Donnerstag, Juli 02, 2009
lprng debuggen
Gerade habe ich eine Stunde mit debuggen von LPRng verbracht, bis ich schlussendlich feststellen musste, dass das angebliche Druckerproblem mit einem Kaltstart des Druckers (!) gelöst werden konnte.
Dennoch ist es für die Nachwelt sicherlich von Interesse, wie man LPRng im speziellen und Druckerprobleme unter Linux im allgemeinen debuggt.
lprng ausschalten
Damit man ungestörten Zugriff auf den Parallelport hat, schaltet man kurzerhand den von Debian automatisch geladenen Druckserver aus:
# /etc/init.d/lprng stop
Module überprüfen
Anschliessend überprüfen wir grundlegend, ob die Parallelporttreiber geladen wurden:
$ lsmod | grep lp lp 11076 0 parport 34280 2 lp,parport_pc
Berechtigungen des Parallelports
$ ls -l /dev/lp0 crw-rw---- 1 root lp 6, 0 2009-07-02 13:07 /dev/lp0
Sieht gut aus. Falls der Port nicht existiert, legt man in anhand einer anderen auf diesem Blog publizierten Anleitung an.
Auf Parallelport drucken
# cat sample.ps > /dev/lp0
ACHTUNG: Drucker, die kein Postscript sprechen (würde ich nie mehr in meinem Leben anschaffen!), werden seitenweise kryptische Codes ausdrucken. Eine Beispieldatei im Postscript-Format findet sich unter samplec.ps
In meinem Fall beendete sich dieser Befehl auch nach 20 Sekunden nicht, weshalb ich ihn mit Ctrl+C von Hand abbrechen musste (ansonsten hat man nach 1-2 Sekunden wieder freie Hand, sofern die Postscript-Datei nicht gerade 50 MB gross ist ...). Hier ging mir plötzlich ein Lichtlein auf, dass das Problem wohl nicht am Druckserver selber zu suchen war, sondern irgendwo an oder zwischen dem Drucker und dem Server lag.
lprng debuggen
Wenn bis hierhin alles geklappt hat, muss das Problem wirklich an lprng liegen. Deshalb starten wir den Druckserver im Debug-Modus:
# lpd -F -D1 >&/tmp/lprng.debug &
Ich habe Werte für D von 1, 2 und 9 ausprobiert, hat alles geklappt. In /tmp/lprng.debug werden alle Statusmeldungen akribisch aufgelistet. Anhand dieser ist es im Zusammenspiel mit Google möglich, andere Leidensgenossen zu finden und eventuell sogar die Lösung des Problems präsentiert zu erhalten.
Donnerstag, August 14, 2008
Debian-Pakete downgraden
Seit einem apt-get upgrade habe ich Probleme mit den unter cacti 0.8.7b erstellten Grafiken. Es scheint, als gäbe es ein Problem im Zusammenspiel mit rrdtool 1.2.28 - jedenfalls klagen im cacti-Forum andere Benutzer über dasselbe Problem.
Nun, dann "rollen" wir halt die schuldigen Pakete zurück. Wie? Nun, eigentlich ist es recht simpel:
- Auf packages.debian.org such man nach dem Paket-Namen und ruft dessen Seite auf (stable empfohlen). Hier: packages.debian.org/etch/librrd2
- Dann klickt man unter Download <paket> auf die Architektur des Servers (i386 für Normalsterbliche): packages.debian.org/etch/i386/librrd2/download
- Dort sucht man einen geographisch naheliegenden Mirror aus und klickt dann auf dem Link, um das Paket herunterzuladen. In meinem Fall war es SWITCH: ftp.ch.debian.org/debian/pool/main/r/rrdtool/
- Auf der Kommandozeile tippt man nun
# dpkg -i librrd2_1.2.15-0.3_i386.deb
und hofft, dass es keine Abhängigkeiten mit anderen Paketen gibt - Fertig
Mit librrd 1.2.15 produziert cacti wieder anständige Grafiken, wie Backup meiner MacBook-Festplatte auf den iMac beweist
Sonntag, Juni 15, 2008
Wie zwei auskommentierte Zeilen Code SSL-Zertifikate unbrauchbar machten
/* MD_Update(&m,buf,j); */
Quelle: Diff for /openssl/trunk/rand/md_rand.c between version 140 and 141
Labels: Debian, Linux, OpenSSL, Sicherheit, SSL
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