Mittwoch, Februar 24, 2010
Greggs Werbe-Desaster
Kurz vor dem Zu-Bett-Gehen durfte ich heute Morgen noch folgende Friede, Freude, Sonnenschein-Werbung über mich ergehen lassen:
Sagt dem Werbebüro, dass sie ihren Kunden völlig falsch beraten hat und wohl kaum jemand deren Marketing-Bullshit ernst nimmt.
Wieso? Erstens werden in dieser Industriebäckerei wohl kaum weisse Arbeiter aus der Mittelklasse angestellt sein, sondern Immigranten aus allen Herren Ländern. Zweitens lächeln und fliegen die Leute aus Glück über ihren ach so tollen, abwechslungsreichen Job niemals so durch die Gegend.
Sowohl das weltfremde Management der Bäckerei als auch die Werbefachleute sollten mal eine Woche in den Betrieb schuften gehen, um das "wahre Arbeitsleben" der Fliessbandarbeiter verstehen zu können.
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Freitag, Februar 19, 2010
Arme, arme Wallstreet-Banker ...
When challenged, they talk about how hard they work, the 90-hour weeks, the stress, the failed marriages, the hemorrhoids and gallstones they all get before they hit 40.
"But wait a minute," you say to them. "No one ever asked you to stay up all night eight days a week trying to get filthy rich shorting what's left of the American auto industry or selling $600 billion in toxic, irredeemable mortgages to ex-strippers on work release and Taco Bell clerks. Actually, come to think of it, why are we even giving taxpayer money to you people? Why are we not throwing your ass in jail instead?"
Quelle: The Big Takeover : Rolling Stone
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Freitag, Februar 19, 2010
Wie werde ich Grossverdiener?
Drastisch formuliert, meint Dorothee Echter, renommierter Topmanagement-Coach: "Wer nur eine glückliche Kindheit hatte, aus dem wird nix." Wobei man auch reich und unglücklich sein darf, um später Erfolg zu haben. Denn bei den Überfliegerkarrieren stehe nicht selten ein solches "Trauma" aus der Jugend Pate: Wer dann noch Intelligenz und Vitalität mitbringt, neutralisiert die verstörende Erfahrung durch eigenen Erfolg, anstatt daran zu zerbrechen - und startet durch.
[...] "Die eigenen Schwächen ausbügeln zu wollen ist wenig effektiv. Erfolg hat, wer seine Stärken ausbaut und sich Aufgaben sucht, die für ihn ein Heimspiel sind."
Quelle: Traumgehälter: Große Verdienste - manager-magazin.de
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Mittwoch, Februar 17, 2010
Fehlen uns die Produzenten?
As much as we like to think of our culture as being entrepreneurial, the reality is 99% of our top talent doesn’t seriously contemplate starting companies. Colleges crank out tons of extremely smart and well-educated kids every year. The vast majority go into “administrative” careers that don’t really produce anything – law, banking and consulting. Most of the rest join big companies. As I’ve argued many times before, big companies (with a few notable exceptions) aren’t nearly as successful as startups at creating new products.
Quelle: Every time an engineer joins Google, a startup dies cdixon.org – chris dixon's blog
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Sonntag, November 29, 2009
Wie man den richtigen Programmierer findet
There are three questions you have when you’re hiring a programmer (or anyone, for that matter): Are they smart? Can they get stuff done? Can you work with them?
Quelle: How I Hire Programmers (Aaron Swartz's Raw Thought)
Diesen Seitenhieb auf Googles Anstellungspraktiken mag ich:
(If you ask people at parties to name their greatest strengths and weaknesses or to estimate the number of piano tuners in Chicago, you’ve got bigger problems.)
Wobei man behaupten könnte, dass Google vielleicht nicht immer daran interessiert ist, Dinge möglichst rasch und effizient zu realisieren — und deshalb so doofe Fragen stellt.
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Samstag, Oktober 31, 2009
Was brächten uns 66 Prozent Maturanden?
«Die Herren Professoren scheinen noch nie etwas von einer Grundbildung mit Berufsmatur und anschliessenden Weiterbildungen an Fachhochschulen und Universitäten gehört zu haben. Unsere Berufsbildung ist heute so durchlässig wie nie zuvor und fein abgestimmt auf die Bedürfnisse sowohl der Wirtschaft als auch der Arbeitnehmenden.» Der Gewerbedirektor entkräftet die These wonach mehr Maturanden unbedingt nötig seien. «Das Pisa-Musterland Finnland weist eine Maturitätsquote von 95 Prozent auf, während sich die Schweiz mit 26 Prozent begnügt. Die Finnen zahlen aber für diese Verschulung einen hohen Preis: Die Jugendarbeitslosenquote lag vor Ausbruch der Krise bei 27,5 Prozent, während sie in der Schweiz bloss tiefe 7,5 Prozent betrug.»
Quelle: Impuls - die Zeitung der FDP Sense, 3/2009, S. 4.
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Donnerstag, Oktober 29, 2009
Mehr japanische Tugenden für schweizerische Putzjobs
In Japan, even ordinary jobs such as cleaning and cooking are filled with this craftman’s spirit. It is is common sense in Japan.
Quelle: iA » Kenya Hara On Japanese Aesthetics
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Sonntag, Oktober 25, 2009
Boni um 90 oder 100 Prozent kürzen?
Now you have the goofy situation where a government pay Czar is intervening to cut executive salaries at those firms by 90%. If the government hadn't intervened in the first place, the salaries would have been cut by 100% and the bad bets by the firms would have been written off and the economy would be closer to recovery.
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Donnerstag, September 17, 2009
Die Mär vom Nutzen der Boni
Geniales Video - selbst wer diese 20 Minuten nicht hat, sollte die Präsentation von Dan Pink trotzdem schauen. Ultrakurzzusammenfassung:
- Das Gerücht, dass Menschen in Wissensgesellschaften produktiver sind, wenn sie für ausserordentliche Arbeiten finanziell belohnt werden, ist falsch. Die Wissenschaft kann seit 40 Jahren nicht nachweisen, dass Boni und dergleichen zu besseren Leistungen führen. Wieso die Superhirnis in der UBS ihrem Ospel 18 Millionen Boni gezahlt haben, wird - neben dem mittlerweile offensichtlich gewordenen Missmanagement - hier noch doppelt fragwürdiger.
- Das wichtigste Gut für Wissensarbeiter ist Autonomie. Keine Sitzungen, keine engen Zeitpläne - dafür das Selbstbestimmungsrecht, wo, wann und wie man etwas tun will. Nur, indem man Arbeiter von äusseren Zwängen befreit, kann sich deren Hirn entfalten (kommen wir hier schon ins Anarchistische hinein?!)
- Aus meiner Sicht spricht dieses Video auch sehr stark für die Einführung eines Grundeinkommens. Gerade ein solches Grundeinkommen würde diese offensichtlich so nutzbringende Autonomie innerhalb der ganzen Gesellschaft etablieren lassen. Die grösste Gefahr wäre das Müssiggängertum - doch als Optimist, wie ich in solchen Dingen bin, sähe ich eine kreative Explosion.
Und ja, natürlich kenne ich Atlassian - wusste aber nichts von deren Fedex Day mit dem Motto "You have to deliver in one day!"
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Donnerstag, September 10, 2009
Das Schweinegrippen-Besuchsformular
Zum Beispiel erzählte mir heute beim Mittagessen [...] der CEO eines Unternehmens mit Produktionstätten und Niederlassungen in vielen Ländern, dass ihm seine Mitarbeiter kürzlich ein Formular vorgelegt haben, das für alle Werke des Unternehmens Gültigkeit erlangen sollte: Danach müssten ALLE Besucher schriftlich bescheinigen, dass sie in den letzten beiden Wochen nicht mit jemandem Kontakt hatten, der an Schweinegrippe erkrankt sei.
Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. - Schweinegrippe treibt Blüten
Letzte Woche durfte ich anlässlich eines Kommissionsausfluges die Cremo-Käserei in Kriechenwil besuchen - und auch dort musste einer der Besucher ein Formular unterschreiben, weil er sich nicht als "kerngesund" einstufte. Aber wahrscheinlich richten Keime bei Käsereien grösseren Schaden an als - sagen wir - in einer Maschinenfabrik.
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Dienstag, September 01, 2009
Netiquette: Endlich wird hart durchgegriffen!
An Auckland accountant was sacked for sending "confrontational" emails with words in red, in bold and in capital letters.
