Freitag, Juli 31, 2009
Bahnhof Neuenegg
Unser heiliger Bahnhof kommt im heutigen Magazin voll und ganz auf seine Kosten:
Hier in Neuenegg (BE) ist die Schweiz noch nicht totgeputzt, hier riecht es nach Fremde und nach Pisse.
Quelle: Das Magazin » Warten auf Vase
Montag, Juli 13, 2009
In fünfeinhalb Stunden von Bern nach Zürich
Die Konferenz [des Bundesrates, der Armeeleitung und des Zürcher Regierungsrates vom 5. November 1918] war um 23 Uhr 30 zu Ende. Die Zürcher verliessen die Hauptstadt im Auto und waren morgens um 5 Uhr zu Hause.
Quelle: Frey, Daniel: "Vor der Revolution? Der Ordnungsdienst-Einsatz der Armee während des Landesstreiks in Zürich", Zürich, 1998, S. 116.
Abgesehen davon, dass die A1 erst Jahrzehnte später gebaut werden sollte, brachten Automobile von 1918 wohl kaum 100 Stundenkilometer auf den Tacho - was bei den damaligen Strassen wohl sowieso ein tödliches Unterfangen gewesen wäre. Wie lang wohl die Eisenbahn für den Weg von Bern nach Zürich benötigte?
Labels: Auto, Bern, Eisenbahn, Geschichte, Politik, Schweiz, Zürich
Sonntag, Juni 28, 2009
Newsnetz Online-Redaktor mit Kater?
In der Nähe des Bahnhofes Düdinngen wurde ein Jugendlicher am späten Samstagabend von einem Zug erfasst. Er wurde schwer verletzt ins Inselspital geflogen.
Der Jugendliche hielt sich um 23.35 Uhr auf den Gleisen in der Nähe des Bahnhofs auf, als er vom Zug erfasst wurde. Er erlitte schwere Verletzungen.
Quelle: Düdingen : Jugendlicher auf Gleis von Zug erfasst - News Region: Freiburg - thunertagblatt.ch
Lesen die eigentlich ihre Texte nie durch, bevor sie auf "Publish" drücken?
Aber zum eigentlichen Thema des Artikels: Die heutigen Jugendlichen scheinen die Nähe zum Eisenbahnverkehr wirklich zu suchen. In einer anderen Meldung aus einem anderen Teil der Schweiz:
19-Jähriger im Bahnhof Stadelhofen von Zug überfahren
Zufall, dass die Vorfälle in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag geschahen und männliche Jugendliche involviert waren? Natürlich kann man nur spekulieren, ob die beiden mit 0.0 Promillen unterwegs waren oder nicht ...
Übrigens: Würden wir den Zugverkehr abschaffen und alle aufs Auto umsteigen, wären die Zeitungen am Wochenende wohl halb leer ...
Nachtrag
Und es geht munter weiter:
Raubüberfall Raubüberfall auf Tankstellenbistro
Drei maskierte Männer haben am Samstagabend das Bistro einer Tankstelle in Belp überfallen. Sioe bedrohten die Geschäftsführerin und ihren Ehemann und zwangen diese zur Herausgabe von Bargeld und Zigaretten.
Quelle: Raubüberfall Raubüberfall auf Tankstellenbistro
Labels: Alkohol, Eisenbahn, Jugend, Medien, Tod, Unfall, Zug
Mittwoch, Juni 24, 2009
Hochgeschwindigkeitszüge in Kalifornien braucht es nicht
Statt einem 40 Milliarden US-Dollar teuren Projekt, um eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Los Angeles und San Francisco hinzukriegen, sollte man kleinere Brötchen backen, sich an die Vergangenheit erinnern und einfach mal das vorhandene System reparieren:
But the additional sad truth, at this point, is that Californians (and US public in general) would benefit tremendously from normal rail service on a par with the standards of 1927, when speeds of 100 miles-per-hour were common and the trains ran absolutely on time (and frequently, too) without computers (imagine that !). The tracks are still there, waiting to be fixed. In our current condition of psychotic techno-grandiosity, this is all too hopelessly quaint, not cutting edge enough, pathetically un-"hot." The fact that it is not even considered by the editors of The New York Times, not to mention the governor of California, the President of the United States, and all the agency heads and departmental chiefs and think tank gurus and university engineering professors, is something that will have historians of the future rolling their eyes. But for the moment all it shows is that we are collectively too stupid to survive as an advanced society.
Quelle: Too Stupid To Survive - Clusterfuck Nation
Die Tendenz hin zu neuen, glänzenden, teuren Lösungen ist typisch USA, so wie ich das Land bisher erlebt habe: Wie bei der Terroristenabwehr wirft man Abermillionen von Dollars auf das Problem und hofft es mittels übermassiger Ingenieurskunst und Technik zu lösen. Logisch, dass das nicht funktionieren kann.
