Montag, Oktober 22, 2007
Petition gegen Krawall-Demos in Bern
Ein StudiVZler sinniert in einer Gruppe laut über eine Petition nach, um Künftig Krawalle aus Bern zu "verbannen":
Die Krawalle vom 6. Oktober sind das Resultat einer jahrelangen Laisser-faire-Politik. Anstatt Bern zu einer sprühenden, pulsierenden, sicheren und sauberen Stadt werden zu lassen, konzentrieren sich Gemeinde- und Stadtrat seit Jahren auf die Bevorzugung von Minderheiten und auf die Behinderung des Gewerbes durch Verbote und Gebote – mit dem Effekt der Vertreibung möglichst vieler, guter Steuerzahler und einem Imageschaden im In- und Ausland. Das muss ändern und zwar jetzt!
Den Petitionsbogen findet Ihr unter www.fuer-unser-bern.ch
Ich habe mich dank eines Hinweises von Kollege Burgdorfer in die Diskussion eingeklinkt und ein wenig mitdiskutiert. Hier mein Abschlussstatement:
Ich finde es echt besser, wenn du deine Energie für die Gemeindewahlen einsetzst. Die Wirkung entfaltet sich so deutlich rascher als mit ein paar Tausend Unterschriften.
[...]
Nur Law & Order-Politiker sind bereit, alle Hebel in Bewegung zu setzen, dass so etwas nie wieder passiert. Nur diese bieten statt 300 Polizisten 3000 auf, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Nur diese werden eine unbewilligte Demo "Schwarzer Schafe" umgehend auflösen - wenn nötig mit Gewalt. Nur diese werden die Reithalle abriegeln. Nur diese werden Personenkontrollen im Bahnhof Bern durchführen lassen. Nur diese werden potentielle "Krawallmacher" in Verwahrung nehmen, bevor diese Schaden angerichtet haben. Nur diese werden sich über eventuelle Proteste aus der Wohnbevölkerung (Stichwort "Unverhältnismässigkeit") hinwegsetzen.
Quelle: Thema: Petition für unser Bern
Labels: Bern, Gesellschaft, Politik
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Kommentare
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Da hat der Kollege Burgdorfer recht - es müssen EINIGE Köpfe rollen.
Als erster der Sicherheitsdirektor. Der Mann wäre als Direktor eines Streichelzoos um Längen geeigneter. Gabi kann man gleich als Pfleger hinterherschicken - ein Posten, der seiner Kompetenz etwa entsprechen dürfte.
Dann Tschäppät. Wird der abgewählt (Go, Jimy, go!) besteht sogar eine Chance, dass sich in der Stadt Bern etwas ändert.
Und dann muss man noch den Rest von RGM abwählen. So wie aber die Wahlresultate der Stadt Bern zu interpretieren sind, wird das eine Herkulesaufgabe sein, so viele Grüne, Rote und sonstwie sozialistisch Angehauchte aus dem Gemeinde- und Stadtrat zu entfernen, dass man in Bern eine Wende bewirken kann.
Aber vielleicht ändert sich mit der Police BE etwas und das Pack, wohlwissend dass eine Gesamtpolizei mit deutlich mehr Manpower und Beamten, denen der Knüppel lockerer sitzt, härter durchgreift, etwas ändern.
Um Gottes Willen, NEIN! Kollege Burgdorfer hat mit der Petition nichts am Hut - im Gegenteil. Als ein in London wohnhafter lebender Exil-Schweizer hat er einen völlige anderen, weltoffeneren Blickwinkel auf das Krawall-Gestürm.
Und wieder bezeichnend für die linke Ideologie, in welcher wohl auch Mario gefangen ist. Da starten Unternehmer-Persönlickeiten aus Bern eine Petition und die linke Szene weiss nichts besseres, als sich darüber lächerlich zu machen... Traurig Mario, sehr traurig! Dabei hätten es die Zustände in Bern wirklich verdient anständig diskutiert zu werden!
