Mittwoch, Juli 02, 2008

Euro08 - Ausser Kosten ... ?

«Unterschiedliche Branchen können von diesem Ereignis profitieren», sagt Christian Moesch vom Institut für Freizeit und Tourismus. «Das Optimum wurde allerdings bei der Euro 2008 nicht erreicht, trotzdem sind die Verantwortlichen mehrheitlich zufrieden», fasst Moesch das Echo zusammen. Vor allem der Lebensmittelsektor und die Gastronomie in den Innenstädten erwirtschafteten zusätzliche Umsätze. [...] «Obwohl die hohen Erwartungen an die Besucherzahlen nicht ganz erfüllt wurden, fällt die Bilanz bezüglich der Ökonomie insgesamt positiv aus», fügt Moesch hinzu.

Die Euro 2008 hat als Veranstaltung öffentliche Güter produziert: Erlebnisse, kollektive Begeisterung, Image. Diese Form von öffentlichem Konsum kann auch für die Volkswirtschaft relevant sein und zum individuellen Wohlstand beitragen, so eine Annahme der Berner Studie. Eine ähnliche Studie zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hat gezeigt, dass sich das Image der Deutschen zwar während einem Jahr verbessert hat, aber danach die alten Vorurteile wiedergekehrt sind.

Quelle: Universität Bern - Uniaktuell - Holland verleiht Bern Flügel

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Sonntag, Juni 29, 2008

1 Promille Alkohol - in der Luft!

Über dem Bundesplatz soll während eines Holland-Spiels in der Luft ein Alkoholgehalt von über 1 Promille gemessen worden sein, ein Wert, mit dem man längst nicht mehr Auto fahren dürfte. Steht das nicht im Widerspruch zu einem Sportanlass?

Quelle: «Gastfreundschaft fand Anerkennung» (Sport, Aktuell, NZZ Online)

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Donnerstag, Juni 26, 2008

Heutiger Match zwischenzeitlich ohne Bild

Auf den Fan-Meilen nehmen es die Leute mit Humor. Singen: „Macht die Glotze wieder an.“ Sie und die Zuschauer zuhause verpassen zum Glück nicht viel...

Quelle: TV-Chaos im ZDF: Bild-Ausfall stört die Übertragung - Bild.de

Nur wir Schweizer scheinen nicht vom Lapsus betroffen gewesen sein.

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Sonntag, Juni 22, 2008

Wilde Oranje-Camper

Die spontanen Camps in Stadtparks wegen fehlenden Hotelzimmer und restlos überfüllten Fancamps wurden von der Polizei geduldet. Ihre Auflage an die Wild Campierenden, nachher sauber zu machen, sei befolgt worden, lobte ein Sprecher der Host City.

Quelle: Der orange Zug kommt in Basel zum Halt (Panorama, NZZ Online)

Auch auf dem Parkplatz unserer Schule hier in Neuenegg fand sich letzte Woche ein Wohnmobil, das Holländern als Unterkunft diente ...

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Samstag, Juni 21, 2008

Wer findet die Oranje-Fans?

150′000 Oranjes in Bern

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Dienstag, Juni 17, 2008

Rayonverbot für Trainer

Was mir im Eifer des Gefechts kurzzeitig entfiel: Gestern, am Match zwischen Deutschland und Österreich, erhielten die beiden Trainer einen Platzverweis. SPIEGEL online hat die Bilder (unbedingt die Kommentare lesen):

Eklat am Spielfeldrand: Wie Löw vom Platz flog

Noch kurioser ist aber folgende Entwicklung:

Für Löw ist der ganze Vorfall keineswegs unproblematisch. Der Bundestrainer ist gemäß den Uefa-Regularien jetzt für das Viertelfinalspiel am Donnerstag gegen Portugal in Basel vorläufig gesperrt.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Streit am Spielfeldrand: Protokoll des Löw-Aufstands - Sport

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Dienstag, Juni 17, 2008

Eine Ode an die pragmatischen Oranjes

Wieso kompliziert, wenn es auch einfach geht?

Via: A great ad about Dutch simplicity

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Sonntag, Juni 15, 2008

Ein einig Volk von Fussball-Opportunisten

Freitag, 13. Juni 2008, 18:58 Uhr. Gerade fährt die S1 nach Bern in den Bahnhof Thörishaus Dorf ein. Ich steige in den überfüllten Zug ein und suche mir ein Sitzplätzchen. In vielen Abteilen sitzt mindestens eine Person, die sich orange gekleidet hat. "Wohl direkt aus dem Oranje Dorp in Flamatt", sage ich mir und setze mich in eines der wenigen noch freien Zweierabteile.

