Dienstag, Februar 16, 2010
Ultrakurzkritik Eyes Wide Shut
Abgesehen davon, dass ich mehr als 10 Jahre seit der Kinopremiere gebraucht habe, um diesen Streifen zum ersten Mal zu sehen, bringt es der Kritiker auf Rotten Tomatoes süffisant auf den Punkt:
Misunderstood as a psychosexual thriller, Stanley Kubrick's final film is actually more of an acidic comedy about how Tom Cruise fails to get laid.
Quelle: Eyes Wide Shut Movie Reviews, Pictures - Rotten Tomatoes
Nebenbei: In der Szene in der Wohnung der Prostituierten habe ich für einen kurzen Augenblick den Buchtitel völlig falsch gelesen: "Introducing Scientology" anstelle von "Introducing Sociology". Wieso wohl?
Der Titel dieses Buchs stand übrigens Pate für eine Filmkritik mit demselben Titel: Introducing Sociology. A Review of Eyes Wide Shut
Labels: Film, Gesellschaft, Hollywood, Liebe, Partnerschaft, Sex
Dienstag, Januar 26, 2010
Avatar in Kürze
Are we going to do the same shit as Pocahontas, The Last Samurai, Ferngully, and Dances with Wolves?
Quelle: Avatar: The Abridged Script | The Editing Room
Genau das habe ich mir schon während des Films gesagt.
Der Rest des "verkürzten" Scripts ist genauso lesenswert — und treffend.
Besonders lustig mit Blick auf meinen gestrigen Blog-Post zu Terminator 4 ist insbesondere folgende Passage:
BLUE SIGOURNEY WEAVER
Run! Run like McG is chasing you with the script to Terminator 5!
Montag, Januar 25, 2010
Händels Sarabande
Nothing too exciting happens here, though the oddness of King George comes shining through in a brief moment of courtly bizarreness during Adams’ official introduction, and the use of Handel’s Sarabande (most notably utilized in the opening and closing credits of Stanley Kubrick’s oft overlooked masterpiece Barry Lyndon) was sublime.
Quelle: Watch or Die: HBO’s John Adams « The Schleicher Spin
Die kalten und dunklen Dezember- und Januartage nutze ich derzeit dazu, um einige DVDs zu schauen, die ich mir in den letzten Wochen geleistet habe. Unter anderem die Kubrick-Collection (mit ebendiesem Barry Lyndon) und die Box der HBO-Miniserie John Adams, welche ich aus dem Vereinigten Königreich importieren musste (wurde kürzlich auf SF2 gezeigt).
Ich darf sagen, dass Kubrick mit Barry Lyndon zum ersten Mal mein Interesse für klassische Musik geweckt hat (der Soundtrack von A Clockwork Orange ist übrigens auch sehr einprägsam, wenn auch nicht klassischer Natur). Umso erstaunter war ich, als ich die Sarabande einige Wochen später in der vierten Folge von John Adams ("Reunion") erneut zu hören bekam:
Einerseits könnte es Tom Hoopers Hommage an Kubrick sein — ich empfand die Verwendung des Stücks primär aber als einfallslose Kopie eines mittelmässigen Regisseurs. Ausserdem bin ich von der Kameraführung Hoopers überhaupt nicht überzeugt. Viele Einstellungen erinnerten an die billige Batman & Robin-Serie aus den 1960ern, wo bei Kämpfen mit den Gegnern die Kameras immer einen gewissen Neigungswinkel aufwiesen ...
Freitag, Dezember 25, 2009
Die Kurzfassung des Drehbuchs von Emmerichs 2012
How the fuck are all of these phone lines still working?
Quelle: 2012: The Abridged Script | The Editing Room
Schön, dass The Abridge Script Emmerich in die Eier tritt ... aber wahrscheinlich wird er in spätestens 3 Jahren den nächsten Katastrophenfilm rausgeben. Mit noch mehr Computereffekten, noch grösseren Explosionen, Überflutungen und Familiendramen.
Sonntag, Dezember 06, 2009
Filmkritik: 2012
Ich habe es gestern doch getan — ich war tatsächlich Emmerichs 2012 im Pathé Westside schauen. Dies aber nicht des Films wegen, sondern weil ich wieder mal mit den Jungs im Kino abhängen holte. Normalerweise meide ich solche seichten Blockbuster von vornherein.
Entgegen anderer Filmkritiken hier auf diesem Blog (u.a. Star Trek XI, Indiana Jones 4 , James Bond: Casino Royale) halte ich mich hier kurz:
Meine Blase wäre fast explodiert! Die sich über 3 Stunden hinziehenden oberflächlichen Liebes- und Familiengeschichten sowie Gutmenschen-Stories hätten fast dazu geführt, dass ich in den Kinosessel gepinkelt hätte. Dies machte die Tortur durch den mit Visual Effects und Gigantomanie überladenen Film doppelt so schlimm, da physisch äusserst schmerzhaft spürbar. Selber schuld, man geht halt auch nicht Emmerich-Streifen schauen.
Ich träume von einer Filmbranche, die uns zukünftig vor solchen Emmerich-Blockbustern erschont. Keine Ahnung, wieso die Hollywood-Studios diesem Typen unablässig Abermillionen in den Hintern stossen, damit er sich einem Wiederholungstäter gleich immer wieder an CGI-Orgien mit äusserst flacher Story versuchen darf. Einfach fürchterlich!
Sonstiges:
- Deutsche Synchronfassungen sind schlicht und ergreifend Scheisse!
- Columbia Pictures — und der Film ist übersät mit Sony Vaio-Laptops ...
- Die Erdkrustenverschiebung rettet die Storyline, in dem die Antonov urplötzlich im Himalaya-Gebirge auftaucht, statt im südchinesischen Meer.
- Der Russe (Yuri) war das Highlight des Films
- Die Staatschef stimmen ungefähr mit der Realität überein — aber würde Berlusconi wirklich mutig mit seinen Landsleuten dem Untergang entgegen sehen? Der Höseler wäre doch der erste, der die Arche besteigen würde ...
Samstag, November 28, 2009
Twilight für Ü30-Frauen
Offenbar habe ich wieder einmal eine sehr wichtige, tiefgreifende Entwicklung in Hollywood verpasst — Twilight? Was zum Teufel ist das?
I work in a cinema and i've quickly learned that between 40-50% of the Twilight audience is women between 30-50, which is both interesting and hilarious[...] I do find it hilarious in the scene where Jason takes his shirt off. I was standing in the kiosk on the opening night and all I could hear was this wave of screams and giggles coming from the screening (at first I thought something was up, until someone told me it was just Jason getting shirtless again).
The films are brilliantly marketed towards a certain type of woman, and I think for the older ones it reminds me of their first loves or times yonder, and of course for the younger girls it's just a mixture of handsome vampire/wolves and pretty girls. Also, I had a few guys ask me when I was ushering if I could pretend their ticket was invalid so they wouldn't have to watch it with their girlfriend. Every guy I saw going into the Twilight screening had that familiar look of death in his eyes, where for a rare moment in their movie/tv lives, they were about to watch a film which had no interest whatsoever in gaining a male audience. The only thing a guy will get out of seeing Twilight is a sense of self-loathing and one or two confused boners.
Quelle: Twilight Moms : pics
Aber ich helfe wetten, dass Randal übermorgen Sonntagnachmittag an meiner Tür klingelt und mich fragt, ob ich ihn ins Westside begleite und mit ihm Twilight schauen komme ... Ich werde dankend ablehnen.
Der ist auch ganz gut:
Today, we salute you, Twilight Moms
The last time you screamed and cried this much was for the Beatles.
Montag, September 28, 2009
Falsches Mitleid mit Polanski
Denn eigentlich sollte man dem EJPD gratulieren. Dafür gratulieren, dass sich die Schweiz nicht in die Reihe von Bananenrepubliken und Schurkenstaaten stellt. Denn ein geständiger Kinderschänder soll sich nirgendwo auf der Welt verstecken können. Auch nicht wenn er prominent ist. Und schon gar nicht in der Schweiz.
Quelle: Polanski festgenommen – Wo ist der Skandal? | bloggin' chm
Wenn er unschuldig ist, wird ihn das amerikanische Rechtssystem ja wohl frei sprechen, oder?
Wer sich für die 1977 erfolgte Vergewaltigung der 13-jährigen in Jack Nicholsons Villa (!) interessiert, liest am Besten das Gerichtsprotokoll der Befragung durch.
Wer ohne Kontext direkt auf die harten Fakten los will, beginnt auf Seite 28:
Q: After he kissed you did he say anything?
