Montag, 16. April 2007

Klimawandel: Es hat begonnen

New York erlebt regenreichsten Tag seit 30 Jahren

Quelle: NZZ

Längst blühen überall die Kirschbäume und Birken – zehn Tage früher als im Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre.

Quelle: SPIEGEL online

Das Unwetter traf vor allem die Gegend um Soller nördlich von Valldemossa. Dort ließen die stärksten Regenfälle der vergangenen 30 Jahre Flüsse über die Ufer treten, Straßen wurden überflutet.

Quelle: Vorarlberg Online

Das wärmste Jahr seit Messbeginn

Das gab es noch nie! Zumindest nicht in den meteorologischen Jahrbüchern der Schweizerischen Eidgenossenschaft. In Basel stieg die Durchschnittstemperatur in den vergangenen zwölf Monaten auf sagenhafte 12,1 Grad. Damit wurde die Marke von 12 Grad zum ersten Mal seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts übertroffen.

Quelle: Gigantische Warmphase dauert jetzt schon 1 Jahr!

Wenn das wirklich so weitergeht, stehen uns wahrlich äusserst spannende Zeiten bevor. Als angehender Historiker liest man sonst immer nur in Quellen aus längst vergangenen Jahrhunderten über meteorologische Phänome die Autoren „seit Lebzeiten“ nicht erlebt haben (Beispiel: Die Kleine Eiszeit).

Nun könnten wir in den Genuss von Einflüssen kommen, die wir trotz des technischen Fortschrittes weder annähernd verstehen, noch beherrschen können. Es ist äusserst reizvoll, Rekationen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik auf solche Ereignisse als Zeitgenosse zu erleben. Es bleibt einfach zu hoffen, dass es in hundert oder zweihundert Jahren noch Historiker geben wird, die unsere Strategien beurteilen können …

Übrigens: Wird 2007 der Jahrhundertsommer von 2003 noch getoppt, sehe ich eine positive Korrelation zwischen Temperatur und Wählerstärke der Grünen Partei in den Nationalratswahlen.

Parallelen?

So sehr es für mich als Genossen beunruhigend ist – ich musste das einfach bringen:

Die Partei ist damit nach einem stetigen Aufstieg in den letzten 20 Jahren wieder auf ihre Stärke in den achtziger Jahren zurückgefallen und hat das drittschlechteste Resultat in den letzten hundert Jahren eingefahren.

Quelle: NZZ

Wer mehr dazu wissen will: Smythe analysierte den Wahlausgang bereits gestern Sonntag. Als Ergänzung empfehle ich die diversen Kommentare und Analysen in NZZ, Tagi und Echo der Zeit.

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Labels: Allgemein

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