Dienstag, Dezember 29, 2009
Napoletanische Pizzaiolos in den USA?
If you ever see anybody in America that says they're from Naples and they're a pizzamaker: If they were making pizza in Naples or making it a restop in the autostrada ... because if you're a pizza maker in naples you have like the best job in the city it's like one of the highest paid jobs ... they're super respected and they're in demand. They are not come to america to make 10 bucks and work 15 hours a day and be treated like a third class citizen.
Quelle: Obsessives: Pizza — CHOW
Labels: Essen, Italien, Nahrung, Pizza, Restaurant
Mittwoch, September 02, 2009
Britischer Frass
Wir sind in London angekommen. Das Wetter ist gar nicht so schlecht wie angekündigt. Das lokale Essen verstösst halt noch immer gegen die Genfer Konventionen aber man kriegt hier ja glücklicherweise an jeder Ecke Essen aus aller Welt.
Quelle: London on Flickr - Photo Sharing!
Mittwoch, Juli 01, 2009
Wir fühlen nicht mehr, wenn wir genug gegessen haben!
Aus "Abnehmen für Geeks" (oder so):
Buster gets a clear signal every time he eats too little, but never hears a thing when he eats too much, unless it's enough to actually make him sick. Like Sam, like Oscar, like all of us, from time to time Buster's inclined to overeat. But nothing tells him to stop; not then, and not the next day.
Quelle: Bulky Blown-up Buster
Labels: Essen, Geek, Gesundheit, Gewicht, Nahrung
Montag, Juni 22, 2009
Olivenöl-Diät
After a great deal of experimenting, he discovered two agents capable of tricking the set-point system. A few tablespoons of unflavored oil (he used canola or extra light olive oil), swallowed a few times a day between mealtimes, gave his body some calories but didn't trip the signal to stock up on more. Several ounces of sugar water (he used granulated fructose, which has a lower glycemic index than table sugar) produced the same effect. (Sweetness does not seem to act as a "flavor" in the body's caloric-signaling system.)
The results were astounding. Roberts lost 40 pounds and never gained it back. He could eat pretty much whenever and whatever he wanted, but he was far less hungry than he had ever been. [...]
Quelle: Does the Truth Lie Within? - New York Times
Labels: Ernährung, Essen, Nahrung, Wissenschaft
Mittwoch, Mai 20, 2009
83 Liter pro Kopf
Nein, nicht Bier, sondern Softdrinks:
Im Jahr 2007 seien weltweit 552 Milliarden Liter Softdrinks getrunken worden - das seien knapp 83 Liter pro Kopf.
Meine 83 Liter stelle ich zu Beginn eines jeden Jahres völlig uneigennützig Kollege Randal zur Verfügung. Er hat eine bessere Verwendung dafür als ich.
Labels: Ernährung, Essen, Gesundheit, Trinken
Sonntag, Mai 03, 2009
Wieviel Zucker essen wir?
We've used regular sugar cubes (4 grams of sugar each) to show how the sugars in your favorite foods literally stack up, gram for gram.
Quelle: Sugar Stacks - How Much Sugar Is in That?
Abgesehen davon kriegt man einen schaurigen Einblick darin, wie ein typisch us-amerikanisches Morgenessen ausschaut.
Dienstag, April 07, 2009
Thai Food Festival Bern 2009
Das diesjährige Thai Food Festival in der thailändischen Botschaft in Bern findet am Samstag, 25. und Sonntag, 26. Juli 2009 statt. Unbedingt notieren!
Dank: Frau Salzmann
Labels: Essen
Dienstag, April 07, 2009
Snicker hiess früher ... Marathon?!
“ooh, remember back in the day when Snickers were called Marathons”
Quelle: Wanna Feel Old? - What's in a Name?
Wer sich in meinem Alter (Jahrgang 1980) diesen Blog noch nicht abonniert hat, sollte es umgehend tun!
Labels: Essen, Funny, Geschichte, Konsumgesellschaft
Mittwoch, Februar 25, 2009
Indien 2009: Magen- und Darmweh
Dies ist der zweite Blog-Artikel über meine zweiwöchigen Indien-Reise. Wenn es die Zeit zulässt, werde ich meine Erlebnisse in mehreren Artikeln niederschreiben. Fotos (über 1500 an der Zahl) folgen auch irgendwann einmal auf Flickr.
Neben vielen erfreulichen Erfahrungen sind Reisen in Entwicklungs- und Schwellenländer auch immer ein Gesundheitsrisiko - genau dies ist es, was mich bisher von solchen tollkühnen Trips abgehalten hat. Doch manchmal sollte man über seinen Schatten springen, ohne sich aber leichtsinnig zu verhalten.
Ich möchte im folgenden Text nicht fortgeschrittene Risiken im Schwellenland Indien ansprechen, die sich beispielsweise aus der Teilnahme im indischen Strassenverkehr ergeben (Das Motto lautet hier: "Wer zögert, stirbt!", was für die verwöhnten Schweizer in unzähligen Nahtoderfahrungen resultiert), sondern diejenigen viel grundlegender Art: Bakterielle Erkrankungen des Magens und des Verdauungstraktes.
Magen
Auf der Reise begann ich zum erstaunen meiner Mitreisenden, zwischen Magen- und Darmweh zu unterscheiden. Die ersten 14 Tage meines Aufenthaltes hatte ich vor allem mit ersterem zu "kämpfen". Es war zwar nicht lästig, aber doch etwas unangenehm. Komisches Gurgeln aus dem Magenbereich, viel schlimmer waren aber die Blähungserscheinungen.
Auf Grund der Teilnahme an einem Seminar über die Ernährung während des Zweiten Weltkrieges machte ich für diese Erscheinungen die geänderte Ernährung verantwortlich: In Indien isst man oft und viel vegetarisch. In Mumbai fand sich zwar ab und zu Pouletfleisch im Mahl, doch sobald wir die Grenze zum nördlich gelegenen Staate Gujarat überschritten hatten, war es aus mit fleischlichem Genuss. Die Einwohner des Staates rühmen sich - verstärkt durch den bekanntesten Sohn des Staates, Ghandi-ji - Vegetarier zu sein. Zusätzlich ist in Gujarat auch der Alkoholkonsum tabu (für Touristen gibt es Ausnahmen; man kommt sich aber wohl trotzdem vor wie ein Schwerverbrecher) und Zigarettenraucher wird auch eher mit Verachtung begegnet.
Zurück zum Weltkriegsseminar: Aus der damaligen Quellenlektüre wusste ich, dass die Umstellung der Ernährung von fleisch- zu fleischlos (mit viel Gemüse) bei unserer Kriegsgeneration allerhand Verdauungsprobleme hervorrief. Ich bin der Überzeugung, dass ich daran "litt" (bis mir jemand das Gegenteil beweist; selbstverständlich kann es sein, dass gerade in Indien auch die äusserst scharfe Gewürze einen verstärkenden Effekt haben).
Darm
Lange vor der Abreise wurde ich von meinem Arzt wie auch von Melanie auf den Fall der Fälle trainiert: Durchfall [sic]! In meiner Reiseapotheke fand sich deshalb eine Grosspackung Carbolevure (die guten, alten Kohletabletten) sowie Lopimed, das deutlich stärkere Durchfallmittel.
Rückblickend bin ich immer noch erstaunt, wie lange ich die wildesten kulinarischen Kreationen geniessen konnte, ohne dass mir beim Toilettengang die Quittung präsentiert wurde. Leider kam die Rache sehr, sehr spät - zwei Tage vor Abreise. Da wir am Vorabend in Ahmedabad mit Mirch Masala ein Restaurant gefunden hatte, dass auch Fleisch servierte, schlug ich mir den Magen mit Poulet- und Schaffleisch voll. Kreuz und quer, fast bis ich platzte.
Zwei andere Fehltritte schwirren aber noch in meinem Hinterkopf herum: An einer der Hochzeitsfeierlichkeiten wurde Catering-Mitarbeiter dabei ertappt, wie sie Tanks von leeren Wasserspender mit Hahnenwasser auffüllten. Dabei hatten die Gastgeber doch aus Rücksicht auf die Horde Schweizer extra Wasserspender bestellt, die ursprünglich abgefüllte, bedenkenlose Flüssigkeit von sich gaben. Ich hatte dies leider schon vor der Ertappung der Missetäter erfahren, denn auf einmal hatte das Wasser einen so komisch, chlorigen Geschmack ... als ich mich entschied, den Becher wegzuwerfen, hatte ich davon schon drei Schlücke davon getrunken.
