Mittwoch, 27. Juni 2007

Insider-Handel im internationalen Vergleich

Der Zuspruch, den der Genfer Fonds findet, ist aussergewöhnlich, selbst für eine Branche, die Superlative gewohnt ist. […] In Genf wird der Erfolg als Zeichen gewertet, dass der Finanzplatz attraktiv ist. Das sehen nicht alle so. Jabre habe die Aktivitäten von London nach Genf verlegt, um sich der FSA, der Finanzmarktaufsicht, zu entziehen, sagen Banker. Die FSA hat den Geldmanager letztes Jahr wegen Insiderhandels gebüsst […] „Ich bin schockiert, dass so viele bei Jabre investieren“ sagt ein Hedge-Fund-Profi, der ein grosses Familienvermögen verwaltet: „In den USA riskiert man für Insidervergehen eine Gefängnisstrafe. In London wird man verbannt. In Genf sind sie Helden.“ […] Investoren verzeihen Hedge-Fund-Managern vieles, wenn die Rendite stimmt.

Quelle: SonntagsZeitung, 3. Juni 2007, „Ein gefallener Star sammelt Milliarden ein“, S. 74.

Attraktiv ja – aber anscheinend vor allem für Gesetzesbrecher …

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Labels: Wirtschaft

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