Quelle: Emails spark woman's sacking - National - NZ Herald News
Als nächstes sollte man umgehend all die TOFU-Terroristen feuern ... Wie viele unnötige Terabytes an Daten werden täglich durch Mailserver und das Internet gejagt, weil Leute nicht anständig auf E-Mails antworten können?
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Dienstag, August 18, 2009
Arbeiten bis der Notarzt kommt
Doch heute sind vor allem auch das mittlere und untere Management betroffen. Globaler Wettbewerb, Druck der Shareholder, Leistungsverdichtung und ein veränderter Führungsstil brachten Arbeitszeiten wie im Manchester-Kapitalismus.
[...] Gleichwohl behaupten Manager oft, die Familie sei ihnen das Wichtigste, die Quelle ihrer Kraft. Wissenschaftler sind da skeptisch: Viele Führungskräfte seien emotional oft stärker an ihr Unternehmen als an ihre Familie gebunden.
Quelle: Familie: Krise an der Heimatfront - manager-magazin.de
Wem's Spass macht und wer's wirklich braucht ... Nur zu!
In modernen Industriegesellschaften arbeiten Hochqualifizierte immer länger, Geringqualifizierte immer weniger. Man hat Zeit oder Geld. Ein Phänomen, das der schwedische Ökonom Staffan B. Linder bereits in den 70er Jahren beobachtet hat: Gesellschaften seien entweder reich an Gütern oder reich an Zeit.
Wenn Geschäftspartner kommen, präsentiert Dietrich Möller gern seine eloquente Frau - und sich als modernen Vater. Er habe als Erster seinen Sohn gewickelt. "Es war dann allerdings das einzige Mal", so Julia Möller.
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Montag, Juli 27, 2009
Projektionsfläche Prostitution
Ein (vielleicht auch für Männer) lesenswerter Text, der ebenso gut ins kontradiktorische Portfolio der Weltwoche passen würde:
Aber als ich einmal einer Repräsentantin einer NGO empfahl, wirklich mit Sexarbeiterinnen zu reden, entgegnete sie: «Wir müssen nicht mit Prostituierten reden, um zu wissen, was Prostitution ist.»
[...] Feministinnen gehen davon aus, dass es besser wäre für diese Frauen, zu Hause zu bleiben. Migration und Prostitution sind für sie per definitionem immer erzwungen, und jede Thailänderin, die einen älteren Deutschen heiratet, ist per definitionem ausgebeutet.
Quelle: «Diese Frauen sind nicht naiv» (Panorama, NZZ Online)
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Donnerstag, Juli 23, 2009
Minimallöhne
Die Österreicher drüben bei Mises möchten den Verfechtern von Minimallöhnen den Wind aus den Segeln nehmen:
Every person has a unique set of skills, competencies, strengths, and weaknesses that will only be revealed through their activity in the market. Job training and skills assessments may be able to match people with suitable employment to some degree, but the search mechanism inherent in the labor market is a low-cost way of accomplishing the same result more efficiently.
Quelle: The Hidden Costs of a Minimum Wage - Art Carden - Mises Institute
Das mag vielleicht auf Stufe Akademiker (oder Fachkräfte) nicht nur gut tönen, sondern auch realistisch sein - aber ehrlich: Was soll ein Hamburgerbrater bei McDonalds bittesehr an "unique set of skills, competencies, strengths" offenbaren?! Merkt er vielleicht, dass er doch lieber VWL-Blogger geworden wäre? Bei der Lektüre solcher Werke bemerkt man endlich mal wieder mal die theoriegeilen Fachidioten in ihrem Elfenbeinturm.
Eindeutig Zeit, mich wieder hinter die Lektüre von Linksradikalismus in der deutschen Schweiz 1914-1918 zu setzen.
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Mittwoch, Juli 22, 2009
Auf den Schultern von Chinesen
We all know that there's no fucking way in the world we should have microwave ovens and refrigerators and TV sets and everything else at the prices we're paying for them. There's no way we get all this stuff and everything is done fair and square and everyone gets treated right. No way. And don't be confused -- what we're talking about here is our way of life. Our standard of living. You want to "fix things in China," well, it's gonna cost you. Because everything you own, it's all done on the backs of millions of poor people whose lives are so awful you can't even begin to imagine them, people who will do anything to get a life that is a tiny bit better than the shitty one they were born into, people who get exploited and treated like shit and, in the worst of all cases, pay with their lives.
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Samstag, Juni 06, 2009
Wieso die Konsolidierung der Presse not tut
Soeben auf Spiegel Online gelesen:
Air France hat am Freitag angekündigt, die betreffenden Sensoren an seiner Airbus-Flotte zu ersetzen. Letzte Signale des abgestürzten Flugzeugs belegen nach jüngsten Erkenntnissen bisherige Informationen, wonach die Maschine ohne Autopilot flog. Laut Arslanian, der für die französische Ermittlungsbehörde BEA arbeitet, ist allerdings unklar, ob der Autopilot bewusst ausgeschaltet wurde oder ob sich das Gerät wegen widersprüchlicher Computer-Informationen über die Fluggeschwindigkeit selbst abschaltete.
Letzte Signale des abgestürzten Flugzeugs belegten am Samstag nach Erkenntnissen der Ermittler die bisher nur als Mutmaßung kursierende Information, dass der Airbus zum Zeitpunkt des Absturzes ohne Autopilot flog. Es sei aber unklar, ob die Piloten von Flug AF 447 den Autopiloten ausschalteten oder ob sich das Gerät wegen widersprüchlicher Informationen des Computersystems über die Fluggeschwindigkeit selbst abschaltete, erklärte Arslanian.
Was zeigt uns diese Wiederholung? Personen, die sich "Journalisten" nennen, tun heute anscheinend nichts anderes mehr, als Pressemitteilungen mittels Copy&Paste zu neuen Artikeln zusammenzufassen. Dagegen muss man nichts einwenden - wenn man aber einen solch anforderungslosen Job ausübt, sollte einem doch um Himmels Willen bittesehr auffallen, wenn man denselben Müll in zwei aufeinanderfolgenden Absätzen wiederholt ...
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Dienstag, Juni 02, 2009
Wider die religiösen Feiertage
Weihnachten geht ja noch, die ist dank dem Weihnachtsmann in profane Hände übergegangen. Doch Ostern, Auffahrt, Pfingsten und Allerheiligen sind doch völlig überflüssig. So wie der 1. Mai. Eine Woche mehr Ferien würden die kirchlichen Feiertage bei weitem aufwiegen.
Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. - Jedes Jahr dieselbe Zwangspause
Recht hat er, unser Arlesheimer Blogger. Aus liberaler Sicht (Religionsfreiheit) müsste man das sofort befürworten - aber auch aus marktwirtschaftlicher Sicht würde dies Sinn machen (und der Initiative für 6 Wochen Ferien pro Jahr in die Arme spielen): Wenn jeder selber bestimmen kann, wann er diese zusätzlichen fünf Tage frei nehmen will, könnte man eine bessere Verteilung hinbringen. Wären die Staus vor Ostern Geschichte? Nun, wollen wir nicht gleich ganz so euphorisch sein: Die Schulferien bestimmen für viele Familien massgeblich, wann man in die Ferien reist und wann nicht. Doch für unsereiner Twens, die den Kindersegen noch nicht erfahren haben, wäre es durchaus ein Vorteil. Und auch für die Herren und Damen der Schöpfung, deren Zöglinge bereits ausgeflogen sind.
In verwandter Sache: Wussten meine Leser übrigens, dass die französischen Aufklärer einen neuen Kalender erfanden und einsetzten? Leider ist das Projekt mit 10-tägigen Dekaden statt 7-tägigen Wochen grandios gescheitert - obwohl es von Säkularität nur so strotzte: Französischer Revolutionskalender.
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Dienstag, Juni 02, 2009
Wie man als Programmierer seinen Arbeitsplatz auf Lebzeiten sichert
Köstlich - der ganze Artikel muss gelesen werden!
If you call your variables a, b, c, then it will be impossible to search for instances of them using a simple text editor. Further, nobody will be able to guess what they are for.
Quelle: How To Write Unmaintainable Code
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Dienstag, Juni 02, 2009
Wie man sich bei Web-Buden anständig bewirbt
Was ich in einem früheren Artikel bereits auf meine Art ausgedrückt habe, schildert David von 37Signals auf Englisch und aus aktuellem Anlass (Suche nach einem "Junior Support Programmer"):
This advice is probably exactly the opposite of what you’ll if you’re aiming to get into a big shop with a formal HR department. In that scenario, it’s often last man standing in the numbers game and checklist requirements. Personality doesn’t matter to make it through the first cut.
