Mittwoch, 21. Juli 2010

Wer hat eigentlich die Problem-Ausländer geholt?

Widersprüchlich ist auch das Verhalten der Rabenpartei. Wer hat in den vergangenen Jahrzehnten am meisten ungelernte, billige Arbeitskräte aus Südeuropa und aus dem Balkan rekrutiert? Statistisch sind es: die Wirte und Hoteliers, die Baumeister und die Landwirte. Es sind ausgerechnet die SVP-nahen Branchen Landwirtschaft, Baugewerbe und Gastgewerbe, die jahrzehntelang bis Anfang dieses Jahrzehnts am meisten ungelernte, häfig bildungsferne Hilfsarbeitskräte in die Schweiz holten. Und nun polarisiert deren Partei in der Ausläderfrage erneut mit einem fremdenfeindlichen Spektakel. Auch das ist widersprüchlich und doppelbödig.

Quelle: „Kampf der Raben“, BernerZeitung vom 17. Januar 2009 (Kolumne von Rudolf Strahm)

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Labels: Schweiz

Ein Kommentar Kommentare

Eggimaa sagt:

Naaaja. Wirte und Hoteliers, Baumeister und Landwirte holen Gastarbeiter. Diese sind keine „Problem-Ausländer“ wie du sie nennst. Strahm vermischt Äpfel mit Birnen.

Diejenigen „Problem-Ausländer“ mit welchen viele im Volk Mühe haben sind Junge – z.T. Secondos -, deren Eltern in den 90er aus dem Balkan unter Asyl eingewandert sind. Dazu kommt der Drug Traffic und seine Maschinerie aus Nordafrika. Beide Gruppen sind in der Landwirtschaft nicht erwünscht.

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