Am nächsten Tag, an der eigentlichen Hochzeitsfeier, wurde ich angesichts des frugalen Hochzeitsbuffets schwach, schaltete temporär die Überlebensmaxime "Cook it, peel it or leave it" aus und ass ... Salat. Gurken, Tomaten, Zwiebeln ... köstlich!
Wahrscheinlich hat gerade die Kombination dieser drei Missgeschicke ein Inferno in meinem Darm angerichtet. Delhi Belly, wie es der Lonely Planet so schön nennt ...
In der Nacht zog es mich stündlich auf die Toilette des Hotels Alka - ausgerechnet hier, in der Low-Cost-Unterkunft, nachdem ich den Anfang der Woche noch im Vier-Sterne-Hotel verbracht hatte. Der Zimmerpreis betrug im Alka zwar nur noch ein Viertel dessen, doch die Einsparung wurde unter anderem wohl damit realisiert, indem man die Toiletten nicht mit WC-Papier ausstattete. Auf jeden Fall muss mein Zimmergenosse auf Grund der Geräusche aus dem Klosett wohl gedacht habe, dass ich stündlich Wasser lassen ging. Was im Grunde auch stimmte, wenn auch ... doch auf die Details möchte ich hier aus Anstand nicht eingehen.
Die Tagwacht war früh veranschlagt, weil wir uns mit Fahrer und klimatisiertem Fahrzeug (hier nicht als Segen, sondern als Fluch gemeint: Erkältung ahoi, sowie in unserem Falle auch faktisch "Überschwemmung" im Auto, gell Noemi?) in die Umgebung von Ahmedabad begeben wollte.
Eigentlich hatte ich innerlich schon entschieden, das Hotelbett zu hüten, als ich mich entschied, die Packung Carbolevure anzubrechen. Auf nüchternem Magen sollte die Tablette rasch ihre Wirkung entfalten - wer braucht da noch einen Korken? Hinzu kam, dass Tarkan mir von seinem ottomanischen Hausmittelchen verabreichte: Eine Handfläche voll Trockenkaffee, pur geschluckt. Damit war der Superkorken erfunden, ich entschied mich mit Koffein aufgeputscht riskanterweise, die Ausfahrt mitzumachen. Arnauds frische Bananen haben vielleicht auch noch ihren Teil zur beigetragen. Ich sollte den riskanten Entscheid auf alle Fälle nicht bereuen und sah unter anderem Swamis Tempel (sozusagen Versailles unter den indischen Tempel), ohne ein einziges Mal die "English Toilets" aufsuchen zu müssen oder meinen Vorrat an Papiernastüchlein aufzubrauchen.
Die Lopimed-Packung musste ich glücklicherweise erst nach meiner Ankunft in München anbrechen (hinter mir rannte sofort nach der Landung noch ein anderer Leidensgenosse auf die frühmorgendlich blitzblank geputzten Toiletten). Dies half, die nächsten vier Stunden der Heimreise ohne Zwischenfall zu überstehen.
Verträgliches Essen
Da wir im letzten Abschnitt der Reise, nach der Hochzeit, ein in Indien wohnhaftes Pärchen aus der Schweiz mit uns hatten, konnte ich von deren Tipps gegen Durchfallerkrankungen profitieren. So wurde mir geraten, Idli zu essen - simple Küchlein aus gemahlenem Reis (vereinfacht gesagt, Kochprofis lesen ein gut bebildertes Rezept). Ist zwar eintönig, hilft aber hoffentlich. Bananen sind auch gut, hingegen sollte man fettige Dinge meiden. Dass man viel Wasser trinken soll, muss ich kaum erwähnen - das steht überall, im Lonely Planet wie auch in der Packungsbeilage der Tabletten. Empfehlen kann ich hierbei vielleich noch den Genuss einer salzigen Lemon Soda. Tönt für den Westler vielleicht etwas ungewohnt ("Was, salzig? Das Gesöff muss süss schmecken!"), ist aber sehr gut, um den Elektrolyt-Haushalt (ich habe gespickt, tönt verdammt klug, he?) in Ordnung zu bringen ...
Sonntag, Februar 22, 2009
Auf der Suche nach Ess-Stäbchen
Seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach qualitativ hochwertigen Ess-Stäbchen, damit ich die hin und wieder angeschleppten Take-Away-Sushis auch korrekt verspeisen kann.
Bei der Suche bin ich auf Anhieb bei Weltbild fündig geworden und habe mir das Ess-Stäbchen-Set "Asia", 12-teilig auch gleich bestellt.
Unterdessen habe ich weiter recherchiert und noch eine frechere Variante gefunden: Ess-Stäbchen mit Lasergravur! Leider hindern die hohen Kosten und der Ursprungsort Deutschland daran, dass ich mir spontan 25 Stäbchen-Paare mit Lasergravur (eMeidi.com) nach Hause habe liefern lassen:
| Maschineneinrichtung für Druck und Gravur | 69.98EUR |
| Gravur 50 Stäbchen (25 Paare) | 32.00EUR |
| 25 Stäbchen-Paare (rot) | 24.75EUR |
| Total | 126.73EUR |
Dienstag, Dezember 23, 2008
Die Feiertage saufend überstehen
Äusserst wichtige Tipps für alle Zeitgenossen - allen voran die Romands (wer hätte das von den Permanent-Apérölern gedacht ...) - die (auch) über die Feiertage zu tief ins Glas schauen werden:
More Life 101 videos at 5min.com
Wichtigste Bemerkung des Arztes, dem die hübschen Fragestellerinnen vertrauen: Je durchsichtiger das alkoholische Getränk, desto besser verträgt es der Körper. Vodka und Sambucco, ich kooohomme! (Eigene Interpretation mit Blick auf den Sylvester-Abend in Haute-Nendaz)
Egal was man sich den Rachen runterstürzt, ein sich immerzu auffüllendes Glas Wasser sollte in der Nähe stehen (von mir bereits seit Jahren praktiziert). Hinzu kommt die von meinem Vater überlieferte Warnung "Du söusch nid müschlä!" - immer derselbe Drink, nicht durcheinander saufen, stay the course!
Und bevor man nach der durchzechten Nacht in die Federn fällt, sollte man den Nachbrand bereits vorsorglich löschen, indem man erneut möglichst viel Wasser zu sich nimmt (Nachteil: Enormer Druck auf die Blase und komische Kommentare von Kollegen bezüglich Morning Wood). Prophylaktiker werfen auch gleich noch ein Aspirin ein (läuft man im Suff in der Küche aber noch in das Messerset, hat man dann aber um so grössere Probleme mit der Blutgerinnung).
Hat man am Morgen dennoch alkoholbedingte Beschwerden, empfiehlt sich die Verspeisung eines Eis.
Labels: Alkohol, Essen, Ferien, Festtage, Gesellschaft, Neujahr, Sylvester, Weihnachten
Sonntag, Dezember 21, 2008
Die besten Kebaps in und um Bern
Die Kebap-Läden in und um Bern sind in den letzten Jahren nur so aus dem Boden geschossen. Doch nicht alle bieten denselben Genuss. Hier folgt ein Versuch, die besten Kebap-Restaurants und Take-Aways aufzulisten (die Liste wird kontinuierlich ergänzt):
Restaurant Venezia
Burgunderstrasse 23, 3018 Bern • Sonntag und Montag geschlossen
Im äusserst einfachen, eingeschossigen Restaurant Bümpliz, nahe der Bahngeleise gelegen, kehrt man ein, wenn man so richtig Kohldampf hat und statt dem Kebap im Fladenbrot nach einem überladenen Kebap-Teller dürstet. Neben dem Kebap-Fleisch an Sosse gibt es wohl die am besten gewürzten Pommes Frites in der Stadt (davon könnten sich McDonalds und BurgerKing eine Scheibe von abschneiden). Zur Beruhigung des Gewissens kommt auch noch ein Salätchen hinzu, begleitet von in handliche Grössen geschnittenem Taschenbrot in einem Brotkörbchen. Als Getränk bestelle ich mir normalerweise ein Bierchen vom Zapfhahn. Danach ist man garantiert satt! Oftmals ist mein Teller - im Gegensatz zu demjenigen von Randal und dem Auten - jedenfalls nicht leer.
Das Lokal ist immer gut besucht - einerseits von Jugendlichen der Umgebung, andererseits von einem recht durchmischten älteren Publikum (auch ganze Familien wurden dort schon beim Einnehmen des z'Nacht gesehen).
