Sonntag, Februar 17, 2008
Woran der Journalismus krankt
In der Schweiz werden Journalisten desöfteren als "zu linksstehend" gebrandmarkt. Ein Artikel des Magazins brandeins zeigt hingegen auf, dass wir uns vor anderen Entwicklungen deutlich mehr in Acht nehmen sollten:
Denn das Geschäft mit den Emotionen ist leichter kalkulierbar als das mit Nachrichten und verspricht höhere Profite. So entließ der Zeitschriftenverlag Time Inc. ("Time", "Fortune"), eine Tochter des weltgrößten Medienkonzerns Time Warner, vor einiger Zeit Hunderte Journalisten, darunter die Reporter Donald Barlett und James Steele. Die beiden sind herausragende investigative Journalisten und wurden mehrfach ausgezeichnet, allein zweimal mit dem Pulitzer-Preis. Offizielle Begründung für die Entlassung: Die zwei seien zwar gut, aber zu teuer. Wenige Tage später wurde bekannt, dass derselbe Verlag die exklusiven Bildrechte am Baby von Angelina Jolie und Brad Pitt gekauft hatte. Kostenpunkt: vier Millionen Dollar.
Quelle: Schlimmer geht immer
Labels: Medien
Abonnieren

Kommentare
neuen Kommentar verfassen
Boulevard ist halt einfacher und für die grössere Masse als investigativer Journalismus. Das sieht man alleine schon an der Flut von Gratis-Zeitungen.