Dienstag, November 03, 2009

SVP will die Schweiz autark machen

Ernährungssouveränität? Spinnen die?

Quelle: arlesheimreloaded-manfred-messmer - Nehmen wir die SVP zum Nennwert

Als angehender Historiker, der in seiner Lizentiatsarbeit ("Missernte 1916/17 in der Schweiz") auch ausführlich auf den Selbstversorgungsgrad der Schweiz im Ersten Weltkrieg eingegangen ist, musste ich gestern ob den Worten Toni Brunners den Kopf schütteln. Egal was der St. Galler Bauer und SVP-Parteipräsident raucht, er sollte schleunigst damit aufhören!

Gerade er als (Meister?)Landwirt sollte doch um Gottes Willen wissen, wie viel die Schweiz ihres Grundbedarfs an Nahrungsmitteln importieren muss. Damit nicht genug, hinzu kommen riesige Mengen an Treibstoff, Dünger, Pestiziden und Futter, die offensichtlich auch Bauern geflissentlich aus ihrer Rechnung ausblenden.

Man muss sich nun wirklich nicht lange mit der industrialisierten Landwirtschaft auseinandergesetzt zu haben, um zu realisieren, dass die Schweiz schon nur ohne fossile Energieträger (damit meine ich aber nicht nur Diesel für die Traktoren, sondern auch Grundbausteine von Dünger) landwirtschaftstechnisch komplett am Arsch wäre.

Hinzu kommt, dass wir Unmengen an sogenannt veredelten Nahrungsmitteln produzieren (Milch, Käse, Fleisch). Für eine tierische Kalorie herzustellen, sind zwischen 5 bis 10 pflanzliche Kalorien nötig. Um die Ernährung von 7 Millionen Menschen auch nur annähernd sicherzustellen, müssten wir folglich allesamt über Nacht zu Vegetariern mutieren, um die Verschwendung von Getreide, Mais etc. an Nutztiere zu stoppen.

Etwas, was das letzte Mal im Zweiten Weltkrieg versucht wurde. War Wahlens Anbauschlacht ein Erfolg? Wenn man die Mythisierung der geistigen Landesverteidigung von der Anbauschlacht abschält, bleibt

Immerhin stieg der Selbstversorgungsgrad von 52% auf 59%, verbunden allerdings mit einer Senkung der durchschnittl. Kalorienmenge pro Person von 3'200 auf 2'200 kcal.

7 mickrige Prozent! Es darf angenommen werden, dass der Selbstversorgungsgrad des Landes heute noch viel niedriger liegt.

Was gedenkt also die SVP zu tun? In meinem Bücherregal habe Herbert Backes "Um die Nahrungs-Freiheit Europas" stehen. Erschienen 1943 — im Dritten Reich. Ob die dort angepriesen Lösung für das Problem der Nahrungsmittelknappheit ("Lebensraum im Osten") von unserer SVP wirklich verfolgt werden möchte, wage ich zu bezweifeln.

Auch ein Strukturwandel hin zu pflanzlichen Erzeugnissen wäre im derzeitigen "Agrarfreihandel" reiner Selbstmord — Schweizer Bauern können auf Grund der Kleinräumigkeit der Höfe und des Landes nun mal nicht zu den Preisen Getreide produzieren, wie es die USA oder Argentinien tun.

Ich bin also gespannt, welches Patentrezept die SVP aus dem Ärmel schütteln wird.

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Mittwoch, Oktober 28, 2009

Erdöl — noch Fragen?

Thus, crude oil is a key ingredient in two of the most critical processes which make modern life possible - transportation and agriculture.

Quelle: Supply of Conventional Crude Oil is Very Close to its Peak

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Samstag, Oktober 24, 2009

Graue Energie im regionalen Salat

So sei etwa bei Kopfsalat die Jahreszeit, in der er angebaut werde, der ausschlaggebende Klimafaktor. Regionaler Salat liege dann in der Klimabilanz vorn, wenn er im Frühjahr oder Sommer angebaut werde.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Lebensmittel: Einkaufsweg für Klimaschutz wichtiger als Herkunft der Produkte - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

Anlässlich einer Zivilschutzübung konnte ich kürzlich mit einem Gärtnereibetreiber sprechen. Dabei kam heraus, dass er das Jahr hindurch um die 40'000 Liter Heizöl benötige, um seine Gewächshäuser im Winter warm zu halten. Zum Vergleich: Für ein Einfamilienhaus rechnet man mit einem Verbrauch von 3'000 Litern Heizöl — pro Jahr.

Kein Wunder, sind Gärtner mit Gewächshäusern eine der ersten Gruppen, die einen rasch ansteigenden Heizölpreis spüren.

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Sonntag, Mai 03, 2009

Direktzahlungen der USA an Israel

Das Land scheint ja massiv von Subventionen aus Übersee angewiesen zu sein - schon blöd, wenn man den Gegnern Israels (den Arabern) dank dem stetig steigenden Bedarf nach Erdöl ebenfalls Unsummen in den Arsch schiebt:

Die Organisation engagiert sich nach eigenen Angaben jährlich für 100 Gesetzesvorhaben und konnte bisher Militär- und Finanzhilfen für Israel in Höhe von mindestens 110 Milliarden Dollar sowie zahlreiche Sanktionen der USA gegen Iran, Syrien und die palästinensische Hamas durchsetzen.

Quelle: Amerikas mächtigste Lobby lahmt (International, NZZ Online)

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Donnerstag, April 30, 2009

Spritfressende US-Nostalgie

And then, it must have been in the early '70s, our old friend Doug Casey drove up in a shiny Pontiac Firebird. We still remember the sound of it...deep, resonant...a baritone of an automobile; it probably sucked an entire oil well dry each time it drove up to the pump.

Quelle: Bye Bye General Motors

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Dienstag, April 28, 2009

Die Schwellenländer haben ein anderes Verhältnis zum Erdöl

So what we are faced with here are two very different topographies, of oil demand. In the West the individual remains very exposed, very leveraged to oil in a kind of vertical structure. Changes in the price of oil, especially above 100 dollars a barrel, exert tremendous pressure on his lifestyle. But in the developing world, the topography of oil use is flatter. The new Tata car, which I only use as a recent example of the kind of organic response Asia has made in motorized transport, will likely get 60 miles to the gallon. Does it really matter if petrol is 4.00 USD or 8.00 USD per gallon, if you have raised your lifestyle enough to commute 4-5 miles a day by car? No, it does not.

Quelle: The Restructuring of Global Oil Demand | Gregor.us

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Dienstag, April 14, 2009

Gehen wir wirklich effizienter mit der Energie um?

Japan and Europe continued to grow strongly in the 1980s, and yet oil consumption remained essentially flat through that decade as both the regions strived to achieve better fuel efficiency and switched to alternative sources of energy, such as nuclear power.

Quelle: If It’s in the Ground, It Can Only Go Down | Print Article | Newsweek.com

Dieses positive Bild, das vielerorts kolportiert wird, kann und will ich nicht glauben. Der Hauptgrund, wieso unser Erdölverbrauch nicht durch das Dach geschossen ist, ist die kontinuierliche Auslagerung der energieintensivsten Industrien nach China. Der Export solcher Firmen ins Ausland wiegt die Energieeinsparungen vieler tausenden 3-Liter-Autos ohne weiteres auf.

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Sonntag, Dezember 28, 2008

Wie Big Iron Norwegen bei der Suche nach Erdöl hilft

(Für Nicht-Geeks: Wikipedia: Big Iron)

This was all worth it because it takes approximately one day of   actual production from an oil well to pay for all the computing power   necessary to punch the right hole in the ground.

Quelle: Upper limits of CL - comp.lang.lisp | Google Groups

Spannende Erläuterungen eines Geeks!

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Montag, Oktober 13, 2008

Suche nach neuen Erdölvorkommen abgeblasen

Finally, the current plunge of oil prices has suddenly halted the very capital ventures in exploration and development that were hoped to increase the worldwide supply of oil.

Quelle: Clusterfuck Nation by Jim Kunstler : The Nausea Express

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Dienstag, August 12, 2008

Der Erdölverbrauch steigt ... und steigt

[USA:] Der Bedarf ist demnach im Schnitt um 800.000 Barrel pro Tag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen.

Gleichzeitig sei aber der Treibstoff-Verbrauch in Schwellenländern um 1,3 Millionen Barrel pro Tag gestiegen. Dadurch habe der weltweite Ölverbrauch im ersten Halbjahr um 500.000 Fässer pro Tag zugenommen, hieß es weiter.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Hohe Kosten: US-Nachfrage nach Öl geht drastisch zurück - Wirtschaft

Das nennt man dann wohl "outpriced by the market": Die Amis können sich den teuren Treibstoff nicht mehr leisten. Ein komisches Gefühl für die letzte verbliebene Supermacht auf diesem Planeten, nicht wahr?

Gleichzeitig füllt die neue Mittelklasse der BRIC-Staaten das so entstandene Vakuum schnurstracks wieder - und noch mehr, wie die Ausdehnung des Verbrauchs um 500'000 Barrels (pro Tag!) zeigt.

Wenn die Chinesen mit dem Autofahren so durchstarten wie mit dem Internet (China hat mittlerweile mehr Internetnutzer als die bisherige Nummer 1, die USA), führt man in den USA bald wieder Pferdekutschen ein. Denn China bezahlt das Erdöl mit den Dollarnoten, die es in den letzten Jahrzehnten aus den USA als Tausch für "Plastic-Salatschleudern" und andere nutzlose Konsumprodukte erhalten hat, während die USA mittlerweile kurz vor dem Bankrott stehen.

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Montag, August 11, 2008

Was Russland (auch) in Ossetien sucht

Zum Öle drängt es, am Öle hängt es?

the war currently underway in former Soviet Georgia (I say this in case the folks in Atlanta wonder why Stone Mountain is not being bombed) will at least end up with Russia in control of the major oil pipeline that runs from the Caspian region across Georgia, through Turkey, to Europe -- even while parts of that pipeline get blown up. The net effect will be of Russia will taking control of even more of the oil now flowing to Europe. The whole point of building that pipeline was to bypass Russia, which was crippled by its own paradigm shift in the years when the pipeline was built.

Quelle: Clusterfuck Nation by Jim Kunstler : Shoulder Season

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Montag, August 11, 2008

Inflationsblinde

Vor allem bei festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen gab es einen Preisschub - sie kosteten im Juli im Großhandel satte 30,8 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor. Getreide, Saaten und Futtermittel wurden um über 18 Prozent teurer. Erze, Eisen und Stahl verteuerten sich um fast 16 Prozent.

Auch bei vielen Lebensmitteln lagen die Werte im zweistelligen Prozentbereich: Obst, Gemüse und Kartoffeln kosteten im Juli etwa 13,3 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Milch, Milchprodukte, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette 13,2 Prozent mehr. Bei Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze erhöhten sich die Preise um 12,7 Prozent.

Insgesamt lagen die Preise damit um 9,9 Prozent über den Werten des Vorjahresmonats. Das war die höchste Jahresteuerungsrate seit November 1981. Damals waren die Preise innerhalb eines Jahres um zehn Prozent gestiegen.

Quelle: Düsteres Omen: Großhandelspreise steigen wie seit 27 Jahren nicht mehr - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Dies so als Gegenpunkt zu der Auffassung drüben bei Winkelried: "Inflation? Welche Inflation?!"

Gelungen finde ich angesichts des obigen Ausschnittes folgende Worte der Wirtschaftsexperten aus Zug:

Ökonomisch gesehen ist die Inflation also nur zu einem kleinen Teil auf die Erdölpreise zurückzuführen. Fakt ist, dass die meisten Wirtschaftssubjekte ihre Preise erhöhen. Als Rechtfertigung geben sie alle unisono die Erdölpreise an, weil das jeder an der Tankstelle sieht und die Medien - Journalisten sind nun mal nicht die intelligentesten - dies einfach ungeprüft nachplappern.