Gemäss meinen Informationen wird das Geschäft von zwei Brüdern geführt. Der eher wortkarge Umut (manchmal hält auch sein Name als Bezeichnung des Restaurants her, wie mir Kollege Rottisson das letzte Mal erklärt hat) ist im Backoffice tätig (er steht vor dem Kebap-Spiess und ist für die Frites verantwortlich), sein jüngerer (?) Bruder - Ulas, wie ich mittlerweile herausgefunden habe - kümmert sich um die Bestellaufnahme, die Getränke und die die Kasse. Letzterer ist nicht so wortkarg wie sein Bruder und hat immer ein saloppes Witzchen auf der Zunge. Der Optimist in Person!
Das Lokal ist auf Grund seiner Lage und Kundschaft nichts für xenophobe Zeitgenossen mit SVP-Parteibüchlein. Sowohl die Betreiber als auch die Mehrheit der Gäste sind nicht das, was rechtsbürgerliche Kreise als alteingesessene Eidgenossen bezeichnen würden. Leute, die solche Umstände nicht stören (mich, bspw.), können sich auf wahre Gaumenfreuden gefasst machen. Dass der jüngere Bruder auch manchmal das Wort "Schätzlis" ins Mund nimmt, wenn er mit seiner (männlichen!) Kundschaft spricht, könnte für zartbeseitete Fundi-Heteros ebenfalls ein No-Go sein.
König Kebap
Schwarzenburgstrasse 257, 3098 Köniz
>Gastro-Kritik folgt<
To Do
Unbekannt
vis-à-vis Restaurant Spitz, Moserstrasse 14b, 3014 Bern
Sonntag, Dezember 14, 2008
Besonderheiten japanischer Ramen-Bars
Zwei Jahre ist es her, als ich auf Studienreise in Japan weilen durfte. Obwohl ich dieses Jahr den Geburtstag des Kaisers nicht wie die vergangenen zwei Jahre im Bellevue feiern durfte, sind meine Erinnerungen an die faszinierende Kultur in Ostasien immer noch hellwach.
Heute stiess ich über Reddit auf folgenden Ausschnitt einer (typisch?) japanischen Fernsehsendung, in welcher der Bevölkerung gezeigt wird, wie ein Gesellschaftsmitglied zwecks Steigerung der Zuschauerzahlen dem engen Korsett von Regeln und Verpflichtungen ausbricht:
Wer schon einige Zeit in Japan verbracht hat, wird - abgesehen von dem irren Hard Gay - aber noch etwas anderes auffallen: Der erste Kunde, der die Ramen-Bar (wir Berner haben seit kurzem auch eine solche Bar im Westside) betritt, begibt sich gleich nach dem Betreten der Bar nach links zu einem weissen Kasten, der an der Wand angebracht ist.
Wieso steuert der Kunde nicht den Tresen an (anscheinend die typische Architektur für eine Ramen-Bar, denn auch im Westside sitzt man identisch), setzt sich, nimmt die Menu-Karte hervor und bestellt etwas? Ganz einfach: In Japan kommt es häufig vor, dass man hierzu eine vollautomatisierte Lösung verwendet. Dieser Kasten ist nämlich die Menukarte und Bezahlstation in einem: Der Kunde kann sein Menu mittels Knopfdruck auswählen, den geschuldeten Betrag bezahlen und erhält dann einen Gutschein, den er dem Servierpersonal übergibt.
Übrigens: Am Ende des Clips wird auf die Internet-Site bakakage.net verwiesen. Da meine Freundin Melanie mittlerweile mehr Japanische Floskeln kennt als ich, habe ich von ihr auch den Begriff baka gaijin (jap. "dummer Ausländer/fremder Fötzel") gelernt. Fragt sich jetzt also nur, was kage bedeutet ... Rere?
Sonntag, November 30, 2008
Super Size Me doch nicht ganz so aussagekräftig?
Hat Morgan Spurlock in seiner Doku "nur" aufgezeigt, wie Vegetarier auf eine plötzliche, 30-tägige McDonalds-Diät reagieren? Die Ergebnisse könnten so nicht einfach auf uns Fleischesser übertragen werden?
Having never examined Spurlock, Nyström could only guess, but among two of his perfectly reasonable hypotheses were that Spurlock may have had pre-existing undiagnosed liver problems; or that his normally vegetarian diet may have rendered his liver poorly prepared to suddenly deal with a diet high in carbohydrates and saturated fat, a problem that anyone eating a normal diet would not experience.
Quelle: Sized Fast Food Phobia
Auf alle Fälle gilt auch bezüglich Fast Food der gewohnte, wohl fast allgemeingültige Merksatz: Alles im gesundem Mass! Wer mehrmals pro Monat im McDonalds ist, sicher aber ansonsten ausgewogen ernährt und sich körperlich betätigt, sollte kaum Gesundheitsprobleme bemerken.
It's the drinks, stupid!
The real offenders on fast food menus are not the hamburgers at all, but the drinks; especially the milkshakes.
In diesem Artikel wird festgestellt, was ich schon längst sage: Wer im Mac essen geht, ersetzt die Pommes besser mit einem Salat. Noch wichtiger aber ist, dass man anstelle der Zuckerbombe Cola Mineralwasser bestellt.
Ich behaupte völlig unwissenschaftlich, dass die meisten Probleme mit dem Körpergewicht nicht von Fetten herrühren, sondern von einem zu grossen Zuckerkonsum (welcher in Form von Insulin die Ablagerung von Fett in die Fettzellen fördert).
Labels: Ernährung, Essen, Film, USA, Wissenschaft
Mittwoch, November 19, 2008
Erdbeer Milk-Shake: En guete!
A typical artificial strawberry flavor, like the kind found in a Burger King strawberry milk shake, contains the following ingredients: amyl acetate, amyl butyrate, amyl valerate, anethol, anisyl formate, benzyl acetate, benzyl isobutyrate, butyric acid, cinnamyl isobutyrate, cinnamyl valerate, cognac essential oil, diacetyl, dipropyl ketone, ethyl acetate, ethyl amyl ketone, ethyl butyrate, ethyl cinnamate, ethyl heptanoate, ethyl heptylate, ethyl lactate, ethyl methylphenylglycidate, ethyl nitrate, ethyl propionate, ethyl valerate, heliotropin, hydroxyphenyl-2-butanone (10 percent solution in alcohol), a-ionone, isobutyl anthranilate, isobutyl butyrate, lemon essential oil, maltol, 4-methylacetophenone, methyl anthranilate, methyl benzoate, methyl cinnamate, methyl heptine carbonate, methyl naphthyl ketone, methyl salicylate, mint essential oil, neroli essential oil, nerolin, neryl isobutyrate, orris butter, phenethyl alcohol, rose, rum ether, g-undecalactone, vanillin, and solvent.
Quelle: Why McDonald's Fries Taste So Good
Da bekommt "Chemie fressen" eine völlig neue Bedeutung ...
Labels: Ernährung, Essen, Wissenschaft
Mittwoch, Oktober 22, 2008
Fresst mal langsamer!
Wenn ich mit Arbeitskollegen essen gehe, bin ich immer einer der letzten, der mit seinem Teller fertig wird. Anscheinend ist das gar nicht mal so schlecht:
Compared with those who did not eat quickly, fast-eating men were 84% more likely to be overweight, and women were just over twice as likely.
Quelle: BBC NEWS | Health | Speed of eating 'key to obesity'
Wahrscheinlich bringt es aber nichts, dieselbe Menge einfach langsamer zu essen. Eher sollte man auf das Sättigungsgefühl hören und das Teller beiseite schieben, auch wenn es noch nicht leer ist ...
Ein weiterer kostenloser Tipp zum Abnehmen: Sauft mal Wasser!
Dienstag, Oktober 14, 2008
Fürchterliches Essen in London
Nobelpreisträger Krugman über die Ökonomie hinter der Nahrungszubereitung in London:
by the time it became possible for urban Britons to eat decently, they no longer knew the difference. The appreciation of good food is, quite literally, an acquired taste--but because your typical Englishman, circa, say, 1975, had never had a really good meal, he didn't demand one.
Quelle: Supply, Demand, and English Food
Daraus leitet er (wohl) einer seiner Theorien ab:
a free-market economy can get trapped for an extended period in a bad equilibrium in which good things are not demanded because they have never been supplied, and are not supplied because not enough people demand them.
Soviel zum Segen der Marktwirtschaft ...
Labels: Essen, Grossbritannien, Kochen, London, Nahrung
Freitag, August 15, 2008
Sauft wirklich mal Wasser!
Grüsse an Randal und Mr. B, die das Zeugs literweise runtergeschüttet haben oder immer noch runterschütten ...
