Sonntag, September 09, 2007
Wie Banken finanzielle Risiken outsourcen
So there is a really interesting and lucrative optimisation problem here in balancing risk and reward, so complex that some outfits use genetic algorithms to crack it. Although efficient, the problem is that the answer "just works", without anyone understanding the underlying problem. And of course this means that when it goes wrong, no-one really knows why.
Collateralised debt obligations can be put together with many different components, for different customer demand, or more cynically to make them look attractive to fund managers and the advisors of high net worth individuals.
The problem is that these black boxes are tough to understand, even if they are explained gently by the bankers. Just because you have the Linux kernel source, doesn't mean you know what it will do. [...]
It's been clear for a while that some of the banks have been pushing products whose risks are far from clear, unless you are a specialist.
Nor have the banks completely washed their hands of the original risk, since many act as prime brokers to hedge funds in mortgage derivatives, lending money secured against holdings in instruments, which may have been created by the retail arm of the same bank.
Thus, the risk is now spread very widely in complex ways, which meant that when the sub-prime mortgages started to smell bad, no one could work out which institutions were being hurt. [...]
Many use the lognormal distribution, which resembles what we see in real life. Except that it gravely under-estimates the probability of big price movements, as Nassim Taleb has been telling people for a long time. Ignoring this has led several banks to encounter issues that "should" happen only once in the life of the Earth, actually happening twice in the same month.
Quelle: Original thinking in a derivatives market
Was lernen wir daraus? Investment-Banker wissen kaum mehr als du und ich, mit dem grossen Unterschied, dass sie der Technik und ihren fragwürdigen Algorithmen mehr vertrauen als wir dem normalen Menschenverstand. Ah, und dass sie Ende des Jahres einen massiven Bonus kriegen, weil sie (und ihre Modelle) so wunderbar funktioniert haben. Mal schauen, ob es Ende 2007 auch ein Weihnachtspäckli von der Bank gibt ...
Kommentare
Auch ganz gut fand ich einige der 21 Kommentare zum Artikel:
Its a sanitised form of gambling.
- Plan for the worst, hope for the best
- Never bet ... err ... "invest" money you cant afford to lose.
- If you're winning, the money dosn't exist until you walk away with it.
- If you're winning, people get greedy, set a figure and walk away when you reach it.
- The little person gets shafted allways, the game favours the Banks in the long run.
Stockbroker (def): A person who invests your money until it's all gone. - Woody Allen
[...] Hey - almost every model works if markets keep going up...
The sub prime market got used up like any resource, and when the was no place to expand to, it imploded. It's what we humans do to any resource, and it's what we'll do with oil, coal, uranium, the next round of financial regulation loop holes, p2p downloads and everything else.
Old debt, new debt, sold debt, transferred debt, it's all still debt. Payback time is upon us, and the vultures are starting to circle.
Labels: Finanzen, Wirtschaft
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Das mag alles stimmen, doch du hast ja die freie Wahl, wo du das Geld anlegen willst...deshalb verstehe ich deine Kritik nicht. Wie in jeder Branche gibt's auch unter den Bankern, solche die Ahnung haben, und solche, die keine Ahnung haben.
Und ob du dein Geld unter deinem Kopfkissen horten willst, oder mit etwas mehr Risiko bei Anbietern wie bwin.com anlegen willst, bleibt ebenfalls dir selbst überlassen.
Blogging Remys Standardargument - bei jedem Artikel über das Finanzwesen komme ich dieses mittlerweile um die Ohren geschlagen ...
Mir ging es nie darum, Banken per se zu verteufeln - schliesslich bieten diese durchaus nützliche Dienstleistungen an wie ein Lohnkonto, VISA- und EC Maestro-Karten sowie Internet-Banking.
Dieser Artikel hingegen beleuchtet Hintergründe anderer, weniger geläufiger Geschäftsbereiche einer Bank. Das Gesagte hinterlässt keinen vertrauenserweckenden Eindruck.
Ich jedenfalls sehe keine Grund, das Geld unters Kissen zu legen - was sollte das auch bringen? Wenn die Investment-Heinis in Kooperation mit den Staatsbanken den Markt abwürgen und eine Hyperinflation herbeiführen, kann ich die Tausendernötli unter dem Bettkissen schnell mal nur noch als Toilettenpapier nutzen.
Gegenfrage: Bringen Banken mehr Nutzen als Schaden? Aus meiner Sicht sind sie ein notwendiges Übel, auf das man sich so wenig wie möglich verlassen sollte ...
Ja, es ist mein Hauptargument, weil ich diese Argumentation einfach nicht verstehe. In der Privatwirtschaft hat jeder die Freiheit etwas zu gewissen Konditionen anzubieten; und alle anderen haben die Möglichkeit davon Gebrauch zu machen. Wenn dann bspw. ein Unternehmen nur Müll zu überhöhten Preisen verkauft, berührt mich das grundsätzlich überhaupt nicht. Klar, beim Staat sieht die Sache etwas anderes aus, da dort Steuergelder betroffen sind.
Und ja, ich sehe mehr Nutzen als Schaden bei der Bank, sonst hätte ich dort kein Geld. Aber wo liegt der Schaden bei einer Bank?
In der Privatwirtschaft hat jeder die Freiheit etwas zu gewissen Konditionen anzubieten; und alle anderen haben die Möglichkeit davon Gebrauch zu machen.
Und unsere Verfassung garantiert uns die Rede- und Meinungsfreiheit.
Bin ich ein Heuchler, wenn ich ein Bankkonto besitze und trotzdem Banken für ihr Verhalten kritisiere?
Klar, beim Staat sieht die Sache etwas anderes aus, da dort Steuergelder betroffen sind.
Vielleicht liege ich falsch, aber wenn die Banken Mist bauen, bekommt dies früher oder später auch der kleine Mann zu spüren. Und zwar deutlich härter als die Verantwortlichen ("Bonus Babies").