[...] A: No, besides I was just going, "No. Come on, let's go home."
[...] A. And then he went down and he started performing cuddliness. [...] he went down on me or he placed his mouth on my vagina.
Nachtrag
Über die juristischen Hintergründe der ganzen Aktion gibt ein vortrefflicher Artikel von Blogging Remy Auskunft:
FAQ: Verhaftung von Roman Polanski
Labels: Film, Jura, Kriminalität, Recht, Rechtssprechung, Schweiz, USA
Sonntag, September 06, 2009
Inglourious Basterds: Kurzkritik
Gestern war es also soweit: Endlich kam auch ich dazu, Tarantinos neuesten Wurf Inglourious Basterds (kein Schreibfehler, wie im Laufe des Films noch einmal deutlich hervorgehoben wird). Es handelt sich dabei wohl um den ersten Film von Tarantino, den ich a) im Kino und b) von Anfang bis Ende durchgeschaut habe. Bis heute ist mir ein Rätsel, wieso Pulp Fiction ein derartiger Hype geworden ist ...
Hier wie in meinen Kritiken so üblich eine kleine Auflistung von Dingen, die mir aufgefallen sind:
- Generation MTV bleibt draussen. Natürlich ist Basterds nicht gerade There Will Be Blood (note to self: Ich muss mir unbedingt mal wieder dessen Intro anschauen - keine einziges Wort während ca. 10 Minuten), doch hebt sich der Film ab von all dem Müll, der in den letzten Jahren aus Hollywood gekommen ist. Ich beziehe das weniger auf die Inhalte als die kameratechnische Umsetzung. Tarantino strebt keinen Weltmeistertitel auf den Gebieten "Hauptsache immer verwackelte Kamera" und "Hauptsache 20 Schnitte pro Minute". Bravo und Danke! Liebe Jung-Regisseure: Manchmal kann man eine Einstellung auch 30 Sekunden beibehalten.
- Nichts für Amis. Denn die sind monolingual (oftmals nicht mal das) und verabscheuen Filme, die länger als zwei Sekunden dauernde Fremdsprachendialoge enthalten. Nun, Tarantino hat seinem us-amerikanischen Publikum mit diesem Film demnach die schlagende Behandlung durch "Bear-Jew" verpasst: Ich würde behaupten, dass mindestens die Hälfte des Films auf deutsch und französisch gesprochen wird - und die armen Amis folglich nonstopp mit dem Lesen von Untertiteln verbringen.
- Was uns gleich dazu weiterführt, dass Kollegen Randal, Lonny und Üelu selber schuld sind, wenn sie den Film in der deutschen Synchronfassung schauen gehen. Zumal man so auch gleich den fürchterlichen Redneck-Akzent Brad Britts verpasst.
- Doch a propos Brad Pitt: Obwohl er natürlich als Headliner den kommerziellen Interessen Hollywoods dient und Leute (Frauen?) ins Kino lockt - SS-Offizier Hans "Jew-Hunter" Landa, gespielt von Christoph Waltz, läuft ihm meilenweit den Rang ab. Diesen deutschen Schauspieler müssen wir uns merken. Seine Performance in diesem Film ist grandios! Ob ihm im nächsten Februar der Oscar winkt?
- Bleiben wir bei den Schauspielern: Wer deutsches Filmgut kennt (nein, nicht solches aus den 1920er wie Die weisse Hölle vom Piz-Palü oder später erschienener nationalsozialistischer Schund), wird unzählige deutsche Schauspieler wiedererkennen: Daniel Brühl, Diane Krüger, Til Schweiger, Gedeon Burkhard, August Diehls. Ja sogar Christian Berkel, den u.a. man aus "Das Experiment" kennt, hat eine kleine Nebenrolle (man achte sich, wie er in der Kellerszene im Hintergrund während Minuten ins Leere starrt).
- Wer den Vorspann, der für mich nicht nachvollziehbar aus drei typographischen Stilen bestand, genau gelesen hat, dem fiel der Name Mike Myers auf. Und tatsächlich - da haben wir ihn vor uns, "Austin Powers" in britischer Uniform, im selben Raum wie der zigarrenpaffende Churchill. Notiz am Rande: Mike Myers ist Kanadier ...
- Tauchen Europakarten auf (wie eben gerade in besagter Szene mit Mike Myers oder bei Hitler in Berlin), ist die schweizer Grenze realitätsgetreu eingezeichnet und vom Dritten Reich umgeben. Dies ist für dem Reduit-Mythos aufsitzenden Schweizer wie auch für Geschichtsstudenten sehr, sehr wichtig! Einige Filme, die in der Zeit des Dritten Reichs spielen, unterschlagen dieses Fakt einfach.
- Der feine britische Schnurrbart des Spions verschwindet, als er sich in Frankreich in die SS-Uniform wirft. Neben dem Feldgrau der deutschen und dem Gagelbraun der britischen Uniform sind es gerade solche Facetten, die die beiden Kulturen im Zweiten Weltkrieg unterscheiden. Da der rasierte Deutsche, dort der feine englische Offizier mit Schnurrbart.
- Wenn ich mir die DVD zum Film kaufen werde, werde ich als erstes minutiös den Füllstand in den verschiedenen Schnitten von August Diehls "Stiefel" (Szene in der Kellerbar) untersuchen.
- Mindestens zwei Mal hat man das Gefühl, als würde Tarantino sich der Werbefilmindustrie anbieten: Als sich Shosanna schminkt (ist das den Marketing-Fuzzis von L'Oréal aufgefallen?) und als Shosanna zusammen mit Hans Landa Apfelstrudel mit Rahm ist. Zerstört wird die Atmosphäre durch die brennende Zigarette, die Landa im Strudel ausdrückt.
- Hinzu kommt der Top Gun-Moment, wo Shosanna im roten Abendkleid verträumt zum Fenster rausschaut. Deshalb Top Gun, weil der gespielte Soundtrack ein poppiger Song aus den 1980er zu sein scheint.
- Und schlussendlich noch ein Zückerchen für Hebo: Ihm ist die Cinderella-Fusszene mit Frau von Hammersmark besonders in Auge gestochen und hat mich nach dem Kinobesuch darauf hingewiesen, dass Tarantino offensichtlich ein Fussfetischist sei (womit sich Hebo selber auch als ein solcher verraten hat, da Normalfetischisten sowas gar nicht auffallen würde). Meine Vermutung, dass man auf Youtube einen Zusammenschnitt von Tarantinos Fusszenen findet, hat sich bei der Rückkehr prompt bestätigt: Tarantino Fetish Mix
- Ah, eigentlich sind es zwei Zückerchen für Hebo: Mélanie Laurent heisst die Schauspielerin, die die jüdische Kinobetreiberin spielt - und eine klassische Hebo-Frau ist.
- Die brennende Leinwand, auf welches das Gesicht Shosannas projeziert wird, erinnert mich verdächtig an den Apple-Werbespot "1984".
- Das gleich darauffolgende Massaker im Kino ist erfrischend anders - statt Tribunalen und anschliessenden Hinrichtungen von Hitlers willigen Helfern hätte man das Regime ja eigentlich auch so unschädlich machen können. Tarantino fällt damit aber auch irgendwie wieder in das undifferenzierte Schwarz-Weiss-Bild (sozusagen in Kavallerie und Indianer) zurück.
- Das Ende ist enttäuschend: Ich war felsenfest davon überzeugt, dass sie Landa ebenfalls umbringen und skalpieren würden. Mieses Spiel!
Labels: Blogosphäre, Deutschland, Film, Kritik, Kunde
Sonntag, August 16, 2009
Actionfilme
"Action" ist im Englischen ein Wort mit Doppelbedeutung, was mitunter zu dem Missverständnis zu führen scheint, man könnte "Handlung" dadurch vollständig ersetzen.
Ach was! Hauptsache, alle zwei Minuten explodiert ein Auto, stirbt ein Mensch und dröhnt die Musikanlage des Kinos. Wer steht schon auf Handlung in einem Kinofilm?
Samstag, August 08, 2009
G.I. Joe sucks?
"G. I. Joe: The Rise of Cobra" is a 118-minute animated film with sequences involving the faces and other body parts of human beings. It is sure to be enjoyed by those whose movie appreciation is defined by the ability to discern that moving pictures and sound are being employed to depict violence. Nevertheless, it is better than "Transformers: Revenge of the Fallen."
[...] There is never any clear sense in the action of where anything is in relation to anything else. You get more of a binary action strategy. You see something, it fires. You see something else, it gets hit.