But when you’re looking to get hired by managers who actually have to work with you, personality is almost all that matters to get to the interview. So beef up your cover letter and let your personality shine [...]
Quelle: Forget the resume, kill on the cover letter - (37signals)
Mit ein Grund, wieso ich die ersehnte Anstellung bei Liip gekriegt habe, war genau ein solcher nicht standardkonformer Begleitbrief zum Bewerbungsschreiben - das wurde mir von einem der neuen Chefs nach einige Arbeitswochen explizit so mit auf den Weg gegeben. Inwiefern darin meine tatsächliche "Personality" durchschien, könnte das Liip-Management mittlerweile sicherlich sehr gut beurteilen ... Auf jeden Fall hatte der Brief die Aufmerksamkeit der Rekrutierenden geweckt.
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Montag, Juni 01, 2009
Die Bundesbeamten mögen Facebook
Facebook belegt in der Bundesverwaltung den zweiten Rang der meistbesuchten Websites. Nun erging ein Appell an alle Mitarbeiter, sich zu mässigen.
Quelle: Bund droht mit Facebook-Verbot (Schweiz, NZZ Online)
Würde ich in der Bundesverwaltung arbeiten und hätte ich entsprechende Entscheidbefugnisse, wäre Facebook ca. 2 Stunden nach Stellenantritt für den gesamten Betrieb gesperrt. Falls Beamten diese Community-Web-Site tatsächlich zur Erfüllung ihrer täglichen Arbeit benötigten, müssten sie die Entsperrung schriftlich begründen. Die Freigabe der Site wäre selbstverständlich auf die IP-Adresse des Arbeitsgerätes des Antragstellers begrenzt.
Im Grunde ist dies aber nur Symptom-Bekämpfung: Dass auf der Bundesverwaltung (im Schnitt) für den einzelnen Mitarbeiter nicht unbedingt viel Arbeit zu erledigen ist, ist weithin bekannt. Insbesondere höre ich immer wieder Geschichten, dass Lehrlinge Stunden ihres Arbeitstages auf Facebook, Partyguide etc. verbringen, weil es ihre Lehrlingsbetreuer anscheinend nicht für nötig halten, ihren Zöglingen ausreichend Arbeit auf das Pultli zu stellen.
Dass der Bund viele Lehrstellen anbietet, ist äusserst löblich. Leider bezweifle ich aber, ob Lehrabgänger der Bundesverwaltung mangels anspruchsvoller Aufgaben wirklich fit sind für die Privatwirtschaft.
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Freitag, Mai 29, 2009
Ein brenzliger Herbst 2009?
Aber eigentlich kann sich kaum jemand ein Worst-case-Szenario vorstellen. Aus dem einfachen Grund, weil den beiden derzeit aktiven Generationen jegliche Erfahrung für ein solches abgeht. Wir wissen schlicht und einfach nicht, wie man mit einer tiefgreifenden wirtschaftlichen- und damit auch gesellschaftlichen Krise umgehen muss.
Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. - Es kommt viel schlimmer als derzeit gefühlt
Zu einem ähnlichen Schluss komme ich in meiner Lizentiatsarbeit über die Missernte von 1916/17 im Ersten Weltkrieg: Niemand wusste mehr, wie sich eine Versorgungskrise anfühlte. 1918 wurde nicht wirklich kein friedliches Jahr ... abgesehen vom Waffenstillstand von Compiègne.
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Montag, Mai 25, 2009
US-Alltagsphänomen Working Poors
working full time for a part-time income has become the fate of greater and greater numbers of Americans. In fact, the U.S. minimum wage, adjusted for inflation, has never regained its 1968 value. The average income of a full-time worker at Walmart, today the nation’s largest private employer, is only slightly more than $17,000 a year.
[...] The payday loan, too, is a liar loan of sorts, though the relevant lie is told not to the banker or mortgage broker but to yourself: that you’re still making it, you’ve hit a brief rough patch, everything will work itself out soon. You end up at the payday-lending office only if you have caught at least a glimpse of prosperity, and are desperately trying to keep this mirage in view.
Quelle: Usury country: Welcome to the birthplace of payday lending—By Daniel Brook (Harper's Magazine)
Als Sozialdemokrat bin ich wie der im lesenswerten Artikel genannten Martin Luther King der Meinung, dass wer arbeitet, auch genügend zum Leben verdienen sollte. Damit meine ich keine Staatsgarantie für jährlich zwei Wochen Ferien auf den Malediven, sondern ausreichend Nahrung, ein Dach über dem Kopf, kostenlose Schulbildung und eine Krankenversicherungen, die einem bei schweren Krankheiten nicht in den Privatkonkurs treibt.
Und doch fragt die liberale Hälfte in meinem Kopf: Was gibt uns Angehörigen einer westlichen Konsumgesellschaft das Recht, mehr einzufordern als was ein Durchschnittsinder oder ein -chinese erhält? Sind unsere Arbeitsbedingungen und Löhne der Normalfall, oder sind es vielleicht doch eher tragischerweise diejenigen in Entwicklungs- und Schwellenländern?
Egal. Solang der Staat anscheinend über Milliarden verfügt, um eine Grossbank zu retten, dürfen ruhig auch Normalsterbliche in den Genuss des Geldregens und eines anständigen Lebens kommen.
When that industry was consolidated nationally, Eaton began looking for another line of work. He settled on short-term loans—cash today to tide a worker over until payday, offered at triple-digit annual interest rates. Eaton took out a second mortgage on his house and opened up Check Cashing, Inc. on December 2, 1991.
Mutet es nur mir paradox an, dass Herr Eaton, zwecks Aufbau seines Kurzfrist-Konsumkreditgeschäfts eine zweite Hypothek aufnimmt?
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Dienstag, April 14, 2009
The Hands that built Dubai
Über die Muslime fluchen ja viele Neokonservative und Exponenten von Rechtsaussen, aber wenn es um Wirtschaftsthemen, Beschäftigungspolitik und Arbeiterschutz gänge, wären sie garantiert Brüder im Geiste:
Decadent Dreams from Philip J. Wiseman on Vimeo.
Dazu sei auch der Hintergrundartikel The dark side of Dubai empfohlen:
Dubai is a living metal metaphor for the neo-liberal globalised world that may be crashing – at last – into history.
[...] This is all supposed to be illegal. Employers are meant to pay on time, never take your passport, give you breaks in the heat – but I met nobody who said it happens. Not one. These men are conned into coming and trapped into staying, with the complicity of the Dubai authorities.
[...] For Emiratis, this is a Santa Claus state, handing out goodies
"[...] We won't be like France. Imagine a country where they the workers can just stop whenever they want!"
[...] "All the people who couldn't succeed in their own countries end up here, and suddenly they're rich and promoted way above their abilities and bragging about how great they are. I've never met so many incompetent people in such senior positions anywhere in the world."
Quelle: The dark side of Dubai - Johann Hari, Commentators - The Independent
Via: Dubais Nightmare
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Mittwoch, April 08, 2009
Wie den Amis das duale Bildungssystem erklärt wird
In Germany, workers in a number of industries still study as apprentices for three-and-a-half years, during which time they work three days a week and earn a modest salary, and then go to school the other two days.
[...] The roots lie deep in German culture, experts say. "It has to do with the German lifestyle and career patterns," suggests Terwiesch. "In the U.S., it's all about change. People change jobs all the time: They do a startup, it doesn't work, they do another start up, or they go work for a company. They're constantly moving. Germany, on the other hand, is a society that favors stability."
Quelle: Innovation Thrives Among German Firms, Though Hurdles Persist - Knowledge@Wharton
Manchmal vergisst man als Schweizer leicht, dass nur sehr wenige (deutschsprachige) Länder ein duales Bildungssystem kennen. Laut Genosse Strahm einer der Trümpfe, wieso unser Land (immer noch) so reich ist ...
Ob das hier aber auch wirklich stimmt, wage ich zu bezweifeln:
Even at the very top of the company, he says, domain experts are still likely to be in charge. "You could take any board member from BMW and they could, by hand, take a car apart and put it together again," he says.
Sind doch alles BWL-Fachidioten, die lieber zehn MBAs machen als einmal einen Schraubenschlüssel in die Hände zu nehmen ...