Würde der Konsument diese Behauptungen konsequent in Frage stellen, wäre die Inflation nicht halb so hoch. Dazu braucht es aber Medien, die richtig informieren.

Quelle: Geschwatze Inflation

Die SPIEGEL-Redakteure jedenfalls geben nicht "unisono" den gestiegenen Erdölpreis als Grund für die Inflation an. Wie man sieht, haben sich Rohstoffe und Nahrungsmittel verteuert.

Was Winkelried zudem nicht schnallt: In (fast) allen Produkten steckt Erdöl drinne! Natürlich nicht physisch, aber in Form von Arbeitsleistung (bspw. Bagger, die Erze abgraben. Oder Traktore, die Felder mit Kunstdüngern vollpumpen, die wiederum mit Hilfe von Erdöl hergestellt wurden)

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Donnerstag, August 07, 2008

Erdöl aus der Arktis - träumen wir weiter

The real bottom line on the Arctic's resources will not be known until it is drilled. But it doesn't really matter that much. Even if it does turn out to contain three years' worth of oil and 16 years' worth of gas, those numbers are only useful as a rough way of estimating how much is ultimately recoverable. In reality, the production will be hardly noticeable, because it will take many decades to recover, at low flow rates, and it will be the most expensive oil and gas ever produced. And an unknown portion of it, perhaps 25%, might accrue to the U.S.

Quelle: Will Arctic Oil, Natural Gas, MIT, Paris and Pickens Save the Day?

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Mittwoch, August 06, 2008

Ryanair pokert hoch

Topp, die Wette gilt!

der für seine flotten Sprüche bekannte Manager begegnet den Problemen mit unerschütterlichem Optimismus - und kalkuliert dabei äußerst riskant. Der Ölpreis "wird wieder unter 100 Dollar sinken, weil die Nachfrage zurückgeht. Es gibt keine Ölknappheit", sagt er.

Quelle: Trotz Mega-Krise: Ryanair-Chef O'Leary will bis zu 400 Flugzeuge kaufen - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

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Donnerstag, Juli 31, 2008

China und Indien entdecken die Öl-Sucht

Everyone knows oil is useful. Everyone knows the Chinese, the Indians and all the other foreigners are becoming addicted to it - just as Americans have been addicted for the last 50 years.

Quelle: Has Oil Topped Out?

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Donnerstag, Juli 10, 2008

US-Airlines specken weiter ab

US Airways says it will start removing in-flight entertainment systems on domestic flights in November to save about $10 million annually in fuel and other costs.

Quelle: Better bring a book: To save fuel, US Airways will remove movie systems from domestic flights - News

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Dienstag, Juli 08, 2008

Bye bye, Airlines!

Der steigende Preis für den Treibstoff hat in diesem Jahr weltweit bereits 25 Fluggesellschaften zur Aufgabe gezwungen, so viele wie niemals zuvor.

Quelle: Grounding für bereits 25 Fluggesellschaften (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)

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Dienstag, Juli 08, 2008

Dringend nötige Transparenz im Erdöl-Sektor

Steinbrück forderte zum Auftakt des Treffens mehr Transparenz auf den Ölmärkten. Dazu müssten unter anderem Raffinerie- und Förderkapazitäten klar bekanntgegeben werden. Damit solle vor allem Spekulanten Grenzen gesetzt werden.

Quelle: Hoher Spritpreis: Steinbrück verweigert Steuersenkung - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

Da scheint Steinbrück bei Matt Simmons abgeschaut zu haben. In seiner neuester Präsentation fordert dieser auf Folie 7:

"Send In The Troops"

  • The major oil fields of the world need to be invaded by third party inspectors
  • Real audits never hurt those who issue honest, accurate reports
  • If auditors are locked out, send in the troops to get production data
  • Stayin "in the dark" will unleash the last war
  • Let's not create a "lights out event." I am too young!

Quelle: School's Out: Let The Summer Begin

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Montag, Juli 07, 2008

Wann wird der Transport wieder teurer als die Produktion?

Products are sent to China for final assembly, then shipped again to Western markets. The snag is obvious. The cost of a 40ft container from Shanghai to Rotterdam has risen threefold since the price of oil exploded.

Quelle: Oil price shock means China is at risk of blowing up

BP 's Statistical Review says China's use of energy per unit of gross domestic product is three times that of the US, five times Japan's, and eight times Britain's.

Ist ja logisch - ein wenig in Excel herumklicken, "Dissle", Web-Anwendungen programmieren oder SAP aufsetzen ist halt einfach weniger energieintensiv als Stahl zu schmelzen, Plastic-Spielzeuge, Salatschleudern und Kleidung herzustellen (von der Umweltverschmutzung gar nicht erst zu sprechen).

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Montag, Juli 07, 2008

Die bedrückende Erkenntnis reift auch bei der NZZ

Die Ära der billigen Energie dürfte somit vorüber sein. Selbst wenn man davon ausgeht, dass sich in den letzten Monaten durch Spekulation eine Blase gebildet hat, ist höchstens kurzfristig auf fallende Preise zu hoffen, wenn die Blase tatsächlich platzt. Solange es keinen adäquaten Ersatz für Erdöl gibt, wird das schwarze Gold im Prinzip stets teurer werden.

Quelle: Mitten im dritten Erdöl-Schock (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)

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Sonntag, Juli 06, 2008

Die Marktwirtschaft wird auch mit hohem Ölpreis funktionieren

Diese Entwicklung steht doch in jedem Lehrbuch der Marktwirtschaft: Wer nicht effizient genug geschäftet, wird ausgelöscht. Dank der so einsetzenden Verknappung des Angebots lassen sich wenig später höhere Preise durchsetzen. Sollten die Ökonomen nicht jubeln?

Akuten Alarm schlägt die Verkehrsbranche. "Für das Transportgewebe ist die Dieselpreisbelastung katastrophal", sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen, Bernward Franzky. Innerhalb eines Jahres habe es eine Mehrbelastung von 12.000 Euro pro Lastwagen gegeben. Dies könnten die Speditionen nicht ausgleichen. Dazu komme die geplante Erhöhung der Lkw-Maut, die im Schnitt von 13,5 auf 16,3 Cent pro Kilometer angehoben werden solle. "Das macht pro Lastwagen pro Jahr noch einmal eine Mehrbelastung von 9500 Euro."

Allein in Niedersachsen drohten wegen der Mehrbelastungen 300 Speditionen in die Insolvenz zu gehen, bundesweit seien es rund 3000, sagte Franzky. Dies wären vier Mal mehr als im vergangenen Jahr.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Unternehmensumfrage: Ölpreisrekorde erschüttern Mittelstand - Wirtschaft

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Sonntag, Juli 06, 2008

State of the Oil Union 2008

Mehr als Matt Simmons (Peak Oil-Guru der ersten Stunde) muss man nicht gelesen haben, um sich ein realitätsnahes Bild über die Ölversorgung unserer Welt zu machen. Insbesondere alle "Die Technik wird es schon richten"-Verfechter sollten sich die Präsentation ganz genau anschauen:

School's Out: Let The Summer Begin

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Donnerstag, Juli 03, 2008

Spekulanten setzen täglich eins drauf

Im nachbörslichen Handel wurde die Rekordmarke von 144,15 $ je Barrel (159 Liter) erreicht.

Quelle: FTD.de - Marktberichte - US-Börsenschluss - Ölrekord belastet Wall Street

Gute Nacht für alle, die diesen Sommer mit dem Auto in die Ferien fahren. Keine Ahnung, ob die Charterfluggesellschaften bei den Kerosin-Preisen noch einen einzigen Rappen Gewinn machen?

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Donnerstag, Juli 03, 2008

Auch Löpfe hält nichts von Spekulanten als Sündenböcke

Mangelnde Preiselastizität und die Unverderblichkeit machen den Ölpreis nicht von der aktuellen Nachfrage abhängig, sondern von den Erwartungen an die Zukunft. Die Folgen dieser Konstellation schildert Martin Feldstein im «Wall Street Journal»: «Obwohl sich die aktuelle Nachfrage nach Öl kaum verändert hat, führt die Erwartung, dass der Ölpreis in Zukunft steigen wird, auch zu einem Anstieg in der Gegenwart. Eine ähnliche Wirkung haben Berichte über verminderte Ölförderung in Russland und Mexiko. Sie implizieren, dass der Ölpreis in der Zukunft steigen wird - und das hat zur Folge, dass sich auch der aktuelle Preis erhöht.»

Quelle: Wir können billigeres Öl haben - Löpfes Wirtschaftswelt - Wirtschaft - Tages-Anzeiger

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Mittwoch, Juli 02, 2008

Niemand weiss, wer am hohen Ölpreis schuld ist

There's a new game being played in the media.

From what I understand, the rules are easy. Simply pick somebody (other than yourself, of course) to blame for oil prices. Then, you can watch as the blame is bounced around. Unfortunately, there's no way to win the game since the blame goes back and forth repeatedly.

Quelle: ANWR Drilling

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Montag, Juni 30, 2008

Ölpreis und die Spekulanten, Runde 99

If you believe Hamilton's view of fundamentals, and you believe my view that it's the job of speculators to anticipate fundamentals, then what you should blame speculators for is keeping prices too low in 2006 and 2007 (in fact, in all previous years).

Quelle: EconLog, My Question for James Hamilton, Arnold Kling: Library of Economics and Liberty

Oder anders herum gefragt:

If anyone claims that the price of oil today should be no higher than it was last year, then I think it's reasonable to ask them also to provide us with the following detail underlying their assertion-- If oil were selling today for the same price as last year, what would be the quantity demanded?

[...] We [USA] were only able to buy 19.9 mb/d in the first quarter when we offered a price near $100. So why would it have been possible to secure the 21 mb/d that consumers would likely have wanted at a price of $72?

Quelle: Econbrowser: How big a contribution could oil speculation be making?

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Sonntag, Juni 29, 2008

Fährt der Chinese erst mal Auto ...

Chinese demand growth is very real, it's very large, it's highly likely to continue for a number of years (when people finally reach the car affordability stage, they're not going to be stopped by the cost of fuel - not for a while anyway. The difference between no car and a car is so massive that the price of gas is a minor consideration

Quelle: The Oil Drum | Countdown to $200 oil: $140 oil and speculation

Auch wir ticken genau gleich - deshalb wird es wohl längerfristig zu einem Show-Down zwischen uns (dem Westen) und China kommen. Ich befürchte, dass die Chinesen dank unserer "Konsum-Entwicklungshilfe" (Stichwort: Made in China) der letzten 10-20 Jahre den längeren Schnauf haben werden:

erbärmlich, dass du dich so freuen kannst über den barrelpreis. und doch zahle ich lieber 3.-/liter benzin, als morgens in einen überfüllten drecks-sbb-zug zu sitzen.

Quelle: 140

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Sonntag, Juni 29, 2008

Der Ölpreis und die Spekulanten

Kollege Stewä hat kürzlich in einem Kommentar auf die Spekulanten verwiesen, die den Ölpreis hochtreiben würden. Der aus seiner Sicht gerechtfertigte Preis für ein Barrel läge bei 80USD* - was zugleich bedeuten würde, dass die Ölverkäufer 60USD einstreichen. Für nichts und wieder nichts. Tolles Geschäft!

Drüben bei The Oil Drum (zugegebenermassen extrem "biased" - andererseits aber auch der Ort, wo Erdöl-Sachverständige ihre Meinung ungefiltert wiedergeben können) wird mit der Scheinausrede "Spekulanten" aufgeräumt:

Nope, it is just too convenient, too irresistible and, let's say it, too comfortable an excuse that speculators are to blame. It's not our fault, we have our scapegoat. Our price increases are temporary, we'll soon be back to "normal" lower prices, as soon as (take your pick) speculators have been punished/oil companies are taxed for their profiteering/"fundamentals" are left to set prices.