Bereits nach dem Konsum einer Dose Red Bull zeige ein junger Mensch medizinische Werte wie ein Senior mit Herzproblemen. Der Professor des Royal Adelaide Hospital in Australien fand heraus, dass der Energydrink das Blut verdicke und das Risiko von Blutgerinseln erhöhe.
Quelle: Red Bull verleiht Herzprobleme - Wissen - Espace
... und ich hielt bei Randal immer den Zeigefinger auf, weil das Teil so viel Zucker enthält.
Labels: Blogosphäre, Essen, Gesundheit, Medizin, Nahrung
Sonntag, August 03, 2008
Mallorca 2008: Wo essen am Ballermann?
Hotel mit All Inclusive buchen?
Schweizer, die wir am Ende einer durchzechten Nacht desillusioniert vor dem Hotel Pabisa Bali vorfanden, hatten das All Inclusive-Angebot gebucht und dafür ca. 1500 Franken/Person hingeblättert.
Im All Inclusive-Paket war nicht nur ein z'Vieri sowie das Abendessen inbegriffen, sondern auch unlimitiert Getränke an der Pool-Bar. Ausserdem konnte man sich an Randstunden beim Bierkönig "einen laden" gehen und kriegte einen kostenlosen Eintritt in den Bierkönig und auch dort erneut Gratis-Drinks.
Dennoch erschien mir, als hätten sich die 600 Franken Aufpreis für unsereiner niemals gelohnt. Wie wir von anderen Schweizer(innen) hörten, die ganz unten beim Ballermann 0 im Kilimanjaro einquartiert waren, war deren All Inclusive-Essen derart ungeniessbar, dass sie sieben Tage lang unfreiwillig eine Diät einlegten. Schon schitter, wenn Hotelküchen nicht mal Pasta anständig hinkriegen ...
Alternative: Wir suchen uns selber ein Restaurant
Gerade auf Grund solcher leider all zu oft gehörter Stories war ich froh, dass wir unser Abendessen jeden Abend an einem anderen Ort an der Playa de Palma einnehmen konnten. Zwar liess man so regelmässig zwischen 15 bis 30 Euro pro Person liegen, doch darin inbegriffen war oftmals Wein und eine nette Vorspeise.
Folgende Beizen wurden von uns heimgesucht:
- Del Sol, Avenida Miramar 3, Balneario 0. Vom Ballermann 6 etwa 20 Minuten Fussmarsch bis kurz vor El Arenal. Belohnt wird man mit einer relativ zur Umgebung Super Küche. Leider sehr gut frequentiert, was am zweiten Abend zu ca. 10-minütigem Anstehen und einer verminderten Qualität der Nahrungsmittelzubereitung führte. Beim ersten Besuch war die Küche besser (ich habe beide Male das Risotto bestellt und konnte so gut vergleichen - beim ersten Mal war es köstlich). Der Hauswein war süffig, die Bruschetta etwas gewöhnungsbedürftig (erwartet: Frisch getoastetes Brot, Zwiebeln und Tomaten - erhalten: orange Paste). Alles in allem muss man unbedingt mal dort eingekehrt haben. A propos: Von den LCD-Schirmen flimmert Deluxe Music - Gegenpol zu "Wir-bringen-höchstens-noch-ein-Musik-Clip-pro-Stunde-aber-nennen-uns-dennoch-Musiksender" MTV.
- Cafeteria San Siro, La Calle Del Jamon Zwischen Hotel Pabisa Bali und dem Bierkönig gibt es an der Strassenkreuzung eine "Schinkenbude" (nicht zu verwechseln mit derjenigen, die ins Bamboleo integriert ist), die von Spaniern geführt wird. Gesprochen wird dort spanisch und immer wieder trifft man spanische Angestellte vom Bierkönig und anderen Lokalen dort, die den Feierabend oder die Pause ausklingen lassen. Bestellt wird mittels einer bebilderten Menukarte. Dort sind - wohl aus Kompatibilitätsgründen mit den Teutonen - Hamburger und ähnlicher Fastfood abgebildet. Darauf folgen dann aber so richtig spanisch-mallorquinische Tapas, die eigentlich alle Mal durchprobiert werden müssen. Täglich um etwa 16.00 Uhr pilgerten wir vom Hotel an den Strand, um zuerst einmal in diesem Büdchen etwas Nahrung zu uns zu nehmen. Für mich gab es mal das Teller Jamon (5EUR), mal das Bocadillo Jamon (3.50EUR) oder bei einem grösseren Hunger auch mal die mallorquinische Spezialität Pa Amb Oli (7.80EUR). Dazu selbstverständlich ein spanisches Bier. Nachdem wir uns trotz Sprachproblemen mit dem jungen Barkeeper angefreundet hatten, leisteten wir uns am Ende der Speisung auch noch ein Gläschen Tunel - selbstverständlich half der Barkeeper entsprechend mit. Öliges Saugesöff aus Änis, das den Rachen so richtig putzt! (Und Randal die Augen aus dem Schädel quillen liess)
- Schnitz Getreu Randals Motto "Ich esse nichts, was ich zu Hause nicht auch kriege" verschlug es uns am zweiten Abend in das Schnitz an der Kreuzung zwischen Bierkönig und Strand. Auf das XXL-Schnitzel verzichteten wir, liessen uns aber vom sächsisch sprechenden Mr. Proper die ganze Schnitzelvariationen herunterleiern. Wir entschieden uns dann für drei Mal Jäger- und einmal Zigeunersosse, mit je 0.5l Bier. Am Schnitzel gab es nichts auszusetzen, auch der Preis war mit 7.50EUR akzeptabel. Insbesondere die Fritten waren gut gewürzt, fast so wie in der legendären Kebap-Bude Venezia in Bümpliz. Ein Dämpfer: Als Randal den Servierer fragte, ob er ihn nicht schon im TV gesehen hätte, verneinte dieser ...
- Steakhouse Tango, Av. Nacional 7 Von Deutschen (aus Köln?) geführt. Sehr effektive Anwerber auf der Strasse - fanden auf Anhieb das schwächste Glied in unserer Gruppe (Randal, wie könnte es anders sein) und verleiteten ihn mit Beschreibungen der angebotenen Menus umgehend dazu, im Lokal Platz zu nehmen. Immerhin gab's als Lock-Angebot gratis 0.2dl Bier gratis für jeden von uns - wie spendabel! Highlight: Als Chlodwig bei der Bestellung sich nicht zwischen Entrecote und T-Bone-Steak entscheiden konnte, platzte dem ungeduldigen Servierer der Kragen und warf Chlodwig die legendären Worte an den Kopf: "Ich bestelle, du isst!" Anscheinend traf er die richtige Wahl und Chlodwig war mit seinem Entrecote zufrieden. Merke: Wer hier einkehrt, sollte über ein gutes Mundwerk verfügen, um gut und schnell parieren zu können. Mein Schweinsspiess war äusserst schlecht gewürzt und die Spätzle erkannte ich nicht als solche (eher Pasta). Und ausserdem waren sie fad - etwas mehr Salz hätte diesen gut getan. Die anderen empfanden ihr Fleisch hingegen als sehr gut zubereitet. Zum Abschluss gab's noch einen Schnaps auf's Haus.
- Sirocco, ca. Ballermann 7. Auf der Suche nach einem Fisch-Restaurant verschlug es uns in diese Bude, die mit "spanischen Spezialitäten" warb. Bereits bei der Musterung des Geschäftes überkamen mich Zweifel, weil nur gerade eine spanische Grossfamilie dort sass. Nichtsdestotrotz setzten wir uns hin. Es wurde nicht nur das teuerste Znacht der ganzen Ferien, es war auch nicht sonderlich gut. Der Servierer, der angeblich mit einer Bündnerin verheiratet sein soll und unzählige Namen schweizerischer Städte herunterratterte, gab sich Mühe, doch das Essen konnte mich nicht wirklich überzeugen. Die Jungs bezeichneten die Bedienung als "Sekupeter", weil dieser mit 120EUR verschwand und zuerst keine Anstalten machte, die zu viel bezahlten 18EUR rauszurücken.
Noch abzuklappern
Fischrestaurant
Grosser Dank geht an die beiden älteren Receptionisten im Iberostar (4*), die mich für einen Gast hielten und für mich während 10 Minuten Infos über ein exklusives Fisch-Restaurant suchten.