Quelle: :: rogerebert.com ::
... was stark darauf hindeutet, dass Randal und Torquenstein auf diesen Film abfahren werden.
Samstag, August 08, 2009
Sommerferien 1958
So geil, diese Story :-)
“We have anti-cruelty laws in this state,” the cop told Dad.
Quelle: Vacation 58
Mittwoch, Juli 08, 2009
Star Trek (2009) - Der leider allzu treffende Vergleich mit Star Wars
My Favourite Sci-Fi-Movie of All-Time
Freitag, Juni 19, 2009
Star Trek (2009) - Die Kurzfassung
Dieses lustige Stück erinnert mich daran, denn Film zum dritten Mal schauen zu gehen - falls er in einem der bernischen Lichtspielhäuser überhaupt noch gezeigt wird:
Suddenly, a fight breaks out between CHRIS PINE, FOUR STARFLEET CADETS, and APPARENTLY THE CAMERA MAN.
[...] The ship for new recruits leaves tomorrow, and there’s apparently no other way for you to enlist other than boarding it.
CHRIS joins STARFLEET and hops on a ship headed into SPACE even though the ACADEMY is on EARTH.
Quelle: Star Trek: The Abridged Script | The Editing Room
Auch ganz schön:
Makes sense, I’ve got the entire surface of a planet to work with and I stumbled into your cave.
Samstag, Mai 16, 2009
Star Trek, zum Zweiten
Gestern war ich mit Kollege Stuffi in einem bernischen Lichtspielhaus und habe mir den neuen Star Trek-Film zum zweiten Mal angeschaut - dieses mal nicht im IMAX-, sondern im klassischen 2.39:1-Format und mit einer Soundkulisse, die nicht für Schwerhörige gedacht war und auch nicht beabsichtigt, solche zu produzieren.
Da mittlerweile Kollege Dickreuters Wertung des Streifens vorlag - er, mittlerweile eine Kapazität im CGI/Previz-Bereich in Los Angeles - konnte ich mich auf die von ihm bemängelten "Lens Flares" achten. Tatsächlich war er nicht der einzige, dem diese umstrittenen Licht-Effekte auffielen:
Dan Mindel and his gaffer, Chris Prampin detail how they achieved the effect by building lights into the set and aiming handheld flashlights down the barrel of the lens. Mindel also notes, "We’ll either get slaughtered by our peers or be really admired for it!"
Quelle: ST09 Tidbits: Ayel Pic + 1 week box office + R2D2 In Trek? + Lucas Review + Enterprise Size + more
Doch was fällt einem bei der wiederholten Betrachtung des Streifens sonst noch so auf?
- Diesen verfluchten, gekonnt versteckten Tribble habe ich immer noch nicht entdecken können! (Anscheinend ist sogar ein R2D2 im Streifen zu sehen)
- Kirk hängt dreimal mit beiden Händen einen Abgrund hinunter - zum ersten Mal im zarten Alter am Ende der Verfolgungsjagd durch einen Polizisten ("Citizen ..."), ein zweites Mal auf der Bohrplattform und ein drittes Mal in Neros Mining-Ship.
- A propos: Wieso zum Teufel ist ein Mining-Ship mit derart vielen Photonentorpedos ausgerüstet? Wären unsere Frachter auf den Weltmeeren so bewaffnet, lägen die Nussschalen von somalischen Piraten längst allesamt auf dem Meeresgrund.
- Nokia scheint die einzige Marke zu sein, die es zu einem gut bemerkbaren Product Placement im Film geschafft hat. Gibt es den Star Trek-Klingelton schon in einem Online-Shop?
- Das UI-Design der Enterprise-Software ist zum Kotzen. Windows Vista ist eine triste Oberfläche dagegen. Durchsichtig, hell leuchtend, überall blinkend - keine Ahnung, wie ich mit einer solch konstanten Ablenkung eine Aufgabe auf der Brücke übernehmen könnte.
- Von wo zum Teufel hat der alte Spock das Brennholz auf Delta Vega her?
- Der Film nähert das Star Trek-Universum leider stark dem Star Wars-Universum an. Die Szene in der Bar, die vielen Alien-Gesichter, die zwei Monster auf Delta Vega, der kleine Wicht (Begleiter von Scotty auf dem abgelegenen Aussenposten) ...
- Leistet Uhura vor riesigen Biergärtanks Dienst? Oder was steckt in diesen riesigen, polierten, metallig-glänzenden Behälter?
- Winona Ryder ist (immer noch) verdammt scharf!
- Der Abspann ist verdammt kitschig, insbesondere mit diesen Planeten, den Lens-Flares (sic!) und den Wordart-Effekten der Schriften.
- Beim zweiten Mal wirkt der Eindruck noch viel markanter, dass J.J. Abrams alles in die Wege geleitet hat, um aus dem Stoff eine Spin-Off TV-Serie zu produzieren. Es passt alles zusammen - inklusive gelegentlicher Gastauftritte vom alten Spock (sodenn Nimoy "long and prosper" leben wird)
- Die linke Gondel der Enterprise wird über Vulkan von einem Trümmerstück aufgerissen. Abgesehen vom netten CGI-Effekt scheint diese Beinahekollision keine Auswirkungen gehabt zu haben.
- Habe ich mich zu wenig geachtet, oder können die Turbo-Lifte Gedanken der transportierenden Personen lesen?
- Wieso kann Chekov die Transportersteuerung nicht einfach auf seine Konsole übertragen, um die auf Vulkan herabstürzenden Kirk und Sulu auf die Enterprise zu beamen? A propos: In diesem Streifen fällt tatsächlich der Satz "Beam me up" - aber gerichtet an Chekov, nicht an Scotty.
- Wenn es darum geht, Sicherheitscodes des Verteidigungsschildes des Sonnensystems und der Erde herauszufinden, versucht man sich der guten, alten Folter. Immerhin eine Konstante, die sich durch die ganze Erdengeschichte zieht.
- Die Föderations-Phaser haben diesen coolen Switch-Effekt, wenn sie geladen sind und abgefeuert werden.
- Nero hat wohl den Raumschiff-Erkennungskurs mit Bravour bestanden: Anstelle die verspätet um Vulkan eintreffende Enterprise zu vernichten, fällt ihm gerade noch rechtzeitig auf, dass es sich dabei um das gesuchte Schiff handelt ... Nicht vorzustellen, hätte er einfach mit allen Waffen auf das Schiff gefeuert!
- Wie in allen Sci-Fi-Filmen üblich, bringt man sich auch hier viel, viel, viel lieber in einem klassisch-heroischen Faustkampf um, als viel zu einfach den Auslöser des Phasers zu betätigen ...
Donnerstag, Mai 07, 2009
Star Trek (2009)
Gestern Mittwoch-Abend durfte ich in der Pathé Arena in einem Aussenbezirk Amsterdams mit hunderten anderen Fans an der Premiere des lang erwarteten Star Trek-Streifens beiwohnen. Der Kinobetreiber spannte dabei mit dem niederländischen Star Trek-Fanverein Federation.nl zusammen, um uns Gästen etwas besonderes zu bieten. Zum einen war ein DJ engagiert worden, der die eintreffenden Gäste mit House-Beats beschallte. Zusätzlich war auch eine Event-Agentur vor Ort, die die Gäste durch einen gesonderten Eingang in den Kinosaal lotste (Aus Angst vor Vogel-Grippe? Auf Grund der Menge der Personen? Oder weil Star Trek-Fans einfach nicht kompatibel zu anderen Kinogängern sind? Man wird es wohl nie herausfinden ...). Vor dem Kino bildete sich folglich eine lange Schlange, aus welcher ich hie und da etwas twitterte (siehe Twitter oder Facebook). Unter anderem sah ich dort den ersten "Idioten" (ein aus dem Moment heraus entstandener Begriff) in der roten Star Trek-Uniform aus dem zweiten Kinofilm. Es sollte nicht der letzte verwirrte Zeitgenosse gewesen sein: Am Ende des Films, als ich mein Mobiltelefon aus der Geiselhaft erlöste, stand ich tatsächlich neben einem anderen verblendeten Fan, der sich in die dunkelblaue Enterprise-Kluft geschmissen hatte. Sogar ein entsprechendes Baseball-Cap bedeckte sein Haupt.
