Donnerstag, 16. Oktober 2008

Der Sündenfall UBS

Rudolf Strahm:

Mich stört, dass die Nationalbank der UBS unter die Arme greift, indem sie deren Ramschpapiere aufkauft. Ein Teil dieser Papiere sind fast nichts mehr wert. Selbst wenn diese noch aufgewertet würden, ist die Verlustgefahr zu Lasten der Nationalbank gross. Schliesslich sprechen wir hier vom Volksvermögen, welches das Risiko trägt.

Quelle: «Wichtig ist, dass die Brandstifter belangt werden» – Schweiz – bernerzeitung.ch

Ganz meiner Meinung! Aus meiner Sicht hätte man die UBS sogar untergehen lassen sollen (so wie es die UBSler damals bei der Swissair gemacht haben). Dass nun der Staat nicht nur 6 Milliarden in das Unternehmen reinpumpt, sondern auch noch „UBS-Gold“ kauft, das sich in Scheisse (zurück)verwandelt hat (Ramschhypotheken), ist ein Sündenfall sondergleichen. Meine und die nachfolgende Generation werden dafür bitter zahlen müssen.

Filz, wohin das Auge reicht

Strahm geht weiter auf den Banken-Filz ein, den wir auch in der Schweiz haben: Fünf der sieben Mitglieder der Bankenkommission sitzen in Verwaltungsräten von Banken, der Präsident der Kommission war früher UBS-Banker. Das erinnert stark an die USA, wo der Finanzminister Hank Paulson bis vor einigen Jahren CEO von Goldman Sachs war und dort Kraft seines Amtes lautstark nach Deregulierung gerufen hat.

Solche Privatwirtschaftler, die nun für die öffentliche Hand walten und schalten lassen bei mir enorme Kepsis entstehen. Aber eben: Die Schweiz hat anscheinend solche Banken und solche Steuermänner mehr als verdient.

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Labels: Politik, Schweiz

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