Der eine Receptionist empfahl es, weil sein Sohn dort auch essen gehe und weil man die Fische in der Auslage (dem Aquarium?) auswählen könne. Hier die Notizen für alle anderen Fischesser da draussen, die sich das (sicherlich nicht ganz billige) Kulinarium leisten wollen:
Casa Fernando
Telefon 971 265417
Calle Trafalgar 27, 07007 Palma de Mallorca
Empfohlen wurden folgende Speisen (Fische):
Gallo (Vorspeise)
- Gambas
- Almejas
- Mejillones
- Verdura Plancha
Nochmals vielen Dank an die beiden Herren, die sich derart intensiv um einen vermeintlichen Hotelgast gekümmert haben - diese haben eine Gehaltserhöhung verdient!
Steak
Ein desillusionierter Deutscher mit 30 Jahren auf dem Buckel (T-Shirt: grün, "I love NY") empfahl uns im Smalltalk ein Steak-Restaurant etwas ausserhalb der Playa de Palma bei der "Ausfallstrasse" Richtung Autobahn. Sie hätten dort das beste Fleisch seit langem genossen, die Aussicht auf die Playa de Palma und den Sonnenuntergang erlebt und dabei etwa acht Weine vernichtet. Der Name des Etablissements fiel ihm leider nicht mehr ein und wir unterliessen deshalb den Besuch.
Fashion Tapas
Tapas-Bar? Irgendwo am Ballermann 0, in einer Seitenstrasse in der Nähe einer Apotheke ... (Visitenkarte im Del Sol aufgelesen).
Samstag, Mai 24, 2008
Ungesunde Nahrungsmittel beschönigend kennzeichnen
Bereits im September 2007 habe ich mich gewundert, wie Coca Cola seine Kunden für dumm verkauft. Auch der Spiegel hat sich nun mit dem Problem der Nährwertangaben auf Nahrungsmitteln auseinandergesetzt. Ein äusserst lesenswerter Artikel (auch du, Randal?):
um die Nährwertangaben möglichst gering zu halten, wird dem Verbraucher empfohlen, bei Erdnüssen und Chips nur eine winzige Handvoll von 25 Gramm zu essen, von der Tiefkühlpizza soll die Hälfte liegen gelassen und auch von der Halbliterflasche Cola darf nur die Hälfte getrunken werden.
Labels: Deutschland, Essen, Kunde, Medien, Nahrung
Dienstag, April 22, 2008
Drei Kaffees sind drei zu viel!
Weil ich gestern Montag ab vier Uhr Nachmittags insgesamt drei Kaffees (darunter ein Espresso) getrunken habe, sitze ich nun gänzlich selbstverschuldet um 2:19 Uhr morgens hellwach vor dem PC ...
Merke: Wer pro Monat höchstens einen Kaffee trinkt, sollte nicht zu tief ins Glas schauen ...
Freitag, April 04, 2008
Thai-Food-Festival Bern 2008
Nicht verpassen: Am 12. und 13. Juli 2008 findet in der thailändischen Botschaft in Bern das alljährliche Thai-Food-Festival statt.
Leider kann ich an diesem Event nicht teilnehmen ...
Samstag, Februar 09, 2008
Gedopte Chicks in China
Chicken in China is so full of steroids that Olympic athletes will test positive if they eat it
Quelle: Wary U.S. Olympians Will Bring Food to China
Mjammi, en guete! Wer mehr über die exklusive chinesische Gault-Millau-Küche erfahren will, lese meinen bereits etwas älteren Blog-Artikel Chinesische (Feinschmecker-)Küche.
Sushi-Man, mein Beileid! Mal schauen, ob der Spränzel als Muskelprotz aus Beijing heimkehrt ...
Dienstag, November 20, 2007
Milchbeutel öffnen - Eine Typologie
Heute waren Installateure von Jenni Energietechnik bei uns, um die von den Hagelschlägen dieses Sommers durchlöcherten Abdeckungen der Sonnenkollektoren zu ersetzen.
Wie es sich als Auftrags- und Gastgeber gehört, lud man die Handwerker zu einem Znüni ein. Ich konnte ihnen dabei keine Gesellschaft leisten, da ich zu dem Zeitpunkt noch in den Federn lag.
Beim Abräumen des Tischgedecks fiel mir der Milchbeutel auf: Mangels Kaffeerahm hatte mein Vater den Beutel auf dem Tisch gestellt. Die Handwerker bedienten sich denn auch sowohl beim Kaffee als auch beim improvisierten "Kaffeerahm".
Dank diesem Anschauungsbeispiel ist es mir nun eine Ehre, eine erste, provisorische Typologie der Milchbeutel-Öffnungsarten zu präsentieren:
- Stil Dachdecker: Luftloch am "Deckel", gegenüberliegend der Ausschank-Öffnung. Zweck: Erlaubt homogeneren Ausschank ohne Kontraktionen beim Eintritt von Luft in den Beutel. Werkzeug: Schere.
- Stil Mario: Aufschneiden der Ausschank-Öffnung mit einer Schere entlang der vom Hersteller signalisierten Linien.
- Stil Melanie: Aufreissen von Hand (verträgt der Nerd/Geek/Autist in mir nur äusserst unschwer - wenn immer möglich passe ich die Öffnung nachträglich mit der Schere an)
Gerne nehme ich in den Kommentaren Beschreibungen/Fotos weiterer Öffnungs-Arten entgegen.
Samstag, November 10, 2007
Randal will be loving it!
McDonalds Zytglogge:
"NEU: Jeden Freitag und Samstag bis 3.30 Uhr offen".
Da bleibt nur eine Frage: Ist Randal bald auf dem Weg in eine neue Gewichtsklasse?
Labels: Bern, Blogosphäre, Essen, McDonalds
Donnerstag, November 01, 2007
Herr, gib uns unser täglich Erdöl
On properly managed grazing land--including pasture-land and hayland--only 1 calorie of fossil-fuel energy is needed to produce up to 2 calories of food and fiber energy. Many crops require from 5 to 10 calories of fossil-fuel energy for every calorie of food or fiber produced.
Quelle: Grazing Lands
Normalerweise sollte es in unserem Wirtschaftssystem doch anders rum funktionieren: Aus wenig Geld viel Geld machen ...
Definiere moderne Landwirtschaft
Our agriculture really hasn't changed that fundamentally in the last 7,000 years or so - we've just thrown increasing amounts of energy and mechanisation at the problem, because that's what we had going spare.
Quelle: Kommentar zu The World's Expected Carrying Capacity in a Post Industrial Agrarian Society
Labels: Erdöl, Essen, Landwirtschaft, Nahrung
Dienstag, Oktober 09, 2007
Freihandel bis zum Verhungern?
Das feine Ciabatta-Brot im Moskauer Supermarkt kostete bisher um die 30 Rubel (1,42 Franken). Doch eines Morgens stand plötzlich eine andere Zahl auf dem Preisschild: 41 Rubel. Der Konsument stöhnt, und mit ihm das ganze Land. Die Preise für Grundnahrungsmittel sind in Russland richtiggehend explodiert. Laut offiziellen Angaben kosten Brot, Milch und andere Kalorienlieferanten 17 Prozent mehr als noch Anfang Jahr. [...]
Der Export von Weizen wird laut Medienberichten mit einer Steuer von zehn Prozent belegt. Dies, so die Hoffnung, hemmt die Ausfuhr und behält mehr Weizen im Land. Zugleich soll die Importsteuer auf Speiseöl, Käse und Milch gesenkt werden.
Quelle: Preisschock für Russlands Konsumenten
Verfechtern der (globalisierten) Marktwirtschaft werden die Haare zu Berge stehen: Das Böse ist in Form von prohibitiven Zöllen zurück!
Ich frage meine oftmals deutlich liberaleren Leser: Darf man seine Bevölkerung vor dem Verhungern schützen, auch wenn dabei liberale Prinzipien über den Haufen geworfen werden? Oder sind Zölle selbst ein Instrument der Ordnungspolitik, halt einfach auf einen liberalen Binnenmarkt bezogen? Gibt es demzufolge Globalisierende und Binnen-Liberale?
Kehrt ein totgeglaubter Geist zurück?
A propos:
Die Suche nach einem Ausweg aus dem Dilemma ist umso schwieriger, als dass die Schuldigen offenbar noch gar nicht feststehen. Die Wirtschaftsministerin gab sich sachlich: Ursache für den Preisanstieg sei die Teuerung an den Weltmärkten, hervorgerufen durch die verstärkte Nachfrage in China und Indien.
Wem der Name Malthus nichts sagt, mache sich in Wikipedia schlau darüber. Treffen seine Prophezeiungen mit über zweihundert Jährchen Verzögerung doch noch ein?