Item - alles der chronologisch korrekten Reihe nach (wir wollen uns ja nicht an den Drehbuchautoren orientieren): Bevor der gemeine Trekkie das Kinogebäude betreten konnte, hatten sich die sonst doch so menschenfremden Trek-Geeks durch eine Horde Spalier stehender Mädchen (Motto war wohl Netherland's Next Topmodel - also hauptsache blond, hübsch und schlank) durchzukämpfen. Ihre Aufgabe war aber nicht nur hübsch auszusehen, sondern auch alle 1-2 Minuten den Fans frenetisch zuzujubeln und Fotos von uns zu schiessen. Nachdem das Ticket dem prüfenden Blick des Türstehers stand gehalten hatte, erhielt man ein Cüpli in die Hand gedrückt und durfte mit der Rolltreppe in den dritten Stock verschieben.
Die Leute, die vor wenigen noch vor mir in der Schlange gestanden waren, standen nun erneut in der nächsten Schlange. Wieso? Die paranoiden Betriebswirtschaftler von Paramount hatten doch tatsächlich die grandiose Idee, allen Kinogängern Handies und Digitalkameras abzunehmen (man hätte den Film ja mit etwa 160 mal 120 Pixeln abfilmen können). Mit einem Nümmerchen versehen wurde mir mein Tor zur (Twitter-)Welt abgenommen - zu umso grösseren Lachern führte die nach den Trailern gezeigte Mahnung, doch die Mobiltelefone aus- oder auf stumm zu schalten.
Doch dann hatte ich endlich alle Proben bestanden und ... war drin! Ein überaus freundlicher Kinoangestellter drückte mir noch einen Kübel Popcorn in die Hand - Geschenk des Hauses. Und ebenso erstaunlicherweise waren auch alle Getränkehalter mit Getränken gefüllt - schick, was das Kino hier alles springen liess, um uns ein unvergessliches Erlebnis zu liefern! Wir Trekkies scheinen eine zahlungskräftige und äusserst einfach kommerziell zu blendende Zielgruppe zu sein ...
Zu meiner ganz persönlichen Kritik - aber ACHTUNG: Der nachfolgende Text enthält Spoiler!
Positives
- Nach Jahren des Wartens kommt endlich wieder ein (handwerklich!) würdiger Star Trek-Film in die Kinos. Generations war so so lala - umso besser war dafür First Contact, den ich als klar überzeugendsten Streifen der Next Generation-Crew in Erinnerung behalte - so jung, und doch schon ein Klassiker. Von den zwei nachfolgenden Filmen (Insurrection und Nemesis) sprechen wir jetzt lieber nicht - schon nur, weil ich diese noch nie ganz gesehen habe.
- Das Drehbuch (zur Story siehe nachfolgend) ist sehr gut - gute Dialoge, gewürzt mit viel Witz.
- Die Schauspieler haben allesamt eine gute Leistung hingelegt und hätten ausreichend Potential, ein oder mehrere Sequels hinzulegen. Von einer Serie wage ich - nicht zuletzt wegen dem Enterprise-Debakel - nicht zu träumen.
- Die CGI-Effekte gefallen - State of the Art.
- Der Film ist actionlastig und auch sonst über weite Strecken süffig erzählt - ich habe mich nur genau an einem Ort gelangweilt: Techno-Babbel auf der Brücke zwischen Spock und anderen Crew-Mitgliedern.
- Geile Grabschhände, Kirk!
- Chekov spielt den Kaspar im Umzug - aber mir gefiel es. Deutlich besser als bspw. diese (eher unabsichtliche) Lachnummer "Wesley Crusher" von TNG.
- Rohre, Stahlträger - die Enterprise kommt nun viel mehr wie ein Marineschiff als ein mit marmorfliesenüberzogener Luxuskreuzer daher.
Negatives
- Das Pathé Arena IMAX prahlt im Intro von 12'000 Watt. Das mag sehr wohl sein - meine Ohren hätten es aber geschätzt, wenn es nur 6'000 Watt gewesen wären.
- Wir bekommen Spocks "Kindergartenliebe" zu Gesicht - eine B-Story, die man in einem Sequel weiter aufarbeiten kann. Meines Wissens wurde diese Affäre/Romanze aber in TOS nie diskutiert. Oder war das Mal ein folgenfüllender Stoff? Ein weisser Vulkanier und eine Schwarze - in einer Fernsehserie der 1960er? Kann ich mir nicht vorstellen ... Andererseits soll der Kuss zwischen Shatner und Nichols der "first interracial kiss on TV" gewesen sein.
- Die Tonspur des zweiten Trailers lief bei mir tagelang in einer Endlosschleife. Leider ist vom hinreissenden Soundtrack im Film nichts mehr zu hören - äusserst schwache Leistung des amerikanischen Komponisten mit italienischem Nachnamen, obwohl der Trailer viel Hoffnung auf einen anständigen und bewegenden Score machte.
- Mich nervt langsam, dass in anscheinend kein Star Trek-Film mehr ohen Zeitreisen auskommt. Ich verstehe, dass die Autoren so deutlich grössere Möglichkeiten haben, aus dem mittlerweile doch engen Korsett auszubrechen. Doch die Autoren, die den nächsten Star Trek ohne Zeitreisen zum Knaller hinkriegen, verdienen einen halben Oscar.
- Dank den zwei von J.J. Abrams mit an Bord geholten Schreiberlingen steht das Star Trek-Universum Kopf. Die ganzen letzten 40 Jahre Star Trek-Serien- und Filmgeschichte sind mit dieser beschissenen Aktion ausgelöscht. Noch schlimmer: Jetzt muss man sich auch nocht mit zwei Spocks herumschlagen. Aber halt: Gibt das kein Paradoxon?
- Ein positiver Nebeneffekt hat das Ganze, falls J.J. auf einen TV-Spin-Off tendiert - da die Drehbuchautoren unüberlegt den Reset-Knopf gedrückt haben, ist ausreichend Platz da, um sich im Star Trek-Universum mal so richtig auszutoben. Selbstverständlich nicht unbedingt zur Freude der alteingesessenen Trekkies.
- Wie nach Star Trek IV-Manier gibt der alte Spock Wissen aus der Zukunft weiter. Immer ein Zeichen dafür, dass die Drehbuchautoren sich unheimlich verfahren haben. Ein anderer, deutlich wortgewandter Kritiker meint diesbezüglich: "is there anything a transporter can’t do?". Die Notausfahrten, die von den Schreiberlingen genommen werden, gehen munter weiter: Beispielsweise auch, als Kirk den alten Spock zufälligerweise in einer Höhle auf einem riesigen Eisplaneten entdeckt ... wirklich unglaublich - der richtige Planet, die richtige Höhle zur richtigen Zeit. Mensch Kirk! Oder die so verdammt nahe liegende Schlussfolgerung, dass irgendein doofer elektronische Sturm über Vulkan zwangsläufig ein Nebeneffekt von Neros Anwesenheit ist ...
- Der System-Entwickler der Enterprise-Software war wohl so gelangweilt, dass er eine schicke Kollisionsroutine geschrieben hat, die genau berechnet, wann eine Kollision bevorsteht - und dies äusserst schön auf dem Hauptschirm anzeigt.
- Fand dieser rockige Hintergrundsound nach der Schlägerei in der Bar nur deshalb Einzug in den Film, um danach neben dem Score auch noch einen Soundtrack zu veröffentlichen?
- Die Sternenflotte besteht aus ausgesprochenen Dilettanten: Wieso konzentriert man seine Flotte in einem abgelegenen Sektor - just dann, wenn ein Angriff aus der Zukunft ansteht?
Bruchstückchen
(die mir in Erinnerung geblieben sind)
- Wohl als Hommage an die TOS-Serie geht bei einem Ausseneinsatz genau diejenige Person der Crew drauf, die man zu Beginn des Einsatzes zum ersten Mal zu Gesicht bekommt.
- Spock verbannt Kirk in einem umgebauten Torpedo auf den Eisplaneten - was an die "Beerdigung" Spocks in Star Trek II erinnert.
- Kobayashi Maru! Jetzt also wissen wir, wie es Kirk hingekriegt hat: Einen Apfel essend ...
- Scotty ist so ein Witzbold! Schade, dass er erst in der zweiten Hälfte des Films auftaucht.
