Samstag, Oktober 11, 2008

Dumme Schweizer Goldkäufer

Hintergrund ist eine überwältigende Nachfrage nach so genannten Exchange Traded Funds (ETF) für Gold. Das sind Wertpapiere, die so viel wert sind wie echtes Gold. Ihr Kurs klettert mit dem Goldkurs hinauf und hinunter. Für jeden Anteil, den die Bank an Kunden verkaufen kann, muss sie Gold an Lager legen. ETF werden wie Aktienfonds als Sondervermögen der Bank geführt und unterliegen nicht der Konkursverwertung. Das heisst, selbst, wenn ein Finanzinstitut Pleite ginge, wäre der Wert des ETF-Anteils mit Gold gedeckt und müsste herausgerückt werden.

Quelle: Krise führt zu einem Goldrausch - News Wirtschaft: Unternehmen & Konjunktur - Tagesanzeiger

Klar doch. "müsste herausgerückt werden" - viel Spass beim Anstehen, wenn der Kollaps wirklich eintritt ... Goldkäufer sollten sich gleichzeitig Zelt und Schlafsack zulegen, um im Ernstfall während Wochen vor der Banktüre zu campieren.

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Anonymous mousseman um 11.10.2008 11:56:00 Uhr

In der Schweiz sind solche Papiere m.W. konkursrechtlich NICHT privilegiert, und jetzt stellt man am besten fix einem Juristen die Frage, der vielleicht auch gleich weiss, ob die gelagerten Goldbarren nicht in die Konkursmasse fallen. Wenn doch, sind die Papiere noch weniger wert als Aktien, die es sich langsam lohnt zu kaufen.

Blogger eMeidi um 11.10.2008 14:01:00 Uhr

ob die gelagerten Goldbarren nicht in die Konkursmasse fallen.

Gemäss einem CS-Bänkeler fällt ein Edelmetallkonto auch unter die Konkursmasse.

Ob die ETFs das Gold auch in etwas vergleichbarem wie einem Edelmetallkonto lagern, kann ich hingegen nicht sagen ...

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