Montag, 13. April 2009

Kriegt es Japan dieses Mal auf die Reihe?

Japan says it’s going to announce another $100 billion stimulus program this week. That should do the trick. After 17 years of bailouts and stimulus programs, the Japanese should be getting good at them. But it’s a little like a guy who’s getting good at suicide – if he’s so good at it, you’d think he’d be dead by now.

Quelle: Jim Cramer Says The Depression is Over

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Labels: Wirtschaft

2 Kommentare Kommentare

blogging remy sagt:

Trotzallem glaube ich, dass das Erwachen aus der Krise für Japans Bevölkerung weniger hart sein wird als in anderen führenden Industriestaaten. Denn seit dem 2.Weltkrieg hat zwar der Lebensstandard des durchschnittlichen Japaners zugenommen, doch die Glückseligkeit bzw. Wohlstand der Bevölkerung ist weitaus weniger stark gekoppelt mit immer mehr Wohnraum/Eigenheim, immer mehr Auto, immer mehr Mobilität, etc. als in anderen Ländern. Auch für jüngere gutverdienende Japaner ist es nicht abnormal, mit Toyota Starlet, 1-Zimmer-Wohnung und 1 Woche Ferien pro Jahr zu leben.

Aber klar, der Zenit ist in Japan überschritten. Die zehnte Louis-Vuitton-Tasche und das nächste nutzlose Elektronik-Gadget kauft man sich eventuell nicht mehr.

eMeidi sagt:

Es wird sich bald zeigen, ob Japans verlorene Dekade(n) ein Sonderfall waren oder nun angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise auch für die restliche westliche Welt zur Norm werden – Japan sozusagen der Vorläufer war, was uns nun alle erwartet.

Als ich Ende 2006 in Japan weilte, hatte ich jedenfalls nicht das Gefühl, dass es dem Land besonders schlecht ginge. Die Strassen waren sauber, die Kriminalität nicht messbar, die Leute freundlich-reserviert. Die Lehre daraus: Wenn schon eine jahrzehntelange Stagnation, dann so wie in Japan. Es kommt dem Volk zu Gute, dass es faktisch einen Gegenpol bildet zu den konsumfreudigen, masslosen, umweltverschmutzenden, heterogenen amerikanischen Bevölkerung.

Fazit: Es kommt immer darauf an, aus welchem Kontext heraus man die Wirtschaftszahlen eines Landes anschaut. Aus der (neo)liberalen Warte mit der Pflicht nach stetigem Wachstum (welches per se positiv ist), erscheint es naheliegend, Japan als Verlierer darzustellen. Aber vielleicht ist ja „stagnation the new growth“, wie man im Englischen so schön sagt – vielleicht sind wir einer falschen Utopie hinterhergehechelt. Mau luege!

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