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Montag, März 30, 2009
Bestaunen wir bald die Favelas in Los Angeles?
Today's International Herald Tribune tells that "shanty-towns" are beginning to appear throughout the United States. People are setting up tent communities...shacks...and Rio-style favelas - in America.
Quelle: Investors and Their Lost Money
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Mittwoch, März 25, 2009
Geld verdienen ist wieder en vogue
Second, the massive misallocation of capital in society has also been revealed. Out goes financial engineering, in comes making money the old-fashioned way – earning it.
Quelle: Downsizing America
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Montag, März 23, 2009
Gehört mindestens ein Konkurs zum Lebenslauf?
I’ve never understood Silicon Valley’s obsession with failure. Many investors and entrepreneurs out there believe that you should fail a few times before you succeed. That the people worth funding are the people who’ve failed a few times. I’ve heard from a few VC who won’t fund an entrepreneur until they’ve failed at least once. I don’t get that.
[...] Failure is part of the path to success? This industry’s obsession with failure has got to stop. I don’t know when it became cool or useful, but the industry has been steeping in it for so long that it’s become normal to assume failure comes before success.
Quelle: Failure is overrated, a redux - (37signals)
Gute Argumentation gegen das hierzulande oft den USA angedichtete Credo "Nur wer einmal Konkurs gemacht hat wird ein richtiger Unternehmer" ...
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Dienstag, März 17, 2009
Frankreichs Arbeiter
A third of the country works. Another third tries to stop them from working. And the final third does nothing at all.
Quelle: Experiencing Hard Work
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Donnerstag, März 05, 2009
Bewerbungsweisheit
Leider kriege ich von Bekannten immer wieder Bewerbungen unter die Nase gesetzt, an der man sofort erkennt, dass nur Anschrift und der Firmennamen ausgetauscht werden müssen, um sie der nächsten Arbeitgeberin zu schicken:
Gehen Sie individuell auf die Eigenarten einer Firma und Branche ein, erkennen Sie ihre Bedürfnisse und präsentieren Sie sich selbst als Problemlöser. Telefonieren Sie mit der Firma, sammeln Sie Informationen und verfassen Sie für jede Bewerbung ein individuelles Anschreiben und einen Lebenslauf mit individuellen Elementen. Dann können Sie mit einer spezifischen Bewerbung mehr erreichen als ein Massenversender mit hundert "Blindbewerbungen".
Eine Topbewerbung ist ein maßgeschusterter Aschenputtel-Schuh: Sie darf nur an den Fuß dieser einen Firma passen.
Übrigens auch ganz hässlich: Alle Fähigkeiten, die im Stellenbeschrieb notiert sind, werden Punkt für Punkt im Text wiedergegeben "Ich bin zuverlässig", "Ich bin flexibel". Wäre ich Personalverantwortlicher, würde ich solche Bewerbungen gleich in die Rundablage wandern lassen. Obwohl diese Leute heute mit 100 oder 200 Bewerbungsschreiben überhäuft werden: Schreibt Geschichten, Dinge, die einem zur Lektüre des Briefes anregen, im Hirn des Lesers Assoziationen wecken, die beim Bewerbungsgespräch wieder "hoch" kommen.
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Dienstag, Januar 27, 2009
UBS-Bänkeler sollen den Arbeitsmarkt ruhig spüren
jedem portugiesischen bauarbeiter wird gesagt, wie viele andere nur auf seine stelle warten, wenn er mal zu spät auf dem gerüst erscheint, aber die bänker können mit ihrem abgang drohen und der staatsaufsichtler bekräftigt sie auch noch darin. und er hat so recht. wo könnten sie nicht überall hingehen! zu lehmann brothers oder city group oder goldmann sachs oder hyporestate real.
im schlimmsten fall wandern alle enttäuschten banker mit einem male nach island aus.
Quelle: geschichten vom herrn ü.: richtig schön pervers
Ich empfinde die Auszahlung von 2 Milliarden Boni an die fähigsten Bänkeler unseres Landestm als eine verdammte Frechheit dem Steuerzahler gegenüber.
Dieser Eklat zeigt gleichzeitig aber auch, wie sich die Herren und Damen unserer Regierung und der Nationalbank von den Protektionisten in der UBS Chef-Etage haben gängeln lassen. 6 Milliarden in das Unternehmen pumpen, damit ein Drittel gleich wieder als "Belohnung" (für welche Leistung, himmelheiland?!) an die Pfeifen ausbezahlt wird? Jeder UBSler darf sich nun rühmen, Sozialhilfe-Empfänger zu sein. Arme Schlucker das!
Wie geht es an, dass eine Bank durch hirnlose Investments Milliarden in den Sand setzt, dafür aber anscheinend überhaupt niemand belangt werden kann? Unser Rechtssystem scheint mir arge Mängel aufzuweisen. Auch, weil es anscheinend nicht möglich ist, in einem solchen Fall die geltenden Arbeitsverträge anzupassen.
Ich bin immer noch der Meinung, dass man die Bude hätte Konkurs anmelden lassen. Die gesunden, profitablen Bereiche und deren Mitarbeiter wären im Nu bei anderen Banken untergekommen. Freie Marktwirtschaft: Wer versagt, geht unter. Und so hätten wir uns dieser leidigen Boni-Pflichtzahlung (da vertraglich zugesichert) auch gleich enthalten können - bei einem Konkurs wären solche Forderungen wertlos. Aber halt - wahrscheinlich tickt das Universum der Bänkeler auch in einem solchen Fall anders. Boni auf Lebzeiten garantiert? Bei Banken durchaus im Bereich des Möglichen ...
Nachtrag: Einer, der es wissen muss, über die Boni-Geschichte: Headhunter zu UBS-Boni: «Es grenzt an Unverschämtheit»
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Montag, Januar 19, 2009
Google-Anstellungspraktiken in der Kritik
Wieso sollte ein Unternehmen, das mit den Besten der Besten Fachkräfte dieses Planeten ausgestattet ist, derart lange Anstellungsprozesse haben? Das geht mir bis heute nicht in den Kopf - und scheint auch andere Personen zu wundern:
Google actually celebrates its hiring process, as if its ruthless inefficiency and interminable duration were a sure proof of thoroughness, a badge of honor. Perhaps it is thorough. But I would be willing to wager that Microsoft’s hiring process, which takes a fraction of the time, does not result in a lower-skilled workforce or result in a higher rate of attrition.
Quelle: Why Google Employees Quit
Labels: Arbeitsleben, Google
Samstag, Januar 03, 2009
Chargeable Hours
Da sich in meinem Kollegenkreis zunehmend Leute beruflich zu den von mir so heiss geliebten Beratern weiterentwicklen, habe ich über Sylvester wieder ein neues Wort gehört: "chargeable hours" (Ernst & Young) - Kollege Zwei, der bei einer eher deutschstämmig orientierten Bude auf Consultant macht, nennt diese Eigenschaft von Arbeit "(weiter)verrechenbare Stunden".
Wenn man genau überlegt, gibt es diese Maxime eigentlich bei den meisten Dienstleistungs-Buden - und somit auch bei mindestens einer meiner Anstellungen.
Joel weist in seinem jüngsten Artikel auf ein verwandtes Problem hin:
for startups, everything about your resume has to scream getting your own hands dirty. Otherwise your resume makes you look like you’re looking for the kind of job where you can call meetings that take people away from coding all day long, which, to a startup, is about as useful as a one-legged man in a butt-kicking contest.
Quelle: Another resume tip - Joel on Software
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Dienstag, Dezember 30, 2008
Der perfekte Büro-Arbeitsplatz für Programmierer
One of the most important, and most controversial, topics in that book is that you have to give programmers lots of quiet space, probably private offices, if you want them to be productive.
[...] There’s a strong culture in Silicon Valley that requires you to jam a lot of programmers into a big open space, [...]
Quelle: A Field Guide to Developers - Joel on Software
Wenn ich eines hasse, dann sind es Telefone, die im Grossraumbüro alle fünf Minuten mit einem fürchterlichen Geklimpere schellen. Klar kann man sich Kopfhörer auf den Kopf pappen - doch leider schirmt einem die Musik mehr schlecht als recht vom Lärm ab.
Wenn ich so überlege: Im Grunde höre ich auf der Arbeit nur Musik, um den anderen Lärm zu übertönen. Zu Hause programmiere ich am liebsten bei Totenstille, wenn höchstens das Surren der Lüfter meines PowerMacs G5 zu hören ist.
