Archiv Mai 2010

Dienstag, 18. Mai 2010

Wieso ich mit Fussball — und insbesondere YB — nichts am Hut habe

Etwas zu «veryoungboysen», heisst, im entscheidenden Moment etwas zu verkacheln, das man eigentlich gut begonnen hat. Oberarzt Schwengeler zitiert dazu Schriftsteller Samuel Beckett: «Try again. Fail again. Fail better.» [...] «YB steht für mich für einen Diskurs des Scheiterns – auf hohem Niveau.»

Quelle: Schöner scheitern mit den Young Boys – Bern – derbund.ch

Wie üblich: Eine Mannschaft, die die Entscheidung erst beim letzten Spiel herbeiführen will, hat ein massives strategisches Problem. Ein wirklich guter Fussballclub entscheidet eine Meisterschaft doch bereits Monate vor dem Finalspiel.

Folgende Aussage gilt wohl nicht nur für den bernischen Fussballclub:

«Da steckt ein unbewusster Masochismus drin», sagt er. Man wolle gar nicht gewinnen. Man empfinde Lust am Versagen, an der Selbstquälerei, am Geschlagenwerden. Bern fehle eine Siegermentalität, der letzte Biss, der dafür sorge, dass die Saison tatsächlich auf dem ersten Platz abgeschlossen wird.

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Dienstag, 18. Mai 2010

Thing und Data Tables

Instead, they keep a Thing Table and a Data Table. Everything in Reddit is a Thing: users, links, comments, subreddits, awards, etc. Things keep common attribute like up/down votes, a type, and creation date. The Data table has three columns: thing id, key, value. There’s a row for every attribute. There’s a row for title, url, author, spam votes, etc. When they add new features they didn’t have to worry about the database anymore. They didn’t have to add new tables for new things or worry about upgrades. Easier for development, deployment, maintenance.  The price is you can’t use cool relational features. There are no joins in the database and you must manually enforce consistency. No joins means it’s really easy to distribute data to different machines. You don’t have to worry about foreign keys are doing joins or how to split the data up. Worked out really well. Worries of using a relational database are a thing of the past.

Quelle: High Scalability – High Scalability – 7 Lessons Learned While Building Reddit to 270 Million Page Views a Month

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Dienstag, 18. Mai 2010

Den Banken zuliebe die Griechen gerettet

Die Erfahrung mit staatlichen Finanzkrisen lehrt, dass ein Schuldenschnitt so rasch wie möglich vorgenommen werden sollte, sobald er unabwendbar ist. Der gewählte Weg hat nur einen Zweck: Den Banken wird Zeit gegeben, ihre griechischen Bonds loszuwerden. Wäre ein Schuldenschnitt umgehend beschlossen worden, wären die griechischen sowie einige deutsche und französische Banken kollabiert.

Quelle: «Ihr Schweizer lebt neben einem grossen, betrunkenen Elefanten» – News Wirtschaft: Konjunktur – bernerzeitung.ch

Noch Fragen?

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Dienstag, 18. Mai 2010

Wann dreht jemand “2015″?

The US military has warned that surplus oil production capacity could disappear within two years and there could be serious shortages by 2015 with a significant economic and political impact. [...]

“By 2012, surplus oil production capacity could entirely disappear, and as early as 2015, the shortfall in output could reach nearly 10 million barrels per day,” says the report, which has a foreword by a senior commander, General James N Mattis.

Quelle: US military warns oil output may dip causing massive shortages by 2015 | Business | The Guardian

Gesamtbericht: The Joint Operating Environment 2010 (PDF, 3MB)

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Montag, 17. Mai 2010

Subventioniert der Gemeinderat Buchholterberg seine SVP-Sektion mit Steuergeldern?

Der Gemeinderat von Buchholterberg hat die aufgelaufenen Gebühren von 237.50 Franken für die Vermietung der Turnhalle Hasenäscht im Zusammenhang mit der SVP-Wahlveranstaltung mit Ueli Maurer auf Gesuch hin erlassen. Dies teilte die Gemeinde mit.

Quelle: BernerZeitung, 14. April 2010, S. 23.

Feststellungen:

  • Ist die SVP-Sektion wirklich nicht fähig, 237.50 Franken aus der eigenen Kasse zu berappen? Wo bleibt die von dieser Partei sonst so vielgelobten “Eigenverantwortung”? Im schlimmsten Falle hätte ja auch Ueli einspringen können — als Bundesrat lebt er ja auch nicht wirklich knapp am Existenzminimum.
  • Dem Gemeindenamen nach ist zu vermuten, dass es sich hier nicht um eine von linken Kräften dominierte Gemeinde handelt … ob eine SP-Wahlkampfveranstaltung auch subventioniert worden wäre?
  • Die Turnhalle trägt einen wahrlich lustigen Namen …

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Montag, 17. Mai 2010

Fortschrittliches Saudiarabien

Auch in Saudiarabien dürfen Feuerwehrmänner künftig Mädchen retten.

Quelle: Saudische Feuerwehrmänner dürfen Mädchen retten (Panorama, NZZ Online)

Herzliche Gratulation!

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Montag, 17. Mai 2010

Wie sich ganze Berufstände legitimieren

Unbestritten ist allerdings, dass das Reformmetier seine Eigendynamik entwickelt. Es funktioniere wie das Gesundheitswesen, sagt Reichenbach: je mehr Ärzte, desto mehr Kranke. Der Berner Erziehungswissenschaftler Fritz Osterwalder erklärt: «Jede Verwaltungsstelle im Bildungswesen erfindet neue Reformen, um ihre eigene Existenz zu legitimieren.» Und der Ökonomieprofessor Mathias Binswanger, der an einem Buch über Reformzwänge und sinnlose Wettbewerbe arbeitet, schrieb kürzlich im Magazin «GDI»: «Jeder neue Präsident, Rektor, Direktor oder Chefbeamte einer öffentlichen Organisation muss seine Fähigkeiten zuerst einmal mit einer Reform unter Beweis stellen.»