Als der Zug abfährt, wird das Gejohle und Gehupe der angeheiterten Fans wieder lauter. Ich beobachte die Holländer in einem Sechser-Abteil vor mir, die neue Bierflaschen hervorgezaubert haben und sich nun zuprosten. Wenige Sekunden später muss ich realisieren, dass die sechs Jungspunde Seislerdeutsch miteinander sprechen.

Je mehr ich die vermeintlichen Holländer im Zug mustere, desto mehr dämmert es mir, dass sich ein nicht unbedeutender Teil der Oranje-Fans als bodenständige Schweizer herausstellen werden. Von den Originalen kaum zu unterscheiden. Es brauchte nur gerade zwei Matches unserer ach so erfolgreichen Nati, und die halbe Schweiz ist freiwillig zu den Niederländern übergelaufen.

In Bern steige ich aus und begebe mich Richtung der Fanmeile am Waisenhausplatz. Mit einem weissen Fussball-Trikot, auf dem eine von weit sichtbare 10 prangt. In grossen Lettern steht "Zidane" auf dem Rücken.

Wieder einmal, so wird sich am Ende des Abends herausstellen, habe ich auf die falsche Mannschaft gesetzt. Aber das Ganze ist nicht so schlimm, schliesslich habe ich das Trikot nur meinem am Greenfield weilenden Bruder ausgelehnt, um zusammen mit Kollege Zgräsch in einem uniformen Look daherzukommen. Im Innern habe ich hingegen auf einen Sieg der Niederländer gehofft. Schliesslich bringen diese Jungs gehörig Stimmung in die Stadt.

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Sonntag, Juni 15, 2008

Der bernische Scheff Schissi hat versagt


Seichende Oranjes
Originally uploaded by emeidi

Wüste und unappetitliche Szenen gab es entgegen Medienberichten letzten Freitag eben doch in Bern. Für die Bleus selbstverständlich auf dem Fussballfeld im Wankdorf (4:1 - "Adieu les Bleus!"), doch für die Besucher der Public Viewings auch in der Innenstadt. Es herrschte nämlich Toiletten-Notstand.

Keine Ahnung, wer für besagten Abend die Vorbereitungen bezüglich sanitären Einrichtungen orchestriert hatte. Fakt war: Zu wenig Toiletten, zu viele Besucher und eindeutig zu viel Bier.

Da es in der Innenstadt aus mir unerklärlichen Gründen an offenen Pissoirs fehlte, gestaltete sich das Anstehen zu einer Geduldsprobe - insbesondere für Männer. Kein Wunder, dass unser Geschlecht überall hinschiffte; nur nicht dort, wo es eigentlich vorgesehen war. Nachfolgend ein Erinnerungsbericht über den Weg von mir und Kollege Zgräsch während der Halbzeit des Matches, ausgehend vom Lorenzini hin zur Perry-Bar (auf Grund des Trubels auf dem Kornhausplatz mussten wir einen längeren Umweg über die Brunngasshalde in Kauf nehmen).

Die Notdurft wird überall errichtet

Da sah man beispielsweise einen Jugendlichen, der seine Notdurft noch bevor dem Eindunkeln an die Wand des Kioskes an der Zytglogge verrichtete - gekrümmt stand er auf einer Kiste unter dem Vordächli, hielt sein Pfiffli irgendwie in der Hand und gab "Wasser Marsch!" zum Besten. Schön gedeckt von seinen einen Halbkreis bildenden Kollegen.

Einen Meter weiter bildete sich eine lange Schlange vor den Pissoirs an der Zytglogge. Sichtlich angeheiterte Seisler rissen eine Zote nach der anderen, doch man kam in der Schlange kaum vorwärts (von der anderen Seite her dasselbe Bild). Als ich so weit vorgerückt war, dass ich in die Nähe des penetranten Urin-Gestankes kam, sah ich angewiedert, wie sich im abgesenkten Boden der Pissoirs ein See gebildet hatte, der jede Minute über die Pflastersteine auf die Strasse zu schwappen drohte. Wahrscheinlich hatte ein unachtsamer Zeitgenosse den Ablauf mit Abfall verstopft ...