Quelle: The Oil Drum | Countdown to $200 oil: $140 oil and speculation

*) Leider hat Stewä bisher keine Quellenangabe nachgeliefert. Wie berechnet sich der Preis? Grundsätzlich sicher aus Förder-, Raffinerie- und Transportkosten. Doch auf den reinen "Produktionswert" müssen auch bei Erdöl noch gewisse preistreibende Faktoren hinzugerechnet werden: Davon ausgehend, dass Erdöl ein endlicher Rohstoff ist, müssen die Vermutungen über die noch im Boden liegende Reserve eingespreist werden. Auch die Nachfrage spielt eine Rolle - wenn diese das Angebot übersteigt, hat dies ebenfalls Auswirkungen auf den Preis.

Habe ich noch etwas Wichtiges vergessen?

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Freitag, Juni 27, 2008

140

Gestern wurde es endlich vollbracht: Ein Barrel Erdöl kostet 140USD!

Ölpreis knackt 140-Dollar-Marke

Übrigens: Ist der Liter Benzin bei uns schon bei 2 Franken angekommen? In letzter Zeit habe ich wo immer möglich auf eine Autofahrt verzichtet. GA sei dank (zum Glück ist dessen Preis (noch) nicht mit dem Benzinpreis korreliert).

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Freitag, Juni 27, 2008

Mit Kyoto wäre alles anders

Hätten die USA damals dem Kyoto-Protokoll zugestimmt - wäre das Land heute vielleicht weniger stark vom (mittlerweil verdammt teuren) Erdöl abhängig?

In 1998 the heads of state of the USA and Australia failed to ratify the Kyoto protocols. They were trying to protect their country's economies. Ironically, they engineered a situation where not only is the US economy under greater threat than it would have been had our leaders ratified the protocols, the entire world economy is now seriously threatened.

Quelle: World Recession 2009 as a Result of Peak Oil :: The Market Oracle :: Financial Markets Analysis & Forecasting Free Website

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Dienstag, Juni 24, 2008

Wieso zahlt uns der Staat nicht das Benzin?!

Nämlich, Herr Giezendanner!

Dass die hohen Energiekosten für Arbeitslosengeld-II-Empfänger oder mittellose Erwerbsunfähige ein Problem sind, ist auch den Experten klar. Aber sie schlagen andere Lösungen vor.

Es gehe nicht darum, wie man Energie bezuschussen könne, sagt Boss - "sondern wie man weniger verbraucht".

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Konsum-Unlust: Wieso keiner den Verbrauchern wirklich helfen kann - Wirtschaft

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Montag, Juni 23, 2008

Arbeit billiger als Energie

Hell froze over! Wann hatten wir das das letzte Mal?

Since 2000, QANTAS’ fuel costs have increased from 10% to 24% of operating expenses, overtaking labour as the airlines greatest expense.

Quelle: The Oil Drum | The Future of Air Travel?

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Sonntag, Juni 22, 2008

Genug Öl für alle!

Jemand lügt hier ...

Erdölminister Nuaimi präzisierte, der Erdölverbrauch sei innert Jahresfrist um 0,8 bis 1,2 Mio. Fass pro Tag gestiegen, während das Angebot in der gleichen Zeitspanne um 1,4 bis 1,6 Mio. Fass zugenommen habe

Quelle: Konträre Meinungen zum hohen Erdölpreis (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)

Mutet es nicht komisch an, wenn Spekulanten die Preise trotz einem ausreichenden Angebot derart in die Höhe treiben können? Oder ist das geförderte Erdöl einfach nicht dasjenige, das nachgefragt wird?

Der Erdölpreis hat sich innert Jahresfrist auf fast 140 $ pro Fass verdoppelt. So sprach der deutsche Wirtschaftsminister Glos von einer globalen Reichtums-Umverteilung zwischen Erdölverbrauchern und -erzeugern mit weitreichenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft.

Das Resultat sehen wir in jeder grösseren Schweizer statt: Junkies, die Stoff benötigen, und Dealer, die den Stoff liefern. Für mich wäre ohne lange zu überlegen klar, wen ich in diesem Rollenspiel sein möchte ...

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Sonntag, Juni 22, 2008

Fünf vor Zwölf für die Amis

The days of cheap oil are over. And the days of living in big houses far from job centers, and driving big cars to get work, are probably numbered too. The best thing Americans could do is to adapt to the new situation, as quickly as possible.

Quelle: Learning to Live with Inflation

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Mittwoch, Juni 18, 2008

Die Rennleitung erfindet neue Gebühren

Drivers caught speeding in this north Atlanta suburb soon will have to pay an extra $12 — to cover $4-a-gallon gas costs for the police officers who stop them.

Quelle: Speeders to pay extra for police fuel - USATODAY.com

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Mittwoch, Juni 18, 2008

Was schlummert in Morgan Stanleys Kellergewölben?

[...] the entity that owns the most oil in the United States right now is not ExxonMobil or Chevron or Valero: it's Morgan Stanley.

Quelle: June is Bustin' Oil All Over

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Mittwoch, Juni 18, 2008

Jetzt wird's auch für europäische Airlines ernst

Mein Gebete gelten allen, die in dieser Branche ihr Brot verdienen. Und selbstverständlich auch ein wenig denen, die Tickets für Flüge in den nächsten Monaten bereits bezahlt haben*. "Fasten your seatbelts, it's gonna be a bumpy ride!"

Die deutschen Airlines stecken in massiven Schwierigkeiten: Air Berlin streicht zum Winterflugplan sein Streckennetz zusammen. Und TUIflys frühe Veröffentlichung des Sommerflugplans 2009 zeigt, dass die Fusion mit Germanwings noch dauern kann.

Quelle: FTD.de - Industrie - Teures Kerosin - Air Berlin dünnt Streckennetz aus - Seite 1 von 2

*) Ich habe übrigens auch ein Flugticket in meinem Schrank liegen, das ich am 12. Juli einlösen werde. Ganz sicher. Denn Air France ist - genau so wie Grossbanken - "too big to fail"

Übrigens: Steigen die Benzinkosten auf 2.00 Franken pro Liter, fliege ich billiger an die Côte d'Azur als meine zwei Kollegen, die das Auto nehmen (1200km hin und zurück und ein Verbrauch von 8.6l/100km ergeben Benzinkosten von 206.40 Franken - ohne Péage, Opportunitätskosten, Staus, Parkplatzkosten vor Ort, Einbruchsdiebstahl und Unfällen).

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Donnerstag, Juni 12, 2008

Lkw-Blockaden kosten rasch sehr viel

In Spanien waren am Donnerstag bestimmte Lebensmittel immer noch knapp. Wegen des Lkw-Streiks fehlten vielerorts Fisch, Obst und Gemüse. Mehrere Supermärkte nutzten nach Angaben der Zeitung "El Mundo" die Knappheit dazu, die Preise kräftig anzuheben. Die Obst- und Gemüseproduzenten beklagten Verluste von 100 Millionen Euro. In der Viehwirtschaft wurden die Einbußen auf 45 Millionen Euro beziffert. Viele Bauern mussten ihre Milch wegschütten, weil sie nicht abtransportiert werden konnte.

Quelle: Lieferengpässe: Spanische Polizei räumt Lkw-Blockaden - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

100 Millionen Euro Verlust wegen eines Streiks, der kaum eine Woche andauert ... Diese imposante Zahl sollte jedem Zeitgenossen aufzeigen, auf welchen dünnen Pfeilern unsere Gesellschaft ruht (das wäre dann billige Energie, genauer: (nicht mehr so) billiges Erdöl).

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Donnerstag, Juni 12, 2008

Nach den Airlines und den spanischen LKWs: Die Frachtschiffe

Die "Colombo Express" beispielsweise, eines der weltgrößten Containerschiffe der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd, verbraucht bei einer Fahrt pro Tag rund 240 Tonnen Bunker, wie das Schweröl für Schiffe genannt wird. Beim derzeitigen Preis von rund 550 $ pro Tonne fallen täglich allein Treibstoffkosten von rund 130.000 $ an. Schippert die "Colombo Express" voll beladen von Hongkong nach Hamburg, muss Hapag-Lloyd für mehr als 3 Mio. $ tanken.

Quelle: FTD.de - Handel + Dienstleister - Die Folgen der Öl-Hausse (5) - Containerschiffe drosseln das Tempo - Seite 1 von 2

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Mittwoch, Juni 11, 2008

Mein erster Peak Oil-Artikel

Jedenfalls derjenige, der Peak Oil in seinem Titel trug (vor knapp einem Jahr am 26. Juni 2007):

Peak Oil!

Die erschütterndste aller Prophezeihungen ist aber noch nicht eingetreten:

SUV-Fahrer demonstrieren für Sozialhilfe, um die horrenden Benzinkosten bezahlen zu können

Nume ruhig, auch das kommt noch (so sicher wie die Niederlage unserer Nati ...)

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Mittwoch, Juni 11, 2008

Über den Ölpreis "reden"

Der weltgrößte Erdölproduzent Saudi-Arabien ruft zum Krisengipfel, um über den hohen Ölpreis zu reden - und das schon in elf Tagen.

Quelle: Unakzeptabler Ölpreis: Saudi-Arabien ruft Regierungschefs zum Krisengipfel - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

So sehr ich die Machthaber in Saudi Arabien für ihr Tun respektieren mag (welcher Drogendealer würde nicht anders handeln?) frage ich mich doch, was dieses schwule "über den Ölpreis reden" an unserer Situation verbessern mag? Und he, schon in 11 Tagen - oder in 264 Stunden. Genial!

Meine lieben Scheichs, wie wäre es mit einfach mehr Öl fördern?! - Wo liegt genau das Problem? Wollen wir darüber re ... okey, ich lass es.

Mit Peak Oil hat das Ganze übrigens rein gar nichts zu tun. Sieht nur so aus, ist es aber in Realität gar nicht.

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Dienstag, Juni 03, 2008

Wie man garantiert falsch auf die hohen Benzinpreise reagiert

How do people deal with higher gas prices? Of course, they economize. In the Philadelphia area, for example, Triple A reports that they buy less gasoline...and then run out. AAA is getting twice as many calls from stranded motorists with empty tanks.

Quelle: High oil Prices are Now Oozing into the Entire Economy | The Daily Reckoning Australia

(AAA ist die us-amerikanische TCS Pannenhilfe)

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Dienstag, Juni 03, 2008

Fertig mit der Billig-Fliegerei? Grounding von Air Berlin?

Dagegen schrumpfte die Auslastung der portugiesischen Airline TAP um 12,2 Punkte auf 63,3 Prozent. Die krisengeschüttelte Alitalia besetzte nur noch 66,3 Prozent ihrer Plätze, was einem Rückgang im Jahresvergleich von 9,7 Punkten entspricht.

Überdurchschnittlich schrumpfte die Auslastung auch bei Rumäniens Airline Tarom (um 8,3 Prozentpunkte), der belgischen Brussels Airlines (um 6,7 Punkte), Finnair (um 6,1 Punkte), der griechischen Olympic Airlines (um 6,1 Punkte), der ungarischen Malev (um 5,9 Punkte), British Airways (um 5,1 Punkte) sowie der polnischen LOT (um 3,6 Punkte).

Quelle: Europäische Airlines schlagen Alarm - Wirtschaft - Tages-Anzeiger

Nebenbei gefragt: Wo bleiben die Zahlen von Air Berlin?

Mit Argusaugen beobachten nicht nur die Börsianer die Entwicklung bei Air Berlin: die Airline ist hoch verschuldet, man plant Verbindungen zu kappen, man erhöht die Preise, und es gibt gar Überlegungen die gesamte LTU-Schiene einzustellen.

