Montag, 15. September 2008

Nach der Dot-Com-Bubble nun die Investment-Bubble

In Gedanken sind wir für einmal nicht bei Industrie-Arbeitern, die gerade ihren Job verloren haben, sondern bei all den Excel-Akrobaten, die hinter lauter Formeln den Untergang (der Bank, aber noch nicht der Welt) nicht erkannt haben:

Während einige Optimisten noch immer auf eine Lösung hoffen, wie die viertgrößte Investmentbank weiter bestehen kann, schaffen andere bereits Fakten: Lehman-Mitarbeiter fangen an, ihre persönlichen Sachen aus den Büros zu holen. Sie kommen in Shorts und Flipflops, schließlich ist Sonntag. Allerdings auch mit dunkelglasigen Limousinen, schließlich sind es immer noch Banker.

Mit Normalität hat das nichts mehr zu tun, trotz der unbeirrt weiterflimmernden Bildschirme an der Gebäudefassade: Hunderte Angestellte verlassen das Gebäude mit Taschen und Kisten. Aus einigen ragen Tennisschläger heraus. Andere holen sogar ihre Blumen aus den Büros. Es wirkt nicht wie ein geordneter Auszug, sondern wie eine Plünderung. Ein Panflötenspieler hat möglicherweise begriffen, was die Stunde geschlagen hat, und spielt in einer Endlosschleife „My heart will go on“.

Quelle: FTD.de – US-Finanzkrise: Tage des Umsturzes an der Wall Street – Aktien + Märkte

Erinnert mich irgendwie an das Platzen der Dot-Com-Bubble – einziger Unterschied: Wir kamen auch unter der Woche in Flip-Flops und Shorts arbeiten …

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Labels: USA, Wirtschaft

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