- Den im Film versteckten Tribble ("Wo ist Walter?") habe ich leider nirgends entdeckt
Fazit
Dieser Film muss nicht nur von Trekkies geschaut werden, sondern kann durchaus auch den Kollegen und der Freundin zugemutet werden, ohne dass diese in der Hälfte der Vorstellung einschlafen. Am Streifen ist aus handwerklicher Sichts nichts auszusetzen, dafür sind die Implikationen bezüglich der Vernichtung Vulkans umso schwerwiegender: Dadurch haben sich die letzten vierzig Jahre Star Trek-Geschichte(n) vaporisiert. Obwohl ich den Drehbuchautoren durchaus viel, viel, viel künstlerische Freiheit zugestanden habe, um endlich wieder mal einen guten Star Trek-Streifen im Kino zu landen, wurde das Star Trek-Universum von Orci und Kurtzman geschändet. Es wird sich in den nächsten Jahren zeigen, ob diese Vergewaltigung des Stoffes wider erwarten Früchte tragen sollte.
Zu Guter Letzt
- Bei Rottentomatoes räumt der Streifen 93% ab - ein beachtliches Resultat!
- Ich überlege mir gerade, wie viel Prozent des Films man aus den in den HD-Trailern gezeigten Szenen rekonstruieren kann ...
Dienstag, Mai 05, 2009
Erste Kritiken zum neuen Star Trek-Film
Trekkies Bash New Star Trek Film As 'Fun, Watchable'
Sonntag, April 26, 2009
Das geheime zweite sowjetische Raumfahrtprogramm
Oberg himself discovered that a famous photo of the ‘Sochi Six’, a group of Russia’s original top cosmonaut candidates, had been doctored, erasing one of the six men.
Quelle: Lost in Space | Articles | Features | Fortean Times UK
Eindeutig Stoff für einen Film - oder gleich eine ganze Serie?
Labels: Film, Italien, Raumfahrt, Sowjetunion, USA, Weltraum
Dienstag, März 24, 2009
Star Trek-Drehbuch vertrauenserweckend?
Alex and Bob wrote the story for Transformers which is really just about a boy getting his first car. The Star Trek pitch and the Star Trek script had exactly those same things.
Quelle: More Behind-the-scenes Interview Extracts From Star Trek Magazine | TrekMovie.com
Oh oh ... Ich befürchte das schlimmste!
Labels: Film, Kino, Science Fiction, Star Trek
Mittwoch, März 11, 2009
Abrams subtile Kritik an Star Wars
Be as true to the characters as possible, be as real and as emotional and as exciting as possible and not be distracted by the specter of all that the "Star Wars" film accomplished. For instance, we needed to establish that there are aliens in this universe and yet I didn’t want it to feel like every scene had four new multi-colored characters in it.
Quelle: JJ Abrams: Star Trek must escape the shadow of Star Wars | TrekMovie.com
Wer es noch nicht getan hat, sollte sich schleunigst den zweiten und dritten Trailer für den bald Premiere feiernden Star Trek-Film reinziehen.
Donnerstag, Januar 22, 2009
Akte X stand Pate
Schade, dass die Serie bereits sehr, sehr lange abgesetzt ist. Ansonsten hätte man aus folgender Story eine atemberaubende Folge drehen können:
"I think Candido Godoi may have been Mengele's laboratory, where he finally managed to fulfil his dreams of creating a master race of blond haired, blue eyed Aryans," he said.
Quelle: Nazi angel of death Josef Mengele 'created twin town in Brazil' - Telegraph
... oder Spielberg/Lucas machen daraus Indiana Jones and the village of the Nazi clo(w)nes. Die Geschichte würde auch gut ins Repertoire von M. Night Shyamalan passen.
Labels: Brasilien, Deutschland, Film
Mittwoch, Dezember 03, 2008
Quantum of Solace ultrakompakt
Je weiter mein Besuch von Quantum of Solace zurück liegt, desto offensichtlicher wird für mich, wie Scheisse der Film wirklich war. Ein Glück, dass nun auch noch das Abridged Script (kann der schon im Kino ultrakurze Film überhaupt noch stärker komprimiert zusammengefasst werden? Ich glaube nicht!) erschienen ist und die doofsten Ideen der Drehbuchschreiber noch einmal vorführt. Zu Beginn kommt aber unser Regisseur-Export an die Reihe (wie bereits in meiner persönlichen Filmkritik hier auf diesem Blog) - zu Recht:
DANIEL CRAIG speeds along the road with JESPER CHRISTENSEN in the trunk while being chased by SOMEONE OR ANOTHER. The cameraman has an EPILEPTIC SEIZURE, but is told to continue filming.
Quelle: Quantum of Solace: The Abridged Script | The Editing Room
Wenn diese in Hunderstelsekunden geschnittene Szene Marc Fosters Qualitäten beweisen soll, dann verzichte ich künftig freiwillig auf Filme aus seiner "begabten" Hand ...
Sonntag, November 30, 2008
Super Size Me doch nicht ganz so aussagekräftig?
Hat Morgan Spurlock in seiner Doku "nur" aufgezeigt, wie Vegetarier auf eine plötzliche, 30-tägige McDonalds-Diät reagieren? Die Ergebnisse könnten so nicht einfach auf uns Fleischesser übertragen werden?
Having never examined Spurlock, Nyström could only guess, but among two of his perfectly reasonable hypotheses were that Spurlock may have had pre-existing undiagnosed liver problems; or that his normally vegetarian diet may have rendered his liver poorly prepared to suddenly deal with a diet high in carbohydrates and saturated fat, a problem that anyone eating a normal diet would not experience.
Quelle: Sized Fast Food Phobia
Auf alle Fälle gilt auch bezüglich Fast Food der gewohnte, wohl fast allgemeingültige Merksatz: Alles im gesundem Mass! Wer mehrmals pro Monat im McDonalds ist, sicher aber ansonsten ausgewogen ernährt und sich körperlich betätigt, sollte kaum Gesundheitsprobleme bemerken.
It's the drinks, stupid!
The real offenders on fast food menus are not the hamburgers at all, but the drinks; especially the milkshakes.
In diesem Artikel wird festgestellt, was ich schon längst sage: Wer im Mac essen geht, ersetzt die Pommes besser mit einem Salat. Noch wichtiger aber ist, dass man anstelle der Zuckerbombe Cola Mineralwasser bestellt.
Ich behaupte völlig unwissenschaftlich, dass die meisten Probleme mit dem Körpergewicht nicht von Fetten herrühren, sondern von einem zu grossen Zuckerkonsum (welcher in Form von Insulin die Ablagerung von Fett in die Fettzellen fördert).
Labels: Ernährung, Essen, Film, USA, Wissenschaft
Donnerstag, November 20, 2008
Schweizer Bünzlis erobern Hollywood
... dabei ist doch gerade Kollege Dickreuter von den exakten, risikoscheuen Bünzlis nach Venice CA geflohen ...
Es gibt Regisseure, die jene Magie nur aus dem reinen Chaos erschaffen können. Ich hingegen bin hier eher schweizerisch: Bei mir ist alles geplant, bis ins Detail. Jeder weiss schon im Voraus, was ich will. Ich schaue sehr aufs Budget, und ich bin sehr pünktlich. «Quantum» ist der allererste Bond-Film in der Geschichte, der am geplanten Drehtag fertig geworden ist. Wir hatten 103 Tage Zeit, und am 103. war der Film abgedreht.
Quelle: Das Magazin » «Ich will sein Geheimnis»
Labels: Film, Hollywood, Schweiz, USA, Wirtschaft
Montag, November 17, 2008
Der Trailer zum neuen Star Trek-Film ist da!
Und zwar nicht der längst bekannte Teaser (Thema: "Der schweissende Konstrukteur"), sondern eine Fassung, in der endlich Szenen mit den Hauptdarstellern des Films zu sehen sind. Hier der Direktlink zum Download mit wget & Co:
Dank: Raffi
Erste Eindrücke
- J. J. Abrams mag wohl die alten Streifen mit James Dean und setzt James T(iberius) Kirk in einen Ur-Oldtimer zwecks Verfolgungsjagd.
- Die (erste) Enterprise wird nicht im Orbit eines Planetens (bspw. Utopia Planitia beim Mars, für eingefleischte Trekkies) gebaut, sondern ... auf der Erde. Geschützt mit einem kaum mannshohen Maschendrahtzaun. Wie die das Ding in die Schwerelosigkeit befördern wollen, ist mir noch nicht ganz klar (Voyager-like wohl mit viel, viel Technobabble).
- Im Trailer sehen wir gleich zwei Unterwäsche-Szenen, davon eine mit der jungen (und hübschen) Uhura. In den 1960er, als Gene Roddenberry die wenigen Staffeln von The Original Series (TOS) abfilmte, war schon nur die Präsenz einer Schwarzen und eines Russen auf der Brücke des Raumschiffes ein Affront. Auf alle Fälle tut ein wenig Erotik dem Streifen sicherlich gut, wenn nicht gleich noch dem weiblichen Publikum zu Liebe eine komplette Love-Story eingebaut wird ...