Vernichtend auch das Urteil eines Analysten von ABN Amro: „Air Berlin kann keine Gewinne schreiben, die Airline hängt am Tropf der Banken.“ Und er prognostizierte für Air Berlin für das Jahr 2008 Verluste von bis zu 20 Millionen Euro für das operative Geschäft.

Kein Geheimnis ist auch, dass Air Berlin kaum noch eigene Finanzreserven hat und eine länger anhaltende Flaute kaum überleben kann.

Quelle: Kämpft Air Berlin ums Überleben? Eine Bestandsaufnahme

Nachtrag

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Samstag, Mai 31, 2008

Southwests Ex-CEO hätte seinen Bonus verdient

Im Gegensatz zu all den anderen Verlieren in der Teppichetage:

I was listening to the CEO of Southwest saying they were hedged in the 60s [Barrelpreis von 60USD] through 2011. The guys asking the questions suggested he park those pesky planes and change the company into a hedge fund.

Quelle: Oil and the future - the commuter shift to public transport

Ein anderer Artikel zeigt die Hintergründe dieser weisen Entscheidung auf:

According to The New York Times "Southwest owns long-term contracts to buy most of its fuel through 2009 for what it would cost if oil were $51 a barrel. The value of those hedges soared as oil raced above $90 a barrel, and they are now worth more than $2 billion."

Quelle: Southwest's oil hedge could save it $1 billion or more

Schlussendlich findet man auch den ursprünglichen Artikel in der New York Times: An Airline Shrugs at Oil Prices. Da der Artikel im November 2007 geschrieben wurde, hat sich der "Gewinn" für Southwest angesichts der bis vor kurzem stetig steigenden Barrelpreise vervielfacht.

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Freitag, Mai 30, 2008

Wer versteht den Ölpreis?

The Big Picture in the oil market is one of the most confusing and complex we have ever seen.

Quelle: The Confusing Big Picture in the Oil Market | The Daily Reckoning Australia

100%ige Zustimmung. Auch ich sehe längst nicht mehr durch - anstelle all dieser monolithischen Erklärungen (Peak Oil, BRIC, Spekulanten, Geld druckende Fed etc.) wird es wohl wie üblich ein Bündel an Faktoren sein, das den Ölpreis derart hochgeschraubt hat.

Während die eine Seite uns unaufhörlich weismachen will, dass der Ölpreis ein Produkt einer riesigen Spekulationsblase ist (Motto: Die McMansions sind verspekuliert, nun muss was anderes her?) und der Staat in den USA nun sogar gegen die vermeintlichen Geldscheffler mobil macht, gibt es in letzter Zeit auch vermehrt prominente Stimmen, deren Meinungen eher dem Peak Oil-Lager zuzuschlagen sind:

Who still thinks oil prices are driven by speculation?

Der Economist von heute jedenfalls will das mit Peak Oil immer noch nicht so recht glauben. Aber der Economist hat ja in der Vergangenheit nicht gerade mit akkuraten Voraussagen bezüglich des Themas Öl gepunktet.

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Freitag, Mai 30, 2008

Wer Öl in US-Dollar rechnet, rechnet irreführend

When plotted in a sound currency, one which the government does not have the ability to print at will (Gold), oil prices are basically flat since the 1940s.

Quelle: MyProps.org - Oil prices are flat since the 1940s, when plotted in a sound currency (Chart) - Housing Bubble and Bear Links

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Donnerstag, Mai 29, 2008

IEA auf dem Boden der Tatsachen

Die Marktwirtschaft richtet eben doch nicht alles - aber das wissen wir in unserem Innern längst:

For those who understand this data, this was a major, major announcement. It means that the IEA—the official energy data agency of the OECD—has given up on its long track record of ridiculously optimistic projections that supply would always meet the expected demand. They are no longer assuming that any supply gap would be filled by big OPEC producers such as Saudi Arabia, Iran or Kuwait.

Quelle: Memorial Day, 2008: The Tipping Point in the Peak Oil Debate

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Donnerstag, Mai 29, 2008

1 Liter Bier kostet (viel) mehr als 1 Liter Benzin

Oil is still very cheap. Bottled spring water at $2 per litre works out at $318 per barrel. Oil is fundamental to our lives for transportation and a myriad products ranging from plastic to pesticides. Unlike spring water, oil is finite and costs significantly more to find and produce.

Quelle: The Oil Drum | Why oil costs over $120 per barrel

Dies als "Antwort" auf den Kommentar von don zu einem vorhergehenden Artikel - wenn sogar The Oil Drum solche Vergleiche anstellt, wieso sollte ich den Erdölpreis nicht mit Bier vergleichen?

was soll jetzt der vergleich?! du kannst nicht äpfel mit birnen vergleichen - bier ist ein getränk, benzin ein kraftstoff.

Quelle: Drei Stutz pro Liter Benzin

Deshalb bin ich weiterhin der Meinung, dass nur törichte (oder ultrareiche) Personen eine solch fundamental falsche Preisgestaltung ignorieren können.

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Donnerstag, Mai 29, 2008

Erdöl-Produzenten am Limit

It has been estimated that the global average decline rate is 4.5% per annum. [...] What this means is that every year the global oil industry must bring on stream 3.8 million barrels per day new production just to compensate for decline (4.5% of 85 mmbpd). If less than 3.8 million bpd are commissioned then global oil production will fall and vice versa.

Quelle: The Oil Drum | Why oil costs over $120 per barrel

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Donnerstag, Mai 29, 2008

Der Grosse Milchstreik

Werden wir dereinst unseren Kindern vom "Grossen Milchstreik" im Jahre 2008 erzählen können?

Die Wut der Bauern ist nachvollziehbar. Zum einen sind die Kosten für Energie und Futter drastisch gestiegen. Zum anderen verstehen die Bauern nicht, warum sie vom immer grösseren Appetit auf Milchprodukte in Asien und anderen aufstrebenden Weltregionen kaum profitieren.

Quelle: Der Milchstreik greift auf Europa über - Wirtschaft - Tages-Anzeiger

Klar kann man diese Aktion als Nebenschauplatz abtun. Doch sie zeigt (leider) auf, dass diejenigen, die deutlich näher am Erdölpreis hängen als "wir" Konsumenten die Schockwelle auch viel früher zu spüren bekommen.

Im Gegensatz zum autofahrenden Arbeitnehmer wirkt sich bei den Landwirten die Einbusse, die durch gestiegene Energie- (Erdöl) und Rohstoffpreise (Dünger, Kraftfutter) entsteht, direkt auf den Geldsäckel aus. Teilweise ist die Einbusse so schlimm, dass man sogar rückwärts macht. Wer will es den Milchbauern da verübeln, dass sie protestieren, wenn sie zuviel zu sterben, zuwenig zum Leben haben?

(Die Rolle der Landwirtschafts-Subventionen lasse ich in diesem Fall aussen vor. Wer dazu etwas Gescheites zu sagen hat, soll dies mit einem Kommentar tun)

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Mittwoch, Mai 28, 2008

Schweizerischer Peak Oil-Kompromiss

The way it works is that one side claims that Peak Oil is taking place right now, whereas the other side claims that it won't occur for another 50 years, and rather than trying to establish the facts, the committee aims to come up with a paper that everyone is willing to sign; and so, official Switzerland issues the "verdict" that Peak Oil will take place 25 years from now.

Quelle: The Oil Drum | Report on First General Assembly of ASPO Switzerland, May 24th 2008, University of Basel

Super, und ich verpass die Peak-Oil-Konferenz innerhalb der Eidgenossenschaft doch glatt:

Peak Oil

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Dienstag, Mai 27, 2008

Die Amis haben ausgefahren

Wenn schon nicht der Schweizer, dann verhält sich immerhin der Yankee als Homo Oeconomicus:

The Department of Transportation said figures from March show the steepest decrease in driving ever recorded.

Quelle: As gas goes up, driving goes down - CNN.com

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Dienstag, Mai 27, 2008

Randal hatte Recht!

Er war der Zeit einfach zwei Jahre voraus. Vor Ostern 2006 gab er zum Besten:

Er prognostizierte bis Ostern einen stark anziehenden Literpreis, mit einer weiteren Steigerung während der Sommerferien (wenn ich mich recht erinnere, fiel gar der Wert von 1.80 SFr./l - das würde sogar mich vom Hocker hauen).

Quelle: think eMeidi: Benzinpreise

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Dienstag, Mai 27, 2008

Vom Erdöl-Regen in die Pellet-Traufe

Bei den Investitionen ist laut Stritz eine Holzpelletheizung rund doppelt so teurer wie eine Öl-/Gasheizung. Und Wärmepumpen sind zwei bis dreimal so teuer. Beim Betrieb siehts dann jedoch ganz anders aus. Gegenüber Öl- und Gasheizungen sind die Kosten für Pelletöfen rund 40 Prozent tiefer. Für Wärmepumpen (Luft/Wasser) betragen die Betriebskosten noch ein Drittel, für Wärmepumpen mit Erdsonde ein Sechstel.

Quelle: Viele wollen nicht mehr Öl und Gas verheizen - Zürich - Tages-Anzeiger

Bevor sich der Mensch den Energieträger Erdöl zu Nutze machte, musste die Kohle dran glauben (die erste Dampfmaschine wurde bemerkenswerterweise entwickelt, um Kohlegruben von Wasser leerzupumpen - dem Erfinder war damals wohl noch nicht ganz so klar, welche Revolution er mit seiner Wundermaschine einläutete).

Doch vor der Kohle gab es während Jahrhunderten einen noch berühmteren Energieträger: Das Holz.

Schön, dass sich auch die Eidgenossen wieder auf alte Werte zurückbesinnen und ihren Energiehunger billiger stillen möchten, als es derzeit mit einer Erdölheizung der Fall ist.

Durchaus löblich - doch meiner Meinung machen die Leute einen Denkfehler, wenn sie einen Energieträger mit einem anderen ersetzen. Wäre es in dieser unsicheren Periode nicht einmal an der Zeit, sich grundlegende Gedanken über den Energiebedarf und die -nutzung zu machen?

Wer jetzt auf Pellets umstellt, sollte zwei Dinge beachten. Tun dies nämlich alle Mitbewohner des Landes auch, dann ...

  • ... haben wir ein ähnliches Versorgungsproblem wie beim Erdöl: Es gibt mehr Nachfrager als es Angebote gibt. Gerne würde ich mir von einem Energietechniker vorrechnen lassen, wie viele Wälder von der Fläche des gesamten Landes nötig wären, um den Bedarf im Inland zu decken (Annahme: Jede Haushaltung rüstet auf Pellet-Heizungen um).
  • Logische Konsequenz: Der Holz- und Pelletpreis steigt, der Preisvorteil gegenüber dem Erdöl minimiert sich. Auch wenn ich den genauen Produktionsprozess nicht kenne: Müssen in Pellets nicht auch Unmengen an elektrischer Energie gesteckt werden? Soweit ich weiss, ist ein hoher Druck nötig, um die Dinger zu pressen. Auch darf nicht vergessen werden, dass das Holz zum Pellet-Produzenten gekarrt und die Pellets zum Bezüger transportiert werden müssen. Erdöl findet sich in "grauer" Form also auch in diesem Produkt wieder.

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Montag, Mai 26, 2008

Drei Stutz pro Liter Benzin

Skeptiker halten Ende Jahr drei Franken pro Liter für möglich

[...] Obwohl sich die Autofahrer in der ganzen Schweiz wohl bald schon an Benzinpreise von über 2 Fr. gewöhnen müssen, weniger Auto fahren sie bisher nicht. Widersprüchlich verhalten sie sich beim Neuwagenkauf: Die Schweizer stehen weiter auf immer protzigere, leistungsstärkere und schwerere Fahrzeuge, wie die Absatzzahlen des letzten Jahres zeigen.

