Donnerstag, Oktober 18, 2007
Albaner
Wahrscheinlich haben die Autoren den Artikel zuerst der Weltwoche angeboten - doch diese zeigte kein Interesse daran. Deshalb erschien das Stück im Magazin, "der einfach besseren Weltwoche":
Ilir Daljipi, 30, ist angehender Anwalt in Zürich und hat während seines Praktikums am Bezirksgericht Zürich des Öftern den Spruch gehört, er sei der einzige Albaner auf dieser Seite des Gerichts. [...]
Die meisten meiner Landsleute stecken ihr Geld in ein Haus, in die Hochzeit und ins Auto. Dementsprechend sieht Kosovo im Sommer jeweils aus wie der Genfer Autosalon, aber Investitionen in die Bildung sieht man eben nicht sofort. Dass ich, als 26-jährige Doktorandin, kein eigenes Auto habe und auch keine teuren Kleider trage, das ist für viele unbegreiflich. [...]
Quelle: ICH BIN JUNG, ICH BIN ERFOLGREICH, ICH BIN ALBANER.
Richtig integrieren
[...] Hier wollte man mich erst in die Realschule schicken, weil ich, damals 16-jährig, kein Wort Deutsch sprach. Sie schickten mich schliesslich in die Sekundarschule, weil ich sehr gut in Mathematik war. Ich erhielt neun Stunden Stützunterricht pro Woche und büffelte fünfzig neue Wörter pro Tag.»
[...] Ich sprach kein Wort Deutsch, als ich hier in der dritten Klasse in Emmen eingeschult wurde, doch ich erhielt sofort sehr guten Stützunterricht in Deutsch.
Iiih, nein, unser Staat steckt Geld in Immigranten? Er fördert, obwohl dies zu einer fachgerechten Integration nicht nötig wäre? Schliesslich integriert man sich am Besten, wenn der Staat keinen Finger rührt.
Ich als Besitzer eines roten Parteibüchleins sage: Lieber ein paar Fränkli in die jugendlichen Immigranten investieren, als später Millionen in erwachsene Kriminelle und Sozialhilfebezüger.
Labels: Ausländer, Gesellschaft, Schweiz
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Kommentare
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Wieso muss man Ausländer speziell hätscheln? Man sollte sich eher überlegen, wie man das gleiche mit ein bisschen Zwang - zumindest was Sprachkenntnisse anbelangt - auch fertigbringen kann.
Wenn in der Schweiz gute Kenntnisse in Wort und Schrift der örtlichen Amtssprache(n) notwendig gemacht würden, und bei Nichtbestehen man sofort ausgewiesen wird, würde sich die Hälfte unserer Probleme mit dieser Volksgruppe erledigen, weil sie sich zwangsintegrieren müssen. Wer Deutsch spricht, hat eher einen Job. Wer eher einen Job hat, begeht eher weniger kriminelle Taten.
Aber lieber will man mit soziologisch angehauchten Methoden das Problem lösen als schlicht und ergreifend Zielvorgaben zu machen und diese dann ohne Wenn und Aber zu vollziehen, und wer hier bleiben will, muss spuren.
Der Spruch über den "Genfer Autosalon im Kosovo" trifft das Problem im Endeffekt auf den Punkt...
Wenn in der Schweiz gute Kenntnisse in Wort und Schrift der örtlichen Amtssprache(n) notwendig gemacht würden, ...
... würden wir nicht nur viele Ausländer, sondern gleichzeitig eine ganze Menge Schweizer ausweisen müssen. Toll!
Aber lieber will man mit soziologisch angehauchten Methoden
Stützunterricht? Soziologisch angehaucht? Ich glaube du hast einige Jahrzehnte Pädagogie verpasst.
Wenn es nach dir ginge, würden wohl Lehrer im Klassenzimmer immer noch herumprügeln und schlechte Schüler nonstopp vor der Klasse blosstellen. Angesichts dieses Drucks schreiben in kürze alle Schüler nur noch 6er in den Math-Prüfungen ... Wer's glaubt gehört zurück ins goldene 19. Jahrhundert.
Damit schafft man kaum Integration, hingegen bleibende Schäden und mangelndes Selbstbewusstsein. Und das führt wohl noch eher zu kriminellen Taten als schlechte Deutschkenntnisse.
Was zum Geier ist Pädagogie? Ist das nun die linke alt-68-er kopf-in-den-Sand-steck-Variante von Pädagogik?
Ein weiterer Legastenogegiker