Mein Wunsch fürs neue Jahr lautet deshalb von JoS Artikel "The new Fog Creek office" (Neid: 30-Zoll-Schirme und qualitativ hochstehende Bürostühle) inspiriert: Die Anstellung einer Telefonistin, die den ganzen Tag nichts anderers macht, als Anrufe entgegenzunehmen und an die entsprechende Person weiterzuleiten. Und zwar so, dass das Telefon der Zielperson keinen Krach macht. Im Grunde müsste man die Anrufe gar nicht direkt weiterleiten. Der Programmierer sollte eine Liste sehen und darauf basierend selber entscheiden, wann (am selben Arbeitstag) er den Anrufenden zurückruft ...
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Mittwoch, Dezember 24, 2008
Die Renten-Bubble?
Eine Befürchtung, die mich ganz im Innersten auch heimsucht - auch wenn wir in der Schweiz ein deutlich besseres - da staatlich-privat - System zur Altersvorsorge haben:
[...] history will show that the phenomenon of "retirement" was limited to one generation.
Quelle: Pension Funds Collapse: The End of Retirement? | Corporate Accountability and WorkPlace | AlterNet
Labels: Arbeitsleben, Pension
Montag, Dezember 22, 2008
Finanz-Juristen sprechen Klartext
"Diese Entscheidung wurde aus Sicht des Verwaltungsrates der Verwaltungsgesellschaft (LRI, Anmerkung der Redaktion) notwendig, da die vorgenannten Teilfonds per 17. Dezember 2008 in den OGAW nach luxemburgischen Recht Herald US Absolute Return Fund Euro beziehungsweise in den Herald US Absolute Return Fund Dollar investiert waren. Ein mutmaßlicher Betrugsfall, welchem der vorgenannte Zielfonds offenbar zum Opfer gefallen ist, hat dazu geführt, dass zum einen aktuell keine Preisbewertung des Zielfonds mehr stattfindet und zum anderen es auch zu befürchten steht, dass mit einem Totalausfall des Zielfonds gerechnet werden muss. Aus Sicht des Verwaltungsrates der LRI Invest ist eine ordnungsgemäße Berechnung der Anteilwerte der Teilfonds derzeit unmöglich."
Quelle: Madoff-Affäre: Erste Fonds geschlossen - manager-magazin.de
Alles klar? Logisch! Wer sich für diesen Berufszweig interessiert (Motto: viele Anschläge, kaum substanzielle Inhalte und schon gar nichts, das ein Kunde vor Gericht gegen den Arbeitgeber des Juristen verwenden könnte), beachte zwingend auf Blogging Remys Artikel Einige Tipps zur Studienwahl
Labels: Arbeitsleben, Finanzkrise, Jura, Recht, Studium
Samstag, Dezember 20, 2008
Jurist oder Betriebswirtschafter - aber garantiert kein Ingenieur
Individually, everyone needs to be compensated. But collectively, this directs the resources of the country. It distorts the talents of the country. The best and brightest minds go to lawyering, go to M.B.A.s. And that affects our country, too! Many of the brightest youngsters come to me and say, “Okay, I want to go to the U.S. and get into business school, or law school.” I say, “Why? Why not science and engineering?” They say, “Look at some of my primary-school classmates. Their IQ is half of mine, but they’re in finance and now they’re making all this money.” So you have all these clever people going into financial engineering, where they come up with all these complicated products to sell to people.
Quelle: “Be Nice to the Countries That Lend You Money”
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Samstag, Dezember 20, 2008
Schluss machen über Facebook, gefeuert über Twitter
Okey, letzteres nicht ganz, ich habe etwas geflunkert:
"I'll just get straight to the point. You've been affected by the layoffs."
Before I'd even finished the call, I twittered (to my private account):
"Wow. I just got fired."
Quelle: kewlchops: Not quite what I had in mind.
Die virtuelle Realität nimmt Überhand.
Immerhin kann ich jetzt die Facebook Profil-Fotos meiner Kollegen mit Apples AddressBook.app synchronisieren:
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Donnerstag, Dezember 18, 2008
Pleite-Geeks in den USA
I could either sign on as a Microsoft employee or quit and go GitHub full time. At 29 years old, I was the oldest of the three GitHubbers, and had accumulated a proportionally larger amount of debt and monthly expenditure.
Quelle: How I Turned Down $300,000 from Microsoft to go Full-Time on GitHub
29-jährig und verschuldet- trotz 100%-Job in der IT-Branche? Das schafft man nur in Amerika ...
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Samstag, Dezember 13, 2008
Die Rezession ist endlich da!
Heute Abend um 18:38 Uhr die erste Bestätigung eines Bekannten: Ein Arbeitskollege von ihm wurde entlassen. Die beiden arbeiten bei einem Industrie-KMU mit weniger als einem Dutzend Beschäftigten.
Seit Wochen Frage ich mich, wo die von den Medien vermeintlich aufgebauschte Rezession stecken geblieben ist - nun erreichen die ersten Ausläufer meinen Bekanntenkreis.
Schade, dass uns die Schockwelle noch vor Weihnachten erreicht. Was man dagegen tun kann? Nichts. Was Sicherheit bringt: Ein Job bei einer Gemeinde, dem Kanton oder beim Bund.
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Mittwoch, Dezember 10, 2008
MBA Bullshit Questions
I call these “MBA Bullshit Questions,” because at some point the interviewer read a book or took a Management class where he or she got the idea that if an interviewee is asked a left-field question like this, the way they answer it reveals something important about how they think and approach problems.
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Sonntag, Dezember 07, 2008
Analogie zu Betriebsblindheit
After repeating this a few times, there will come a moment when none of the monkeys in the cage have ever been sprayed by the fire hose; in fact, they’ll never even have seen the hose. But they’ll attack any monkey who goes to get the banana. If the monkeys could speak English, and if you could ask them why they attack anyone who goes for the banana, their answer would almost certainly be: “Well, I don’t really know, but that’s how we’ve always done things around here.”
Quelle: Let's talk about Python 3.0
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Montag, November 03, 2008
En Vogue: Realwirtschaft und echte Wertschöpfung
Roland Decorvet, Chef von Nestlé Schweiz:
Ich bin ein Teil der Realwirtschaft, die echte Wertschöpfung leistet, so wie der Bauer oder Sie als Journalist. Deshalb bin ich froh, das Geschäftlimacher im Nadelstreifenanzug als Vorbild für die Jugend und als Helden der Wirtschaft ausgedient haben.
Quelle: SonntagsZeitung, "Ich bin Teil der Wirtschaft, die echte Wertschöpfung leistet, wie der Bauer", 2. November 2008, S. 65.
Recht hat er. Als Realwirtschaftler kriegt er maximal 160'000CHF Bonus, wenn er alle seine Ziele erreicht.
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Samstag, November 01, 2008
Ein "Grossteil" der SP-Wähler Teilzeitangestellte?
ein Grossteil der SP-Wählerschaft arbeitet teilzeit, denn dies ist beim Staat viel einfacher als in der Privatwirtschaft
Quelle: Smythe Style: Linker AHV-Unsinn (Gastbeitrag)
Lieber HSG-Jan, gerne würde ich mich mit der Datengrundlage dieser Aussagen auseinandersetzen. Du (oder ist "Anm. d. R." unser lieber Smythe?) postulierst:
- ein Grossteil der SP-Wählerschaft arbeitet Teilzeit
- Teilzeitstellen sind beim Staat häufiger als in der Privatwirtschaft
Während mir letztere Aussage noch eher plausibel erscheint (andererseits: arbeitet Kassenpersonal bei Coop, MIGROS & Co. nicht auch oftmals Teilzeit?), ist ersteres doch eine gar etwas gewagte Aussage, nicht? Mit entsprechendem Datenmaterial (nach wissenschaftlichen Kriterien erarbeitet) kann man mir aber gerne das Gegenteil beweisen.
Auf Anhieb habe ich beim Googeln folgende Studie gefunden, die Jan und Fabjan wohl zu sehr biassed erscheinen wird, da von BASS herausgegeben:
Über die Parteizugehörigkeit der Teilzeitarbeiterinnen (80% sind Frauen) liest man leider nichts.
