Freitag, Dezember 28, 2007
Timbaland feat. One Republic - Apologize
Schöne, neue Musikerwelt. Man nehme einen bestehenden Song, erweitere diesen um die gelegentlichen "Heee he he"-Zwischenrufe des Produzenten - und fertig ist der neue Chartstürmer.
Ganz frech wird die Verwurstung des Liedgutes spätestens dann, wenn sich der Produzent, der während ca. 10 von 180 Sekunden zu hören ist, auch noch anmasst, die eigentlichen Performer unter "feat. One Republic" abzubuchen. Aber eben: Ikone Timbaland darf alles.
Nachtrag: Ach, offiziell heisst es ja "Timbaland presents One Republic" ...
Als Vergleich nachfolgend die beiden Versionen, beginnend mit dem Original, gefolgt vom "Cover".
Ich bin hin- und hergerissen. Die Stimme Ryan Teddes ist im Original deutlich weniger geschliffen (kein Vocoder (?), kein Hall - halt einfach natürlicher), doch irgendwie ist Timbalands Version dann halt doch kompatibler mit dem Geschmack der heutigen Jugend. Auch Timbalands Clip gefällt mir besser als der deutlich mit zu vielen Schnitten belastete Originalclip.
Original
Cover
Labels: Musik
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Kommentare
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Ich denke das "feat" kommt daher, dass Apologize als erstes auf dem Album von Timbaland erschien. OneRepublic waren in den USA bereits die Helden und die Zusammenarbeit mit Timbaland hat ihnen den Erfolg in Europa ermöglicht.
Ich wusste nicht, dass Apologize eine Cover ist. Das Orignial ist auch toll, kommt aber meiner Meinung nach nicht an die Version von Timbaland bzw. OneRepublic hin.
Mir gefallen beide Versionen. Jedoch finde ich die erstere vom Clip her angenehmer.
Es scheint zudem momentan extrem in der Mode zu sein die Produzenten "während der Arbeit" am Mischer zu zeigen.
Vocoder: Scheint einer zu sein. Wird heute (zu) oft eingesetzt...
Oftmals fällt es nicht mehr direkt auf, dass die Stimme verzerrt wird (oder man überhört es). Jedoch merkt man spätestens bei den Live Auftritten der Musiker, wie viel effektiv im Studio nach gebessert wurde.
Oftmals fällt es nicht mehr direkt auf, dass die Stimme verzerrt wird (oder man überhört es). Jedoch merkt man spätestens bei den Live Auftritten der Musiker, wie viel effektiv im Studio nach gebessert wurde.
Genau das entspricht auch meiner Erfahrung: Mit dem subtilen Einsatz eines Vocoders glättet man alle Unsicherheiten aus und erhält eine "geschliffene" Stimme.
Sobald aber Live gesungen wird, ist der Lack ab.
Ein weiterer Nachteil dieser Technik: Die "Kunden" resp. Hörer werden auf perfekt tönende Stimmen eingeschworen - ein Ding der Unmöglichkeit. So steigen die Anforderungen an die Sänger ins Unermessliche.