angetroffenen Standbesucher nicht die tatsächliche Käuferschaft darstellen – irgendwie definiert sich das Image einer Marke nicht nur über deren Fahrer, sondern auch über deren Fans. München, we’ve got an image-problem!

  • Hostessen:
    • Einige hübscher, einige weniger.
    • Uniform: Schlimmste: Volkswagen. Da sieht Kim Jong Il in seiner Uniform ja richtig schick aus daneben. Schönste: Subaru, dicht gefolgt von Audi. Auffällig: Daihatsu. Dank der roten Farbe sticht die Bedienung aus der Besuchermenge heraus.
    • Kleider: Es gibt aber auch Auto-Hersteller, die den unmöglichen Spagat zwischen Betonung der weiblichen Reize mit gleichzeitiger Einhaltung von Seriosität und Prüderie gar nicht erst wagen. Es gewinnen die Italiener – hier dürfen Frauen einfach nur schön sein, ohne wie deplazierte Flight-Attendants daherzukommen.
    • Top-Hostessen: H6, Lea aus meinem Heimatort und meine Cousine gewinnen den Aufmerksamkeits-Award 2007. Lange, tiefgründige Gespräche sowie bei zweien Einladung in die Lounge – so möchten wir auch in Zukunft behandelt werden.
  • Essen: Überteuert. Zu empfehlen ist der übergrosse Berliner beim Fressstand neben Toyota. Keine Ahnung, wie davon jemand an einem Tag gleich zwei Stück verdrücken kann??? Nach 19 Uhr gibt es für glückliche Zeitgenossen (wie uns) Gratis-Sandwiches.
  • Trinken: Randal und Özel, hui erfüllten ihr Soll: Mindestens je eine Runde Bier auf Kosten des Hauses. Dem Auten fehlten leider die Connections.
  • Umweltschutz: Vielerorts alternative Antriebskonzepte. Sinnbildlich hierbei Subaru: Die Elektrokarre steht verlassen im „Schämi-Eggeli“. Niemand interessiert sich folglich dafür. Ganz gelungen: Die obligatorischen Energie-Labels auf jeder Kiste, die am Salon ausgestellt wird. Dank klarer Farbsignale ist die Beurteilung einer Karre rasch möglich (ich weiss, einige Kollegen sind der Meinung, dass nur Autos mit roten Balken gekauft und gefahren werden dürfen). Auch die Angabe des CO2-Austosses gefällt.
  • Besondere Vorkommnisse:
    • Randal verfrachtete mich am Mazda-Stand kurzerhand in den Kofferraum eines 6ers. Als er mich nach einigen Minuten wieder rauslässt, bemerkt ein frisch dazugestossener, sichtlich erstaunter Herr mit grauen Haaren, dass mit diesem Test wohl die Eignung für kriminelle Machenschaften bewiesen wäre.
    • Zwei „chlini Giele“ bannen HKP-Sistas Hinterteil in einer halsbrecherischen Aktion auf digitales Zelluloid. Kollege Zgraggen beobachtet die Papparazzis, schreitet aber nicht ein.
    • Angestellte meiner bevorzugten Versicherung können sich anscheinend Boliden leisten, die 160’000+ SFr. kosten – und kaufen diese Öffentlichkeitswirksam gleich am Autosalon ein. Ich überlege mir den Wechsel zu einer anderen Versicherunugsanstalt, die sorgsamer mit meinen Prämiengeldern umgeht (sprich: Saläre für Normalsterbliche bezahlt).
    • Randal hat wieder einmal gelogen, sich als Besitzer eins E46 B6 ausgegeben und sich so Zugang zum Alpina-Show-Floor verschafft. Ob der zu Hause tatsächlich vorhandene E21er dagegen nun wirklich ein waschechter „Alpina“ ist, steht weiterhin zur Diskussion. Bald sollte die Authentizitäts-Bestätigung von Alpina (basierend auf der Seriennummer des Fahrzeugs) eintreffen.

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