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Donnerstag, Oktober 30, 2008
Einmann-Raiffeisen
"Stellen Sie sich vor, ich hätte Kundengelder aufs Spiel gesetzt, ich könnte mich im Dorf nicht mehr sehen lassen"
Mensch, so geht das doch einfach nicht! Da müssen zweistellige Profite her. Sofort. Jetzt. Koste es was es wolle! Der Kapitalismus funktioniert nur mit Gier und Konkurrenzkampf.
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Mittwoch, Oktober 29, 2008
Homo oeconomicus mit dem IQ eines Einzellers?
Of course, there's nothing in the Manual of Capitalism that allows the feds to fix the price of credit or support the housing market. This was the government at work, not the market. With the misleading signal coming from the credit markets, the capitalists just did what they always do - they overdid it.
Quelle: Investors lose $10 trillion worldwide
Auf dieses Thema bin ich ja auch schon in meinem Artikel Franz Jäger hat die Schuldigen an der Finanzkrise ausgemacht eingegangen.
Mir liegt es überhaupt nicht daran, die US-Regierung zu verteidigen (wie könnte ich auch, mit diesem achtjährigen (Mis-)Leistungsausweis). Es wurden Fehler gemacht, ganz "kapitale" sogar (schönes Wortspiel), in dem man nach der Dot-Com-Krise Geld praktisch zinslos in die Welt hinausgepumpt hat.
Doch Herrgott nochmal - ist der Homo oeconomicus investensis wirklich derart konditioniert wie ein Hund, dem man ein Stöckchen wirft und dieser ohne einen Meter weit zu überlegen hinterherrennt? Sozusagen der Eizeller des Finanzsystems, was seinen IQ anbelangt? Hat sich wirklich keiner dieser "Masters of the Universe" überlegt, wie zum Teufel man mit Hypotheken an Arbeits- und Vermögenslose jemals einen Gewinn machen soll? Ist das wirklich das Bild, das die Liberalen und Neoliberalen uns von den Finanzgenies da draussen geben wollen?! Wenn das wirklich so wäre, dürfte man diesen Irren tatsächlich niemals mehr als 10 Fränkli in die Hand drücken ...
Oder geht es nur darum, die Weste der Schuldigen in der Privatwirtschaft weiss zu waschen, in dem man nun jegliche Schuld von sich Richtung Regierung weist? Erste E-Mails, die sichergestellt wurden, zeigen auf jeden Fall, dass sich anscheinend einige der Händler und CDO/CDS-Päckli-Schnürer durchaus bewusst waren, welchen in Gold verwandelten Scheiss sie durch die Gegend schickten ... Bleibt zu hoffen, dass die Untersuchungen ausgeweitet werden und noch viele, viele amüsante Mails zu Tage gefördert werden.
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Dienstag, Oktober 28, 2008
Chefpfirsich?
Vor seinem Einstieg bei Swissrisk war Ivo Streiff als Head Peach Internet Divison für den Aufbau und internationalen Rollout des Internetgeschäfts eines erfolgreichen Konsumgüterherstellers verantwortlich.
Quelle: ICT News - Ivo Streiff wird neuer CEO bei Swissrisk
Trotz bestem Willen entzieht sich mir die Bedeutung dieser Stellenbezeichnung ... Chefpfirsich?
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Montag, Oktober 27, 2008
23 Uhr Zürich-Bern: Besoffene Banker
Ganz was anderes... ich habe noch nie soviele besoffene Bänker auf dem 23 Uhr Zug nach Bern erlebt wie in diesen Wochen...
Quelle: think eMeidi: Was die Amis schon alles verbockt haben
Geht dem mal jemand nach? Wäre doch die Story für einen ambitionierten investigativen Schweizer Journalisten da draussen ...
(Abgesehen davon: Wieso arbeiten die selbst im grössten Schlamassel noch bis so spät in die Nacht hinein? Als Quasi-Beamte sollten doch zumindest bei der UBS um 16.54 Uhr alle Telefone tot sein ...)
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Freitag, Oktober 24, 2008
Arme, arme Banker!
Bis zum Jahresende mit 200'000 arbeitslosen Bankern zu rechnen
Quelle: Entlassungswelle an der Wall Street (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)
Oooh, das tut mir aber leid!
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Montag, Oktober 13, 2008
Banker in der Realwirtschaft unterbringen
kann man Banker auch in wertschöpfenden Branchen unterbringen?
Quelle: FTD.de - Das Kapital: Wohin mit den Bankern? - Marktberichte Aktien
Jetzt wird die Financial Times aber ganz bissig. Mir soll's recht sein *grins*
Konkrete Berufsaussichten:
Ein wirklich überzeugter [überzeugender?] Vertriebler - Aktien-Sales etwa - wird überall ein guter Verkäufer sein, ob für Finanzprodukte, Telefonverträge oder Heckenscheren. Die Erschaffer der CDOs, CDS, RMBS, ABS, SIVS und Conduits könnten ihr Geld fortan als Illusionskünstler im Zirkus oder auf Kindergeburtstagen verdienen. M&A-Berater satteln einfach um auf Partnervermittlung. Das Schöne daran: Wie im alten Job kann man auch an der Scheidung wieder mitverdienen. Fondsmanager ziehen zukünftig die Lottozahlen, Zentralbanken spielen Weihnachtsmann [...]
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Freitag, September 26, 2008
Die Reserven sind aufgebraucht (Schweiz, NZZ Online)
Die im Artikel Wieso sich bei mir Schadenfreude breit macht "Hunderstel-Sekunde Schadenfreude" ist nun endgültig vorbei.
Publica hat deshalb per Ende Juni 2008 seine Wertschwankungsreserven in der Höhe von 2 Milliarden Franken vollständig aufgelöst. Die Unterdeckung belief sich danach noch auf 158,3 Millionen Franken. Der Deckungsgrad sank von 106,5 (Stand: Ende 2007) auf 99,5 Prozent Mitte Jahr.
Quelle: Die Reserven sind aufgebraucht (Schweiz, NZZ Online)
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Donnerstag, August 14, 2008
COBOL ist nicht totzukriegen
State controller John Chiang has said it would take six months to re-configure California's aging COBOL-based payroll system in order to cut the salaries of California's 200,000 state employees, under an order from Governor Arnold Schwarzenegger to try and rein in the deficit. [...]
Ironically, the only ones who can make the changes - part time retired COBOL programmers - were among 10,000 employees laid off as part of the cuts.
Quelle: COBOL thwarts California's Governator | The Register
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Dienstag, August 12, 2008
Wer kann verlässt die UBS
Zudem will die UBS im Personalbereich sparen. Das Unternehmen kündigte an, rund 5500 Stellen zu streichen - davon 1500 in der Schweiz. Im vergangenen Quartal sind demnach bereits rund 2400 Arbeitsplätze weggefallen. Besonders betroffen ist dem Vernehmen nach das Investmentbanking.
Wie mir ein Bekannter kürzlich erzählte, sind Bänkeler mit "Fronterfahrung" (also sogenannte Kundenberater) auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt derzeit äusserst gefragt. Für die Back-Office-Mitarbeiter, die mit ihren Excel-Sheets all die schönen (aber unbrauchbaren) Risikoabwägungen berechnet hätten, interessiere sich momentan hingegen kein Schwein.
Marktwirtschaftlich ist klar, wie diese Entwicklung enden wird: Diejenigen, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, werden abspringen und den Wechsel nutzen, um den beruflichen Aufstieg voranzutreiben und selbstverständlich auch eine Lohnerhöhung durchzusetzen. Diejenigen, die im Back-Office sitzen, werden sich bei ihrem Apotheker Anti-Depressiva im Monats-Abo holen gehen, um die Bekanntgabe der nächsten Quartalsergebnisse ohne Angstzustände überleben zu können.
Da auch mein Bekannter zu den Erstgenannten gehört, hat er es sich nicht zweimal überlegt und ist vor kurzem von der UBS zu einer anderen schweizerischen Grossbank übergelaufen.
Mit den Kundenberatern auch die Kunden
Die schlechten Ergebnissen der vergangenen Monate haben das Vertrauen der Kunden in die UBS erschüttert. Die Vermögensverwaltung der Schweizer Bank musste im zweiten Quartal einen Netto-Geldabfluss von 17,3 Mrd. Franken (10,7 Mrd. Euro) hinnehmen.
