Mittwoch, Mai 30, 2007

Hostpoint tut endlich etwas gegen das Spam-Problem!

Eine kurze Leitung kann man dem wohl grössten Schweizer Hoster Hostpoint nicht vorwerfen. Am 2. Januar 2006 schrieb ich zum leidigen Thema Spam:

Spam

Bei Genotec werkelt seit einiger Zeit ein sehr zuverlässiger Spam-Filter - ich werde kaum noch von unerwünschten Mails belästigt. Auch in dem IMAP-Ordner 'Spam' findet sich kaum je noch eine Nachricht. Bravo.

Nicht so bei Hostpoint - verschiedene Kunden haben sich bei mir über das gehäufte Spam-Aufkommen der letzten Zeit beklagt. Dies betrifft insbesondere Adressen, die bei Hostpoint als Forwards eingerichtet sind. Anscheinend werden eingehende Nachrichten einfach durchgeleitet, ohne irgendwelche Spam-Tests durchzuführen.

[...]

Mein Vorschlag an Hostpoint, mittels Grey- und Blacklisting zu arbeiten und auch Forwards auf Spam-Verdacht zu überprüfen wurde aber abgelehnt:

Greylisting sehen wir nicht als Option, weil dadurch nur sich falsch benehmende Spam-Mailer blockiert werden. Gegen einen Spammer der ein reguläres Mailsystem (wie z.b. die gängigen Unix-Mailer Exim, Postfix oder Qmail) benutzt oder missbraucht hilft es nicht im geringsten. Es ist nur Pflästerlipolitik gegen einige momentane Spambots.

Quelle: Peter Keel an Mario Aeby vom 13. Dezember 2005, 16 Uhr 30.

Quelle: Hostpoint am Arsch

Verspätete Einsicht

Im heute verschickten Newsletter erreicht mich endlich die seit mehr als einem Jahr erwartete Botschaft, dass Hostpoint das Problem doch noch erkannt und etwas dagegen unternommen hat:

Haben Sie gewusst, dass wir vor einem Monat eine neue Technik zur Spamabwehr eingeführt haben? Erweiterte Tests prüfen die Nachricht vor der Annahme durch unsere Server. Damit haben wir das eingehende Spamvolumen um zwei Drittel reduziert.

Quelle: Hostpoint Newsletter - Mai 2007 vom 30. Mai 2007

Anscheinend hat also ein Umdenken eingesetzt. Ob Hostpoint nun wirklich Greylisting einsetzt (das bei Genotec immer noch erstaunlich gut funktioniert, wenn auch vermehrt "Aktien-Tipps" und "Gartenfakeln" eintreffen) oder die Nachricht empfängt und mit einem Wortfilter testet, ist mir hingegen nicht bekannt.

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Anonymous Martin Thomas um 30.05.2007 22:18:00 Uhr

Hostpoint hat, soweit dies anhanden der oben abgedruckten Zitaten überhaupt zu beurteilen ist, zu keinem Zeitpunkt das Problem "Spam" an sich in Frage gestellt - "Einsicht" oder eine lange Leitung könnte man Ihnen ediglich vorwerfen, wenn du zutreffende Informationen hättest dass das neue Spamfiltering exakt auch auf der Greyfiltertechnik fusst (jene Technik, welche sie noch vor einem Jahr kritischer betrachteten).

Blogger Flavio um 31.05.2007 10:10:00 Uhr

Mich persönlich würde das als Kunde eher stören! Wenn jemand meine Mails löscht dann will ich das sein - Oder mind. ein SPAM-Filter der unter meiner Kontrolle steht.

Ohne Schleichwerbung machen zu wollen, wer wirklich unter SPAM leidet sollte den Wechsel zu GMail als Hauptadresse und Client in Betracht ziehen.

Blogger eMeidi um 31.05.2007 13:02:00 Uhr

@Flavio: Deshalb tippe ich auf Greylisting. Mail-Server auszugrenzen, die sich nicht standardkonform verhalten, ist etwas anderes, als Mails auf Grund inhaltlicher Kriterien zu löschen ...

Anonymous Anonym um 05.06.2007 18:53:00 Uhr

Lustig, bin mit google auf diese Seite gekommen weil die Hostpoint Server sich nach einem 451/Greylisting ca. 10 Stunden Zeit lassen für einen retry. Die entsprechende RFC besagt zwar nicht was die maximale retry Zeit ist, aber ich glaube nicht das dabei an 10 Stunden gedacht wurde.

Gruss Reto

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