Mittwoch, August 22, 2007

Hypothekenblase für Dummies

Lender: "This is America! Everyone deserves a break, a second chance, a piece of the pie. I don't even want to know the details. Do you have a dollar in your pocket?"

Borrower: "Sure!"

Lender: "That's your down payment! Simple as that. Now, how big a mortgage do you want?"

Borrower: "Uh, $200,000?"

Lender: "Two hundred K? In this market? Are you kidding? Let's make it 600 K. You can get a nice little starter house in a marginal neighborhood for that. And here's the best part: For the first year, your payments are only $49.95 a month. After that, rates and payment schedules change, but that's a whole 12 months away and in between, you'll be the envy of your friends. Shake, partner."

Now, who on God's earth thought that was a good idea? Couldn't even the dullest adult (like, say, me) see disaster coming a mile away? It did not take a particular kind of genius to forecast despair and heartbreak.

Quelle: Jon Carroll

Schön, dass Häuslebauer/-käufer in der Schweiz in den weitaus meisten Fällen mindestens 20% des Kaufwertes auf dem eigenen Bankkonto liegen haben müssen. Das nennt man ... "Sicherheit".

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Blogger christoph um 23.08.2007 09:33:00 Uhr

Normalerweise machen das Banken ja nicht, wenn der Leiher nicht schon ein Haus besitzt. Falls dann nicht zurueckbezahlt werden kann (und darauf spekulieren die Banken) koennen sie das Haus beschlagnahmen und der Wert von Immobilien steigt normalerweise. Speziell in Staedtischen gebieten. Keine Angst, dass sie dort einen guten Deal kriegen, dafuer sorgen die Vertraege schon.

Anonymous Anonym um 23.08.2007 14:58:00 Uhr

so ein schmarrn! das geschäftsmodell von banken basiert doch nicht auf pleiten. ich finde es übrigens schade, dass im deutschsprachigen raum soviel risiko-scheuheit herrscht. da kann sich ja niemand seine kleiner wohung kaufen und fürs alter vorsorgen, wenn mann dafür 100.000€ aufm konto haben muss. wer hat das schon?

Blogger blogging remy um 23.08.2007 18:55:00 Uhr

Ich finde auch; grundsätzlich steht es ja jeder Bank frei, wieviel sie risikieren will. Und jeder Bürger darf auch selber entscheiden, ob er sich in den Ruin treiben will oder nicht. Deshalb finde ich das "Schweizer Modell" weder besser noch schlechter. Aber klar, das Ganze hat seine Grenzen, wenn andere Interessen tangiert werden...

Blogger eMeidi um 23.08.2007 20:26:00 Uhr

Falls dann nicht zurueckbezahlt werden kann [...] koennen sie das Haus beschlagnahmen und der Wert von Immobilien steigt normalerweise.

Im Titel steht "Blase", was Begriffe wie "normalerweise" per se ausschliesst.

Das Problem ist in den USA derzeit, dass in einer Häuserreihe in den Suburbs gleich mehrere (dutzende?) Hypothekarbezüger "hops" gehen, ihre Zinsen also nicht mehr bezahlen können.

Das führt zu einer Abwärtsspirale: Einerseits gibt es so ein Überangebot an Häusern (nach marktwirtschaftlicher Theorie der wohl wichtigste Grund für die Verbilligung einer Ware - in diesem Fall der Ware Eigenheim), andererseits können Personen im selben Quartier keine neue resp. eine tiefer als erhoffte zweite Hypothek auf ihr Haus aufnehmen, um ihr "Leben auf Pump" weiterzuführen.

(und darauf spekulieren die Banken)

Bist du dir dabei wirklich sicher? Wenn ich eine Bank wäre, würde ich ein Haus lieber gleich an einen Käufer mit guter Bonität verhökern, damit man nicht 1-2 Jahre später den administrativen Aufwand über das Kreditinstitut ergehen lassen muss.

Aber wahrscheinlich bin ich einfach zu vorsichtig, um ein Banker zu sein ...

Blogger eMeidi um 23.08.2007 20:31:00 Uhr

Ich finde auch; grundsätzlich steht es ja jeder Bank frei, wieviel sie risikieren will.

