Donnerstag, September 04, 2008
Palin ist eine typische Republikanerin
She inherited a city with zero debt but left it with indebtedness of more than $22 million.
Quelle: Crosscut: About Sarah Palin: an e-mail from Wasilla
Fiskalpolitisch konservativ, nennt man das dann wohl ... Man gibt Geld aus, das man nicht hat, für Dinge, die man nicht braucht.
Übrigens: Wasilla kann mit seinen 5000 Einwohnern mit meiner Wohngemeinde Neuenegg verglichen werden. Man stelle sich vor, die (fiktive) Gemeindepräsidentin unseres Dorfes wird Gouverneur des Kantons Bern (wie übersetzt man diese politische Funktion in unser Politsystem? Regierungsrat?) und soll nach nur zwei Jahren in das zweithöchste Amt auf dieser Welt gehievt werden ... Respekt. Machbar ist es durchaus, die Anforderungen werden aber definitiv hoch sein.
Doch jetzt kommt's ganz dick:
Sarah complained about the "old boy's club" when she first ran for mayor, so what did she bring Wasilla? A new set of "old boys." Palin fired most of the experienced staff she inherited. At the city and as governor, she hired or elevated new, inexperienced, obscure people, creating a staff totally dependent on her for their jobs and eternally grateful and fiercely loyal — loyal to the point of abusing their power to further her personal agenda
Na dann gute Nacht, beloved US of A! Aber im Grunde hat das Land eine solche Regierung - die sozusagen unterbruchsfreie Fortsetzung der Bush-Administration - verdient. Die Wähler haben es im November 2008 in der Hand. Amerika sollte sich mit diesem Gespann rasch und endgültig in den Boden reiten.
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Kommentare
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"She recently gave birth to a Down's syndrome baby."
Wie bitte? Down Syndrom in einer Liste aller moralisch und rechtlich fragwürdigen Dinge, die Palin getan hat oder getan haben soll? Sorry, aber diese Anne Kilkenny ist ein riesen Arsch.
Donnerwetter Aeby, deine Quellen werden ja immer obskurer.
"the writer is a homemaker and education advocate in Wasilla, Alaska"
Eine Hausfrau aus dem Epizentrum der Macht, Wasilla Alaska!
@Matthias: Du hast den Beitrag anscheinend nicht verstanden.
Mit dem Hinweis auf das behinderte (ist das politisch korrekt?) Baby wird klar gemacht, dass sie gegen eine Abtreibung ist - und somit voll auf der Linie der Republikanischen Partei politisiert (und lebt).
@Eggimaa: Eine Hausfrau aus dem Epizentrum der Macht, Wasilla Alaska!
Dann ist der Unterschied zu Frau Palin ja nicht mehr gross ...
Ich jedenfalls fand den Bericht eines Mitmenschen aus dem von Palin regierten Dörfli sehr informativ. Ich gehe davon aus, dass Defizit-Spending, Library, etc. wahre und nachprüfbare Fakten sind.
Die US-Medien werden sich in den nächsten Wochen ausführlich mit John McCains VP auseinandersetzen.
@emeidi
"Mit dem Hinweis auf das behinderte [...] Baby wird klar gemacht, dass sie gegen eine Abtreibung ist - und somit voll auf der Linie der Republikanischen Partei politisiert (und lebt)."
Ein Zyniker würde sagen, Du wirfst ihr vor, authentisch zu sein. Bisschen viel Hass auf eine Republikanerin, oder meinst du nicht? Ich finde, da weiss man wenigstens was man hat - im Gegensatz zu Herrn Obama.
Für die Fehltritte ihrer Tochter kann man die Dame ja wohl nicht verantwortlich machen. Denn sonst wird man ja geradezu zum prüden Ami, was gar nicht sein darf.
Ein Zyniker würde sagen, Du wirfst ihr vor, authentisch zu sein.
ICH WERFE IHR BEZÜGLICH IHRER FAMILIE REIN GAR NICHTS VOR UND HASSE FRAU PALIN AUCH NICHT!!!
Wenn ihr den ganzen Artikel lest, würdet ihr merken, dass mich vor allem der politische Teil interessiert hat (sozusagen als Vergleich zu meinen politischen Erfahrungen auf Gemeindeebene). Aber wahrscheinlich seid ihr gar nicht so weit gekommen ...
Für die Fehltritte ihrer Tochter kann man die Dame ja wohl nicht verantwortlich machen.
Grundsätzlich bin ich mit dir einverstanden - im Gegensatz zu den Medien möchte ich nicht auf der Familiengeschichte der Palins herumreiten, sondern auf ihrem politischen Wirken (wenn du den ganzen Artikel liest, werden diesbezüglich klare Aussagen gemacht).
Dennoch: Es mutet schon komisch an, wenn ausgerechnet Kinder von erzkonservativen Republikanern (Motto: Kein Sex vor der Ehe!) im zarten Jugendalter geschwängert werden. Vergleichbar wie ein strammer SVPler plötzlich eine Russin oder Thailänderin heiraten würde.
Aber wie gesagt, ich mache in meinen Artikel Frau Palin nirgends für die Eskapaden der Tochter verantwortlich; ja ich erwähne Bristol mit keinem Wort.
Gegenfrage: Findest du Palin als Vizepräsidentschaftskandidatin denn Klasse?
Ich werfe Dir doch gar nichts vor. Es ist sogar gut ersichtlich, dass dich die Politik interessiert, nicht die "Skandale". Allerdings interessiert meine Wenigkeit dann eher, was sie als Governor gemacht hat, nicht als Bürgermeisterin von Wasilla. Sie hat einen Filz ausgemistet, ist der Korrpution Herr (?) geworden, etc.
Zu deiner Gegenfrage. Nein! Das finde ich nicht! Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass Sarah Palin der erste grosse von vielen Nägeln im Sarg der Kandidatur von John McCain sein könnte. Obama hat sich mit Biden Erfahrung und Aussenpolitik gekauft; McCain hat versucht, sich die christliche Rechte zu kaufen und Obama die historischen Auswirkungen seines Campaign auf Grund seiner Rasse zu stehlen. Dies mit einer Frau aus einem unbedeutenden Staat. Eine, mit dem "Babe" Ruf und einer allzu normalen Familie. Weibliche ein-Thema-Wähler - enttäuscht von den Democratic Primaries - werden kaum für McCain stimmen, nur um irgendeine Frau welche keine ihrer Werte vertritt ins Weisse Haus zu bekommen. Und ich will ja gar nicht anfangen, über „Opposition Research“ (or lack thereof) zu sprechen. Sowas wie die Geschichte mit dem Baby hätte man in meinem Team anders bewertet, zumal es ja gerade die Evangelikalen sind, die auf solches harsch reagieren.
Sagen wir es so: die Zielformulierung von McCain mag Sinn gemacht haben. Der Weg dorthin aber ist bisher gepflastert mit Fehltritten.