Sonntag, September 09, 2007
Hostpoint sucks!
Wenn Fredy drüben bei blogg.ch Prognosen über den Hosting-Markt Schweiz macht (ich stimme ihm voll und ganz bei), dann könnte ich doch auch wieder einmal etwas über die unangefochtene Nummer 1, Hostpoint, berichten.
Beginnen wir mit statistischem Zahlenmaterial:
20 queries. 13.484 seconds.
Woher stammen diese Angaben zu Datenbank-Abfragen? Am Freitag habe ich für eine Bekannte das Shared Hosting-Paket bei Hostpoint geordert und darauf umgehend Wordpress 2.2 installiert. Momentan läuft das Blog mit dem Standard-Theme und beinhaltet einen äusserst kurzen Artikel (Titel & eine Zeile Text) sowie vier statische Seiten.
Lasst es mich klipp und klar sagen: Ladegeschwindigkeiten in der Grössenordnung sind inakzeptabel, insbesondere, wenn es sich um die Nummer 1 auf dem schweizerischen Markt handelt!
Ich scheine nicht der einzige zu sein, der solche Schwächen ertragen muss:
Ich habe mich in letzter Zeit immer mit einer sich langsam aufbauenden Seite & Blog herumgeschlagen, wusste nicht, woher das Problem kam. Vermutlich einfach, weil ich eine grosse Menge Daten , wie auch Film und Bildmaterial auf dem Server habe. [...]
Quelle: :::Hostpoint - Performance::: (PS: Was sollen die blöden Pünktchen im Titel?!)
Aber klar doch ... ich vermute eher, dass Hostpoint das von den ISPs bekannte "Overbooking" auch auf seinen Servern anwendet. Dies wird meiner Meinung nach verschärft durch den Web 2.0-Boom (die SonntagsZeitung von heute enthält übrigens einen Zerriss dieses Unwortes) mit all seinen Applikationen. Wordpress, Gallery etc. - allesamt Web-Applikationen auf Basis von PHP/MySQL - erfordern ein vielfaches an Performance. Heute, 2007, liefert ein Hoster halt kaum mehr statische Web-Sites aus. Inwiefern auch mod_rewrite seinen Anteil an der Performance-Schwäche hat, kann ich zu wenig beurteilen.
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Kommentare
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Zustimmung!
Für Websites mit PHP/MySQL zieht man mit Vorteil nicht zu Hostpoint…
Hinzu kommen seit dem grossen Auswahl vor einiger Zeit die ständigen Probleme; etwas funktioniert fast immer nicht, seit Tagen beispielsweise das Abrufen von E-Mail.
Leider sind gute Schweizer Hoster rar, ich habe schon unzählige ausprobiert und alle hatten Macken… aktuelle PHP- und MySQL-Versionen beispielsweise sind keine Selbstverständlichkeit, E-Mail und Control Panel per SSL ebensowenig… :(
Hosting ist meines Erachtens sowieso ein Geschäft, dass langfristig zum Scheitern verurteilt ist. Ich sag mal vorsichtig, dass ca 85 - 90 % der Durchschnittsbevölkerung bei Webplatzprovider und dergleichen eh nur Bahnhof versteht...
und dann enttäuscht ist, wenn z.B. die Webseite nicht korrekt läuft (dabei hat der DAU gemeint, dass im Preis das Erstellen der Homepage ebenfalls imbgegriffen ist :-)
Wenn ein Hoster seine Pakete zu Dumpingpreisen anbietet, dann muss er zwangsläufig irgendwo sparen. Schliesslich kosten Serverraummiete, Klimatisierung und der ganze Klimbim einen Haufen Geld und irgendwann rechnet sich die Ganze Sache nicht mehr und dann lupfts halt den Einen oder Anderen (wie bereits mehrmals in der Vergangenheit aufgetreten)
hosting zum scheitern verurteilt? o.0 bist du sicher dass du meinst was du sagst? das würde im prinzip bedeuten dass ein riesiger teil des internets verschwindet...
ich hab keine ahnung bezüglich der schweiz, aber da ich ca ein jahr bei einem deutschen collocations-anbieter mit hauptsitz düsseldorf (und standorten in z.b. paris, berlin und frankfurt) gearbeitet habe kann ich nur sagen:
der hoster selbst hat mit klimatisierung, strom usw im normalfall NICHTS zu tun, das macht der collocations-anbieter. kleinere hoster mieten racks und half-racks (serverschränke, basierend auf höheneinheiten, ein rack sind ca. 45 he), grössere sogenannte cages (abgetrennte bereiche im gateway mit racks und regalen für towers), alle zahlen nur den stellplatz und den traffic. die geschwindigkeit eines servers kann zum einen von der serverhardware selbst, dem verwendeten cms (z.b. confixx), der anzahl der darauf laufenden vserver bzw der anbindung (lan, gbit-lan, glasfaser) abhängen, aber auch zb von der auslastung des routers hinter dem die server hängen und allen möglichen anderen faktoren...