Quelle: FTD.de - Neue Verluste bei der UBS: Reiche Privatkunden ziehen Milliarden ab - Finanzdienstleister
Er erwähnte zudem, dass Kunden ihr Geld eigentlich nicht einer Grossbank, sondern ihrem Kundenberater anvertrauen. Der Berater ist der ausschlaggebende Faktor. Verlassen diese die UBS, so wechseln die (von dessen Qualitäten überzeugten Kunden) über Kurz oder Lang zur neuen Bank. Neben den am Ende eines jeden Quartals bekannt gemachten Horrormeldungen von der UBS wird dies sicherlich mit ein Grund für den respektablen Geldabfluss sein.
Ob das so wirklich stimmt, kann ich nicht sagen (mit meinem läppischen "Vermögen", das diesen Namen gar nicht verdient, habe ich es jedenfalls nicht zu einem persönlichen Kundenberater geschafft).
Mal schauen, wie das mit der UBS weitergeht. Ich habe ein schlechtes Gefühl in der Magengegend ...
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Dienstag, August 12, 2008
Wenn nur noch der Lohn zählt
Für den alerten Professor ist es keine: "Ich hatte einen guten Lohn an der ETH. Und es gibt ja nicht nur das Ziel, finanziell erfolgreich zu sein, sondern auch Wissen zu vermehren und weiterzugeben."
Quelle: Inside-IT: Erfolgsgeschichte verpasster Chancen
Ich wage zu behaupten, dass diese Wissensvermehrung und -vermittlung vielerorts (bspw. bei Banken) abhanden gekommen ist. Dort zählt nur noch der gute Lohn (respektive Bonus) ...
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Mittwoch, Juli 30, 2008
Leben wir um zu arbeiten?
Since World War II, productivity in the U.S. has doubled. So we should be working 20-hour work weeks, right? Well, we’re not. We’re working more (we’ve exchanged our extra time for more money). In fact, we’re working more than medieval peasants, and the 40-hour work week hasn’t changed since 1940 even though productivity levels have been growing steadily since then.
Quelle: 8 Great Anti-Hacks to Fundamentally Change Your Life | Zen Habits
Selbstverständlich ist die Argumentation etwas kurzschlüssig - verglichen zur Weltkriegsgeneration wollen wir halt den PowerMac, die Waschmaschine, zwei Autos pro Familie, den Plasma-Fernseher, die 5-Zimmer-Wohnung, die Ferien in Malle usw. usf.
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Montag, Juni 30, 2008
Kapitale Fehlentscheidung
Recently I’ve been bumping into more and more people who’ve either left Google to come to Microsoft or got offers from both companies and picked Microsoft over Google.
Quelle: Dare Obasanjo aka Carnage4Life - The GOOG->MSFT Exodus: Working at Google vs. Working at Microsoft
Richtig. Es soll ja im April 1945 auch noch Idioten gegeben haben, die der sowjetischen Armee desertiert und sich der deutschen Wehrmacht angeschlossen haben ...
Microsoft ist ein aufgeblähtes, bürokratisches Unternehmen, das mittelmässig bis grottenschlechte Software für ein längst vergangenes Jahrhundert produziert - ich sehe nicht, wie sich das in den nächsten Tagen und Wochen ändern soll.
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Dienstag, Juni 17, 2008
Als der Fixlohn Usus wurde
Minger ist heute Abend Trumpf:
Niemand wird bestreiten können, daß wir [BGB nach 1918] auch den Verhältnissen der Arbeiterschaft und der Fixbesoldeten großes Verständnis entgegenbrachten [...]
Manchmal liest man Texte aus längst vergangenen Tagen und realisiert plötzlich, dass unser als normal aufgefasstes Arbeitsleben anno dazumal die Ausnahme darstellte. Einen Fixlohn? Egal ob Winter, Sommer, Frühling, Herbst? Unabhängig vom Geschäftsverlauf? Geregelte Arbeitszeiten? Um 1918 musste das - wenn man Minger glauben will - immer noch als recht neumodisches Konzept gewirkt haben ...
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Montag, Mai 05, 2008
Riecht ihr das Startup?
One guy, I think it was TechCrunch’s Ouriel Ohayon, said he likes to visit startups to “smell the startup.” [...]
Other journalists have told me they get nervous about a company if they claim to be a software house, yet there are too many “pretty people” running around. Engineers are rarely pretty. Or, if they are too scripted. Or if they have ostentatious offices. Startups should be in pretty cheap surroundings.
[...] back to the smell of the startup. The offices were in a low-cost place. They had what looked like used furniture. Clearly no expense had been overdone. And the people we met were geeky, passionate, and not very good on camera. Makes my job a little tougher, but tells me that we were in front of the real deal, not some dance and pony show. Funny, the same CEO even does his own videos on its Web site, along with the same cruddy furniture.
Quelle: The smell of a good startup
Wenn das Startup dann irgendwann mal den Schritt in die mittlere Reife gemacht hat und sich einen eigenen Büro-Komplex aus dem Boden stampft, hat man dann einen etwas grösseren Spielraum:
Then there’s our building. Steve Jobs basically designed this building. In the center, he created this big atrium area, which seems initially like a waste of space. The reason he did it was that everybody goes off and works in their individual areas. People who work on software code are here, people who animate are there, and people who do designs are over there. Steve put the mailboxes, the meetings rooms, the cafeteria, and, most insidiously and brilliantly, the bathrooms in the center — which initially drove us crazy — so that you run into everybody during the course of a day. [Jobs] realized that when people run into each other, when they make eye contact, things happen. So he made it impossible for you not to run into the rest of the company.
Quelle: Pixar’s Brad Bird on Fostering Innovation
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Samstag, April 12, 2008
Wieso PC-Supporter so verhasst sind
[...] what happens is that the more talented and effective IT engineers are the ones most likely to leave — to evaporate, if you will. They are the ones least likely to put up with the frequent stupidities and workplace problems that plague large organizations; they are also the ones most likely to have other opportunities that they can readily move to.
What tends to remain behind is the ‘residue’ — the least talented and effective IT engineers. They tend to be grateful they have a job and make fewer demands on management; even if they find the workplace unpleasant, they are the least likely to be able to find a job elsewhere. They tend to entrench themselves, becoming maintenance experts on critical systems, assuming responsibilities that no one else wants so that the organization can’t afford to let them go.
Quelle: The Wetware Crisis: the Dead Sea effect
Labels: Arbeitsleben, IT, PC-Support, Unternehmen
Dienstag, Februar 26, 2008
Selbstaufopferung für das "hippe" Unternehmen
Schnell wurde sie Teil einer Welt von coolen Kreativen, deren ganzes Leben sich in den trendigen Büros abspielte. "Es ist dort eine Art Mode, bis in die Nacht zu bleiben, da bleibt keine Zeit mehr für Freunde", sagt sie. Auch die Wochenenden verbrachte sie oft im Büro, [...]
Bei den Recherchen zu seinem Buch hat Schrenk festgestellt, dass mit der New-Economy-Blase Ende der neunziger Jahre ein neues Arbeitsmuster entstanden ist. Gerade bei den hippen Unternehmen sei der Arbeitnehmer immer mehr zum Künstler mutiert, der seinen genialen Kopf rund um die Uhr in den Dienst des Unternehmens stellt.
Quelle: Gefangen in der Coolness-Falle
Been there, done that. Interessant ist aber der letzte Satz des folgenden Absatzes:
Hip hip hurra! Viele junge Akademiker lassen sich vom Glanz cooler Unternehmen blenden. Die Selbstausbeutung lauert direkt hinter der schicken Fassade. Jobs mit Glamour, Arbeit als Lifestyle - haben spießige Arbeitgeber am Ende etwa doch mehr zu bieten?
Zwei Kollegen foppen mich alle paar Wochen wieder mit einer vor langer Zeit einmal gemachten Aussage "Am liebschte würi Beamt wärde. Gregleti Arbeitszyte, Bürozyt vom 8i bis am 5i, gueti Sozialleistige, Chinderzuelage - höchschtwahrschiinlech längwilige, aber sichere Job". Irgendwie hat ein solcher für mich weiterhin seinen Reiz. Ich befürchte lediglich, dass ich es als Beamter keine drei Monate aushalten würde ...
Labels: Arbeitsleben, Web
Mittwoch, Oktober 31, 2007
Arbeitszeiterfassung mit Log-Dateien von Mac OS X
Wer kennt es nicht - da hat man in einer Teilzeitanstellung letzte Woche am Donnerstag gearbeitet und sollte nun gelegentlich einmal den Stundenrapport ausfüllen. Wie immer lässt einem das Gedächtnis im Stich, wenn es darum geht, den Arbeitsbeginn und -ende auf die Minute genau zu eruieren. Und schliesslich wäre da ja noch die Mittagspause ...
