Dienstag, März 04, 2008
Aperto im Bahnhof Bern, Samstag 22 Uhr
Wer das Spektakel selbst einmal erleben will, begebe sich kommenden Samstag in die RailCity SBB im Hauptbahnhof Bern, stelle sich vor den Aperto (gleich neben dem Swisscom-Shop) - und sehe und staune.
Hinter den zwei Kassen bilden sich Schlangen bis ans andere Ende des Ladens. Die Käufer und Käuferinnen sind aber nicht nach Fressalien aus oder haben in ihrer WG dringend benötigte Ingredienzen für das Samstag-Abend Dinner nicht mehr vorrätig - nein, es dreht sich alles (bald nach Ladenschluss auch sprichwörtlich) nur um alkoholische Getränke. Da wird Sprit gekauft, mit dem man eine halbe Armee betäuben könnte (nun, vielleicht nicht gerade eine auf Vodka geeichte Rote Armee).
Die Völlerei geht mittlerweile gar soweit, dass man vor dem Laden knapp 18-jährige Mädchen antrifft, die je eine Flasche Weisswein (!) in Händen halten und sich so richtig die Kante geben.
Um 1 Uhr morgens vor dem MAD Wallstreet, ein paar Etagen über dem Aperto, sehen wir dann das Ergebnis des allsamstäglichen Besäufnisses: Zwei Kollegen kümmern sich um ein vornübergebeugtes Mädchen, das beim Coiffeur-Salon an die Ecke kotzt.
Ziel erreicht, Wochenende gerettet.
Labels: Bern, Gesellschaft, Jugend, Party
Abonnieren

Kommentare
neuen Kommentar verfassen
Dieses Spektakel kann ich also nur bestätigen. Ist eigentlich schon schade, was einige "junge" Leute alles tun, um ihr Wochenende "perfekt" zu verbingen.
Es ist traurig, aber leider wahr. Ich habe mich schon Oft gefragt, wann der Trend 'Sauffen bis zum umfallen' mal entlich wieder aufhört?! [ironie]Besoffen ist man halt doch so cool![/ironie]
Was mir dabei Angst macht... die Leute werden sich mal um mich kümmern wenn ich im Altersheim bin.. sofern sie bis dann noch Leben ;)