Quelle: Der Benzinpreis kennt nur noch eine Richtung

Der Helvetier stammt garantiert nicht vom Homo oeconomicus ab ...

Wie dem auch sei: Wo in der Schweiz kriegt man einen Liter Bier für drei Stutz? Dieser einfache Vergleich beweist: Benzin ist immer noch viel zu billig ...

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Sonntag, Mai 25, 2008

IEA probes fears that oil will run out | Business | The Observer

The International Energy Agency has ordered an inquiry into whether the world could run out of oil,

Quelle: IEA probes fears that oil will run out | Business | The Observer

Blöde Frage - die wollen mir doch nicht erzählen, dass man bei der IEA bisher davon ausgegangen sind, dass Erdöl kein finiter Rohstoff ist?

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Sonntag, Mai 25, 2008

Fertig lustig mit Billigflügen

In der Industrie ist man sich einig, dass die Kosten für den Treibstoff einer Vielzahl von Airlines das Genick brechen werden. Für die Konsumenten sind die goldenen Zeiten vorbei, da der Flug billiger kam als die Fahrt mit dem Taxi zum Flughafen.

[...] Den Sommer hoffen die meisten noch zu überstehen, denn dann spülen die Vorauszahlungen der Feriengäste Geld in die Kassen. Doch im Oktober versiegen diese Geldströme, und so prognostiziert ein hochrangiger Airline-Manager: «Im Oktober sterben einige Gesellschaften.»

[Swiss] «2004 gaben wir 500 Mio. Fr. für Treibstoff aus, dieses Jahr rechnen wir mit 1,2 Mrd.»

Quelle: Die Zeit der Billigflüge ist vorbei (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)

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Samstag, Mai 24, 2008

Ölpreis: Definitiv Spekulanten!

"There are no tankers waiting in the Middle East, there are no cars waiting at gasoline stations because they are out of stock. This has to do with psychology in the markets and you cannot forecast psychology".

Quelle: Shell CEO says record oil not due to shortage | Markets | Reuters

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Freitag, Mai 23, 2008

Die Ölpreis-Rally geht ununterbrochen weiter

China and India are only beginning to consume oil at any meaningful level. Right now, they are consuming oil at a rate the U.S. did in the early years of the 20th century.

Quelle: Has Oil Hit Its Peak Price?

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Donnerstag, Mai 22, 2008

Überlegungen zur Standortwahl der Firma Wander

Vor einigen Wochen eröffnete die Wander AG hier in Neuenegg ihre neuen Produktionsanlagen (die Medien berichteten). Damit ist sichergestellt, dass auch in den nächsten Jahren Ovomaltine, Caotina und Isostar aus meiner Wohngemeinde nach ganz Europa versandt werden.

Wie der Chef der Wander AG und der Produktionsleiter des Werks Neuenegg in ihrer Podiumsansprache darlegten, stand der Standort auf der Kippe. In Asien hätte man mit deutlich geringeren Kosten Ovo produzieren können. Doch schlussendlich fiel die Wahl dann doch zu Gunsten Neueneggs aus.

Begründet wurde dieser Entscheid in beiden Referaten eher schwammig; man verwies auf die "Swissness" des Produktes, welche tief in den Konsumenten verankert sei: Von Schweizern für Schweizer gemacht. Dafür war sowohl Wander als auch die Mutterfirma, Associated British Food, mit ihrem äusserst jugendlich wirkenden und astreines British English sprechenden CEO, bereit, eine zweistellige Millionensumme in die Modernisierung des Werkes zu stecken.

Um dem Preisdruck aus Asien standhalten zu können, mussten die ganzen Arbeitsschritte deutlich automatisiert werden, was einen Stellenabbau zur Folge hatte (glücklicherweise abgefedert durch natürliche Abgänge).

Nun gut, ich lasse den Erklärungsversuch für die Standortwahl mit Swissness gelten. Doch in Überlegungen, die ich in den folgenden Tagen anstellte, kamen zwei andere wichtige Punkte zum Vorschein. Es bleibt fraglich, ob sie den damaligen Entscheidern tatsächlich bekannt waren oder nicht:

  • Kürzere Transportwege Klar kann man die Ovo-Dosen aus einem Werk in Südchina mit Frachtern in die Bestimmungshäfen um die halbe Welt herumschicken. Das ist aber zeitaufwändig und wird auf Grund steigender Erdölpreise auch immer ein teureres Unterfangen.
  • Energieversorgung Wer den Automatisierungsgrad des Werkes demonstriert erhalten hat, muss einsehen, dass der Ersatz von menschlicher Arbeitskraft durch Roboter einen erhöhten Energiebedarf zur Folge hat. Auch ist die Herstellung der Ovomaltine (Erhitzung, Trocknung, Verpackung) seit jeher energieintensiv (mit Strom Wärme zu produzieren - man schaue nur den Stromverbrauch von Waschmaschinen und Co. an). Könnte die Beibehaltung des Standorts Neuenegg nicht auch Ausdruck dafür sein, dass das Unternehmen eine seit Jahrzehnten zuverlässige und vergleichsweise billige Stromversorgung den Kohlekraftwerken asiatischer Länder vorzieht? Immerhin kann die Schweiz mit ihren Stauseen Strom erzeugen, ohne auf ausländische Importe angewiesen zu sein.

Nun, wir werden sehen ... Auf jeden Fall kann ich also weiterin meine morgendliche "swiss made" Ovi geniessen. Danke, Firma Wander!

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Mittwoch, Mai 21, 2008

Es wird immer Öl geben

Das posaunte Kollege Hebo vorletztes Wochenende in Mäschus Wohnzimmer herum, als ich wieder einmal den Warnfinger hob (Stiller Rufer in der Wüste oder doch eher Doomsayer?).

Aber im Grunde hat er ja Recht: Öl wird es immer geben. Die Frage ist nur, ob man es in genügender Menge aus dem Boden herausbekommt und ob er - Hebo - davon noch irgendeinen Tropfen zu sehen kriegt, den er in seinen Peugeot 206RC einfüllen kann:

"We don't have any idea where those reserves are going to come from or how we are going to get them out of the ground. The odds of this ever happening are zero." –– Matthew Simmons

Quelle: Peak Oil Consequences of Bush's Failed Energy Policies

Doch das wird ehrlicherweise die geringste Sorge von Hebo und uns Erdölsüchtigen sein. Beim Eintreten der endgültigen Knappheit (nach dem Überschreiten von "Peak Oil") wird der Erdölpreis gewaltig steigen - ähnlich wie wir es in den letzten Tagen erlebt haben, nur viel rascher und viel höher.

Je länger die Knappheit dauern wird, desto unwichtiger wird der Kauf von horrend teurem Benzin werden. Dies aus zwei einfachen Gründen:

  • Lebensmittelkosten. Lebensmittel sind im Grunde nichts anderes als Energie für den Motor Mensch. Heute benutzen wir eine unvorstellbare Menge Energie (Erdöl), die wir in verschiedenen Prozessen in für Menschen konsumierbare Energie (Nahrungsmittel) umwandeln. Wenn wir den Preis der in Lebensmittel hinein gesteckter Energie steigern, werden die Lebensmittel zwangsläufig teurer. Je teurer die Lebensmittel werden, desto weniger bleibt dem Westler, dem seit Jahrzehnten trainierten Konsumenten, für anderweitige Ausgaben (Reisen, Kino, Unterhaltung, Geräte etc.)
  • Arbeitslosigkeit. Bei weiter steigenden Erdölpreisen ist eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in Gefahr. Zuerst wird es diejenigen erwischen, die unmittelbar am "Tropf" von billigem Erdöl hängen. Ich denke da beispielsweise an Mitarbeiter von Airlines oder Pizza-Lieferanten. Je mehr der Preis von Erdöl steigt, desto stärker tritt der obige Punkt in Kraft, und desto weniger werden gewisse Dienstleistungen nachgefragt. Mit der starken Abnahme von Nachfragern können die "economies of scale" nicht mehr ausgenutzt werden und ganze Geschäftszweige werden unrentabel. Nach und nach pflanzt sich das Problem durch die ganze Wirtschaft fort, einem selbstverstärkenden Teufelskreis gleich.

Welche Personengruppen kriegen die Schockwelle als letzte zu spüren? Diejenigen, die mit ihrer Arbeit direkt Nahrung produzieren - auf ihnen lastet derzeit, einer umgekehrten Cheops-Pyramide gleich, das ganze Wirtschaftssystem: Am Ende eines jeden Arbeitstages muss jeder, auch Herr Ospel, etwas Warmes im Magen haben. Spätestens hier sind wir alle Menschen wieder gleicher als gleich. Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass Bauern und die Landwirtschaft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ein fulminantes Comeback erleben werden.

Nachtrag

Die FTD gibt für die jetzige Situation aber Entwarnung: Ölpreis steigt über 130 Dollar Es hat (noch) genügend Öl für alle, Schuld sind mangelnde Raffineriekapazitäten.

Völlig gegenteilig die Meinung des Spiegels (gefällt mir als Pessimisten natürlich deutlich besser): Experten warnen vor dramatischem Öl-Engpass.

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Sonntag, Mai 18, 2008

Geschäftsmodell der Tankstellen

Es sind die kleinen und großen Einkäufe aus Lebensmitteln und Auto-Pflegeprodukten, die die Tankstellenpächter in Deutschland bislang über Wasser gehalten haben. Nach Schätzungen des Bundesverbands Tankstellen und gewerbliche Autowäsche (BTG) erlangt die durchschnittliche Station damit deutlich mehr als die Hälfte ihres Bruttoverdienstes. Die kleine Provision für verkauftes Benzin wird meist schon durch die bloßen Betriebskosten wieder aufgefressen.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Tankstellenmarkt: Ringen um Mars-Riegel und Bier - Wirtschaft

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Samstag, Mai 17, 2008

Die letzte Weltreise im Flugzeug

For us regular folks, this could be our last chance to see the world on the cheap, without devoting weeks or months to the traveling part.

Quelle: Peak Oil and the Rail Revolution

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Samstag, Mai 17, 2008

Airlines ohne Spielraum

The bigger carriers with deeper pockets (and more unsold seats) have kept prices relatively low while burning through cash reserves as their own fuel costs mounted. American Airlines is now losing about $3.3 million a day, and at the current rate, could burn through its $5 billion in cash reserves in as little as four years. And it has the biggest cash reserve in the industry.

Quelle: Peak Oil and the Rail Revolution

Mal schauen, ob die Erdöl-Schockwelle in den nächsten Monaten auch Europa erreicht ... Auf jeden Fall erachte ich minderwertige Jobs in dieser Industrie als höchst unsicher:

Simon Fraser University professor Anthony Perl, author of the new book Transport Revolutions, predicts that in 2025, no more than 25 airports will be functional.

Spekulanten aussen vor

Eigentlich noch Schade, nicht?

There are no airline ETFs, and for good reason. It's mostly a money losing business, with extremely slow growth rates and enormous risk and capital requirements.

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Mittwoch, Mai 14, 2008

Auch Strassen teeren benötigt viel Erdöl

When we were visiting about the inflation being created by the cost of oil, my oil production friend mentioned that paving highways may well become nearly cost prohibitive. The asphalt product and the process of laying it down consumes massive amounts of oil.

Quelle: Black Gold; The End of Oil:

Da bin ich ja gespannt, wie die Abschlussrechnung für die derzeit laufende Gesamterneuerung der A12 zwischen Bern und Flamatt aussehen wird ...

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Dienstag, Mai 13, 2008

Am hohen Ölpreis sind Spekulanten schuld!