Als wir in die Brunngasse einbogen, sahen wir nach wenigen Metern einen Oranje, der ein eingetopftes Bäumchen bewässerte, während Passanten an ihm vorbeischlenderten. Zwei, drei Häuser später jagte ein Berner, dessen Funktion mir nicht ganz klar war und immer noch ist, zwei Holänder um einen Brunnen herum, weil diese an die Häuserwand pinkeln wollten. Er wies die Gäste an, doch bitte in den am Boden eingelassenen gitternen Ablauf am anderen Ende des Brunnen zu schiffen.

Nachdem wir die Brunngasshalde durch die Treppe am Ende der Brunngasse erreicht hatten und einige Meter Richtung Kornhausbrücke gegangen waren, sahen wir am Boden plötzlich ein Rinnsal auf die Strasse plätschern. Als wir unsere Blicke nach links, der Herkunft der Urinströme, lenkten, sahen wir hinter einem tschechischen Wohnmobil zum ersten Mal auch weibliche Geschöpfe, die ganz hinten an der Wand kauerten und mit den Jeans in den Knien ihre Notdurft verrichteten. Die Kollegin, die auf dem Trottoir die Stellung hielt, beschwerte sich über unsere Blicke während ihre Kolleginnen vor sich hinglucksten und eine Gaudi zu haben schienen.

Hatte man den Leopard II passiert, kam einem erneut ein pisseliger Geruch entgegen - Richtung Kornhaus schauend hatte man linkerhand an die Französische Kirche angelehnt eine Toiletten-Meile eingerichtet. Vis-a-vis davon standen gut bevölkerte Sauf- und Fressstände von Hotel Bern & Co. (TV, Bier, Bratwürste und Toiletten innerhalb von 10 Meter - was braucht der Mensch mehr?). Ich frage mich bis heute, wie man in dieser geruchsbetonten Umgebung während 105 Minuten einen Match verfolgen konnte.

Noch bevor wir auf dem Platz vor der Perry-Bar angekommen waren, sahen wir kurz nach den Toilettenhäuschen ein halbes Dutzend Männer, welches in der einbrechenden Dunkelheit seine Notdurft an der Wand der Französischen Kirche verrichtete. Nur wenige Meter daneben stand ein Polizist, der mit dem Rücken zu ihnen das Treiben auf dem Platz überwachte.

Schlussfolgerungen

Meine Frage: Dass an diesem Abend die Stadt von einer Unmenge an Fans bevölkert sein würde war lange zuvor klar, so klar jedenfalls, dass die Gastronomie-Betriebe befürchteten, dass das Bier ausgehen könnte.

Anscheinend hat man nicht überlegt, dass wenn sogar das Bier auszugehen droht, auch proportional mehr Urin die Aare und Altstadt herunterfliessen könnte. Mir will es nicht in den Kopf, dass man an diesem Abend zwar weitere Hektoliter Bier organisieren und zusätzliche Leinwände aufstellen konnte, die Toiletteninfrastruktur aber anscheinend nicht ausbaubar war.

Scheff Schissi in Bern, Sie haben versagt!

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Freitag, Juni 13, 2008

Zeitvertrieb

Viele Fans verbringen die Zeit bis zum Spiel mit Biertrinken.

Quelle: Bern rechnet mit mehr als 100'000 Fans - Euro 08 - Tages-Anzeiger

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Dienstag, Juni 10, 2008

Am Freitag ist in Bern die orange Hölle los


Niederländische Gäste
Originally uploaded by emeidi

Egal, woher ich die Zahlengrundlage habe - sie spiegeln wohl das Bild vieler Campingplätze und Dörfer im Kanton Bern wider.

Was lernen wir daraus? Am 13. Juni 2008 peakt die Oranje-Flut. Wer das Gefühl hatte, der gestrige Abend sei nicht mehr zu schlagen, sollte sich auf Freitag für eine Ersatzleber und -ohren umsehen.

Eins ist auf alle Fälle klar: Am Freitag findet man meine Wenigkeit mitten in Bern. Getarnt als Heineken-trinkender Niederländer.

