Dienstag, 9. Oktober 2007

Retter der Nation: Erst Blocher, nun die Pharmaindustrie

Zuerst signalisiert die SVP mit Wahlplakaten, dass Christoph vom Herrliberg ganz allein der Wirtschaftsaufschwung der letzten Jahre zu verdanken ist.

Jetzt doppelt die Pharmabranche nach:

Was der Pharmabranche schadet, ist langfristig schädlich für die ganze Schweiz.

Quelle: Teure Medikamente sind besser für das ganze Land

Falsch! Das Verbot von Paralleimporten schützt die kurzfristigen Interesse der Geschäftsleitung und der Aktieninhaber. Rückständigkeit und das unnötige Festhalten an alten Zöpfen schadet hingegen dem ganzen Land deutlich mehr. In der Interessenabwägung gewinnt das Volk und verlieren die Unternehmen. Nur der harte Wettbewerb mit Konkurrenzdruck führt zu gesunden, widerstandsfähigen Unternehmen, die sich keinen Wasserkopf leisten (dürfen) und sich nicht etwa versucht sehen, mit einer unverdienten Rente zurücklehnen.

Ginge es nach der Argumentation der Pharma-Multis, würde jeder von uns wie Amische auf einem Bauernhof leben.

Ab Aussagen wie …

Tatsächlich droht die Pharmalobby — respektive die Studie — ziemlich unverholen mit «Ausweichstrategien». In Forschung zur Entwicklung innovativer Produkte werde nur dort investiert, wo das regulatorische Umfeld hohe Renditen zulasse.

… würde ich als Politiker vor die Pillenbuden hinstehen und verlauten: „Wenn es euch nicht passt, könnt ihr ja gehen!“ Ich wäre wirklich gespannt, wie sich die Multis verhalten würden. Heute hat man einfach zu viel Angst vor Firmen gewisser Grösse.

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Labels: Schweiz, Wirtschaft

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