Ich befürchte fast, dass Kohle und Öl seither als Puffer dienten und uns vor dem Schlimmsten bewahrten - doch was, wenn die Energiequellen deutlich teurer werden, um schliesslich ganz zu verschwinden?
Nachtrag
"Die Welt verliert allmählich das Polster, das bisher vor großen Marktschwankungen geschützt hat", warnt Abdolreza Abbassian, Experte für Getreidehandel bei der Welternährungsorganisation FAO. "Es entsteht ein Gefühl von Panik."
Nutznießer des Trends sind Produzenten und Händler führender Exportnationen wie die USA, Australien oder Kanada, aber auch Argentinien und Namibia. Doch auch deren Verbraucher ächzen unter der Last inflationärer Preise - was wiederum teils drastische Exportbeschränkungen für Getreide provoziert. Die Politik will den heimischen Markt gut versorgt halten.
Um den weltweiten Bedarf zu decken, muss nach Schätzungen der Weltbank bis 2030 der Getreideanbau um fast 50 Prozent und die Fleischproduktion um 85 Prozent gesteigert werden.
Quelle: Politischer Kampf um Lebensmittel
Labels: Ernährung, Essen, Wirtschaft
Samstag, September 15, 2007
Zwischenverpflegung in Zürich
Am 23. und 24. August 2007 war ich beruflich in Zürich unterwegs.
Leute, die meinen beruflichen Werdegang kennen, wissen, dass ich in der Zwingli-Stadt bereits einmal mein Unwesen trieb: Während 11 Monaten war ich im damals gerade aus dem Dornröschenschlaf erwachenden Kreis 5 bei der bytix AG tätig. Irgendwann hatte ich genug vom Internet-KMU und der Grossstadt ebenso - es ging wieder heim ins Reich in die Provinz. Die Uhren (und Passanten) gingen nur noch halb so schnell, der gesprochene Dialekt war wieder süffig-weich wie in den besten Züri West-Songs.
Nun, mit genügend Abstand steigt der Reiz, wieder einmal nach Downtown Switzerland zurückzukehren - wenn's sogar noch aus beruflichen Gründen ist, umso besser. Ich tauschte das verschlafene Büro im schicken Zürich West mit dem umtriebigen und geselligen Leben "Chreis Cheib" - und schnupperte wieder einmal Luft in einer Web-Agentur. Die Gschpändlis liessen mein Herz höher schlagen - ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal mit Leuten zusammengearbeitet habe, die so viel mehr auf dem Kasten haben als ich (was jetzt nicht hochnäsig klingen soll - ist leider einfach ein Faktum).
Arbeit macht hungrig!
Das kulinarische Zürich hingegen war mir in den 6 Jahren Abwesenheit nie verleidet - die deutlich grössere Auswahl an Verpfelgungsstätten hat es in sich. Zufall war es, dass ich am ersten Arbeitstag schon gleich wieder im Lily's sass - genau so wie am Arbeitsbeginn am 11. Juli 2000, als ich mit Kollege Burgdorfer und Daisy nach einem Meeting bei Pucci & Sulzer in dem mir unbekannten Asien-Lokal einkehrte. Seither gehört es zu jeder To-Do-Liste beim Besuch der Stadt an der Limmat - so auch, als ich mit Melanie aus dem Graubünden zurückkehrte: Anstelle im Hauptbahnhof gleich in den Intercity nach Bern umzusteigen, ging es noch kurz für eine abendliche Verpflegung an die Langstrasse.
Dieses Mal erwischte ich etwas salat-ähnliches (viel rohes Grün mit Ei) - doch das Kraut hatte es in sich: Es schmeckte vorzüglich! Die anderen Bestandteile waren aber recht scharf ... der Provinzler muss sich wohl einfach wieder an das spicy Zurich gewöhnen *smile*
Zugfahrten machen hungrig!
"Eine Zugfahrt, die ist lustig ..." - aber von Zürich nach Bern um 18.32 Uhr nur mit dem obligatorischen Feierabendbier (mangels Cardinal halt ein Feldschlösschen). Und, ganz wichtig, einem Thon-Sandwich von der Calypso-Bar bei den Rolltreppen Gleis 18 (unweit der Haltestelle Sihlquai).
Labels: Essen
Sonntag, September 09, 2007
Top 4 Feinschmecker-Tipps für Yuppies
Vom Yuppie, für den Yuppie (aus eigener Erfahrung/Beobachtung):
- Nespresso. In keiner Wohnung des Mittelstandes darf die Nespresso-Maschine aus dem Hause Nestlé fehlen. Das sog. Captive Pricing ist hier zur Perfektion geführt (andererseits: 300 SFr. für das Kaffeemaschinchen sind dann doch ein Batzen Geld). Andere Produktbereiche, die die klassische Vermarktungsform der Konsumegesellschaft längst verinnerlicht haben: Rasierer (kriegt man meistens umsonst, doch bis ans Lebensende zahlt man Gilette und Wilkinson jährlich den "Klingen-Zehnt") sowie Tinte für Tintenstrahldrucker (ein neuer Satz Tinten kostet in den meisten Fällen mehr als der Drucker selbst - die Literpreise übersteigen teilweise gar diejenigen für teure Parfums!).
- Sushi. Wie ich in meinem Susi-Führer für die Stadt Bern (und andere Orte) aufgezeigt habe, sind in den letzten Jahren viele neue Verkaufsorte hinzugestossen. Japanisch/Asiatisch und äusserst gesund ist chic - gut zu wissen, dass sich viele Japaner die Fischröllchen nur zu besonderen Anlässen leisten können.
- Schoggi Neuester Renner: 99% Cacao. Wer Hochprozentiges (Cacao, nicht Schnaps) gekostet hat, wird für die traditionelle Milch-Schoggi nicht mehr meilenweit gehen. Als ich das letzte mal am Hauptbahnhof im Kiosk etwas Süsses kaufen wollte, fiel mir neben dem Proleten-Futter Mars, Snickers & Co. eine 32g-Tafel Lindt-Schoggi mit 75% Cacao-Anteil auf. Kaum gesehen, schon gekauft.
- Rotwein Mein (Geheim?)Tipp: 2003er Cabernet Sauvignon von Robert Mondavi. Eine Flasche habe ich mir gleich selbst aus dem Napa Valley importiert - und leider ist sie auch schon leer *snüff* Köstlich.
Probleme
- Nespresso. Die Kapseln aus Aluminium werden immer noch allzuoft einfach weggeworfen. Zur Herstellung von Alu wird aber äusserst viel Energie benötigt - Wegwerfen bedeutet Ressourcenverschwendung, die wir uns bald nicht mehr leisten können.
- Sushi. Die Weltmeere sind bereits jetzt überfischt - wenn wir nun auch noch beginnen, mehrmals im Monat Fisch aus den Weltmeeren zu verzehren, geht es noch rascher zu Ende mit dem Nahrungsvorrat. Ein ganzes Öko-System steht dadurch vor dem Kollaps.
- Schoggi. Da die Konsumenten vermehrt auf "bittere" Schoggi umschwenken, die deutlich mehr Kakao-Rohstoff beinhaltet, dürften die Preise steigen. Aus meiner Sicht könnte aber auch der weltweite Mangel an Milchpulver für einen Teil der Preissteigerungen verantwortlich.
- Rotwein. Dazu kommt mir glücklicherweise nichts negatives in den Sinn - ausser vielleicht: Leberschäden. Aber diese liegen derart weit in der Zukunft, dass wir uns darüber keine Sorgen machen sollten ... Oder?
Labels: Essen
Montag, September 03, 2007
Coop Fine Food Sushi sucks!
Am heutigen Montag-Nachmittag zog es mich mit meiner Freundin in das Coop Megastore im Einkaufszentrum Wankdorf Bern. Während sie sich um halb Fünf im Coop Restaurant Kaffee mit einem Stück Torte gönnte, lockte mich wieder einmal in die Fisch-Abteilung des vis-a-vis gelegenen Einkaufszentrums.
Die Sushi fanden sich wie gewohnt in der der Fischauslage gegenüberliegenden Vitrine. Die Verpackung hatte sich aber offensichtlich geändert: Neu umhüllte ein Fine Food-Karton die japanische Spezialität. Glücklicherweise hatte sich trotz dem "Luxus-Branding" keine Preissteigerung ergeben. Ich wähle eine Packung Sushi Osaka für 12.90 SFr.
Was erwartete mich?