Labels: Eisenbahn, Kalifornien, USA, Zug
Montag, Juni 15, 2009
Kommen die Schnellzüge nach Kalifornien?
Wohl eher nicht - aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt:
If it can get started, the California high-speed train would almost certainly be the most expensive single infrastructure project in United States history. And if it is completed, the train will go from L.A. to San Francisco in just under 2 hours 40 minutes
Quelle: The Architecture Issue - Getting Up to Speed - High Speed Rail in California - NYTimes.com
Ein sehr lesenswerter Artikel, der den SBB-verwöhnten Schweizern aufzeigt, wie man den öffentlichen Verkehr auch abwickeln könnte. Aber eben, manchmal scheinen Züge doch billiger, als Autobahnen und Flughäfen zu sanieren respektive auszubauen:
The fundamental case made by his rail authority is that the stupendous cost of the rail plan is still tens of billions of dollars lower than the other option — expanding the highways and airports to accommodate the state’s population growth.
Labels: Eisenbahn, Kalifornien, Oeffentlicher Verkehr, USA
Sonntag, Juni 07, 2009
USA ein unwirtlicher Platz für Eisenbahnen?
We always hear that trains can’t survive in this country without public subsidy. That may be true. But you can say the same thing about the big banks, can’t you?
[...] Meanwhile, the railroad tracks themselves are a mess. Again, highways are publically funded, railroads aren’t.
Do you think maybe GM could retool and start building passenger trains? Sure, GM knows nothing about building railcars. Well, it didn’t know anything about building tanks in World War II, either, and GM learned that pretty quickly.
Labels: Banken, Eisenbahn, Oeffentlicher Verkehr, Politik, USA, Verkehr
Samstag, Mai 02, 2009
Die Wahl des säubersten Verkehrsmittels
Kommenden Freitag geht es zwecks Wochenendausflug mit dem Zug von Bern nach München. Die Wahl des Verkehrsmittels habe ich bereits getroffen; es wird (wieder einmal) der Zug sein. Der wichtigste Grund für meine Entscheidung war aber nicht etwas, wie man es von einer grünen Socke wie mir erwarten könnte, die Sauberkeit des Verkehrsmittels - sondern schlicht und ergreifen der Preis: Die Zugsreise kostet mich dank meines Generalabonnements 137CHF, während Flüge zum Zeitpunkt der Zugbuchung bereits um die 400 bis 500 Franken teuer waren.
Wie nun ein Blick auf die Web-Site www.ecopassenger.com/ zeigt, war die Wahl des Verkehrsmittel in diesem Fall glücklicherweise auch die ökologischste. Der CO2-Ausstoss beträgt 18 Kilogramm im Vergleich zu 47,9 (Auto) und 76,7 (Flug). Bezüglich des Energieverbrauchs ist die Diskrepanz aber deutlich weniger stark, hier verbraucht der Zug 12,5 Liter "Energie" statt 22,4 oder gar 36,2.
(Eine Flugreise nach München hätte den Nachteil, dass man vom weit ausserhalb der Stadt liegenden Flughafen noch 45 Minuten mit dem Zug in die Innenstadt fahren müsste. Ein Vorteil wäre hingegen, dass man mit Lufthansa Direktflüge ab Bern-Belp buchen könnte - jetzt, da Bernmobil in einem dreijährigen Testbetrieb direkt an den Flughafen fährt, ist die Sache noch deutlich interessanter.)
Labels: Deutschland, Eisenbahn, Luftfahrt, Lufthansa, München, Natur, Reisen, SBB, Umwelt, Zug, Ökologie
Mittwoch, Juli 09, 2008
350'000 GAs
Das ist neuer Rekord: 350 000 Menschen haben ein Generalabonnement und sind damit rundum mit öffentlichen Verkehrsmitteln mobil. Sie steigen in Züge, Postautos, Schiffe, Busse und Trams ein und fahren kreuz und quer durch die Schweiz.
Quelle: SBB: 350000. GA
Labels: Eisenbahn, Oeffentlicher Verkehr, SBB, Schweiz, Verkehr, Zug
Dienstag, April 29, 2008
Lange Strecken mit dem Zug
Letztes Wochenende war ich mit Chlodwig und dem Auten bei Fabio im hohen Norden zu Gast. Zu viert haben wir die Hansestadt Hamburg unsicher gemacht.
Die Anreise erfolgte - endlich wieder einmal, ist man versucht zu sagen - mit der Deutschen Bahn im Hochgeschwindigkeitszug ICE. Einerseits wollte ich so einen weiteren Teil zur Amortisation meines brandneuen GAs beitragen, andererseits flog Easyjet viel zu teuer zu ungünstigen Zeiten von MUL (Basel) nach HAM (Hamburg). Auch die Swiss hatte keine Schnäppchen im Angebot, weshalb ich vom hier bereits erwähnten neu entdeckten Online-Billett-Service der SBB profitierte (Sparangebot für 507 Schweizer Franken, macht 169 Stutz pro Person).