Als äusserst pflichtbewusster Arbeitnehmer habe ich hierzu zwei Methoden entwickelt, die die Zeitabrechnung zum Klacks machen:
- Plazes
- /var/log/system.log
Erster Methode ist ganz nett - sofern man die Plazer.app auch wirklich nonstop laufen lässt. Als Fallback gibt es deshalb noch das system.log von Mac OS X.
Anwendungsbeispiele
a) Kaltstart
$ cat /var/log/system.log | grep "Oct 25" | grep "hi mem tramps" ... Oct 25 08:48:57 localhost kernel[0]: hi mem tramps at 0xffe00000 ...
b) Aufwachen aus dem Schlafmodus
Ich habe letzten Donnerstag in Zürich gearbeitet und den Laptop bei der Ankunft am Arbeitsplatz aus dem Schlafmodus geweckt:
$ cat /var/log/system.log | grep "Oct 25" | grep "System SafeSleep" ... Oct 25 08:48:57 MACBOOK kernel[0]: System SafeSleep ...
c) Bildschirmsperre
Für das Mittagessen habe ich das Login Window eingeschaltet, damit während meiner Abwesenheit niemand in meinem Account rumfuhrwerken kann:
$ cat /var/log/system.log | grep "Oct 25" | grep "Login Window Started" ... Oct 25 11:53:45 MACBOOK loginwindow[1383]: Login Window Started Security Agent ...
Leider hat sich der Laptop während dem Mittagessen nicht in den Schlafmodus begeben, weil ich das Gerät an der Steckdose angeschlossen hatte. Auch Plazes meldet keine Aktivität. Mist! Da ich um 13.22 Uhr ein Mail losgeschickt habe, muss ich spätestens zu diesem Zeitpunkt wieder im Büro gewesen sein.
d) Aktivierung Schlafmodus
An Feierabend schlussendlich habe das Gerät wieder in den Schlafmodus versetzt. Dieses Mal zeigte dies folgende Meldung an:
$ cat /var/log/system.log | grep "Oct 25" | grep "hibernate image path" ... Oct 25 17:05:32 MACBOOK kernel[0]: hibernate image path: /var/vm/sleepimage/ ...
e) Herunterfahren
$ cat /var/log/system.log | grep "Nov 6" | grep "hutdown: halt by" ... Nov 6 17:59:35 MACBOOK-2 shutdown: halt by mario: ...
Andere Hinweise können beispielsweise auch die Netzwerkschnittstellen geben: eth0 wird beim Aufwachen hochgefahren.
Mitarbeiter physisch präsent, geistig abwesend
Nun bleibt eigentlich nur noch zu hoffen, dass ich meine Arbeitszeit auch vollumfänglich zum Wohle des Arbeitgebers eingesetzt habe ... und nicht etwa über Britney Spears nicht-existente Unterwäsche gebloggt oder sonstigen Zeitvertrieb nachgegangen bin.
Labels: Apple, Arbeitsleben, Mac
Mittwoch, Mai 30, 2007
So werde ich zum Hochleistungs-Manager
Die Antwort auf den verheissungsvollen Titel findet sich in folgendem Blog-Artikel, aus dem ich ein "Don't" zitieren möchte:
Es scheint eine spezielle Begabung von manchen Menschen zu sein, die sich für viele wie eine wilde Utopie anhört. Sie quälen sich jeden Morgen nach dem 20. Schlag auf die Schlummertaste aus dem Bett und brauchen circa eine Stunde bis sie klar denken können, während diese sonderbare Sorte Menschen zu dem Zeitpunkt schon zwei bis drei Stunden Arbeit, Frühstück, Workout und Lesen hinter sich haben.
Quelle: Wie man Frühaufsteher wird
Hat Imgriff wirklich recht, sehe ich die als Frühaufsteher verschrienen Smythe als auch <derjenige Blogger, dessen Namen ich in diesem Blog nie mehr erwähnen werde> als künftige Top-Führungskräfte. Der Tscheche und ich hingegen können froh sein, wenn wir es bis zum Master (ich: das altbewährte Liz) schaffen. A propos:
Ich selbst habe das Frühaufstehen während der Schreibphase meiner Diplomarbeit für mich entdeckt. Als ich anfing zu schreiben, bin ich entspannt gegen acht Uhr aufgestanden, habe den Vormittag mit Lesen im Web verbracht und das Schreiben auf den Nachmittag verschoben. Vom Nachmittag habe ich dann in der Regel das Schreiben auf den Abend verschoben und wenn ich mich Abends dann aus dem Druck, heute noch was produzieren zu müssen, ans Schreiben gemacht habe, kam dabei praktisch nichts heraus, weil ich mich nicht mehr konzentrieren konnte.
Als hätte Herr Imgriff kürzlich in mein Arbeitszimmer geblickt. 1:1, was sich bei mir nicht wenige Male abgespielt hat.
Die Lösung des Problems:
Also stellte ich mir den Alarm auf sechs Uhr. Wenn der Wecker ging, setzte ich mich sofort an den Schreibtisch und begann zu schreiben. Um acht Uhr machte ich eine Pause für Frühstück und eine Dusche. Dann schrieb ich weiter bis zehn Uhr und nach einer kurzen Pause noch einmal weiter bis ca 12:30 Uhr. Nachmittags plante ich die Inhalte, die ich am nächsten Tag schreiben wollte, so dass ich morgens direkt loslegen konnte. Abends tat ich etwas komplett anderes, um den Kopf frei zu bekommen und mich zu entspannen.
Zu meiner teilweisen Rehabilitation muss ich aber beifügen, dass bei mir die Prototypen von Web-Applikationen erst nach 22 Uhr zu leben erweckt werden ... Ob diese Regeln ebenso für Coder gelten?
Labels: Arbeitsleben, Studium
Dienstag, Januar 16, 2007
Gotcha Objection
In meinem Job kommt es zuweilen vor, Neuerungen einzuführen. Erfahrungsgemäss stossen Vorhaben bei skeptischen Naturen auf Bedenken - und es müssen nicht einmal zwingend konservative Charaktere sein, die den "Fortschritt" (ein heikler Begriff, ich weiss!) verzögern oder gar verhindern möchten.
Per Zufall lese ich via Reddit nun, dass sich auch bereits andere Personen Gedanken darüber gemacht haben:
What these objections all have in common is what I call the “gotcha!” fallacy. The underlying assumption is that if your idea does not work 100% of the time, on 100% of the cases, it is no damn good. And thus I call an objection based on the gotcha fallacy a Gotcha Objection. A gotcha objection is a proposition that your idea is false based on a premise that is true infrequently or only true for some small number of cases.
P is for Pharmaceutical
Think about therapies in medicine. None of them are deterministic! Every pill, every technique, every therapy is described in probabilistic terms: When compared to the control group who drank a glass of red wine daily but did little exercise, 36.7% of those who combined daily exercise with a glass of red wine had an average improvement of 22.1% in their combined evaluation scores for cardiovascular health.
Try this the next time you’re at the doctor’s office: point out to your physician that you have heard that some people who exercise drop dead right after their daily run. Use this as an excuse not to exercise.
Quelle: What I've Learned from Sales, Part II: Wanna Bet?
Auf Deutsch übersetzt: Es geht nicht darum, eine Neuerung einzuführen, die permanent funktionieren muss. Es geht darum, eine Neuerung einzuführen, wenn sie zuverlässiger funktioniert als der bestehende, abzulösende Prozess!
Dies hat zur Folge, dass a) Vertreter bei Verkaufsgesprächen nicht hochstapeln und b) Käufer Neuerungen nicht torpedieren sollten, nur weil kein 100-prozentiger Erfolg erreicht werden kann. Es sind nicht die absoluten Werte zentral, sondern die relativen.
Übrigens: Dieses Prinzip kann ohne weiteres auf die Politik übertragen werden - bei a) wären dies unsere Frauen und Herren Parlamentarier, bei b) Oppositionsparteien und Stimmende/Wähler.
Labels: Arbeitsleben
Sonntag, Januar 07, 2007
Mut zum Wandel!
"Man weiss nie, was daraus wird, wenn die Dinge verändert werden. Aber weiss man denn, was daraus wird, wenn sie nicht verändert werden?"
Elias Canetti
Quelle: Das Magazin, 01/2007, "Ende der Gemütlichkeit", S. 23.
Labels: Arbeitsleben
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