Traditionally, denunciations of speculators come from the left of the political spectrum. In the case of oil prices, however, the most vociferous proponents of the view that it’s all the speculators’ fault have been conservatives — people whom you wouldn’t normally expect to see warning about the nefarious activities of investment banks and hedge funds.

Quelle: The Oil Nonbubble

Schön, dass gerade die lautesten Schreier nach einer freien Marktwirtschaft in diesem Fall eine Ausnahme machen wollen. Lasst den Markt die ganze Chose regeln - irgendwann wird sich alles wieder bei einem Barrelpreis von 25USD einpendeln. Oder so.

Wie Matt Simmons, Peak Oil-Koriphäe und mittlerweile auch von europäischen Medien entdeckt, immer wieder so schön sagt (aus dem Englischen sinngemäss übersetzt):

Solange eine Tasse Erdöl weniger kostet als eine Tasse Kaffee wird der Ölpreis weiter in die Höhe schnellen.

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Samstag, Mai 10, 2008

Indonesien hat längst gepeakt

Wenn Peak Oil in allen Erdöl "produzierenden" Länder eingetreten ist, haben wir den globalen Peak erreicht ...

Anfang dieser Woche erst hatte die Regierung von Indonesien, das einzige ostasiatische Mitgliedsland der Opec, Überlegungen geäußert, aus dem Erdölkartell auszutreten, weil die eigene Ölförderung immer weiter sinkt. Indonesien fördere mittlerweile weniger als eine Million Barrel pro Tag und importiere inzwischen Erdöl, sagte Staatspräsident Susilo Bambang Yudhoyono.

Quelle: Brasilien will Opec-Mitglied werden

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Dienstag, Mai 06, 2008

Hillary spinnt und will OPEC verklagen

Runde 999 im USA-Bashing:

[...] the great part of Hillary's proposal. She's going to change the law so Americans can sue OPEC! Here changes would, "Allow OPEC Production Decisions to Be Challenged Under U.S. Anti-Trust Law - Currently, OPEC countries cannot be challenged under U.S. anti-trust laws, even when they are engaged in coordinated, commercial activity to control the global oil market."

Quelle: Hillary ‘Big Govt.’ Clinton Wants America to Sue OPEC

Meine Meinung deckt sich mit derjenigen von Dan Denning:

[...] OPEC nations have to manage their resource-and not for the benefit of American consumers, but for themselves.

Es hat die USA niemand gezwungen, gedankenlos Suburbia in das grüne Feld zu bauen (Fahrzeit zum Job: 1-2 Stunden) und jedermann SUVs kaufen zu lassen.

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Freitag, Mai 02, 2008

Spiegel: Geht uns das Öl aus?

Der Energieriese Exxon fördert deutlich weniger Öl als im Vorjahr. Trotz der hohen Rohstoffpreise fiel die Produktion im ersten Quartal um zehn Prozent. Experten warnen vor einem gefährlichen Trend: Geht der Welt das Öl aus?

Quelle: Ölproduktion bei weltgrößtem Energiekonzern fällt dramatisch

Diese Entwicklung war abzusehen, seit nach Venezuela nun auch Bolivien seine Erdölindustrie verstaatlichen. Wissen die Machthaber dort mehr, als der dumme, erdölabhängige Westler bisher realisiert hat?

Langsam dämmert auch dem Letzten, aus welchem Grund die USA tatsächlich in den Irak einmarschiert sind - mit Demokratie hatte die Invasion kaum etwas zu tun, mit Sicherung strategischer Erdölreserven dagegen sehr viel.

Wenn eine Ressource knapp zu werden droht, schaut jeder Staat zuerst für sich. Heraus kommt, was das Export Land-Modell beschreibt: Weil die ölproduzierenden Staaten zuerst den eigenen Bedarf im Inland decken (welcher zu allem Unheil noch stetig zunimmt), fällt der Ausfall für die Abnehmerfirmen und -staaten deutlich markanter aus, als die Produktionszahlen eigentlich vermuten liessen.

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Donnerstag, Mai 01, 2008

Zum Stand der Erdölversorgung

Wird nicht die Förderung der restlichen 90 Prozent ebenfalls lukrativ, wenn nur die Preise genug steigen? Nein, sagt werner Zittel. Die Erschliessung neuer Sande werde nicht nur teurer, sondern auch langwieriger. Und sie braucht immer mehr Energie: Heute verschlingt die Gewinnung rund ein Fünftel bis ein Viertel der gewonnen Energie. Irgendwann gelangt man an den Punkt, wo mehr Energie investiert werden müsste, als herauskommt. Dazu komme, sagt Zittel, dass der soziale Preis des Ölsandabbaus mit den enormen Umweltschäden steige. Auch Gerber, im Bezug auf die Gesamtvorräte optimistischer als Zittel, glaubt nicht, dass die Ölsande den Produktionsrückgang des konventionellen Öls kompensieren können.

Quelle: Der Bund, 18. Januar 2008, "Sechs Stunden, und das Ölfeld ist leer", S. 33.

Im Durchschnitt fand man in den Jahren 2000 bis 2005 in den neu entdeckten Feldern 20 Millionen Fass - so viel, wie die Welt in sechs Stunden verbraucht.

Die 120 Dollar haben wir in den letzten Tagen erreicht; somit ist es nun wirtschaftlich, auf synthetischem Wege Erdöl herzustellen. Bleibt nur noch die Frage, wo China all das Wasser herbekommt (wenn sogar schon der Jangtse austrocknet):

Das südafrikanische Unternehmen Sasol baut nun auch in China Anlagen zur Erdölsynthese auf. Doch ein so hergestelltes Fass Öl kostet beim neuesten Stand der Technik 120 Dollar pro Fass, und es verschlingt zehn Fass Wasser - einen Rohstoff, der in China auch knapp zu werden droht.

Das vernichtende Fazit:

Ob wir das Fördermaximum nun schon überschritten haben oder nicht - das Zeitalter der knappen Energie hat bereits begonnen.

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Donnerstag, Mai 01, 2008

Brasiliens Erdölfunde weiter relativiert

Ich habe ja bereits vor einigen Tagen erläutert, dass die vor Brasiliens Küste gefundene Erdölvorkommen gerade mal ausreichen, um den heutigen Erdöl-Bedarf der Welt um ein einziges zusätzliches Jährchen zu decken.

Daneben wies ich weiter darauf hin, dass es schwierig werden würde, an das Erdöllager vorzustossen. Denn dieses befindet sich mehrere tausend Meter unter Meer und dem Meeresboden.

Die Problematik wurde nun von Dr. Joanne Nova via The Daily Reckoning erläutert:

"Here's another perspective on the difficulty of drilling Brazil's new oil field a full 10km below the surface," Joanne writes. "Did you know the deepest hole ever dug reached down to 12km, but it took 19 years to get there? The Soviets started planning the Kola Superdeep Borehole in 1962 and began drilling in 1970 reaching the record depth in 1989.

"They initially aimed to reach 15km, but were forced to give up a few years after they set the record. Things were too hot, too strange, and too expensive. And this was not a hole designed to produce anything except interesting scientific papers. Twelve kilometers down, the rocks were under so much heat and pressure they behaved more like plastic than rock. The hole apparently kept flowing closed whenever they had to replace a drill bit. Makes production hard if the hole keeps disappearing."

Quelle: Riding the Bear & Deep Drilling in Australia

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Montag, April 14, 2008

Peak Oil abgeblasen?

Vor Rio de Janeiro würden 33 Milliarden Barrel Öl vermutet, sagte Lima nach Angaben seines Sprechers Luiz Fernando Manso. Die Informationen stammten allerdings aus «nicht offiziellen, nicht betätigten Kreisen».

Quelle: Riesiges Ölfeld vor brasilianischer Küste?

Ha. Skeptiker wussten es schon immer: Dieses Peak Oil-Geschwafel hat weder Hände noch Füsse.

Nach kurzer Überlegung sprechen zwei Gründe gegen das Aufschnaufen:

  • Die Förderung von Tiefsee-Erdöl ist noch unerprobt (siehe Folie "Some Deepwater Challenges" ff.)
  • 33 Milliarden Barrel sind ein Mückenfurz

Gerade Letzteres sollte zu denken geben. Man rechne:

The global petroleum consumption amounted to 84.5 barrels per day in 2006, up 0.96% y-o-y, and it reached 86.1 million barrels per day in 2007, rising 1.9%. Influenced by the season, it is forecasted ......

Quelle: China Shipping Industry Report, 2007

33'000'000'000 Barrel durch 87'000'000 Barrel/Tag ergeben 379.31 Tage oder 1.03 Jahre. Wenn also jeder vor der Küste Brasiliens vorhandene Tropfen Erdöl gefördert und nutzbar gemacht werden könnte (Produktionsausfälle und die Energieaufwendung zwecks Transport und Raffinierung des Öls nicht einberechnet), würde die Galgenfrist um ein sattes Jahr verlängert.

Toll, die Party geht weiter ...

Nachtrag

Passend dazu auch folgende Meldung:

Russlands Erdölproduktion hat ihren Zenit erreicht. Das sagte Leonid Fedun, Vizechef von Russlands größtem unabhängigen Erdölkonzern Lukoil, im Interview der Financial Times.

Quelle: Lukoil warnt vor sinkender Ölproduktion

Umgangssprachlich kann man das auch "Russian Peak Oil" nennen. Wer ist als nächstes dran?

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Sonntag, März 23, 2008

Lastwagenfahrer verlangsamen ihre Fahrt

Con-way spokesman Gary Frantz said the maximum speed of the trucks has been cut from 65 mph to 62, a move that should cut fuel consumption by 3.2 million gallons a year.

Quelle: Big rig drivers slow down to save fuel

Die Transportunternehmungen spüren den hohen Benzin- respektive Dieselpreis also mittlerweile. Vielleicht nicht zuletzt auf Anweisung von Beratern wie moussemann, der bereits mehrere Artikel meines Blogs zu diesem Thema kommentiert hat. Bis auch die Berater mit ihren enormen Stundenansätzen aber den Fuss vom Gaspedal nehmen, dürfte noch einige Zeit vergehen ... Ist halt ein Unterschied, ob man ein Pallette Pampers-Windlen (Massenware) in einen Supermarkt verfrachtet oder Beratungsleistungen (Individual-Lösungen von BWL-Masterminds) verkauft.

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Samstag, März 15, 2008

Peak Oil: Kein Öl, oder nicht mehr genug Öl?

Letzteres:

The human body has 21 quarts of blood contained in it. We don't die at the moment we offer our last drop of blood. What's more important is when our first drop of blood is spilled [...] The problem is that if a person loses 20 to 25% of his own blood, it severely impairs the systems of the body, and death will not be long.

Quelle: David Paterson: First Openly Peak Oil Aware Governor

Bei Peak Oil geht es nicht darum, dass es urplötzlich kein Öl mehr gibt; es geht darum, dass die Nachfrage das Angebot um Längen übersteigen wird.

Und dann wird die wunderhafte Marktwirtschaft mit dem technologischen Fortschritt dafür sorgen, dass wir davon rein gar nichts spüren und so weiterleben, wie wir es gewohnt sind.

An dieser populären "Wird-schon-gut-gehen"-Mentalität (welche man derzeit auch in den Finanzmärkten beobachten kann) gibt es einige Schwachpunkte:

  • Alternative Sources of Energy Are Insufficient
  • Hydrocarbons, Metals, and Electricity Are Inseparable
  • Advanced Technology Is Part of the Problem, Not Part of the Solution
  • Post-Oil Agriculture Means a Smaller Population
  • The Basis of the Problem Is Psychological, Not Technological

Quelle: The Post-Oil Economy: After The Techno-Fix

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Mittwoch, November 07, 2007

Nach dem Grossen Krieg begann der Run auf das Erdöl

Am Ende des Ersten Weltkrieges erkannten die europäischen Alliierten die Wichtigkeit des Rohstoffs Erdöl (bis dahin hauptäschlich aus den USA stammend) - und teilten den ölreichen Nahen Osten unter sich auf:

[Osama bin Laden's] grievance in no way justifies the bombing. But we ought not close our ears to its essence, which is that the West has placed its business interests over popular sovereignty in the Middle East for 80 years.