Gruss,
Daniel
die linke Szene weiss nichts besseres, als sich darüber lächerlich zu machen...
Ich liefere dem Vorhaben eine Plattform auf meinem Blog - wollte ich mich wirklich darüber "lächerlich" machen, würde ich wohl kaum den Link zur Petition hier posten.
Dabei hätten es die Zustände in Bern wirklich verdient anständig diskutiert zu werden!
Was zum Teufel mache ich hier den gerade?!
Die von mir aufgezeigten Massnahmen, wie erneute Krawalle vermieden werden könnten, erscheinen mir äusserst realistisch.
Falls du andere, bessere Vorschläge hast: Hier ist der Ort, um sie loszuwerden.
(Wie du aber - als erster? - richtig bemerkt hast, habe ich mit meinem Staatsverständnis Mühe mit einigen der vorgeschlagenen Aktionen. Meines Erachtens führt aber kein Weg darum, wenn die Mehrheit des Volkes Ruhe vor Krawallen will.)
Blödsinn Mario, Dir geht es nicht um Lösungssuche, sonst würdest Du die Positionen nicht absichtlich zuspitzen mit der Gewissheit, dass extreme Positionen in Bern sowieso keine Chance haben. Dein Verhalten ist absolut durchschaubar!
Gruss,
Daniel
Lieber Daniel, ich warte weiterhin auf deine Lösungsvorschläge, wie inskünftig Krawalle verhindert werden können.
Es geht nicht anders als mit dem Ausbau des Polizeistaates, der potentiell gefährliche Bürger in "Schutzhaft" nehmen kann. Vom Gegenteil lasse ich mich gerne überzeugen.
Solange du nicht eigene Vorschläge bringst, habe ich keine Lust, mit dir zu "diskutieren".
Lieber Mario, wir betreiben hier ja auch keine Diskussion, dafür ist Dein Blog gar nicht geeignet ;-) aber 2008 werden wir sicher öffentlich eine grössere Diskussion über die Probleme in Bern führen und darauf freue ich mich!
Zu Deiner Frage wie das Risiko von Krawallen minimiert werden kann, so werfe ich folgende Vorschläge in den Raum.
a) Veranstalter von unbewilligten Demonstrationen sollen finanziell zur Rechenschaft gezogen werden -> Das Thema unbewilligte Demos erledigt sich, ein Polizeieinsatz zur Auflösung ist gar nicht mehr notwendig
b) Polizei soll technisch und taktisch auf den neusten Stand gebracht werden (Was ich hier gesehen habe, lässt mich als ehemaliger Kommandant der Alarmformation des Bundesrates ernsthaft am Ausbildungsstand zweifeln)
c) Verbesserte Information der Altstadtunternehmer, Restaurantbetreiber, etc. über zu erwartende Veranstaltungen (Die von mir befragten Geschäftsinhaber hatten keine Information Seitens der Behörden, dass eventuell mit Gewalt gerechnet werden müsste)
Mit diesen 3 Massnahmen hätte sich die Vorfälle vom 6. Oktober nicht so erreignet. Wenn dann noch eine Diskussion ins Rollen kommt, was mit gewaltbereiten Jugendlichen gemacht werden soll, umso besser.
Weitergehende Repressionsmassnahmen halte ich für falsch.
Gruss,
Daniel
Lieber Daniel, herzlichen Dank, dass du konstruktiv an der Lösung des Krawall-Problems mitarbeitest - und deine Ideen mit der Öffentlichkeit teilst, anstelle nur herumzustänkern.
Veranstalter von unbewilligten Demonstrationen sollen finanziell zur Rechenschaft gezogen werden -> Das Thema unbewilligte Demos erledigt sich, ein Polizeieinsatz zur Auflösung ist gar nicht mehr notwendig
Ich sehe hier zwei Probleme:
a) Wird diese Regelung eingeführt, werden Veranstalter nur noch anonym auftreten. Um sie zur Rechenschaft zu ziehen, muss die Polizei trotzdem ausrücken.
b) Die Krawallbrüder wären auch ohne Veranstaltung "Schwarzes Schaf" nach Bern angereist. Es ist illusorisch zu glauben, dass sich Linksextreme von finanziellen Forderungen einschüchtern lassen. Kommt es zu einer Gerichtsverhandlung, wird der Entscheid garantiert weitergezogen. Notabene: Solche Leuten ticken nicht wie wir Bünzli-Schweizer!