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Montag, Juni 09, 2008

Klompen-Bomber mähen die Azzuri nieder

Wer hätte das gedacht - da komme ich nach 21 Uhr bei uns im Dorf im Public Viewing an, um zugleich von einem ohrenbetäubenden Gejohle eingedeckt zu werden: Zwei zu Null! Aber nicht etwa für die Azzuri (ich habe zwar ohne eine Ahnung von Fussball zu haben den Italienern eine deutliche Siegeschance zugerechnet), sondern die oranje Klompen-Bomber, die heute dem von mir anlässlich der Terrorgefahr vergebenen Namen wortwörtlich alle Ehre machen: Der italienische Torhüter wird "zugebombt" und muss schlussendlich mit drei Kuckuckseiern im Nest vom Spielfeld trotten.

Wenn man bedenkt, dass heute auch die Rumänen den Franzosen ein Pünktchen abgetrotzt haben (oder gar zwei, je nach Sichtweise), kann man froher Hoffnung sein, dass es heuer eine Euro der Überraschungen geben könnte. Lustige Konsequenz: Heute ist wohl fast jeder selbsternannte Tippkönig und Fussballversteher zum Bettler geworden.

Andererseits: Die Schweizer und Österreicher sind die traurigen Ausnahmen, die die Regel bestätigen ... bei den Gastgebern läuft alles in gewohnten Bahnen. Wieso immer wir? Rot-weiss ist nichts für die EM 2008.

Egal, ab sofort bemühe ich mich um eine Patenschaft für eine oranje Blondine, damit ich garantiert auch nach dem 15. Juni weiterfeiern kann. Da Bern mittlerweile fest in der Hand von Heineken und der Klompen ist, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns schleunigst mit der Besatzungsmacht verbrüdern und die daraus entstehenden Vorteile zu geniessen: Offenheit, ausgefallene Stimmung, Klompen, lustige Sprache - Heineken. Mal ehrlich: In unserem Innersten sind wir auch ein wenig Holländer! Elender Opportunist, der ich da bin ...

Und zum Schluss noch dies: Man munkelt, dass das niederländische Parlament morgen Marco van Basten zum Nationalhelden erklärt.

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Sonntag, Juni 08, 2008

Fotos vom Training unserer Nati


Ricardo Cabanas
Originally uploaded by emeidi

Heute war ich zusammen mit Melanie und Zgräsch in Freienbach (SZ) und habe dem Training der Schweizer Nationalmannschaft beigewohnt (Melanie hat die Tickets organisiert, die wir dank unseren GAs spontan einlösen konnten). Selbstverständlich habe ich die Chance genutzt, meine Nikon D40 im Sport- und im Paparazzi-Modus für wildes Menschengetümmel zu testen:

Training Schweizer Nationalmannschaft

Erkenntnis: Das Rohr (18-55mm) ist viel zu klein. Da muss rasch was Grösseres her!

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Samstag, Juni 07, 2008

Schäuble, einfach mal Fresse halten!

Diesen Terror-Scheiss kann ich nicht mehr hören! Steht uns etwa "Der Angriff der besoffenen Klompen-Bomber" bevor?

Die Gefahr eines Terroranschlags bei der Fussball-Europameisternschaft ist nach Einschätzung des deutschen Innenministers Wolfgang Schäuble unverändert hoch.

Quelle: Schäuble warnt vor Terrorgefahr - Ausland - Tages-Anzeiger

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Samstag, Juni 07, 2008

Noch 5 Stunden ...

... bis wir unseren ersten Match verlieren!

(Um meine prophetischen Fähigkeiten noch zu steigern, sollte ich vielleicht besser sagen: ... bis wir unseren ersten Match garantiert nicht gewinnen! Damit würde ein Unentschieden auch noch durchgehen.)

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Freitag, Juni 06, 2008

Euro08 endet am 15. Juni

Deshalb sucht man sich besser jetzt schon eine Manschaft aus, die reelle Chancen auf den Titel hat (sozusagen als Plan B, falls Köbis Burschen unerwarteterweise nicht bis in den Final vorstossen)

Für das Schweizer Fussball-Nationalteam endet die Euro wohl am 15. Juni

Quelle: Jetzt gilt's ernst (Euro 08, NZZ Online)

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Donnerstag, November 08, 2007

Fussballfans vor die Zürcher Oper!

[...] Aber wenn die Schweizer gegen England das 3:0 erzielen, dann soll man das auch während einer Oper hören.

Quelle: «Fügt dieser Stadt keinen Schaden zu!»

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