Quelle: The 80-Year Problem

At the end of World War I, demand for fuel advanced quickly while the quality of fuel declined as lower quality reserves were brought into the market. Geologists estimated that only 20 or 30 years worth of oil were left in the U.S. and a “gasoline famine” was possible or even likely. (White, 1919; Smith, 1920). The USGS estimated US oil reserves at seven billion barrels while consumption was at 330 million barrels per year and rapidly increasing. (Scientific American Sept. 20 1919). Automotive engineers worried about “a calamity, seriously disorganizing an indispensable system of transportation.” (Scientific American March 8 1919). One solution was to import foreign oil. Some would even suggest fighting for it. (Denny, 1928).

Quelle: The 1920s Environmental Conflict Over Leaded Gasoline and Alternative Fuels

A propos - um 1920 herum trat das erste Mal die Angst vor Peak Oil hervor:

“Geologists tell us that at our present rate of consumption the domestic supply of crude oil will be exhausted in less than 15 years. If we could sufficiently raise the compression of our motors … we could double the mileage and thereby lengthen this period to 30 years.” –– Charles F. Kettering

Der Artikel über die Forschung nach einem klopfarmen Benzin in den wilden 20ern zeigt (wieder einmal) das Gesetz der "unintended consequences" auf, das die Menschheit immer häufiger zu plagen scheint:

How does a corporation arrive at a public health disaster while ignoring the existence of a perfectly useful alternative? Would a heroic style of invention have avoided the pitfalls that a corporate style could not?

Leaded gasoline created enormous profits for a few people at the expense of the health of the many. The history of the Ethyl conflict shows what can happen when the precautionary principle is ignored and when the absence of negative information about a chemical is mistaken as a "clean bill of health," as Ethyl claimed it had received.

Jede Lösung eines Problems führt zwangsläufig zu anderen, zum jeweiligen Zeitpunkt unvorhergesehenen Problemen.

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Sonntag, November 04, 2007

Von Angebot und Nachfrage

As a matter of fact, the world production of oil has now held constant for about 30 months, but the world's demand for oil has been steadily going up.

Quelle: PEAK OIL -- (House of Representatives - November 01, 2007)

Da kommt mit doch just dieser alte Witz über Ökonomen in den Sinn:

Two economists find themselves locked in a basement. They're not sure what time it is, because it's dark and they can't read their watches. They think it's nearly dinner time, cause they're starting to feel hungry. But they're not worried; they are not starting to panic - because they know that their demand will create sandwiches for them!

Quelle: A Tale of Two Economists

Hmmm - wenn das so weitergeht, können wir alle unsere Ökonomie-Lehrbücher verbrennen!

Würde die freie Marktwirtschaft spielen, wären schon längst neue Erdöl-Reserven erschlossen worden, deren Erschliessung bis anhin zu teuer gewesen wäre. Müssen wir wirklich mehr als drei Jahre warten, bis die Öl-Multis reagieren?!

Komisch nur, dass die Technologie, die uns vor Peak Oil bewahren wird, leider in den letzten zwanzig Jahren nicht mehr fähig war, grosse, unerschlossene Erdöl-Lager zu entdecken:

And by the way, for the past 20 years or so we have had incredibly improved techniques for finding oil. So for those of who tell you not to worry, it's out there, where? We've been scouring the world for the last 20 years with computer modeling and 3-D seismic, and our discovery has been down, down, down.

Quelle: PEAK OIL -- (House of Representatives - November 01, 2007)

Aha, vielleicht blenden wir einfach einen massgeblichen Faktor aus:

Economics may teach that money is a store of value, but unfortunately this cannot be true when an economy is in a period of long-term contraction. Economists have developed their theories looking at an atypical period in the world's history--one where growth was the norm. They have never stopped to realize that our world is finite, so infinite growth is not possible. Their theories may hold for a specific time period, but aren't true in general.

Quelle: Economic Impact of Peak Oil Part 3: What's Ahead?

Ein einfacher Vergleich für den Mann auf der Strasse:

Putting a dozen straws in the soda will not result in more soda, will it? It's a limited amount. There is a limited amount.

Quelle: PEAK OIL -- (House of Representatives - November 01, 2007)

Nachtrag

Asians understand that what is important is not who consumes the apples, but who owns the orchard.

Quelle: Sinking Currency, Sinking Country

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Donnerstag, November 01, 2007

Herr, gib uns unser täglich Erdöl

On properly managed grazing land--including pasture-land and hayland--only 1 calorie of fossil-fuel energy is needed to produce up to 2 calories of food and fiber energy. Many crops require from 5 to 10 calories of fossil-fuel energy for every calorie of food or fiber produced.

Quelle: Grazing Lands

Normalerweise sollte es in unserem Wirtschaftssystem doch anders rum funktionieren: Aus wenig Geld viel Geld machen ...

Definiere moderne Landwirtschaft

Our agriculture really hasn't changed that fundamentally in the last 7,000 years or so - we've just thrown increasing amounts of energy and mechanisation at the problem, because that's what we had going spare.

Quelle: Kommentar zu The World's Expected Carrying Capacity in a Post Industrial Agrarian Society

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Mittwoch, Oktober 24, 2007

Meine 200 Sklaven

Today, the extrasomatic energy used by people around the world is equal to the work of some 280 billion men. It is as if every man, woman, and child in the world had 50 slaves. In a technological society such as the United States, every person has more than 200 such "ghost slaves.

Quelle: David Price, “Energy and Human Evolution", Population and Environment, Volume 16, Number 4, March 1995, pp. 301-19.

Lesehilfe: "extrasomatic energy" kann man mit "Erdöl" (und noch ein paar Promillen Wasserkraft und Atomenergie) übersetzen ...

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Mittwoch, Oktober 24, 2007

Unsere Nahrung ist Erdöl

One can't easily correlate yield (bu/ac) with oil price. Nor can one see a correlation between farm profits and oil price. The best reason for this that I can think of is that both yield and profits are subject to so many other variables than oil price. Rainfall (and when it occurs), temperature, crop disease, all play a role in both yield and profitability.

With corn, one of the interesting realizations is that a 19th century farm grew about 30 bushels per acre, while today, with our machinery we can grow up to 160 bushels per acre. [...] So, having shown the problem of planting without machinery, we can see that any reduction of oil is likely to cause a serious drop in crop yield, leading to famine.

Quelle: The Connection Between Food Supply and Energy: What Is the Role of Oil Price?

Das wird der Zeitpunkt sein, an dem Leute merken, dass man weder Banknoten, noch Gold, noch Aktien essen kann. Wer der Meinung ist, dass man Bauern nicht benötige, weil die Milch ja in der MIGROS zu kaufen ist, sollte diesen Artikel unbedingt lesen. Erkenntnis: In jedem Arbeitsschritt der industriellen Landwirtschaft stecken erschreckende Mengen Erdöl. Kein Erdöl - kein Futter.

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Mittwoch, September 19, 2007

Oelpreis steigt weiter

Heute stieg der Erdölpreis auf den höchsten je registrierten Wert von 81 US-Dollar. Im Gegensatz zu anderen Jahren führt kein Land einen frischen Kriegszug durch, noch hat sich ein Terror-Anschlag ereignet - und auch die Hurrikan-Saison hat bisher zu keinen ernst zunehmenden Schäden an den Förderplattformen im Golf von Mexiko und den Raffinerien darum herum geführt. Wieso also steigt Preis in einen Bereich, wo es uns allen weh tut?

Ich mache zwei Gründe dafür aus:

Dollar-Inflation

Indem Ben und die Fed Millionen von US-Dollars in den Markt pumpen (sei es durch Zins-Senkungen oder Instant-Kredite an Banken), brauchen die Produzenten einfach mehr Dollars pro Barrel, um keine Miesen zu machen. Deshalb sollte der Erdölpreis immer inflationsbereinigt angeschaut zu werden, bevor man Superlative verwendet.

Vielleicht sollten sich die Förderländer auch überlegen, mit Iran gleichzuziehen und das kostbare Gut nicht mehr gegen sog. "Petrodollars", sondern Euro zu verkaufen - Wie ich gerade lese, ist gestern nun auch Hugo Chavez von der zukünftigen Junk-Währung - Motto: "Greenback zukünftig nur noch als Toilettenpapier zu gebrauchen" - auf andere, stabilere Währungen zur Bezahlung des schwarzen Goldes umgestiegen.

Wenn zu viele alle nur das Eine wollen

Es gibt ernstzunehmende Anzeichen dafür, dass die Weltnachfrage grösser ist als die mögliche Produktion. Irgendwann wird dies zu einem ernsten Problem werden. Und das kann durchaus schon bald passieren.

Quelle: Der Ölpreis: Fluch und Segen

Die Inder und Chinesen machen sich langsam aber sicher bemerkbar. Mittlerweile sind wohl alle Rohstoffe - von Metall bis zu Milchpulver - teils orbitant teurer geworden. Wenn dieselbe (oder gar eine abnehmende Menge) an Rohstoffen auf mehr Nasen verteilt werden muss, gibt es ein Gerangel - und der Lieferant kann Preise erhöhen ("Angebot und Nachfrage").

Schön, dass sich bei Finanz-Experten langsam die Erkenntnis durchsetzt, dass Erdölvorkommen "beschränkt" sind.

Interessant ist zudem, dass Mark Flannery aufzeigt, dass es derzeit keinen ernst zu nehmenden Ersatz für Erdöl gibt, sofern es für den Individualverkehr eingesetzt wird. Weder haben wir Autos mit Atomreaktoren als Motoren, noch einen Flux-Kompensator - es gibt schlicht und einfach nichts, was den derart einfach zu transportierenden und in Kraft umzuwandelnden Energieträger Erdöl kurzfristig ersetzen könnte.

Dass er Biotreibstoffe - momentan unheimlich gehypt - erwähnt, ist kaum verwunderlich. Man muss sich aber immer vor Augen führen, dass die Felder gedüngt werden müssen (Dünger wird heute grösstenteils aus/mit Erdöl gefertigt). Und die Ernte macht auch nur Spass, wenn man in einem grossen Fahrzeug sitzt, dessen Motor ... der intelligente Leser errät es ... mit Erdöl läuft. Es wäre illusorisch, Biotreibstoffe als Lösung all unserer Erdölprobleme zu sehen - zumal in Zukunft es sich niemand wird leisten können, wertvolle Nahrungsmittel zwecks einer Sonntagsausfahrt auf den Gurnigel zu verbrennen.

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Sonntag, September 16, 2007

Die USA, Irak und das Oel

Ein Einspruch von höchster Stelle: US-Verteidigungsminister Robert Gates hat dem früheren Notenbankchef Alan Greenspan widersprochen, wonach es den USA im Irak-Krieg vor allem um das Erdöl gehe. [...] Nicht der Zugriff auf Öl, sondern die Sorge um die Stabilität in der Golfregion sei also der Grund für den Irakkrieg gewesen, sagte Gates damit.

Quelle: Gates widerspricht Greenspan - Irakkrieg nicht wegen Erdöl

Und es geht doch um's Öl. Ob man jetzt als Besatzungsmacht direkt Zugriff auf das Öl hat oder aber mit den Besitzern entsprechende Verträge schliesst (weniger der amerikanische Staat als die us-amerikanischen Öl-Firmen) spielt keine Rolle. Damit man aber von den seit 20 Jahren brachliegenden Öl-Reserven im irakischen Boden profitieren kann, muss in der Region selbstverständlich Ruhe einkehren. Niemand will wie in Nigeria oder Mexiko Anschläge auf Pipelines und Mitarbeiter der Fördergesellschaften, Raffinerien und Transportunternehmen.