- Schludrig verpackt Ein Teil des Lachs des Shake Nigiri (den Namen, wie ihn die Kartonpackung enthüllt) war wohl beim Verpacken vom Plastic-Deckel eingeklemmt worden. Da der Fisch der Luft ausgesetzt war, war dieser Teil ausgetrocknet und ungeniessbar.
- Fehlende Stäbchen Als ich bereits am Restaurant-Tisch bei meiner Freundin Platz genommen hatte, bemerkte ich erst, dass in der Packung Stäbchen fehlten. Zurück am Tresen erklärte man mir, dass es seit dem Wechsel des Lieferanten keine Stäbchen mehr inklusive gebe. Ich wurde in die Haushaltswaren-Abteilung verwiesen (was ich nicht tat). Was soll das?! Wie soll ich bitteschön Take-Away-Sushi essen, wenn Stäbchen fehlen? Anscheinend ist der neue Lieferant doch etwas teuer, weshalb die BWLer die Kostenfaktoren optimiert, sprich die Stäbchen wegrationalisiert haben.
Es kommt noch schlimmer
Die fehlenden Stäbchen wären noch knapp vertretbar gewesen, doch die Qualität der Ware setzte dem negativen Eindruck noch eins drauf: Ich habe noch nie derart hässlichen Sushi-Reis gegessen wie heute Montag! Dies enttäuscht umso mehr, da ich die letzten zwei Male (zuletzt vor einigen Monaten) vorzügliche Take-Away-Sushis vorgefunden hatte.
Auch das Uramaki, das ich heute zum ersten Mal gekostet habe, missfiel mir: Der Fisch war äussert knorpelig, weshalb ich ihn zerbissen wieder ausspucken musste. Die zweite Rolle liess ich unberührt im Abfall verschwindien.
Fazit
Für mich ist Coop Fine Food Sushi gestorben. Da gehe ich lieber zur Konkurrenz und kaufe bei MIGROS Gourmessa im Hauptbahnhof oder in der Marktgasse Take-Away Sushi (von Sushi Mania resp. Japigo).
Offene Fragen
- Einzelfall?
- Unterschiedliche Lieferanten je nach Region?
Samstag, August 11, 2007
Feiern bis der Syndic kommt
Gestern startete ich das Wochenende zusammen mit Chlodwig in dem von mir heissgeliebten Restaurationsbetrieb hier in Neuenegg: Dem Sternen. Vor Ort stiess ich einerseits auf Angehörige des weiblichen Geschlechts, die mit Mineralwasser ihren Frauenabend zelebrierten und die Lokalität leider viel zu früh verliessen; als auch auf meinen Bruder und einen seiner Kollegen, die uns bezüglich der konsumierten Alkoholmenge bereits einiges im Voraus waren.
Das restliche Publikum war gemischt - einerseits diejenige Fraktion an älteren Leuten nichtgenannten Geschlechts, die sich vor den in den eigenen vier Wänden wütenden Naturgewalten zu einem Bier und ihren Leidensgenossen gesellten, einige Ü30-Päärlis (die Damen mit rot getönten Haaren und keltischen Accessoires) und (im gestrigen Fall) eine Horder Jugendlicher, denen man die Minderjährigkeit förmlich ansah.
Dealer
Da das Lenz & Stähelin-Fäbi bereits das weite gesucht hat, müssen wir Laien der Juristerei auf Anfrage einer Bedienung untereinander ausdiskutieren, ob man einem 16-jährigen zwei Bier verkaufen darf, obwohl man sich fast sicher ist, dass dieser das zweite Bier an seinen minderjährigen Kollegen weiterverhökert.
Während die anderen von einem Verbot oder einer Grauzone sprachen, legte ich das Gesetz strikt aus und sah einzig diejenige Person in der Pflicht, die dem minderjährigen den Alkohol direkt weitergibt. Im Laufe des Abends kamen mir dann aber doch Zweifel an meiner Auslegung: Könnte nicht eine Art "Mitgehilfenschaft" des Bar-Betreibers vorliegen? Ich bin mir sicher, dass mein Stab an Juristen diese Frage in Bälde klären kann.
Musikantenstadl
Der DJ rekrutierte sich aus der letztgenannten Gruppe. Der Mann an den Plattentellern berieselte uns den ganzen Abend lang erstens in einer ohrenbetäubenden Lautstärke (O-Ton Mario: "Giele, das hie isch es Restaurant, da möchtme mitenang rede - weme wott tanze geit me is Outside!"), zweitens mit Musik, die in Abu Ghraib wohl zum Foltern der Gefangenen benutzt wird. Da der Disc Jockey seinem Namen überhaupt keine Ehre machte und auf eine gigantische MP3-Sammlung zurückgriff, konnte mein Stossgebet von dem Lenker im All nicht erhört werden: "Zum Glück isch die CD gli ferti" - denkste!
Der DJ reagierte auf unsere Bitten, den Musikstil doch auf ein ertragbares Niveau zu heben, mit den Worten: "D'Neuenegger Dorfjugend wott das so!". Henusode ...
Wie mein Bruder treffend sagte: Würden diese pubertierenden Kinder gegen ihren Willen in ein Lokal gesperrt und mit dieser Musik zugedröhnt, würden sie innert Minuten reisaus nehmen. Wenn Sie die Musik aber selber wählen dürfen, spielen sie lustigerweise genau den Sound, den sie eigentlich verabscheuen.
Feuchtfröhliches Ambiente
Fast Forward: Vier Bier später ist die Szenerie immer noch ähnlich, der Alkohol sorgt aber bei allen Beteiligten zu gewissen Verhaltensänderungen. Da zieht eine Polonaise an uns vorbei, von der die Alterssumme der Beteiligten knapp 16 Jahre erreicht. Da flirten die älteren Semester mit den jüngeren (ob erfolgreich, sei dahingestellt), da tanzt, so scheint es, die Bedienung schon selbst fast auf den Tresen. Und wir mittendrin.
Ordnungspolitik
Und da öffnet sich die Türe des Lokals ... aus der Dunkelheit der Nacht (nur ein effekthascherischer Schneesturm fehlt) betritt eine Gestalt den Ort des Geschehens. Die Anwesenden drehen sich zur Türe um und einige unter uns erstarren: Der Syndic!
Nun geht es Schlag auf Schlag: Zuerst muss der DJ (gelobet sei der Herr!) die Musik leiser drehen, dann die Fenster geschlossen werden. Die beiden für den Betrieb verantwortlichen Damen werden vor das Lokal zitiert und gemassregelt. Als sie zurückkehren sind sie leicht deprimiert, was für uns positive ökonomische Konsequenzen haben wird.
Hintergründe
Wie uns eine der Angestellten im Nachgang erzählt, stecke sie in einem Dilemma: Die Chefs des Lokals würden wütend, wenn die Musik zu leise sei - die Anwohner werden wütend, wenn das Gedudel zu laut sei.
Wird die Polizei wegen der Ruhestörung alarmiert, kommt in unserer Gemeinde aber nicht etwa die Polizei - sondern der Syndic. Meines Wissens müsste die Gemeinde jährlich einen Beitrag in sechsstelliger Höhe an die Kantonspolizei Bern abdrücken, damit diese höchstpersönlich aufkreuzt. Deshalb sollte man sich in Neuenegg nicht etwa vor Streifenwagen der Rennleitung, sondern von Angehörigen des Gemeinderats in Acht nehmen, die zu nächtlicher Stunde für Ruhe und Ordnung sorgen (müssen). Das Einsatzgebiet ist das ganze Gemeindegebiet, die Fälle reichen von Räsenmähen am Mittag bis zu häuslicher Gewalt.
Ich persönlich würde das "Polizei-Abo" lösen, wenn auch widerwillig, um eine ruhige Nacht zu haben.
Donnerstag, Juli 05, 2007
Chinesische (Feinschmecker-)Küche
[...] Cats are very common, so only by advertising the meat as being from a wild animal would it be attractive to diners. After removing the heads and claws and soaking the cat bodies in the herbs, even the smartest diner can't discern that what they are eating is cat meat. Cat meat cost us 20 yuan (approximately US$2.50) for each carcass, but leopard meat cost 138 yuan (approximately US$17.25) per kilogram.
[...] Instead of using white rice vinegar to bleach the claws, the chicken claws were whitened by soaking them in Hydrogen Peroxide. [...]
Once I asked Rong, "Do all restaurants take inferiors as superiors and mix the spurious with the genuine?" She sighed and said, "People are the same all over the world. They all pursue profit.
Quelle: Former Chinese Restaurant Employee Tells All
En Guete!
