Die Armee verschlingt jedes Jahr über vier Milliarden Franken. Volkswirtschaftlich ins Gewicht fallen zudem die rund 6,4 Millionen Tage, an denen 230′000 Armeeangehörige letztes Jahr wegen des Militärdienstes am Arbeitsplatz fehlten. Ein Gebilde, das solche Unsummen verschlingt und per Verfassung grundsätzlich jeden Schweizer zwingt, ihm nahezu ein Lebensjahr zu widmen, verdient die Beachtung von Öffentlichkeit und Politik. Vor allem aber verdient es einen Departementsvorsteher mit dem Mut zur Veränderung.
Mit den Zahlen aus einem anderen Blog-Artikel kombiniert, ergibt sich folgendes Bild von Staatsausgaben:
Armee
4 Mia. CHF
Staatsgarantie für UBS und Crédit Suisse
ca. 6 Mia. CHF
Landwirtschaft
4 Mia. CHF
Ich behaupte ohne Detailstudium, dass bei 1) und 3) noch viel Luft drin ist. Ob die (faktische) Staatsgarantie unter dem Strich mehr Gelder einbringt (in Form von Steuerzahlungen der beiden Grossbanken), müsste noch genauer untersucht werden. Wie viele Steuereinnahmen generierten 6 mittlere, sich gegenseitig konkurrenzierende Banken, die auf keine Staatsgarantie zählen könnten?
The thieves who designed these admittedly ingenious tools had a much easier job of it because, like the ATMs onto which they’re attached, skimmers don’t have to look like they do anything that you would understand. They just need to look like they might do something you don’t understand.
Erhellender — und leider völlig zutreffender — Artikel über Skimmer, die die Kreditkarten ihrer Opfer mittels an Geldautomaten angebrachten Magnetscannern klonen und mit der Kopie dann munter-fröhlich Geld abheben gehen.
Die Erfahrung mit staatlichen Finanzkrisen lehrt, dass ein Schuldenschnitt so rasch wie möglich vorgenommen werden sollte, sobald er unabwendbar ist. Der gewählte Weg hat nur einen Zweck: Den Banken wird Zeit gegeben, ihre griechischen Bonds loszuwerden. Wäre ein Schuldenschnitt umgehend beschlossen worden, wären die griechischen sowie einige deutsche und französische Banken kollabiert.
Goldmans potenzielle Kunden dürfte es reichlich egal sein, ob die Bank sie juristisch korrekt oder inkorrekt übers Ohr haut. …
Die Details dieses Falls werden schon bald nicht mehr interessieren. Doch vielleicht hilft er den Bankkunden einzusehen, dass ihnen nie ein Berater, sondern ein Verkäufer gegenübersitzt.
Weil die Schweiz offenbar nicht in der Lage ist, internationale Sanktionen, bei denen sie mitmacht, bei hier tätigen Unternehmen durchzusetzen, kassieren die USA das Bussgeld.
«Der Bank-Bank-Markt war klinisch tot. Noch ein Konkurs – und nach drei Tagen wären drei grosse Banken dicht gewesen. Und drei Tage später 1500 Banken», sagte ein Banker von Credit Suisse. «Der letzte Herbst war eine aufregende Zeit.» Die nächsten Schritte würden dann «logisch wie eine atomare Kettenreaktion» (so der Banker) folgen: Panik, gestürmte Schalterhallen, Schliessung der restlichen Banken. Und darauf: Tote Bankomaten, wertlose Kreditkarten, keine Überweisungen mehr. Alle Transaktionen auf Cash.
Hmmm … wahrlich ein äusserst spannender Gedanke! Mit Edelmetallen in der Hand hätte man wohl auf Grosseinkauf gehen können. Und für was wäre man dann eigentlich noch arbeiten gegangen? Sparen wir uns die Hypothesen für den Ernstfall.
