Donnerstag, 8. Oktober 2009

Socca Momma

In den USA ist eine dreifache Mutter erschossen worden, die vor einem Jahr landesweit Empörung ausgelöst hatte, als sie schwer bewaffnet ein Fussballspiel ihrer Tochter besuchte. Auch der Ehemann der 31-Jährigen wurde am Mittwoch im Haus der Familie in Lebanon im Staat Pennsylvania tot aufgefunden. Die Polizei ging davon aus, dass der 33-Jährige zuerst seine Frau und dann sich selbst erschoss.

Quelle: Bewaffnete Soccer Mom erschossen – News Panorama: Vermischtes – tagesanzeiger.ch

Hmmm, irgendwie geht die Logik der Schusswaffenlobby spätestens hier nicht mehr auf: Die gute Frau trug ja offensichtlich eine Waffe auf sich und hätte den böswilligen Angreifer niederstrecken können. Wahrscheinlich wird ihr Ableben auf folgende Umstände zurückgeführt:

  • Zwei Waffen auf sich zu tragen ist besser als nur eine!
  • Ein vollautomatisches Schnellfeuergewehr hätte ihr das Leben gerettet

Wer’s glaubt …

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Labels: USA

3 Kommentare Kommentare

Sebastian sagt:

Als total waffenfürchtender Schweizer bin ich es mir nicht gewohnt, hier zur Verteidigung einzuspringen: Die grosse Mehrheit aller Menschen ist gut (und deswegen berechtigt, eine Schusswaffe zu tragen), das heisst aber noch lange nicht, dass dieser Teil der Bevölkerung besonders gute Schützen sind ( http://de.wikipedia.org/wiki/Revolverheld ). Familientragödien werden immer wieder passieren, doch wir müssen aufpassen, ob die Gesetze, die wir dagegen erlassen, auch wirklich einen Effekt haben.

bajaz sagt:

Erstens habe ich die nähren Gründe und Umstände dieser "Familientragödie" noch nirgendwo gelesen.
Zweitens gibt es wohl gute Gründe, warum Familien-Tragödien passieren. Aber da die Familie heilig ist, und nicht verändert werden darf, "müssen" wohl Tragödien weiterhin "geschehen". Selten so einen Quatsch gelesen!

Sebastian sagt:

Point taken. Okay, mit meiner Wortwahl habe ich wohl auf den falschen Aspekt hervorgehoben: Tatsächlich habe ich keine Rechtfertigung für meine Aussage, dass Tragödien weiterhin geschehen werden. Mir passt nur dies nicht: Vater und Mutter sind tot, und man kann das Argument machen, dass das nicht passiert wäre, wenn sie nicht so einfach Zugang zu Waffen gehabt hätten. Worauf wir nicht schliessen können, ist dass sich die Mutter mit ihrer Waffe hätte verteidigen können müssen, oder dass die Logik der Schusswaffenlobby ist, dass das mit einer besseren Waffe nicht passiert wäre.

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