zum thema DAU: wenn der DAU sich ein hostingpaket kauft ohne sich zu informieren welche dienstleistungen darin inbegriffen sind (und im besten fall mit gar keiner ahnung von der materie und noch nichtmal html-kenntnissen) ist er selbst schuld :D
@minus
Nun ich habe bei 2 Schweizer Hoster gearbeitet, die beide die RZ's selber betrieben haben. Der Eine existiert in der Zwischenzeit nicht mehr, während der Andere arg zu Kämpfen hat (vorallem gegenüber den "Grossen", die natürlich viel mehr Macht haben..
Wie auch immer: Kunden, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, hatte ich zur Gegnüge kennengelernt und denen das Business (was wir taten) klar zu machen, war echt mühselig
Die meisten sind nur wegen dem Preis gekommen und waren dann enttäuscht, als die Leistung entsprechend den Preisen eher tief war
Ich hab sozusagen "live" miterlebt, was es heisst, wenn das Geld an allen Ecken und Enden fehlt und dann die Firma "zu" machen musste :-(
und man hört von diversen Global Players im Business, dass es auf lange Sicht kein erträgliches Geschäft ist. Der Hype der 90'er Jahre ist klar vorbei. Der Benutzer von heute ist diesbezüglich kritischer geworden und hinterfragt auch jedes Detail und wenn dort gespart wird, dann wechselt er schnell zur Konkurrenz
ich möchte zum thema ladegeschwindigkeit bei hostpoint nur folgendes bemerken. wie haben eine community-site mit dem cms phpkit gemacht. die seite ist logischerweise immer grösser geworden und hatte immer mehr plugins. die ladegeschwindigkeiten waren von anfang an bereits schlecht und ich zu ungeschickt und unwillig, diese und viele andere sites umzuziehen.
das fass ist aber schon lange voll:
unsere haupt site http://www.bf.swizz.net/bf/include.php?path=start.php
hier nun zwei praktisch identische sites, einmal bei hostpoint gehostet, das andere mal bei metanet, wobei metanet rund 6-7x günstiger ist. einziger grosser unterschied: hostpoint 30gb webspace, metanet 9gb.
man vergleiche:
hostpoint: http://www.oil.swizz.net/oil/include.php?path=start.php
metanet: http://www.oil.swizz-community.net/oil/include.php?path=start.php
vollständigkeitshalb er möchte ich erwähnen, dass einige bilder von der bei metanet gehosteten site aber direkt von hostpoint geladen werden, was aber ladetechnisch nichts zur sache tut. wie gesagt, die site ist heute prkatisch identisch. die ladezeiten unterscheiden sich aber *immer* um den faktor 30-100fach. bei unserer hauptsite http://www.bf.swizz.net/bf/include.php?path=start.php mussten wir teilweise ladezeiten im minutenbereich in kauf nehmen, nur weil ich zu technisch überfordert war, unsere site anderswo zu hosten.
telefonische anfragen wurden immer abgeblockt mit der aussage, dieses cms wäre sicher grottenschlecht und müsste überprüft und überarbeitet werden. es würde nicht an hostpoint liegen und alle anderen sites auf diesem server würden sehr gut laufen.
nun, nachdem die migration dieser einen seite funktioniert hat, kann sich jeder selbst ein bild machen.
roger
webverantwortlicher
bei der swizz community
ich vermute mal, dass Hostpoint (wie die meisten Hoster, die dann Probleme damit bekommen haben) pro Server einfach eine Unmege an Kundendomains "draufpappt" und irgendwann ist auch der schnellste und beste Server am Anschlag.
und es muss dann nur noch einer sein, der z.B. ein fehlerhaftes Script laufen lässt und prompt ist dann der Server auf 100 % CPU Load
(alles bereits einmal erlebt)..
Wenn ein Hoster clever ist, dann invenstiert er die Kohle in neue Hardware und verteilt die Kundendomains dann entsprechend oder schaltet Load Balancer vor (die aber auch ein Sch... geld kosten)
Gemäss MyIPNeighbors zeigen noch 328 andere Domains auf "meinen" Server:
217.26.52.17
Die Frage ist natürlich, ob PHP/CGI-Scripts oder MySQL für die Probleme verantwortlich sind ...
@roger: Gemäss MyIPNeighbor scheinen sich auf deinem Server nur gerade vier Domains zu tummeln:
217.26.50.92
Tipp: Pro Server sind mehrere IP-Adressen möglich!
MyIPneighbors ist ganz offensichtlich NICHT zuverlässig.
