Sonntag, Dezember 27, 2009
Aktienmarkt: Die verlorene Dekade
The 1990s was the best calendar decade in history for stocks, with an annual gain on average of 17.5%. This decade, by contrast, was the worst calendar decade for stocks going all the way back to the 1820s...
Quelle: Investors Better Off Investing in Anything but Stocks
Aus der Traum, dass man Geld einfach so vermehren könnte — ohne harte Arbeit.
Labels: Aktien, Finanzen, Finanzkrise
Montag, Oktober 26, 2009
Aktienrallies der letzten 10 Jahre
"The only thing we really learned in this extremely flashy, seven-month, 60%, nine-point multiple expansion-led rally, is that momentum investing never did become extinguished this cycle. It is really a fascinating commentary on human behavior that so many 'investors' are lamenting about how 'the train has left the station' without them. Please, give us a giant break! The train has left the station countless of times in the last 10 years but obviously none of these trips lasted very long because the reality is that equities have failed to generate any positive return over this time interval.
Quelle: Bear Market Bounce a Sure Thing
Labels: Aktien, Finanzkrise, USA, Wirtschaftskrise
Mittwoch, August 26, 2009
Aktien waren in den letzten 10 Jahren eine schlechte Investition
The bounce has helped investors recover about 45% of what they lost. But, overall, there have been no gains in the stock market for more than 10 years. None. Factor in the effect of inflation and the story is worse; investors have lost about 25% to 30% of their money.
Quelle: Rich Blamed for Financial Debacle of Last Few Years
Labels: Aktien, Finanzen, Wirtschaftskrise
Donnerstag, August 20, 2009
Wirtschaftskrise: Wegen guter Führung vorzeitig entlassen
"Die Folgen von 25 Jahren Exzess kann man nicht in 12 bis 18 Monaten kurieren."
Quelle: FTD.de - Das Kapital: Goodby green shots, hello head fakes - Marktberichte Aktien
Aber hey, die UBS steht nun schon auf über 17 Stutz. Der Aufschwung ist da, werft die Maschinen an, stellt Mitarbeiter ein - wir produzieren uns jetzt aus der Krise.
Labels: Aktien, Finanzkrise, Wirtschaftskrise
Dienstag, Mai 05, 2009
Der kurze Wahn vom Aktienglück
"Everyone ought to be rich!" hiess es schon in den 1920ern, als die grossen Finanzhäuser und Trusts dem kleinen Mann Aktien andrehten. Es brauchte nach der Grossen Depression einige Generationen, bis sich wieder eine Menge Dumme fanden, die ihr kleines Vermögen bereitwillig in Aktien investierten:
The proletariat began buying stocks in the '80s. The 'shareholder nation' was a dream of Maggie Thatcher and Ronald Reagan: Everyman a Capitalist.
Quelle: The New Capitalists Were Not Real Capitalists
Eine sehr gute Abhandlung über die Prämissen der letzten 30 Jahre, die Bill Bonner da präsentiert. Ganz treffend ist auch folgende Passage:
A real capitalist is eager to cut his labor costs. If hourly wages rose too high...he'd want to move to a lower-cost production center. And if the managers asked for too much - he'd fire them and get new ones.
But neither the working stiffs nor the suits shared the owners' interest in cutting labor costs and preparing for the future.
Nun sind wir also wieder einmal an einem Scheideweg. Wie 1930 glauben einige, dass nun bereits das Schlimmste überstanden ist und beginnen wieder damit, Aktien zuzukaufen. Mal schauen, ob nach 2009 ein weiteres 1932 folgt. Die Bärenrally hält jedenfalls ihren Knüppel bereit.
Labels: Aktien, Finanzkrise, Geschichte, USA, Wirtschaft, Wirtschaftskrise
Freitag, März 27, 2009
Das 8 Prozent-Rendite-Märchen
If you had stocks in 2000 and held them until now...guess how much you would have lost? 60% - in real terms.
If you went all the way back to 1966...how much would have made if you held stocks all the time until today? Zero!
Quelle: No One Knows How the European Central Government Functions
Soviel zu diesen Geschwafel von "langfristigem" Anlagehorizont ... langfristig my ass!