Dienstag, Mai 01, 2007
Sushi in Bern
Aktualisiert: 3. September 2007
Gestern Donnerstag stand für einmal ein kulinarischer Höhenflug auf dem Programm: Während ich mit der Kollegenschaft normalerweise Fast-Food-Tempel unsicher mache, sollte es heute gesunde Hausmannskost sein. Und so richtig einheimische dazu.
Was liegt also, näher als sich mit Nigiri und Maki vollzustopfen? Der Kenner der japanischen Küche weiss sofort, dass es sich hierbei um Zubereitungsarten von Sushi handelt. Rohem, möglichst frischem Fisch, wahlweise mit Seetang und Gurken gerollt.
Doch wo in Bern kann man sich auf diese feine japanische Weise verköstigen? Ich versuche in diesem Artikel, genau dies für die Innenstadt Bern aufzuzeigen. Wer weitere Lokale kennt: Bitte per Kommentar melden, merci!
MIGROS Marktgasse
MIGROS • Marktgasse 46 • 3011 Bern • migros.ch
Dass die Gourmessa-Abteilung Sushi-Packungen führt, war mir bereits vor einiger Zeit aufgefallen. (Arbeits-)Kollege Stalder wies mich aber vor einigen Tagen darauf hin, dass es günstigere und frischere Sushi auch im MIGROS selbst gebe, und zwar bei der Fisch-Abteilung.
Dem war nicht wirklich so: Zwar fanden wir Sushi, aber in kleinen Mengen abgepackt in Plasticbehälter im Kühlregal. Kostenpunkt: Dank einer Verkaufsaktion 8 SFr. Kollege Sedlacek schlug zu - und biss in tiefgekühlten Fisch mit Reis. Nicht wirklich der Hammer.
Ich entschied mich mit Kollege Zgraggen für die Gourmessa-Variante, die den Schriftzug Japigo trug. Erst später merkten wir, dass damit ein Restaurant gerade vis-à-vis über die Strasse gemeint war, das anscheinend für MIGROS Sushi produziert. Kostenpunkt: 18.50 SFr. für die grosse Packung - schmeckte vorzüglich! Nur beim Thon verspürte ich Mayonnaise-Geschmack - etwas, was in richtiges Sushi meines Wissens nicht reingehört. Ansonsten gab es Wasabi (scharfe, grüne Crème) und Ingwer zum "ablöschen".
NEU: MIGROS Gourmessa
Hauptbahnhof SBB Bern
Dort, wo früher nur Salate zu kaufen waren, liegen nun ebenfalls Sushi-Packungen. Ich habe noch kein Take-Away-Sushi gekauft, vermute aber, dass auch hier Japigo als Lieferant dahintersteckt.
Mittlerweile habe ich mir ein "kleines Yakuza" gegönnt und kann meinen Lesern berichten, dass der Hersteller nicht wie vermutet Japigo, sondern Sushi Mania heisst.
NEU: Coop Wankdorf
Coop Bern Wankdorf Megastore • Papiermühlestrasse 85 • 3014 Bern • coop.ch
Vis-à-vis von der Fischabteilung gibt es beim frisch abgepackten Trockenfleisch auch gekühlte Sushi-Packungen. Vermutlich ein In-House gefertigtes Produkt.
Unbedingt beachten: Coop Fine Food Sushi sucks!
Japigo
Japigo • Marktgasse 37 • 3011 Bern • japigo.ch
Wenige Schritte vom MIGROS entfernt, auf der anderen Strassenseite, finden wir das Restaurant Japigo. Sehr schlicht und edel eingerichtet, beginnt das kleinste Menu bei 22 SFr. Gemäss Auskunft von Kollege Zgraggen hat sich der Betreiber nach Unstimmigkeiten vom Restaurant Kabuki (s. unten) losgelöst und zieht nun sein eigenes Ding durch. Wer es gehobener und mit Sitzgelegenheit mag, ist hier garantiert gut aufgehoben. Im K-Tipp-Test schnitt das Restaurant im Frische-Test übrigens gut ab.
Wasabi
Sushi House • Aarbergergasse 33/35 • 3011 Bern • wasabi-sushi.ch
Das Wasabi in der Aarbergergasse war unsere nächste Station. Wegen Betriebsferien konnten wir uns vom Angebot nicht verführen lassen.
Kabuki
Kabuki • Bubenbergplatz 9 • 3001 Bern • kabuki.ch
Da es uns der Hunger/die Lust auf Sushi keine weite Wanderung mehr durchhalten liess, schafften wir es nicht mehr bis in die Markthalle Bern (ehrlich gesagt: beim Kaffe "danach" (für Kollege Zgraggen: beim Bier danach) wurden wir dann doch noch dort gesichtet).
Sushi Bar
Sushi Bar • Kramgasse 75 • 3011 Bern • kabuki.ch
Wie auf der Web-Site des Sushi-Restaurants Kabuki zu entnehmen ist, gibt es eine weitere "Zweigstelle" des Verköstigungstempels in der Altstadt. Bei der nächsten Sushi-Tour ist dieser Ort vorgemerkt.
Sushi-Test von saldo
In der saldo-Ausgabe 12/2007 vom 27. Juni 2007 wurden schweizweit Anbieter von Sushi auf Ihre Qualität getestet. Folgende in Bern ansässige Läden kannte ich bisher nicht:
- Fischverkauf Sutter im Loeb; Hersteller Sushi Orchidee (gut bis sehr gut)
- Globus Spitalgasse; Hersteller Nippon Shop (gut bis sehr gut)
- Sushi Bar Kramgasse; Hersteller unbekannt (gut bis sehr gut)
- Coop Rifflyhof; Hersteller unbekannt (gut)
Mittwoch, Februar 28, 2007
Lamm Nierstück mit Zucchetti und Fettucine
Seit langer Zeit habe ich wieder zum Kochlöffel gegriffen - und nicht für gewöhnliche Hausmannskost, nein, ich habe endlich wieder einmal etwas Neues, Unbekanntes - gar vielleicht Exquisites? - in Angriff genommen. (Selbstverständlich benötigte diese Koch-Aktion etwas Nachhilfe von Seiten meiner Freundin - Frauen spornen Männer auch heute noch zu Höchstleistungen an).
Hier das Rezept mit Links zu den vorher konsultierten Koch-Sites und -Blogs:
Menu
- Lamm, zwei Nierstücke (sauteuer!)
- Café de Paris; sowie komisches Experiment mit Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, schwarzen Oliven
- zwei Zucchetti
- 250g Fettucine
Zubereitung
Gewürztes Lamm beidseitig kurz auf hoher Flamme anbraten (Total vier Minuten waren schon fast zuviel - das Öl sollte einfach nicht aus der Bratpfanne rauchnen, denn dann ist die Temperatur zu hoch). Danach moderat salzen und in einem tauglichen Gefäss ab in den auf 60° C vorgeheizten Ofen; Umluft dabei abschalten. 30 Minuten tun's, mehr schadet nicht.
Zucchetti in maximal fingerdicke Streifen schneiden und in einer geräumigen Bratpfanne mit Olivenöl, Zwiebeln und Knoblauch erwärmen. Mit Kräutermischung Provencale verfeinern. Am Besten auf mittlerer Flamme und einem Deckel köcheln lassen, damit der Dampf das Gemüse schön weich macht. 20 Minuten verträgt es locker; eventuell von Zeit zu Zeit mit Olivenöl nachhelfen und umrühren, damit Gewürz und Olivenöl gleichmässig verteilt wird.
Wer - wie ich - Lust auf ein Experiment hat, dünstet in der mittlerweile geputzten Bratpfanne Zwiebeln und Knoblauch an; gibt etwas später eine halbe oder ganze Tomate bei und macht sich an den Vorrat an schwarzen Oliven. Mit Salz und Pfeffer wird die nicht sonderlich appetitlich aussehende Kocherei verfeinert; evtl. auch ab und zu wieder etwas Öl nachgiessen.
Fettucine - das übliche; wie man Teigwaren zubereitet, muss ich hier ja wohl nicht näher erklären.
Links
Labels: Essen
Montag, Februar 26, 2007
Original Swiss Raclette in Venice, CA
Was gibt es schöneres, als einem Exil-Schweizer bei der Geburtstagsfeier (Happy Birthday, Raffi!) zuzuschauen und den von mir eigenhändig in die USA importierten Coop Raclette-Käse (1kg!) in experimentierfreudige Mäuler verschwinden zu sehen? Nur der schweizerische Weisswein hat gefehlt. Den bringe ich das nächste Mal natürlich auch mit!






Abonnieren