Geniales Video – selbst wer diese 20 Minuten nicht hat, sollte die Präsentation von Dan Pink trotzdem schauen. Ultrakurzzusammenfassung:
Das Gerücht, dass Menschen in Wissensgesellschaften produktiver sind, wenn sie für ausserordentliche Arbeiten finanziell belohnt werden, ist falsch. Die Wissenschaft kann seit 40 Jahren nicht nachweisen, dass Boni und dergleichen zu besseren Leistungen führen. Wieso die Superhirnis in der UBS ihrem Ospel 18 Millionen Boni gezahlt haben, wird – neben dem mittlerweile offensichtlich gewordenen Missmanagement – hier noch doppelt fragwürdiger.
Das wichtigste Gut für Wissensarbeiter ist Autonomie. Keine Sitzungen, keine engen Zeitpläne – dafür das Selbstbestimmungsrecht, wo, wann und wie man etwas tun will. Nur, indem man Arbeiter von äusseren Zwängen befreit, kann sich deren Hirn entfalten (kommen wir hier schon ins Anarchistische hinein?!)
Aus meiner Sicht spricht dieses Video auch sehr stark für die Einführung eines Grundeinkommens. Gerade ein solches Grundeinkommen würde diese offensichtlich so nutzbringende Autonomie innerhalb der ganzen Gesellschaft etablieren lassen. Die grösste Gefahr wäre das Müssiggängertum – doch als Optimist, wie ich in solchen Dingen bin, sähe ich eine kreative Explosion.
Und ja, natürlich kenne ich Atlassian – wusste aber nichts von deren Fedex Day mit dem Motto “You have to deliver in one day!”
Um 100 Millionen Dollar soll Finn Caspersen den US-Fiskus betrogen haben. Bevor die Steuerbehörde Anklage gegen den Mäzen erheben konnte, tötete sich dieser in seinem Golf-Club. [...] Er soll Teile seines Vermögens bei der LGT, der Bank des Fürstenhauses von Liechtenstein, parkiert haben – vorbei am Fiskus.
Was für den Bund beim Verkauf tatsächlich herausschaut, ist noch unklar. Derzeit würden die Offerten entgegengenommen, sagte Peter Siegenthaler, Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung, am späten Mittwochabend auf Anfrage. Im Laufe des Donnerstag soll dieser Prozess abgeschlossen sein. Dann werde auch klar sein, welchen Preis der Bund für das Paket gelöst habe, sagte Siegenthaler.
Am 20. Juni 2009 habe ich im Hübeli mit Pesche B. gewettet, dass das mitmischeln des Bundes bei der UBS in einem Verlust für die Eidgenossenschaft enden wird. Nun, wie es ausschaut, werde ich wohl einen Teil der Wette verlieren – denn die Pflichtwandelanleihe soll nun eingelöst werden. Kein schlechter Zeitpunkt, würde ich meinen. Denn nach 1929 kam ja bekanntlich 1932.
Aber vergessen wir die dutzenden Milliarden an “Toxic Papers” nicht, die die UBS zusammen mit der SNB noch in unbeschrifteten Mülleimern im Hinterhof hält …
A propos UBS-Wetten: Wo bleiben jetzt eigentlich Benkös UBS-Spaghetti???
In Europe the banks have a good hustle going – almost as good as in the United States. They borrow money from the European central bank and then lend it back to the government.
Tönt wie im guten alten Frankreich, im prärevolutionären Ancien Régime:
“[...] what they [independent financiers] often did with it in practice was to lend it to the government in short-term credits—so that the king found himself borrowing and paying interest on his own money.”
Quelle: Doyle, William: Origins of the French Revolution, Oxford, 3rd ed., 1999, S. 51.
Dann warten wir doch einfach darauf, dass zu gegebener Zeit die Revolution folgt …
Ein Weblog über IT, Apple Macintosh, mein Studium, meine Arbeit als PC-Supporter und Web-Developer, die Schweiz, den Kanton Bern, die Gemeinde Neuenegg, das Jungsein (oder doch lieber: Älter werden?) und zu Guter letzt auch über Politik.