- Es gibt einige Aliens (den Verkehrspolizisten, beispielsweise), die ich in den Serien noch nie gesehen habe.
- Der (jugendliche, ungestüme) Spock wird ausfällig und prügelt sich mit Kirk. Pon Farr, vielleicht?
- Auch Kirk sieht in vielen Einstellungen arg lädiert aus - auf die klassischen Faustkämpfe werden wir also nicht verzichten müssen.
- Es wird so richtig krasse Weltraumschlachten à la Battlestar Galactica (die im 21. Jahrhundert gedrehten Folgen) geben.
- Aus einer Nexus-ähnlichen Wolke taucht ein Raumschiff auf, das mich mit den langen "Armen" irgendwie an den Streifen Alien erinnert.
- Das Interieur des Raumschiffes ist - wie gewohnt - glattpoliert und weist ein schickes 1960er/70er-Flair auf.
- Das Geräusch des Roten Alarms (keine politische Implikation, notabene!) ertönt nach bekanntem Muster.
- Scotty spricht - in der deutschen Synchronfassung leider nicht wiederzugeben - mit schönem ... schottischen Akzent!
Labels: Film, Science Fiction, Star Trek
Montag, November 10, 2008
James Bond: Quantum of Solace sucks!
Letzten Freitag war für mich doppelte Premiere: Einerseits war ich zum ersten Mal in den Pathé Kinos im Westside (der Ticket-Kontrolleur spricht tatsächlich französisch), andererseits habe ich zusammen mit dem Auten, Mr. B, Stewä und Ritchie den neuesten James Bond zu Gemüte geführt. Auf Grund einer kommunikationsbedingten Buchungspanne wurde Zgräsch von der Gruppe getrennt und musste sich sonst irgendwo im Kino platzieren.
Das Kino
Nun gut, zurück zum Film. Respektive zuerst zum Kinosaal: Alles picco-bello, ich komme garantiert wieder! Saal 10 ist wohl einer der grössten des Multiplex-Kinos. Besonders gefreut haben die Platzverhältnisse - da ich auf Grund anderer Verpflichtungen erst um 21.20 vor Ort eintraf (mit einem Karacho über den Landstuhl nach Niederwangen und Oberbottigen ins Westside - Park-Sektor K wird für den Kinobesuch empfohlen), mussten wir uns an den bereits sitzenden Zuschauern vorbeizwängen. Im Gegensatz zu Quinnie und Kitag musste aber niemand die Beine einziehen und ich stand nur ein einziges Mal jemandem auf den Fuss.
Weiteres Novum: Es gab keine Pause! Ist das nur bei James Bond so, oder hat man endlich die schweizerische Unsitte der "Wir unterbrechen den Film aus Konsum-Gründen und machen dem Regisseur mit seinem Kunstwerk einen wunderschönen Gefallen" abgeschwört? Es ist jedenfalls von Vorteil, wenn man sich vor Beginn der Vorstellung mit Glacé, M&Ms, Pop Corn und Getränken eindeckt.
Der Film
Jetzt, da bereits mehrere Tage vergangen sind, kriegt man ein klareres Bild vom Streifen (die negativen Facebook-Statusmeldungen sowie Kritik in der Online-Presse haben den Rest getan).
Handwerklich finde ich den Film eigentlich recht gut gemacht, wenn da unser Marc Forster nicht wie vom Teufel geritten auf diese schnellen Schnittwechsel in Actionsequenzen gesetzt hätte. Kein Zuschauer realisiert ab der schnellen Bildfolge, wer jetzt wo was wie macht - äusserst betrüblich, zumal uns ja mit Marc Forster für einmal Landsmann die James Bond-Kost vorsetzt. Herr Forster, ich bin zutiefst enttäuscht.
Es sei hierbei angemerkt, dass ich als Vertreter der Generation MTV das circa 10-minütige Intro von There Will Be Blood als Erlösung empfand: Kaum Schnittwechsel, kein gesprochenes Wort, nur musikalische Untermalung. In der hektischen Zeit, in der wir heute leben, sollten sich andere "Starregisseure" solche Konzeptionen zu Herzen nehmen.
Dann wäre da diese betrübliche Story. Wohl jedermann geht mit mir einig, dass bei diesem Drehbuch (streikbedingt?) wohl mal die Praktikanten ran durften.
Dass Kollege Mr. B. zwei Sitze neben mir zwischenzeitlich mit dem Schlaf kämpfte, verdeutlicht die traurige Tatsache. Dennoch möchte ich den Streifen nicht vollends in Stücke reissen. Grundsätzlich hat mir der Bond gefallen, weil die Gadgets für einmal keine Rolle spielten und sich auch Womanizer Bond mit Eroberungen zurückhielt. Der Film war sehr nüchtern - doch genau das ist wohl das Problem: Ich kann mich an keinen Höhepunkt erinnern! In normalen Bond-Streifen fiebert doch jeder Zuschauer auf das fulminante Finale im mit Hochtechnologie ausgestatteten Hauptquartier des Bösewichts. Das fehlt hier vollends (Böse Militär-Diktatoren in spe? Feuer? Hydrogen-Tanks? WTF?)
Dass mit den auf Ressourcen abzielenden Bösewicht und der weltweiten Verschwörung zwischen Geheimbünden, Wirtschaft und Politik immerhin aktuelle machtpolitische Motive Einzug gehalten haben, gefiel mir. Auch wenn so gleich wieder eine schwäche des Drehbuchs zum Vorschein kommt: Da wird Bond und seine Latina über der hunderte Quadratkilometer grosse Wüste abgeschossen, landet per Zufall in einer komischen Schlucht und findet nach 10 Minuten Fussmarsch den künstlichen untererirdischen See, den sonst noch keine Menschenseele entdeckt haben will. Selbstverständlich war diese drehbuchtechnisch brilliante Wendung nicht abzusehen, als Bond in das Flugzeug steigt und Richtung Wüste fliegt ...
Fazit zum Drehbuch: Der Film scheint nicht aus einem Guss, wüst zusammengefrickelt.
Über die Dauer des Streifens verliere ich kaum mehr ein Wort: 106 Minuten?! Da haben ja die Disney-Kinderfilme in der Adventszeit noch eine längere Laufzeit. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Streifen 200 Millionen Dollar (soviel wie der damals teuerste Film aller Zeiten, Titanic - nicht inflationsbereinigt! - gekostet hat). Selten hat man in einem Bond soviel Kohle in so wenig Minuten verbuttert - und wohl noch nie fragt sich der Zuschauer nach dem Kinobesuch, wo zum Teufel das Geld schlussendlich hinfloss?!
Labels: Bern, Blogosphäre, Film, Kino
Samstag, November 08, 2008
Anspieltipp: La Caution - Thé à la menthe (The Laser Dance Version)
Letzten Sonntag habe ich zusammen mit Melanie Ocean's Twelve im Fernsehen geschaut. Trotz Starbesetzung hat mich der Film (der erste der Oceans-Serie, den ich zu Gesicht bekam) enttäuscht. Eine dämliche Story kann halt auch mit Profi-Schauspielern gerettet werden.
Doch ... Ha! Kurz vor Ende dann diese Szene, mit unglaublich genialer musikalischer Untermalung:
Heute Freitag endlich recherchiert (ein Amazon-Kommentar war sehr hilfreich) und sogleich im iTunes Music Store gekauft (aber die Laser Dance Version muss es schon sein!). Die Banlieue bringt halt nicht nur Gangster hervor ...
Mittwoch, August 20, 2008
Indiana Jones 4 mit Hilfe von Google Earth
"The first stuff we worked on was the Area 51 and all the opening scenes in the desert and the warehouse from Raiders," Gregoire recounts. "That was pretty easy for us to do. There is actually a really high-res image of Area 51 on Google Earth, so we were able to build out all of Area 51 from Google Earth. I literally built the lower quarter of Nevada and then used that as a general set for almost everything in that scene, even where he crests the hill in the morning to see the Doom Town over the horizon. In previs land, where Doom Town was placed was the testing ground just west of Area 51, where you can see all the craters on Google Earth.
Mittwoch, August 20, 2008
Raffi wird in The Abridged Script ... geehrt
Leider habe ich The Incredible Hulk noch (?) nicht gesehen, weshalb ich über die gekürzte Story nicht schmunzeln kann. Der folgende Satz ist aber eine stinkfreche Beleidigung an Raffi in LA:
EDWARD turns into a GREEN GLOB OF PIXELS and the two PIXEL GLOBS are rendered far apart, then close together, then far apart, and then close together.