Wie auch immer, folgende Grafik sollte man immer im Hinterkopf behalten, wenn die Stichworte USA und Öl fallen:

Quelle: Who Has The Oil, Who Uses The Oil

Die Länder mit den grössten Reserven (Saudi Arabien, Iran, Irak) tauchen erstaunlich häufig in Verbindung mit den USA auf. Die Saudis sind gute Freunde der USA, die Iraker sträuben sich noch ein wenig und die Iraner bombt man im Notfall in Grund und Boden. Zufall?

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Montag, September 03, 2007

Simbabwe: Peak Oil? Gar kein Oil!

Die Auswirkungen von Peak Oil sind für uns reiche Westler noch in weiter Ferne - arme Dritt-Welt-Staaten wie Simbabwe geben einen ersten Eindruck, was wir dereinst zu erwarten haben:

[...] While CEOs get that rare opportunity to learn how one can siphon a fuel tank in ten seconds flat, the commuter drivers find out that in this country, having lots of money doesn’t matter anymore. There is hardly anything to buy anyway.

[...] Then there is the major challenge of dealing with the egos of those who are forced to ditch that conspicuous symbol of status, the posh car. Some would rather push the car to work if only for the rest of us to see that they belong to the WaBenzi tribe.

Quelle: Funny thing happened at fuel queue the other day

Symptom: Hyperinflation

This business of the Fed simply printing up cash to buy the stock market is nuts. We are going the way of Zimbabwe. And nobody seems to notice, or care. As long as the stock market goes up, everything else can go to hell.

Quelle:

Monokausal? Nicht ganz ...

In the case of Zimbabwe, all this human misery is not completely attributable to peak oil and unaffordable gasoline; an abysmally incompetent government is playing a major part in the country's economic demise well in advance of better governed nations. It is, however, representative of what we will see again and again as oil depletion sets in.

Quelle: Zimbabwe - Peak Oil's First Casualty?

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Mittwoch, August 29, 2007

Mario der Knecht

[...] Britain’s transition to a knowledge- and service-based economy depends on cheaply importing food that it long ago lost the capacity to grow. The Malthusian nightmare – of world population outstripping food supply and reversing the ‘development’ process – has been dispelled many times by rises in farm productivity. But with that rising population now looking to fill its tanks with biofuel from the same land that yields its biological fuel, the post-industrial world may soon turn back into an agricultural society, with unfamiliar exposure to the turn of the seasons and the vagaries of sun and rain.

Quelle: The last straw? Alongside debt, rising food prices threaten industrial growth

Und dann haben wir nämlich den Seich: Weil wir mit dem Erdöl-Exzess auch noch gleich unser Klima über Jahrzehnte hinweg verändert haben, wird das Bauern in Zukunft äusserst spannend, um nicht zu sagen: immer am Rand des Abgrundes.

"I asked them when the season ends and was told that such questions are becoming more difficult to answer. Farmers know that predictable patterns in weather are becoming a thing of the past. How does the global food supply system deal with such changing risk?"

Quelle: The looming food crisis

Ein solch regnerischer Sommer wie in diesem Jahr würde einen Grossteil der Überbevölkerung auf die grösste fremderwirkte Diätkur setzen, die wir in unserem modernen Staat je gesehen haben.

Doch zuerst der 1. Akt

Zuerst lassen wir aber die vom Schicksal gezeichneten Amerikanischen Bauern wieder einmal so richtig Gewinn machen:

A year or two ago, almost all the land where maize is now being grown to make ethanol in the US was being farmed for human or animal food. And because America exports most of the world's maize, its price has doubled in 10 months, and wheat has risen about 50%.

Quelle: The looming food crisis

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Sonntag, August 12, 2007

Peak Oil-Schockwelle: Innert drei Tagen

Expect food shortages in our just-in-time system within three days. What then? Obviously we cannot plant seeds and wait for mature plants. If we redirect fuel to critical needs, then all other needs suffer. Put a finger in the dyke and another leak springs up.

Quelle:

Kürzlich habe ich mit einem ehemaligen Schulkollegen gesprochen, der für die Verteilzentrale von Coop in Bern-Brünnen als Techniker arbeitet. Jede Nacht werden dort hunderte von tausenden Brote gebacken, die in den frühen Morgenstunden von LKWs in alle Filialen der Region gebracht werden.

Autobahnanschluss

Die unmittelbare Nähe zum Autobahnanschluss ist kein Zufall - die Verteilzentrale wurde bewusst an dieser Stelle errichtet, damit der Warenverkehr über Schnellstrassen abgewickelt werden kann. Darunter fällt nicht nur die Auslieferung von Backwaren, sondern auch die Anlieferung der Rohstoffe wie Mehl und Zucker.

Schiene

Wer genau hinschaut und in das Satellitenbild hineinzoomt, wird zudem Eisenbahnschienen entdecken. Diese scheinen in das Gebäude hineinzulaufen. Ich wundere mich, wie hoch der Anteil der Lieferung per Schiene ist. Reine Vermutung: Die Anlieferung der Rohstoffe könnte mehrheitlich per Güterwagons erfolgen, die Auslieferung der Brot-Laibe hingegen per LKW. Ich glaube nämlich nicht, dass die Brote per Eisenbahn rechtzeitig frisch duftend in den Filialen eintreffen würden.

Diese Zentralisierung der Produktion hat in Zeiten von billigem Erdöl durchaus Sinn gemacht, könnte sich aber bei einer starken Preissteigerung rasch als "Bottleneck" herausstellen. Wenn das Brot bei einer grossen Ölknappheit überhaupt noch in den Läden ankommt, wird es erheblich teuer sein als heute.

Ob die Schockwelle hierzulande innert drei Tagen spürbar wird, kann ich nicht sagen. Der Kommentator scheint einen us-amerikanischen Hintergrund zu haben - und ich weiss nicht, ob dort Verteilzentren neben Trucks auch per Schiene an den Rohstoffverkehr angebunden sind.

Nun, vielleicht sollten wir wieder lernen, zu Hause Brote zu backen, die 14 Tage lang haltbar sind ...

Frappante Transportkosten

Der Transport einer Konservendose von China nach Hamburg kostet heute etwa 15 Rappen. Der Seetransport ist so billig, dass der Weg von Honkgong bis Hamburg günstiger ist als der anschliessende Transport auf dem Landweg von Hamburg in die Schweiz.

Quelle: Der Bund, "Der Boom auf den Weltmeeren", 21. August 2007, S. 2.

Nachtrag

Seit zwei Tagen streiken in Italien die Lastwagenfahrer. Bereits werden an den Tankstellen der Treibstoff und in den Läden Früchte und Gemüse knapp.

Nach nur zwei Tagen Streik herrschte in Rom und in anderen italienischen Städten bereits der Ausnahmezustand: An den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen, weil Hunderttausende von Autofahrern noch schnell volltanken wollten. Viele standen vergeblich an: Eine Zapfsäule um die andere schloss, weil die Reserven aufgebraucht waren. In Rom war es bereits am frühen Nachmittag kaum noch möglich, Benzin zu erhalten.

In den Läden und Supermärkten leerten sich die Regale, weil die Warenanlieferung ausblieb. Gemüse und Früchte gab es gestern kaum noch, Milch- und Fleischprodukte dürften heute ausgehen. In vielen Supermärkten kam es zu Hamsterkäufen. Der sizilianische Bauernverband hat bereits den Einsatz der Armee gefordert, weil auch die Häfen von den Lastwagen blockiert werden und tonnenweise Mandarinen und Orangen nicht aufs Festland geliefert werden können und zu verfaulen drohen. Erste Fabriken standen still, weil die Materialzulieferung ausfiel. [...]

In Italien erfolgen rund 85 Prozent der Gütertransporte auf der Strasse, das Land ist deshalb bei Arbeitsniederlegungen der Lastwagenbranche besonders verletzlich.

Quelle: Der Bund, "In Italien droht das totale Chaos", 12. Dezember 2007, S. 5.

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Mittwoch, Juli 25, 2007

Waffengang für nichts und wieder nichts

Today, the House passed H.R. 2929, Banning Permanent U.S. Bases in Iraq. This bill states that it is the policy of the United States not to establish any military installation or base for the purpose of providing a permanent stationing of United States Armed Forces in Iraq. It also states that it is the policy of the United States not to exercise U.S. control of the oil resources of Iraq.

Quelle: House Votes to Ban Permanent Bases in Iraq

Da verpulvert die letzte verbliebene Supermacht für ihren Waffengang im Irak hunderte Milliarden US-Dollars - und dann so was. Das ist, als würde ich nach Mekka pilgern, es dann aber nicht als nötig erachten, um die Kaaba herumzulaufen. Der einzig wahre Grund, wieso ein Land dieser Welt in Zeiten des drohenden Peak Oils derartige Summen aufwirft, sind die brachliegenden Ölfelder im Dreistromland.

Wie wollen die Amis in den nächsten Jahren nur ihren Hunger nach Öl stillen?

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Montag, Juli 23, 2007

Moderne Landwirtschaft

Definiere moderne Landwirtschaft:

The modern agriculture is the use of land to convert petroleum into food.

Quelle: Dr. Albert Bartlett: Arithmetic, Population and Energy

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Sonntag, Juli 15, 2007

Die USA machen sich öltechnisch Mut

A significant increase in the gas tax can work because we are not, in fact, a nation of addicts, as President Bush famously suggested in his 2006 State of the Union address. We are a nation of consumers with far more potential for adaptability than is usually acknowledged. We are a nation of innovators, whose creative efforts to address the real energy challenges of the 21st century are effectively mobilized when nonrenewable energy prices are reliably high, not when they are unpredictable or low. And we are a nation of citizens, ready to respond to leaders with long-term vision, if given the opportunity.

Quelle: Old oil fears don't match 2007 reality

Iuuu, alles klar! bin etwas skeptisch, ob man Probleme erst dann anpacken sollte, wenn sie sich wirklich mit voller Wirkung äussern ... Dass man in den Staaten mittlerweile den verbrauchsarmen Smart entdeckt hat (als Occasion aus Übersee eingeführt), ist doch nicht einmal einen Tropfen auf den heissen Stein. Dies wird klar, wenn man untenstehende Grafik einmal ganz genau anschaut:

Quelle: Hands to the pump

Bemerkenswert ist weiter, dass ich ohne Kenntnis von Bushs Rede vor einigen Tagen denselben Vergleich benutzt habe, um unsere Abhängigkeit von Öl zu verdeutlichen.

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Mittwoch, Juli 11, 2007

Kaum jemand beachtet Norwegen

The fate of virtually every economy on the planet is now beginning to revolve around a single question:Is it mostly a resource consumer? Or is it mostly a resource provider ? If it's the former, it may have some serious hurdles to overcome. If it's the latter, it's likely to be flying high.

[...] today, let's look at a country virtually no one is covering … NORWAY: Leading the Entire World in Key Metrics of Growth and Prosperity! Norway's reaping huge benefits from the oil boom. But it's success is not just about oil:

  • Among major industrial nations, Norway's income per capita — $72,306 per year — is the highest in the world, far ahead of the United States, with just $44,190.
  • Among all nations surveyed by The Economist , Norway ranks #1 on the Global Peace Index — the least crime and the most security.
  • And among all nations of the world, large or small, Norway also ranks #1 on the Human Development Index (HDI), a standard used by the United Nations to evaluate life expectancy, literacy, education, economic development, and the overall quality of life.

Quelle: Crude Oil surging! Resource countries flying!

Hmmm, interessant. Norwegen ist soeben zu einem Auswanderungskandidaten für mich geworden *smile*

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