Dieser Aussage habe ich ja nirgends im Artikel widersprochen - wir leben in einer freien Marktwirtschaft.

Aber: Ich habe einfach Mühe damit, wenn der Privatwirtschaft die Zentralbanken zu Hilfe kommen müssen und Millionen , um Liquidität zu gewährleisten. Wenn eine Bank riskante Geschäfte tätigt, soll sie im schlimmsten Fall Bankrott gehen und nicht mit Steuergeldern "gerettet" werden. Mal schauen, ob sich das Pumpwerk Fed längerfristig nicht ins eigene Fleisch schneidet ...

Und jeder Bürger darf auch selber entscheiden, ob er sich in den Ruin treiben will oder nicht.

Da die Subprime-Bezüger keine eigene Sicherheit eingebracht haben, haben diese meiner bescheidenen Meinung nach auch am wenigsten zu befürchten: Dann machen sie halt Privatkonkurs.

Die Banken sitzen in solchen Fällen auf unverkäuflichen oder deutlich an Wert eingebüssten Immobilien - geschieht ihnen recht.

"Drum prüfe, wer sich teuer bindet!"

Aber klar, das Ganze hat seine Grenzen, wenn andere Interessen tangiert werden...

Das Ganze hat Grenzen, wenn die Allgemeinheit (unnötigerweise!) für den Schaden aufkommen muss ... "Sozial ist (auch für Banker), wenn andere zahlen?"

Anonymous AVO um 23.08.2007 20:39:00 Uhr

Ich habe mal von einem Lehrer vernommen, dass Einschätzer der UBS einmal bei seinem Haus eine "finanzielle" Einschätzung machen wollten - schlicht gesagt : Sie bewerteten ohne eine Ankündigung und aus purem Kapitalismus sein Wohnhaus, Garage, Park, etc.

Darauf angesprochen, was das soll, wurde eine dumme Antwort gegeben, quasi für das Inventar oder die Statistik. Den Einschätzer hat dann mein Lehrer nie mehr wieder gesehen, weil er ihn vom Grundstück gejagt hatte.
Wenn mans nicht glaubt, ist man selber schuld, aber die Banken verfolgen immer einen Hintergedanken, und wenn man Zwangsversteigern oder andere Tricks anwenden kann, so wird die Bank immer die lukrativere Möglichkeit suchen.

Bei der Swissair war der Fehler von Corti, dass er den Banken sofort die Schulden zurück zahlen wollte - das ist aber nicht gut, weil die Banken dann nicht mehr im gleichen Boot hängen. Denn : Solange man der Bank Geld schuldet, ist sie quasi für einen neuen Kredit erpressbar, vor allem wenn viel Kapital im Spiel ist. Dieser Fall dürfte aber nur im Swissair-Fall zugunsten des Bankkunden taktisch ausfallen - Jeder andere Kleinkunde wird von den Banken "erpresst", reingelegt oder abserviert.

Mario, hast du schon meinen Kommentar von deiner Partyguide-Site gesehen ?
Wäre doch auch einen Eintrag über die Swisscom wert, oder ?

Link

Anonymous AVO um 23.08.2007 20:51:00 Uhr

@t Mario :

Übrigens zur FED gibt es auch noch einen guten Film :
Film FED

PS : Den grössten Schwindel haben wir ausgestanden, wenn das ganze Geldsystem vollkommen zusammengebrochen ist.

Blogger blogging remy um 24.08.2007 16:09:00 Uhr

@emeidi:

also ein Privatkonkurs ist meiner Ansicht doch ziemlich abschreckend; denn u.U. hat man die Gläubiger so noch jahrelang am Sack (im Gegensatz zum ordentlichen Konkurs).

Und wenn der Staat bei Banken eingreift (durch Subventionen, Schalter-Dichtmachen, etc.) und so den Konkurs abwendet, profitieren so nicht in erster Linie die Banker (die werden schon einen neuen Job finden, und haben ihr Geld schon lange gesichert), sondern der normale Bürger, der sein jahrelang angespartes Vermögen/Vorsorge nicht virtuell in der Konkursmasse verschwinden sieht.