Freitag, 12. Oktober 2007

Tücken von politischen Internet-Abstimmungen

But you also ruined the purpose of the poll. It was no longer an honest „show of hands“ — it suddenly was a platform for beating the Ron Paul drum. That certainly wasn’t our intention and certainly doesn’t serve our readers … at least those who aren’t already in the Ron Paul camp.

Quelle: An Open Letter to the Ron Paul Faithful

Hmmm – da startet also ein Fernsehsender nach einer TV-Debatte unter republikanischen Präsidentschaftskandidaten eine Internet-Abstimmung, um kurz darauf zu merken, dass die Anhänger eines bestimmten Kandidaten (Ron Paul) derart gut organisiert sind, um ihren Günstling einen Wähleranteil von 75% zu verschaffen.

Die Abstimmung wird darauf hin deaktiviert, weil das Resultat verzerrt sei:

But you also ruined the purpose of the poll. It was no longer an honest „show of hands“ — it suddenly was a platform for beating the Ron Paul drum. That certainly wasn’t our intention and certainly doesn’t serve our readers … at least those who aren’t already in the Ron Paul camp.

Die CNBCler haben sie nicht mehr alle! Sie haben das gemessen, was sie auch messen wollten: Nämlich die Popularität der Kandidaten unter der männlichen, 20- bis 30-jährigen amerikanischen Internet-Nutzern. Wenn die Journalisten hingegen eine repräsentative Umfrage wollen, sollen sie diese auch gemäss den seit Jahrzehnten etablierten wissenschaftlichen Kenntnissen durchführen. Eine Online-Umfrage ist dazu garantiert das falsche Mittel.

Eine Umfrage abzuschalten, weil sie offensichtlich nicht das vom Befragten erwartete Resultat entspricht, ist definitv Blödsinn. Das nächste Mal überlegt man lieber vorher, was man wie messen will, als mitten in der Umfrage solch peinliche Stunts zu unternehmen …

Übrigens: In einem ganzseitigen Artikel im Bund von gestern wurde Ron Paul kein einziges Mal erwähnt.

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Labels: Politik, USA

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