Quelle: Das Magazin » In der Falle

Kurz: Wer Reformatoren sät, wird Reformen ernten. Wer Juristen sät, wird Gesetze ernten. Und wer Historiker sät, wird Geschichten ernten.

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Samstag, 15. Mai 2010

HP Laserjet 1300 im Alltagsgebrauch (3)

Aus aktuellem Anlass (Toner leer) habe ich mir die Mühe genommen, die Kenndaten über meinen getreuen Schwarzweiss-Laserdrucker HP Laserjet 1300 zu aktualisieren. Die ersten Findings wurden im Dezember 2006 und die zweiten Findings im Februar 2009 veröffentlicht.

Tipp: Um den Seitenzähler auszudrucken, muss der Status-Knopf des Druckers an der Vorderseite des Geräts während ca. 8 Sekunden gedrückt gehalten werden.

Chronologisches

  • Kaufdatum: 19. April 2004
  • In meinem Besitz: 73 Monate

Druckvolumen

  • Total 18’334 Seiten gedruckt
  • 251 Seiten/Monat
  • 8 Seiten/Tag

Kosten

  • Gerät: 412.00 SFr.
  • Toner 1: 118.00 SFr. (31. März 2005)
  • Toner 2: 119.00 SFr. (27. Dezember 2006 – Druckvolumen: 3072 Seiten in 235 Jobs)
  • Toner 3: 113.90 SFr. (29. Dezember 2008)
  • Toner 4: 74 SFr. (11. Mai 2010)
  • Total: 837.00 SFr.
  • Seitenpreis: 4.56 Rappen (ohne Blattkosten)

Wichtige Artikelnummern

  • Q2613A – Toner für 2’500 Seiten
  • Q2613X – Toner für 4’000 Seiten
  • Q1887A – 64MB SDRAM DIMM
  • Q2485A – Papierschacht für 250 Blatt

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Donnerstag, 13. Mai 2010

Bringen Chinas Dollarreserven doch nichts?

China based economist Michael Pettis says that only twice before in history have nations built up foreign exchange reserves similar in size (as a proportion of global GDP) to China’s current hoard. Those two lucky countries were the US in the late 1920s (despite Britain’s attempts to stop the US accumulating gold) and Japan in the late 1980s.

Quelle: China: Looking for past parallels and bringing forward resource demand

Man muss nicht Wirtschaftsgeschichte studiert haben, um die wirtschaftliche Entwicklung der Länder während den genannten Jahrzehnten zu deuten …

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Mittwoch, 12. Mai 2010

Wenn unsere Regierungsräte Fernsehspots gegen Steuererhöhungen schalten würden …

Hoffentlich sehen wir in der Schweiz unsere Exekutivpolitiker auch in ferner Zukunft nicht in solchen doofen Einspielungen:

Eines muss man dem ehemaligen Hollywood-Star lassen: Dramatisch perfekt inszeniert. Bedrohliche Hintergrundmusik, schöne Bluescreen-Aufnahmen (s)eines Büros — inklusive der Flaggen der USA und von Kalifornien im Hintergrund. Sogar Arnis Kravattenknoten ist perfekt — sprich faltenlos — gebunden.

Doch, was ist die Quintessenz seiner Aussage? Ich jedenfalls werde nicht schlau aus seiner Argumentation:

  • Die Leute haben Angst um ihre Jobs und Häuser — und sorgen sich um die Zukunft ihrer Kinder.
  • Mit ihm wird es keine Steuererhöhungen geben, denn dies vertreibt Unternehmen und Arbeitsplätze aus dem Staat.
  • Das Parlament will die Steuern erhöhen und Geld ausgeben, das wir nicht haben.
  • Er wird kein Budget unterzeichnen, dass “waste, fraud and abuse” der Regierung nicht bekämpft.

Die Frage ist nun einfach, was die Leute mehr fürchten: Ihren Job zu verlieren oder auf Dienstleistungen des Staates zu verzichten? Kurzfristig sicher ersteres, aber längerfristig wird es Kalifornien und seiner Bevölkerung enorm Schaden, wenn das Schul- und Gesundheitssystem demontiert wird. Ob die Bevölkerung gerade für diese Dienstleistungen nicht bereit wäre, höhere Steuern zu bezahlen, wage ich zu bezweifeln.

Zwar machen das Bildungssystem und das Gesundheitssystem 84 Milliarden US-Dollar des Staatshaushaltes von Kalifornien aus, wie ich in einem früheren Blog-Artikel gezeigt habe — doch gleich darauf folgt das extrem teure Gefängnissystem mit Kosten von 10 Milliarden. Jährlich. Würde man den Konsum weicher Drogen legalisieren, könnte man in diesem Bereich äusserst schnell Milliarden sparen, ohne die Sicherheit auf den Strassen spürbar zu verschlechtern. Davon bin ich überzeugt.

Aber nun gut, dann schiesst sich Arni halt auf die Regierung ein (die er als Gouverneur ja selber präsidiert, weshalb ich die Kritik nicht ganz verstehe). Anstelle rumzuweinen, sollte er jetzt endlich mal beginnen, in dem Sauladen aufzuräumen! Schliesslich ist er bald am Ende seiner Amtszeit angelangt.

Zum Schluss noch ein lustiges Missverständnis auf Grund von Arnis österreichischem Akzent:

“… bushes down the road …”

Perversling!

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