Labels: Aktien, Börse, Wirtschaft
Freitag, Januar 02, 2009
Der Alltagstrott zeigt noch kaum Anzeichen einer Wirtschaftskrise
Gleichwohl nimmt niemand die Möglichkeit des kompletten Scheiterns ernst, und in dieser Hinsicht sind Finanz-, Energie- und Klimakrise wahlverwandt. Man hält einen Zusammenbruch des Finanz- und Wirtschaftssystems einfach für unmöglich, und ebenso wenig kann man sich vorstellen, dass die fossilen Ressourcen schon in wenigen Jahren so knapp werden, dass selbst in den reichsten Ländern der Welt Bezieher von niedrigen Einkommen ihre Wohnung nicht mehr heizen können.
Gestern hat uns Fabio, der sich (kaum verwunderlich, da entsprechend investiert) auf die Seite der Optimisten, einen Gratis-Tipp gegeben: Im April 2009 solle man wieder in Aktien einsteigen - der Bullenmarkt ist nur noch einige Monate entfernt!
Ich als erklärter Pessimist schlage mich derzeit (noch?) auf Welzers Seite. Irgendwie traue ich angesichts der Entwicklungen seit September 2007 nicht, dass der "kleine Betriebsunfall" bereits überstanden ist ...
Wenn ich mich durch die Weltgeschichte bewege, sage ich mir - wie Welzer - aber doch immer wieder erstaunt:
Selbstverständlichkeiten verändern, liegt auch daran, dass die fühlbaren Veränderungen nur einen Teil, oft einen verschwindend geringen, der gelebten Wirklichkeit betreffen. Es wird chronisch unterschätzt, wie viel die Routinen des Alltags, die gewohnten Abläufe, das Weiterbestehen von Institutionen, Medien, Versorgung dazu beitragen, dass man glaubt, eigentlich würde gar nichts weiter geschehen: Busse fahren, Flugzeuge fliegen, Autos stehen im Feierabendstau, die Geschäfte dekorieren weihnachtlich.
Und doch gibt es einige dunkle Wolken am Horizont. Verschwinden sie bald, oder kommen sie rasch näher? Im April wissen wir mehr ...
Labels: Aktien, Blogosphäre, Gesellschaft
Mittwoch, Oktober 08, 2008
Ausverkauf an den Aktienmärkten
... aber die Zentralbanken wehren sich weiterhin wie wild.
Wie sagt der Arzt doch manchmal, wenn man mit einem akuten Notfall eingeliefert wird:
"Es hat keinen Sinn, sich dagegen zu wehren, entspannen sie sich endlich! Tief durchatmen! Lassen Sie es geschehen, es gibt nichts, was Sie dagegen tun können. In ein paar Minuten ist alles vorbei."
Labels: Aktien, Börse, Schweiz, Wirtschaft
Donnerstag, September 18, 2008
Wie geht's denn Hobby-Tradern jetzt?
Die Zeiten, als an den Stehtischen in der Fressgasse noch begeisterte Reden über die hohen Renditen von Derivaten und Kreditpaketen geschwungen wurden, sind offensichtlich vorbei. Kaum jemand verteidigt die globale Schacherei mit den undurchsichtigen Investments noch, die die ganze Misere überhaupt erst auslösten. "Wir stehen vor einem kompletten Strukturumbruch", sagt der Private-Equity-Profi.
Auch in meinem Kollegenkreis gab es Personen, die in den letzten Monaten und Jahren viel und ausgiebig über ihre Investments gefachsimpelt haben. Ich habe ihnen im Mai 2006 einen entsprechend pointierten Blog-Artikel gewidmet:
Besagten Kollege durfte ich kurz vor Ostern mit einem anderen Kollegen (beides BWLer) auf der Zugfahrt nach Basel Airport begleiten. Das Thema während einer geschlagenen Stunde: Aktien. Ich muss zugeben, dass ich in Basel etwas perplex aus dem Zug ausstieg. "Verflucht", dachte ich mir, "ist es wirklich so einfach, so schnell reich zu werden?". Ohne einen Finger zu rühren, indem ich Aktien in und aus meinem Portfolio auf dem Markt herumschieben würde. "Man, bin ich ein Idiot, da schufte ich mir mit zwei Jobs (Total 50%) einen ab, entwickle als Hobby ab und zu noch Web-Sites - und die sitzen im Stuhl und schauen fern, während ihr Geld für sie arbeitet".