Zwar dauerte die Fahrt ab Bern mit 7 Stunden und 30 Minuten äusserst lange - doch gerade in den eine Renaissance durchmachenden Schnellzügen misst man die Alternative Flugverkehr überhaupt nicht.
Dafür gibt es einige gute Gründe:
- Das lästige Umsteigen entfällt In Basel steigt man in den ICE ein, in Hamburg steigt man am Hauptbahnhof wieder aus. Von Stadtzentrum zu Stadtzentrum; gerade weil heute die grossen Flughäfen ja meilenweit vom Stadtzentrum entfernt sind.
- Das lästige Warten entfällt Kein Check-In nötig und somit auch kein Anstehen in einer Schlange vor den Schaltern. Auch keine zig-tausend Sicherheitschecks mehr, wo man die Schuhe ausziehen muss (so geschehen sogar von der Heimreise aus Dublin), der Metalldetektor wegen des Levis Gürtels jedesmal piepst oder mir der Sicherheitsbeamte das im Coop gekaufte Mango Lassi oder die halbvolle 0.5l Mineralwasserflasche abnimmt, weil ich damit den Flieger in die Luft sprengen könnte (anscheinend ist es ausgeschlossen, dass jemand mit einer Flasche Mineralwasser den Zug in die Luft sprengt). Auch muss ich nicht zwei Stunden vor Abfahrt am Bahnhof sein, um hunderte von Metern durch die zollfreie Shoppingzone gelotst zu werden.
- Bewegungsfreiheit Ich kann aufstehen und durch die Waggons wandern, wie es mir beliebt. Kein leuchtendes "Fasten Your Seatbelt"-Zeichen oder Turbulenzen oder herrische Flight Attendants machen meiner Wanderlust den Garaus. Die Toiletten sind in den allermeisten Fällen frei und grösser als die Besenschränke in einer A320.
- Stromanschluss auch in der 2. Klasse Bis Samstag war ich der Meinung, dass es im ICE nur in der ersten Klasse Stromanschlüsse gibt. Stimmt gar nicht! Auf der Strecke Basel-Hamburg ist in der zweiten Klasse in jedem Sitz eine zweipolige Steckdose integriert. Doof nur, wenn bei der Rückfahrt der ganze Waggon plötzlich kein "Pfuus" mehr auf diesen Dosen zu haben scheint ...
- Laptop und Handy erlaubt Niemand meckert, wenn man den Laptop einschaltet, telefoniert oder SMS schreibt. Rückblickend hat sich angesichts der Reaktionen von Chlöde und des Auten gezeigt, dass beide auch gerne einen Laptop dabei gehabt hätten. DVD schauen, Lizentiat schreiben, PDFs lesen, Spiele spielen - 7 Stunden Zugfahrt schlägt man so - Steckdose vorausgesetzt - ohne weiteres tot. Gerade dies ist ein Killerargument gegen den Flieger, wo man eingepfercht 1-2 Stunden ausharren muss und "nur" Zeitungen lesen darf.
Kein Wunder, dass seit der Eröffnung der Schnellstrecke Basel-Paris die Airlines ihr Flugangebot auf dieser Strecke zusammengestrichen haben. Der Kluge reist eben doch im Zuge!
Wenn Amis aus dem Staunen nicht mehr herauskommen
If you've ever had the pleasure of riding a modern high-speed railroad in Europe, you know why I say that.
Taking the TGV, the electric-powered French long-distance railroad, across the country from Paris to Provence was without a doubt the most enjoyable travel I have ever experienced. I boarded the train shortly before departure time without any security checks, and kept all my bags with me the entire way. I luxuriated in a huge leather reclining seat while being quietly whisked at 200 mph across the picturesque countryside. Regular service walked up and down the aisles, asking if I'd like anything to eat or drink. Or I could get up and stretch my legs and walk down to the café car if I wanted something-like a decent sandwich on a nice baguette, not some nasty air "snack." Door to door, it was a little cheaper than an air ticket, and took less time because trains go from city center to city center, not to some godforsaken outpost 20 miles outside of town.
Quelle: Say Goodbye to Cheap Air Travel
Labels: Bahn, DB, Eisenbahn, Oeffentlicher Verkehr, SBB
Dienstag, März 11, 2008
Danke, SBB!
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Preise CHF 2. Klasse 2'250.– 1. Klasse 3'600.–
Quelle: Abos » GA Junior
Der Entscheid ist gefallen: Ab 1. April 2008 bin ich neu mit GA unterwegs. Dieses ersetzt mein demnächst ablaufendes Halbtax-Abonnement, mein Libero-Abi und meine Mehrfahrtenkarten von Flamatt nach Fribourg.
(Bisheriger Preis für einen Über-26-Jährigen: 3'100.–)
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