Ich bin bei Hostpoint Kunde über das Professional-Hosting mit eigener IP. Auf der IP laufen 10 aktive Domains, MyIPneighbors erkennt davon nur gerade 4. Und von den rund 1100 Domains, die neben meinen auf dem gleichen Server daheim sind, weiss MyIPneighbors natürlich auch nichts, allein schon, weil die IP anders lautet.
Tipp: Pro Server sind mehrere IP-Adressen möglich!
Durchaus, aber ich denke nicht, dass Hostpoint pro Server mehreren IPs konfiguriert hat.
Auf der IP laufen 10 aktive Domains, MyIPneighbors erkennt davon nur gerade 4. Und von den rund 1100 Domains, die neben meinen auf dem gleichen Server daheim sind,
Ja was denn jetzt? Laufen 10 oder 1100 Domains auf deinem Server?!
Würde Hostpoint wirklich 1100 Domains auf einem einzigem Server laufen lassen, wäre das höchst bedenklich!
PS: Selbstverständlich ist MyIPNeighbors nur so akkurat, wie auch die Datenbank gefüllt ist. Es gibt keine Möglichkeit, mit einer einzigen DNS-Anfrage alle Domains eines Shared Hosting-Servers ausfindig zu machen. Das Tool ist darauf angewiesen, dass Leute ihre eigene Domain über das Tool suchen und diese dann in der Datenbank hinterlegt wird.
Ich bin auf einem professionellen Hostpoint-Server untergebracht, auf dem etwa 800 Domains laufen. Meine Domains laufen unter einer eigenen IP, aber auf dem gleichen Server mit den 800 erwähnten Domains.
Hostpoint setzt meines Wissens Apache als Webserver ein und dort gibt es eine nette Direktive, die da lautet "VirtualHost"
Mit dieser hat der Serverbetreiber die Möglichkeit auf einem Server mehrere Hostings gleichzeitig zu betreiben. siehe auch:
http://httpd.apache.org/docs/2.2/de/vhosts/ip-based.html
Die Methode IPbased Virtual Hosts wird in der Regel von den Hostern nicht verwendet, da dies zu Problemen vorallem im DNS Bereich führen kann
(z.B. mehrere IP's verweisen auf die selbe Domain, was garantiert Puff gibt, wenn der DNS schlecht konfiguriert ist) und vorallem wird pro VHost ein separater Port benötigt (also z.B. 192.168.1.20:80 und 192.168.1.30:8080 da Port 80 bereits belegt)
und
http://httpd.apache.org/docs/2.2/de/vhosts/name-based.html
diese Methode hat den grossen Vorteil, dass auf der selben IP mehrere VHosts laufen können, ohne dass die einander in die Quere kommen.
@Max: dann hast Du das Commerce Paket nehme ich, da ist eine IP dabei oder?
--> das würde dann heissen, dass der erwähnte VHost jeweils auf eine eigene IP lautet, während die anderen Domains auf dem gleichen Server auf die Standard IP der Maschine an sich laufen, das erklärt auch das komische Verhalten von MyIPneighbors, das logischerweise nur die dem Vhost zugewiesene IP erkennt. (Vermutung)
Auch ich war (!) bei Hostpoint. Mittlerweile bin ich zu http://www.vhost.ch gewechselt und kann nur bestätigen das dort die Geschwindigkeit wesentlich höher ist.
Zum Thema Rechenzentrum - jedes Rack und jede Colocation wird zzgl. Strom und Klima verkauft, d.h. wenn ein Rack auch nur 100 Euro im Monat kostet, dann kommen nochmal 150 Euro für den Traffic dazu und dann bei einem vollen Rack mindestens nochmal 1500 - 2000 kwh Strom was bei einem Durchschnittspreis in den Rechenzentren von 0,25 Euro nochmals bis zu 500 Euro im Monat ausmacht. Dann müssen sich die Server noch amotisieren. Die Aussage nur Miete ist daher falsch. Das sich viele dabei verrechnen ist klar.
Rechnen tut sich Webhosting bei den Preisen bestimmt nicht mehr. Es wird irgendwann nur noch Big Player geben, welche das Webhosting mit anderen Angeboten quersubventionieren wie z.B. ADSL+Webhosting+Telefon usw. wie es in Deutschland schon der Fall ist. Optisch wird es damit billig, rechnet man alle Positionen zusammen ist es teuer wie vorher und es wäre besser gewesen nicht immer nach dem Preis zu gehen und auchmal eine kleinere Firma zu wählen damit die Marktvielfalt gewährleistet bleibt.
Rechnen tut sich Webhosting bei den Preisen bestimmt nicht mehr.
Wenn man - wie Hostpoint in meinem Fall ... - die selbe (juristisch fragwürdige) Rechnung mehrere Male einzutreiben versucht, schon.
DrHouse (http://mahab.dyndns.org)