Sonntag, Juni 22, 2008

Fünf vor Zwölf für die Amis

The days of cheap oil are over. And the days of living in big houses far from job centers, and driving big cars to get work, are probably numbered too. The best thing Americans could do is to adapt to the new situation, as quickly as possible.

Quelle: Learning to Live with Inflation

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Anonymous Anonym um 22.06.2008 15:11:00 Uhr

Falsche Schlussfolgerung. Die Zeit der spritfressenden Fahrzeuge ist wohl vorbei, aber nicht die anderen Aussagen. Im Gegenteil, mit einem Ausbau der öffentlichen Verkehrsintrastruktur, schnelleren Verbindungen, neuen privaten Fahrzeugen und Flugzeugen auf Elektro- oder Wasserstoffbasis wird sich dieser Trend eventuell fortsetzen und das ist für ein Land gar nicht schlecht, wenn die Bevölkerung sich nicht in den Megacities konzentriert.

Gruss,
Daniel

Blogger eMeidi um 22.06.2008 22:41:00 Uhr

Ich glaube nicht, dass der heute praktizierte Privatverkehr längerfristig Zukunft hat. Dass elektro- und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge den Lebensstil der Amis ohne bemerkenswerte Einschränkungen erlauben werden, erachte ich als höchst zweifelhaft (ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen). Selbst wenn die Technologie für die Massen verfügbar werden wird - die Amis werden zu dem Zeitpunkt bankrott sein und sich die Neuerungen nicht mehr leisten können.

Ich denke nicht, dass sich der normale Büetzer in naher (oder ferner?) Zukunft leisten können wird, zur Arbeit zu pendeln. Man muss wieder dort wohnen, wo man arbeitet.

Dass die Arbeit in diesem Szenario hauptsächlich in den "Megacities" zu finden sein wird, ist ein Denkfehler von dir. Solche Städte sind am Ende der fossilen Energieträger nicht mehr zu unterhalten.

Ich tippe eher darauf, dass sich die Art und folglich auch der Ausübungsort der Arbeit stark weg von den Städten entfernen wird.

Anonymous Anonym um 22.06.2008 23:02:00 Uhr

Mario, Ideologie einpacken. Noch 10 bis 15 Jahre und Du kannst Deinen Elektro-Sportwagen mit dem OC-Oerlikon Solarpanel auf Deinem Hausdach versorgen zu einem günstigeren Preis als Heute für konventionelle Antriebe... aber keine Angst, die Fraktion der linken Spassbremsen werden schon neue Argumente gegen den Privatverkehr finden.

Gruss,
Daniel

Blogger eMeidi um 22.06.2008 23:26:00 Uhr

Ideologie einpacken

Das hat nichts mit Ideologie zu tun - ich bin Geschichtsstudent und kenne leider die Zeiten nur all zu gut, als noch niemand Vertrauen in "Technologie" hatte.

Noch 10 bis 15 Jahre und Du kannst Deinen Elektro-Sportwagen mit dem OC-Oerlikon Solarpanel auf Deinem Hausdach versorgen zu einem günstigeren Preis als Heute für konventionelle Antriebe...

Das wäre wunderschön! Ich hoffe, dass deine Wunschvorstellung Realität wird, denn ich habe das Leben und die damit verbundenen Vorzüge im Zeitalter der fossilen Energieträger wirklich schätzen gelernt ...

Anonymous Anonym um 22.06.2008 23:58:00 Uhr

Mario, das nennt man Fortschritt! (Der sich extrem freut über die aktuelle NASA Mission auf dem Mars und sich weitere spannende internationale wissenschaftliche Zusammenarbeiten wünscht, auch wenn linke Besserwisser dagegen in Zeitungsanzeigen wettern.)

Gruss,
Daniel

Blogger blogging remy um 23.06.2008 11:06:00 Uhr

Ich finde das Beispiel auch unglücklich: Elektroautos sind ja für so Vorstadt- und Pendlerverkehr geradezu prädestiniert (dazu ein netter Artikel in der gestrigen Sontagszeitung über einen strombetriebenen Twingo für 32'000 CHF, schon heute).

Und diese pauschalisierenden Weltuntergangsprognosen sind durchaus ideologisch. Der Mensch wird sich anpassen (müssen), und auch "der Ami" (wenn's den überhaupt gibt..) wird dies können..

Blogger eMeidi um 23.06.2008 11:15:00 Uhr

Elektroautos sind ja für so Vorstadt- und Pendlerverkehr geradezu prädestiniert

Das sehr wohl - ich bestreite den Einsatz von Elektroautos nicht (obwohl man aus meiner Sicht die Investitionen eher in S-Bahnen und Trams lenken sollte, um eine vergleichbare Mobilität zu erreichen).

Für "Weltuntergangspropheten" wie mich stellt sich halt einfach die Frage, wie wir Chassis, Batterien, Solarpanels etc. ohne fossile Energieträger herstellen und in alle Welt transportieren wollen?

Anonymous Anonym um 23.06.2008 15:45:00 Uhr

Für "Weltuntergangspropheten" wie mich stellt sich halt einfach die Frage, wie wir Chassis, Batterien, Solarpanels etc. ohne fossile Energieträger herstellen und in alle Welt transportieren wollen?

Fossile Energieträger wird es immer geben, nur die Kostenfrage stellt sich. Und sobald diese Kosten eine Grenze überschritten haben, werden Alternativen interessant und mit dem Masseneinsatz dieser Alternativen werden die Kosten für diese sinken und ich nehme an, sogar unter die heutigen Kosten der fossilen Energien.

Strom lässt sich unbegrenzt erzeugen, sei es jetzt durch Atom, später durch thermische Kraftwerke oder noch später durch Solarzellen. Die Speicherung von Strom wird in den nächsten Jahren auch bewältigt werden können, also wo liegen die Probleme?

Gruss,
Daniel

Blogger eMeidi um 02.07.2008 10:05:00 Uhr

Strom lässt sich unbegrenzt erzeugen, sei es jetzt durch Atom,

Uran ist meines Wissens auch ein endlicher Rohstoff. Schätzungen zu Folge reichen die Reserve noch 300 Jahre - die Frage ist aber, wie schnell sich diese tatsächlich verringern (und verteuern!), wenn alle Welt neue AKWs baut.

später durch thermische Kraftwerke

Hast du schon mal versucht, mit Strom Kraftwerke zu bauen?

Meiner Meinung nach geht das auch heute noch nur mit Maschinen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden.

oder noch später durch Solarzellen.

Die Herstellung von Solarzellen benötigt meines Wissens viele Rohstoffe (die man mit ... Dieselfahrzeugen fördert?) und viel Energie ...

Die Speicherung von Strom wird in den nächsten Jahren auch bewältigt werden können, also wo liegen die Probleme?

Das Problem liegt darin, dass du vom Best Case-Szenario ausgehst. Wieso bist du dir so sicher, dass die Batterietechnologie in den nächsten Jahren plötzlich einen Quantensprung machen wird?

Blogger eMeidi um 02.07.2008 10:11:00 Uhr

Mario, das nennt man Fortschritt!

@daniel: Alles schon mal gehört. Beispielsweise 1912 vor dem Untergang der Titanic. Ob die Fortschrittsgläubigkeit uns wirklich retten wird, ist aus meiner Sicht fraglich. Genau so könnte man mit Beten beginnen ...