WILLIAM HURT
Is this really supposed to pass for entertainment? CGI shit throwing other CGI shit around? It’s 2008 for christsake.Eventually, the machine rendering BROWN TIM ROTH runs out of DISK SPACE and he is DEFEATED.
Quelle: The Incredible Hulk: The Abridged Script | The Editing Room
Donnerstag, August 14, 2008
Filmtipp: I.O.U.S.A.
Untergangsphantasien über die Vereinigten Staaten haben nun auch schon das Kino erreicht. Die Tagline des Films I.O.U.S.A. lautet:
The U.S. is going broke.
Trailer unter Apple - Movie Trailers - I.O.U.S.A.
Wer von solcher Schwarzmalerei nicht genug kriegen kann, abonniert sich The Daily Reckoning, wo Leute von Agora Financial schreiben (unter anderem der von mir so geschätzte Bill Bonner).
Labels: Film, Finanzen, Medien, USA, Wirtschaft
Freitag, Juni 20, 2008
Indiana Jones 4: Kurzzusammenfassung à la GetAbstract
Grandios! Man muss den Film gesehen haben, um bei jeder zweiten laut herauszulachen (und ja, auch dieser Blogger zerreist den Film in der Luft - "sone schissi!"):
SHIA LABEOUF
Are we really expecting audiences to put up with this? We’re violating like ten thousand laws of physics here.
HARRISON FORD
Are you joking, kid? That makes this the most realistic action scene in the movie.
Quelle: Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull: The Abridged Script | The Editing Room
City of Gold? Isn’t that what Nicolas Cage was looking for in National Treasure 2? Are we seriously getting the plot for our shitty sequel to Indiana Jones by ripping off the plot of a shitty sequel to a shitty knock-off of Indiana Jones?
Mittwoch, Mai 28, 2008
Sex And The City-Premiere mit allerhand Sternchen
Was Indiana Jones für abenteuerliche Männerherzen ist, muss Sex and the City für desillusionierte Frauenherzen sein:
Immerhin, ein paar internationale Grössen waren doch zugegen: Eisprinzessin Denise Biellmann wollte offenbar wieder Mal gratis ins Kino, [...]
Quelle: Kein Sex und ein paar Promis am Stadtrand - Zürich - Tages-Anzeiger
Irgendwie kann ich mit der Serie als auch mit dem Film nichts anfangen - zu wenig könnte ich mich als Frau mit den "Kolleginnen" identifizieren, die einem das sexuell hochstehende Yuppie-Leben in der Weltstadt New York näherbringen wollen.
Labels: Film, Frauen, Geschlechter, Kino
Montag, Mai 26, 2008
Hat Lucas Indy 4 verhunzt?
Man bekommt wieder einmal Angst was aus Indy 1-3 und Starwars 1-3 geworden wäre, wenn Lucas schon damals eine Renderfarm gehabt hätte.
Quelle: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels - Die Fünf Filmfreunde
Labels: Film
Sonntag, Mai 25, 2008
Filmkritik: Indiana Jones 4 - Kingdom of the Crystal Skull
Heute war es endlich soweit - zusammen mit dem König und Onkel Ben's ging es ab nach ... nein, nicht Bern (das Alhambra war hoffnungslos ausverkauft), sondern nach Fribourg ins Cap Ciné, wo wir uns in einem 326 Personen fassenden Kinosaal mit höchstens 30 Leuten auf einer 15 Meter-Leinwand die neuesten Abenteuer des wagemutigen Archäologen Henry Jones Jr. vorführen liessen.
Fribourg - die Kino-Alternative
Gut zu wissen, dass das Kino in Fribourg als valable Alternative zu Bern taugt - zumindest dann, wenn neben der "VF" (Version francaise) in einem zweiten Saal die "VOst" (Version originale soutitre) gezeigt wird. Während die Welschen wie üblich ihrem Sprachimperialismus folgend jegliche Filmkost ablehnen, die nicht in ihrer Muttersprache gezeigt wird, bietet sich für uns Allemannen und Anglophilen die einmalige Gelegenheit, in einem halbleeren Kino einen gerade angelaufenen Blockbuster zu geniessen. Mir soll's recht sein!
Übrigens: Sobald das Westside in Bern-Brünnen mit seinen Multiplex-Kinos aufgeht, sollte das Überangebot an Kinositzen im Raum Bern zu einer deutlich besseren "Verteilung" der Zuschauer kommen.
Management Summary
Doch zum Film: Nett gemacht, mit Schwächen. Ich würde ihm eine knappe 3 von 5 geben.
Schauspieler
Cate Blanchett - eine wunderschöne Frau, was auch die vielen Nahaufnahmen ihres Gesichts beweisen (Na Steven, hat sich deine Frau, die du während den Dreharbeiten zu Indiana Jones kennengelernt hast, etwa Sorgen zu machen?). Und dieser russische Akzent - grandios!
Bubigesicht Shia LaBeouf (bekannt aus Transformers mit dem besten Soundtrack der letzten Jahre) - ist er noch einigermassen erträglich oder überschreitet er die Nerv-Grenze bereits? Bis jetzt kann ich das noch nicht abschliessend beurteilen, tendiere aber eher auf Letzteres. Nebenbei: Für einen James Dean-Verschnitt kann er erstaunlich gut fechten ... Doch was sollte diese Tarzan-Szene? Lächerlich!
Fehlt noch Harrison Ford - da habe ich für einmal nichts auszusetzen.
Drehbuch dreht durch
Die Schwäche des Films sind aber nicht die Schauspieler an sich, sondern das Drehbuch: Dafür, dass es 20 Jahre in der Mache gestanden haben soll, ist es erbärmlich. Nach dem fulminanten Start in der Wüste von Nevada (ich sage nur: ab sofort kommen mir nur noch bleiverkleidete Kühlschränke ins Haus) kommt ein ca. 10-15 minütiger Hänger, in dessen Verlauf einige Szenen verdächtig an das WDR Schulfernsehen erinnern. Die zu diesem Zeitpunkt in einer Bar für Lederjacken und Jeans tragende Jungspunde ausgelegte Story-Konstruktion ist unbefriedigend. (Seit ich im Januar 2007 ein Movie-Studio in Burbank besichtigt habe, kommen mir die Backsteinbauen ausserhalb der Bar irgendwie bekannt vor ...)
Nur mit (zugegebenermassen grandios inszenierten) Action-Szenen hält sich kein Film über Wasser. Schade auch, dass die Computer-Animationen nicht immer so astrein ausgefallen sind, wie man das 2008 von einer Spielberg/Lucas-Produktion erwarten würde.
Nicht von dieser Welt
Ganz schlimm ist schlussendlich aber, dass doch tatsächlich Aliens in den Plot eingebaut wurden - diese tragen eindeutig Spielbergs Handschrift. Hat die Welt mit den Close Encounters of the Third Kind, E.T.: The Extra-Terrestrial und Taken Spielbergs Faszination für Geschichten mit Ausserirdischen längst begriffen, werden wir nun auch sogar in der Fortsetzung von Indiana Jones nicht davon verschont. Schade, das wäre nun wirklich nicht nötig gewesen - auch wenn Indy seit jeher das Mystische und Parapsychologische zu seinem bevorzugten Arbeitsgebiet gemacht hat.
Co-Authored by ...
Wer sich mit der Literatur Erich von Dänikens auskennt, erkennt derart deutliche Parallelen, dass man sich fragen muss, ob EvD als "Gastautor" am Drehbuch mitgewerkelt hat. Die Linien von Nacza, die deformierten Schädel und die Verbindung von Maya-Kultur mit Altägypten könnten sich genauso in einer Doku-Serie aus der Feder des Bestseller-Autoren wiederfinden.
Der Schluss kommt dann eher unerwartet, die dann eigentlich zu erreichende Spannungsspitze fehlt gänzlich.
Beim Abspann fragt man sich dann: "Was, das war es schon?" und erhofft sich noch irgendeine Pointe. Nicht mal die Heirat mag einen noch aus den Socken zu hauen.
Nachtrag
Eine viel ausführlichere, aber deutlich treffendere Filmkritik hier:
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
Was mich schon am Trailer gestört hat, wird hier endlich fachmännisch erklärt:
Es sind nicht einige wenige Szenen, die digital “verbessert” wurden, sondern es ist der gesamte Film. Jedes Bild ist Colorgraded, was sich grade in der Eröffnungssequenz störend bemerkbar macht, denn die Bilder sehen künstlicher und mehr nach Fototapete aus, als jede Studioszene der alten Trilogie.
