Mittwoch, November 28, 2007

Politischer Profit mit Francesca

Im Widerspruch zur Bundespräsidentin meinte Verteidigungsminister Schmid daraufhin, dass er Erklärungen verurteile, «die darauf abzielen aus dieser Affäre politischen Profit zu schlagen». Der Vorsteher des VBS sagte, dass sich die Kritik in diesem Fall nicht gegen die Armeewaffe, sondern gegen die Armee richte.

Quelle: Diskussion um Armeewaffen neu lanciert

Ja und? Wenn in Zürich eine BMW-Fahrende Sozialhilfebezügerin enttarnt wird, sehen auch gleich alle Rechtsbürgerlichen einen Systemfehler, der umgehend behoben werden muss. Im Mordfall hingegen soll es sich gemäss denselben Schreiern um einen Einzelfall handeln, der nicht auf ein Versagen des Systems hindeutet.

Alle Soldaten zur Waffenrückgabe aufzufordern, wäre ein Misstrauensvotum gegenüber der grossen Mehrheit. Diese verdiene es nicht, mit jenen in den gleichen Topf geworfen zu werden, denen man keine Waffe anvertrauen könne.

Man ersetze "Soldaten" mit "Sozialhilfebezügern", "Waffenrückgabe" mit "Verzicht auf Sozialhilfe", "Waffe" mit "Steuergeld" ...

Liebe Leute - so funktioniert Politik halt. Probleme erkennen und Lösungen präsentieren. Wie denn sonst möchte Herr Schmid solche Morde verhindern? Wenn er einen besseren Vorschlag hat, bin ich der erste, der ihm zuhört und sich von seinen Argumenten überzeugen lässt.

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Blogger Smythe um 28.11.2007 22:36:00 Uhr

"Man ersetze "Soldaten" mit "Sozialhilfebezügern", "Waffenrückgabe" mit "Verzicht auf Sozialhilfe", "Waffe" mit "Steuergeld" ..."

Da führst da aber deine eigene "Logik" gewaltig ad absurdum: Wenn es hoch kommt gibt es 1-2 Tötungsdelikte mit einer Armeewaffe pro Jahr (ohne Suizide). Völlig anders beim Sozialhilfemissbrauch. Auch wenn ihr Genossen es noch immer nicht wahrhaben wollt: Da gibt es ein kleines bisschen mehr als 1-2 Fälle pro Jahr...

Blogger eMeidi um 28.11.2007 23:55:00 Uhr

Auch wenn ihr Genossen es noch immer nicht wahrhaben wollt:

Oh, ich habe nie behauptet, dass es keinen Missbrauch gibt.

Ein kleiner Unterschied besteht aber doch: Es ist wohl noch nie jemand gestorben, weil er missbräuchlich Sozialhilfegelder bezogen hat ...

Vielleicht trügt mein Eindruck, aber wenn es um Missbrauch von Steuergeldern geht, schreien die Bürgerlichen sofort auf. Geht es um durch Armeewaffen Getötete ist es verdächtig ruhig.