Quelle: Mein Portfolio
Rückblickend haben meine geschätzten Kollegen mit ihren Investments begonnen, als - bildlich in us-amerikanischer Cartoonsprache gesprochen - Wile E. Coyote längst über den Abgrund hinausgelaufen war, aber noch nicht mit seinen Füssen zappelnd in der Luft hing und nach unten schaute. Spätestens jetzt ist aber dieser Moment gekommen. Abgründe tun sich auf ...
Labels: Aktien, Blogosphäre, Finanzen, Funny, Gesellschaft, Schweiz
Donnerstag, Juli 03, 2008
Wie Ewiggestrige investieren - und Geld verlieren
Rather than being safe ways to play the market, index funds, diversified portfolios, momentum trading strategies, and technical chart analysis are now more likely to lose you money than increase it.
[...] I hold a very simple thesis: Without an ever-growing supply of cheap and plentiful energy, the old investing strategies simply don't work anymore, because the markets don't behave as they should.
Quelle: A New Paradigm
Labels: Aktien, Börse, Finanzen, Wirtschaft
Montag, März 31, 2008
Aktie si geil!
Diesen Satz hörte ich letzten Sommer (2007) aus dem Munde einer Bekannten (HKP, wen's interessiert). Spätestens dann wäre der Zeitpunkt da gewesen, aus dem "Investment" (treffender: Spekulation) auszusteigen - ein treffenderes Alarmsignal gibt es kaum, als dann, wenn die ganze Welt plötzlich Aktien kaufen will ... (so geschehen auch 2001, als die Dot-Com-Bubble platzte).
Wer die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat, blickt nun auf eine "lost decade" respektive einen Scherbenhaufen zurück, wie das WSJ die Jahre 1999 bis 2009 beurteilt:
The Wall Street Journal calls the last ten years a "lost decade" for stockholders. The S&P is now about where it was in 1999. Stock market investors are ten years older and wiser; but not a penny richer.
And now they're beginning to wonder about the whole scheme of things. The stock market was supposed to make them rich. "Stocks for the long run," was the mantra of the late '90s. Buy...hold...you can't go wrong. [...]
Quelle: The Wall Street Journal Calls the Last Ten Years a “Lost Decade” for Stockholders
Was lernen wir daraus? Auch anno domini 2008 gibt es keinen schnellen, unkomplizierten, risikofreien Weg zu mehr Geld.
D'USA si geil!
Auch das hat sich in den letzten 10 Jahren zum schlechteren bewendet - einst bewundert, schauen wir nun mit mitleidsvollen Blicke nach Übersee, wo die letzte verbliebene Supermacht torkelt und dem Ende nahe scheint - müssen wir 20 Jahre nach dem glanzlosen Ende der Sowjetunion bald einen weiteren Akteur des Kalten Krieges zu Grabe tragen (was ein für alle mal zeigen würde, dass egal ob Kommunismus oder Kapitalismus, alles einmal endet ...):
Ten years ago, America seemed invulnerable. Its money was on top of the world. Its military could take on the entire rest of the planet, if necessary. Its stocks were flying. Its houses were rising. Its financial institutions were the most dynamic, innovative and solid on earth. Nothing could stop it.
We argued then that when nothing can stop you, everything will. And, in the event, everything did. Ten years later, stocks have gone nowhere...housing is on its way down...the Pentagon is gummed up in a trillion-dollar war it can never win...and Wall Street has revealed itself not as cunningly cupid, but as blunderingly stupid.
Wie ich diese Schreiberlinge von Daily Reckoning liebe ... allen voran dieser Bill Bonner. Wer braucht da noch die The Economist, die Financial Times, das Handelsblatt oder stocks?
Reaganomics si geil!
Auch diesen Irrglauben der 80er demontiert Bill Bonner:
[...] Financial incentives were thought to be the key to everything. If an executive failed to maximize shareholder value, it was because his bonus was not large enough. If students showed poor test results, it was because teachers were paid by the job, not by the outcome. And if terrorists attacked a building in New York, it was because they lacked financial opportunities in Cairo. [...]
[...] Taxpayers allowed huge tax cuts - widely believed to be aiding the wealthy - because they looked forward to the day when they would be wealthy too.
Quelle: Americans Used Their Economic Freedom to Ruin Themselves
Labels: Aktien, Finanzen, Wirtschaft
Abonnieren