Polizei soll technisch und taktisch auf den neusten Stand gebracht werden (Was ich hier gesehen habe, lässt mich als ehemaliger Kommandant der Alarmformation des Bundesrates ernsthaft am Ausbildungsstand zweifeln)
Das kann ich leider nicht beurteilen, nehme es aber zur Kenntnis. Es ist ja nicht das erste Mal, dass die stadtbernische Polizei einen schlechten Eindruck macht ...
Die besten Grüsse an Kurt Wasserfallen sel. und Stephan Hügli.
Verbesserte Information der Altstadtunternehmer, Restaurantbetreiber, etc. über zu erwartende Veranstaltungen (Die von mir befragten Geschäftsinhaber hatten keine Information Seitens der Behörden, dass eventuell mit Gewalt gerechnet werden müsste)
Da wäre ja vorgängig auch wirklich niiiemand drauf gekommen ...
Dass man mich nicht falsch versteht: Ich will die Schäden überhaupt nicht schönreden und finde, dass deren Verursacher (nicht die Veranstalter "Schwarze Schafe") zur finanziellen Verantwortung gezogen werden müssen.
Dennoch verwundert mich die Fahrlässigkeit der Restaurant-Besitzer schon ein wenig: Wäre mein Lokal an der Veranstaltungsroute gelegen, hätte ich rein vorsorglich nicht auf die Gasse hinausgestuhlt.
Übrigens: Ich blicke schon gespannt auf die 1. Mai-Veranstaltung in Zürich. Mal schauen, ob die Zürcher die Krawalle besser im Griff haben als in Bern respektive als letztes Jahr in Zürich.
Die Krawallbrüder wären auch ohne Veranstaltung "Schwarzes Schaf" nach Bern angereist.
Ohne unbewilligte Demonstration wäre diese Gruppe aber wesentlich leichter aufgreifbar und kontrollierbar gewesen. Ich habe maximal 2 dutzend gewaltbereite Personen gezählt, der Rest waren Mitläufer.
Wäre mein Lokal an der Veranstaltungsroute gelegen, hätte ich rein vorsorglich nicht auf die Gasse hinausgestuhlt.
Nachhinein ist man immer schlauer. Nur ist die Stadt für die Sicherheit ihrer Bevölkerung verantwortlich und dieser Verpflichtung ist sie nicht nachgekommen. Ich wünsche mir das Gewaltmonopol beim Staat und dort soll es auch bleiben!
Gruss,
Daniel
Ohne unbewilligte Demonstration wäre diese Gruppe aber wesentlich leichter aufgreifbar und kontrollierbar gewesen.
Einverstanden.
Nur ist die Stadt für die Sicherheit ihrer Bevölkerung verantwortlich und dieser Verpflichtung ist sie nicht nachgekommen. Ich wünsche mir das Gewaltmonopol beim Staat und dort soll es auch bleiben!
Ich habe damit nicht sagen wollen, dass die Restaurantbesitzer mit dem Sturmgewehr vor ihre Lokale hätten stehen müssen ...
Ich gehe mit dir einer Meinung, dass die Polizei Privateigentum zu schützen hat. Die Frage ist nur, ob a) genügend Polizisten aufgeboten waren und b) man in der Hitze des Gefechts nicht dann und wann ein Geschäft unbeaufsichtigt gelassen hätte.
Übrigens: Ich mag mich irren, hat aber nicht ein Geschäft am Bollwerk seine Fenster aus Angst vor Attacken verschalt?
Gibts am Bollwerk überhaupt noch was, was man zu schützen braucht?