Sonntag, Oktober 05, 2008
Wir Rosinenpicker und die EU: Teil 33
Die Schweiz hat in Frankfurt vorgefühlt, ob die Europäische Zentralbank (EZB) helfen würde, wenn es für eine Rettungsaktion aus eigener Kraft nicht reicht; die Rede ist von einem Geheimabkommen.
Quelle: Das Magazin » Die Schweiz nach dem Crash
Seit ich am Challenge Europe 2008 in Brüssel unter anderem auch die Meinung eines europäischen Unterhändlers gehört habe, befürchte ich, dass uns als Nicht-Mitglied eine solche Rettungsaktion sehr, sehr teuer zu stehen käme (und damit meine ich nicht nur finanzielle, sondern auch symbolische Aspekte).
Obwohl zu hoffen bleibt, dass die UBS von dem hier hypothetisch angesprochenen Schicksal verschont bleibt: Zu Gern würde ich SVP, AUNS und FDP der EZB applaudieren sehen, wenn sie uns zu Hilfe eilt ... (und die Spin-Doctors der Parteien uns diese Unterstützung als Sieg der Schweiz über die EU verkaufen sehen).
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Kommentare
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Ob Mitglied oder nicht, spielt hier keine Rolle, teuer käme eine solche "Rettungsaktion" sowieso. Natürlich nicht für alle, sondern für die Steuerzahler, weil diese 1. höhere Steuern bezahlen müssen und 2. in jedem Fall unter der aktuellen Inflation leiden, die früher oder später um eine Depression ergänzt werden wird, oder noch schlimmer, eine Hyperinflation.
Aber zurück zum Thema: Die EU handelt in dieser Situation nicht vereint, alle Länder handeln allein. Die Realität ist, dass die EU letztlich durch die amerikanische Schutzherrschaft zusammengehalten wird, das heisst primär über die NATO. Jetzt, wo die USA kriseln, bröckelt auch die EU sichtbar.
Ach ja, wie kommt man eigentlich auf die Idee, die Schweiz könnte als Mitglied Geldgeschenke aus Brüssel erwarten? Dort wird sowieso primär Geld für Landwirtschaft und "Sicherheit" verteilt.