Treffender geht's nicht:
Das wirklich Tragische ist, daß der Film seine Momente hat. Das zwischendurch immer wieder das aufblitzt, was Indy mal war und eigentlich auch wieder sein könnte. Das es schöne Momente gibt. Indy erscheint als Schattenriss und setzt seinen Hut auf.
Donnerstag, Februar 14, 2008
Indiana Jones 4: Der erste HD-Trailer
Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull (HD, 720p)
Labels: Film
Montag, Januar 21, 2008
Angst regiert die Welt
Pünktlich zur Panik an den Aktienmärkten (der SMI fiel heute sagenhafte 5.26%) habe ich mir heute die letzte Episode von Adam Curtis' "The Power of Nightmares. The Rise of the Politics of Fear" angeschaut. In dieser Doku bekommt "Angst" eine grosse Rolle zugeschrieben - aber nicht an den Börsenmärkten, sondern im politischen Welttheater.
Am Ende der Episode bringt es der Direktor eines Forschungszentrum am Kings College, London auf den Punkt:
"In a society that believes in nothing, fear becomes the only agenda. Once the 20iest century was dominated between a conflict between a free market right and a socialist left. Even though both of those outlooks had their limitations and their problems, at least they believed in something. Where as what we are seeing now is a society that believes in nothing. And a society that believes in nothing is particularly frightened by people who believe in anything. And therefore we label those people as fundamentalists, or fanatics." –– Bill Durodie
Quelle: The Power of Nightmares, Episode 3, "The Shadows In The Cave", ca. bei 53min.
SVP (und Kritiker werden auch die "Öko-Fundis" dazu zählen) sind hierzulande die Parallelen zu den amerikanischen Neokonservativen, die ihre erfundenen Ängste solange wiederholen, bis sie selber daran glauben.
Dienstag, Dezember 11, 2007
Kaum Verkehrsunfälle in Saudi Arabien?
Saudi Arabia, which imposes a strict version of Islamic law, is the only country in the world where women are banned from driving.
Quelle: Car makers target Saudi women despite driving ban
Film-Tipp: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken
Sonntag, September 30, 2007
Dutti der Riese
Den sollte ich mir unbedingt anschauen gehen:
Labels: Film
Dienstag, August 14, 2007
Gymnasium Bern-Kirchenfeld 1999
Als die Schüler noch brav in der Schulstube sassen, keine Handies auf sich herumtrugen, im WG anstelle Prüfungen zu schreiben Filme produzierten (und so wohl die Matur bestanden) - aber schon zu Zeiten, als man sich als Tertianer mit einer Zigarette zeigen konnte. Und noch zu Zeiten, wo man nicht normale Desktop-Rechner mit iMovie zum Schneiden der Filme beizog, sondern enorm teure Hardware, die in der Gymerbibliothek eingelagert wurde. Zu Zeiten, wo sich Lehrer auch noch ungeniert auf Zelluloid bannen lassen konnten, ohne zu befürchten, innert Minuten auf YouTube in entwürdigen Posen der Lächerlichkeit Preis gegeben zu werden.
Erstaunlich: Ich erinnere mich an das Schulhaus, aber kaum an die Lehrer - doch als wäre es erst gestern gewesen an all die enorm hübschen Mädchen aus Lit- und Wirtschaftsgymnasium, die für einen Realgymnasiasten wie mich während all der Jahre unerreichbar fern bleiben sollten:
Der Clou am Ganzen: Der Macher der Filme hat es mittlerweile nach Hollywood geschafft. Sein Name flimmert hie und da in einem Abspann eines Blockbusters über die Kinoleinwand. Nächste Erwähnung: The Incredible Hulk, der derzeit in Toronto gefilmt wird.
Labels: Bern, Bildung, Film, Funny, Gymnasium, Jugend, Kino, Schule
Sonntag, Juni 24, 2007
Sicko verspricht spannend zu werden
Let's talk about some of the medical cases Michael Moore describes in this film. At the very beginning, there is one about an American man who loses the ends of two of his fingers in an accident with an electric saw. He did not have insurance. The man must choose between having his middle finger reattached for $60,000, or his ring finger for $12,000. The man chooses his ring finger. How can a man be put into the position of making that choice?
Quelle: Moore's 'Sicko' Lands Blows on U.S. Health Care
Michael Moores neue Doku muss ich auf jeden Fall ins Kino schauen gehen ...
I think there's an issue of expectations. What do the Cubans expect? What do the French expect? What do the British expect? We expect to be able to get drugs like a recently approved drug for cancer that adds 13 days to life at a cost of $4,000 a month. I don't think people would expect that in France or Germany or Cuba. Thirteen days of added life with some side effects for $4,000 a month? We want it, and they don't. When we stop wanting things like that, I think we can move ahead.
Oooh doch, da täuschen sich die amerikanischen Experten aber gewaltig. Ich habe schon desöfteren gehört, dass selbst bei aussichtslosen Fällen Operationen im fünf- oder sechsstelligen Frankenbereich gemacht wurden - und die Patienten trotzdem wenige Wochen später starben. Die Frage ist höchstens, ob unsere Patienten ähnlich wie die Amerikaner diese Erwartungshaltung haben, oder ob es eher die Ärzte und Spitäler sind, die sich über den Willen der Patienten hinwegsetzen ...
In this movie, Moore advocates eliminating insurance companies entirely and going to a single-payer, government-funded system. This is not what any of the mainstream candidates this year are talking about.
Diese Frage stellten wir Schweizer uns doch erst gerade vor kurzem ... *smile*
Labels: Film
Sonntag, Mai 13, 2007
Spider-Man 3 sucks
Am Freitag entschloss ich mich zusammen mit meiner Freundin zu einem spontanen Kinobesuch: Spider-Man 3 war kürzlich angelaufen und die Sause wollten wir uns nicht entgehen lassen. Leider kehrte bald Ernüchterung ein.
Einige Erkenntnisse:
- Verspätung? Denkste ... Da ich die falsche Uhrzeit im Kopf hatte, trafen wir mit mehr als 20 Minuten Verspätung im Alhambra ein. Dank dem beherzten Einsatz eines Kitag-Angestellten (Hechtrolle über die Theke, um einen Barcode-Leser zu ergattern; Führung durch den dunklen Saal mit der Taschenlampe) nahmen wir pünktlich zum Intro des Streifens Platz. Merke: Wer pünktlich im Kino eintrifft, ist selber Schuld.
- Zu viel gewagt, alles verloren. Die Story ist enttäuschend. Die Drehbuchautoren haben zu viel in den Film gepackt - die unzähligen Szenen verhelfen der Story nicht zu einem Guss. Auch die Animationssequenzen (Steckenpferd des Regisseurs?) sind zwar technisch gut umgesetzt, doch man merkt einfach zu sehr, dass die Szenen der Szenen willen in den Film kamen und nicht, um das Drehbuch anständig zu unterstützen ...
- Drei Gegner ... sind zwei zuviel!
- Seien wir also dem liebenswerten Butler dankbar, der Harry Osborne gerade noch rechtzeitig über die wahren Hintergründe des Todes seines Vaters verrät. Verdammt blöde Murkserei der Story-Schreiber.
- Tobey Maguire blüht so richtig auf, als er den "bösen" Spidey spielen darf, der machohaft durch New Yorks Strassen stolziert und Frauen anmacht (oder es zumindest versucht). Äusserst lustig auch die Szene mit der osteuropäischen Einwanderin, die sich von ihm herumkommandieren lässt und ihm bereitwillig Cookies und Milch serviert. Ich kann die sichtliche Begeisterung Maguires nachvollziehen: Ansonsten hat er immer diesen an der Grenze zum Depressiven stehenden Typ mit allzusanfter Stimme zu spielen (Bubi!). Nun darf er mit Hitler-Frisur endlich mal einen drauf machen. Diese Szenen waren der einzige Lichtblick während der ganzen Vorstellung. Eine dritte Fortsetzung rechtfertigt dies dennoch nicht.
Quelle: Dunkel ist doof - "Spider-Man 3". Wer diese Sequenz nicht verstanden hat ist nicht allein: Ich habe es auch nicht begriffen, habe mir aber umgehend vorgenommen, das zu googeln. Es scheint sich dabei um Stan Lee zu handeln, der allzu gerne in Marvel-Verfilmungen aufzutreten scheint.One person can make a difference. Nuff said
Labels: Film



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