Mittwoch, Dezember 19, 2007

Flugangst

Natürlich konnte ich es nicht lassen, zwei Kollegen, die für die "nationale" Airline ihren Dienst verrichten, darauf anzusprechen. "Was würdest du in so einem Fall tun?", fragte ich beide. Eine der Antworten lautete folgendermassen:

*muahaha*...dasch leid..würd säge restraine, sack übere gring, kreuzbeige...buscopan, nitrolingual, zolben und zäpfli, travvell, heissi suppe überd chose..und finito! ;)

(Ich wusste gar nicht, dass anscheinend auf jedem Flug so weisse Plastic-Handschellen an Bord sind und "restrainment kit" genannt werden ...)

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Blogger blogging remy um 20.12.2007 18:22:00 Uhr

Obwohl vielleicht nicht ganz passend zu erwähnen hier, steckt hinter dieser Episode eines renitenten, auszuschaffenden Asylbewerbers doch eine grössere Problematik: die Asylgesetze werden immer strenger, was durchaus zu befürworten ist, doch irgendwie muss das Recht auch vollzogen werden, d.h. all diese abgewiesenen Asylbewerber ausgeschaffen werden, was nicht ganz einfach ist, wenn sie nicht freiwillig gehen.

Das geschieht dann im Flugzeug mit Plastikfesselung, An-den-Stuhl-Fesseln, etc., oder, weil die meisten Airlines solche Personen prinzipiell nicht mehr mitnehmen (wegen Szenen wie dieser), mit einem Charterflug nach Lagos, Douala, etc., die den Steuerzahler schnell mal mehrere zehntausend Franken pro Auszuschaffenden kosten. Umso mehr, als jeder Einzelne noch ca. 2-3 Polizisten beansprucht, die ihn auf dem Flug beruhigen, ruhigstellen, überwachen..etc.

Und obwohl viele dieser Asylbewerber wohl zu Recht ausgeschafft werden, ist es nicht gerade ein Traumjob, jeden Tag eine solche persönliche Tragik miterleben zu müssen.