Freitag, November 20, 2009
Minimalisten im Fussball
Der Fußball-Weltverband hat eine Neuansetzung der Partie zwischen Frankreich und Irland abgelehnt. Die Tatsachenentscheidung des Unparteiischen sei endgültig. Irlands Coach Giovanni Trapattoni kritisierte unterdessen den Playoff-Modus.
Wie bereits in meinem Blog-Artikel über die generellen Siegeschancen der Schweizer Nationalmannschaft an internationalen Tournieren angetönt ...
Wie immer wird unser Team auch dieses Jahr verbissen kämpfen müssen. Wenn wir weiterkommen, dann nicht auf Grund der (nicht existenten) Stärke als Fussballernation, sondern weil ungefähr 300 Faktoren eingewirkt haben, die nichts mit unserer Mannschaft zu tun haben. Also im Stile von "Wenn der Zweite in dem Spiel vier Goals macht, der Viertplatzierte aber mindestens ein Unentschieden herausholt und - ganz wichtig - Beni Turnheer im dritten Spiel in der vierzehnten Minute kurz das Bewusstsein verliert, ja dann kommen wir weiter".
... haben auch die Iren den üblichen Fehler begangen: Wer so doof/unfähig ist, bis in die 103. Minute des allerletzten Qualifikationsspiels zu warten, um an die WM zu ziehen, hat es nicht anders verdient. Denn, mal ehrlich, liebe Iren: Hättet ihr in den vielen vorangegangenen Spielen sauberen - und vor allem: torreichen! - Fussball gespielt, hättet ihr die Tickets für Südafrika längst buchen können. Minimalisten bestraft das Leben!
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Mittwoch, September 30, 2009
Photoshopped? Bald mit Pflicht-Hinweis!
In case you hadn’t heard, earlier this month fifty politicians put a law in front of French parliament under which digitally manipulated images would bear the somewhat rueful label “Retouched photograph aimed at changing a person’s physical appearance.” The goal is essentially one of public health and consumer expectation: don’t try looking like this at home.
Quelle: Subtraction.com: The Meaning of Photoshop
Ich sehe die Mehrheit aller Plakatreklamen mit solchen Hinweisen verunstaltet. Fürchterlich, dabei haben diese Magersuchts-Models doch überhaupt nichts Verwerfliches an sich!
Die Franzosen könnten dieses Gesetz noch derart auf die Spitze treiben, dass man wie bei den Zigaretten mindestens 50 % des Plakats mit diesem Hinweis zupflastern müsste.
Labels: Frankreich, Gesellschaft, Kunst, Medien, Photographie, Politik, Werbung
Mittwoch, September 09, 2009
Verzweifelte Suche nach neuen Einnahmequellen
Ein Gespenst geht um ... das Gespenst von der Nutzbarmachung neuer Einnahmequellen. In dieser Woche schauen wir uns Frankreich und die USA genauer an:
Die französische Regierung erwägt die Einführung einer Steuer auf Mobilfunkmasten.
Quelle: heise online - 08.09.09 - Französische Regierung erwägt Besteuerung von Mobilfunkantennen
Frankreich will damit die Gewerbesteuer senken. Genial - eine Steuer senken, und eine neue dazuerfinden.
Wer in die USA einreist, muss sich dafür vorher online anmelden, sich forsche Fragen gefallen lassen - und demnächst womöglich noch eine Einreisegebühr berappen.
Quelle: US-Gesetzentwurf: Zehn Dollar Einreisesteuer für Touristen | tagesschau.de
Die Amis wollen damit nicht etwa ihre Schulden von 12 Trillionen Dollar abtragen, sondern ... Tourismus-Werbung finanzieren. Tolle Idee von den Yankees. Dann macht die Einreise in die USA künftig dreifach Spass:
- Die Jungs sind scharf auf Fingerabdrücke
- Sie lieben es, mich wie einen Terroristen zu behandeln
- Und schlussendlich drücke ich für diese rüde Behandlung auch noch Geld ab
Liebe us-amerikanische "Tourismus-Experten", viel eher verscheucht ihr so Touristen als dass ihr neue hinzugewinnt.
Labels: Finanzen, Frankreich, Steuern, USA, Wirtschaftskrise
Donnerstag, Juli 30, 2009
EU leiht sich ihr eigenes Geld
In Europe the banks have a good hustle going - almost as good as in the United States. They borrow money from the European central bank and then lend it back to the government.
Quelle: In Europe, Banks Borrow Money and Lend it Back to the Government
Tönt wie im guten alten Frankreich, im prärevolutionären Ancien Régime:
"[...] what they [independent financiers] often did with it in practice was to lend it to the government in short-term credits---so that the king found himself borrowing and paying interest on his own money."
Quelle: Doyle, William: Origins of the French Revolution, Oxford, 3rd ed., 1999, S. 51.
Dann warten wir doch einfach darauf, dass zu gegebener Zeit die Revolution folgt ...
Labels: Banken, EU, Europa, Frankreich, Geschichte
Dienstag, Juli 28, 2009
Brotlohn
Seit dem zweiten Weltkrieg sinkt der Anteil der Lebensmittel an den gesamten Schweizer Haushaltsausgaben stetig. 1945 lag der Wert im Schnitt bei 35 Prozent, in der aktuellsten Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) für das Jahr 2007 machen sie noch gut 7 Prozent oder 638 Franken pro Monat aus.
Da ich mich gerade durch Lizentiats-Lektüre über die Französische Revolution wälze, darf ich dem gesagten noch beifügen, dass es 1789 auf Grund einer Missernte 80 Prozent waren, die ein Arbeiter von seinem Einkommen für das täglich Brot ausgab.
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Donnerstag, Juli 09, 2009
Rangelei bei der Taufe
The women of Coutances fought with each other over whose babies should be baptized first and the priest in question resolved the problem by a personal estimate of which ones were likely to be dead before he reached the end of the queue; he misjudged in two cases but he sprinkled water notwithstanding on their little corpses.
Quelle: Huften, Olwen: "Women in Revolution 1789-1796", Past and Present, 53/1971, S. 90-108.
Labels: Frankreich, Geschichte
Dienstag, Juli 07, 2009
Die Blogger des 18. Jahrhunderts
"Eine von den vielen Folgen, die die französische Revolution für Deutschland gehabt hat, ist die grosse Menge neuentstandener politischer Schriftsteller, Blattschreiber, und Buchmacher, die aus Zeitungsblättern (sollten es auch die elendesten im südlichen Deutschladen seyn) ihre Kenntnisse schöpfen, und dann sogleich die Feder in die Hand nehmen, um ihre Urtheile über die grossen Begebenheiten des Tages, der Welt mitzutheilen."
Quelle: Rolf E. Reichardt: Das Blut der Freiheit, S. 300.
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Dienstag, März 17, 2009
Frankreichs Arbeiter
A third of the country works. Another third tries to stop them from working. And the final third does nothing at all.
Quelle: Experiencing Hard Work
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Sonntag, Dezember 07, 2008
Grenzwächter und die (Zoll)Torschlusspanik
Als ich und meine Freundin heute aus Strasbourg nach Basel zurückkehrten, kontrollierten doch tatsächlich zwei Uniformierte Schweizer die Identität der Einreisenden. Gemäss meiner Freundin, die unter der Woche täglich im Auto die Grenze Richtung Lörrach überquert, haben die Kontrollen in den letzten Tagen schlagartig zugenommen (zwei Mal Richtung Schweiz, zwei Mal Richtung Deutschland).
Es scheint, als seien sowohl die deutschen als auch die schweizer Grenzwächter traurig, dass ab dem 12. Dezember 208 Schluss ist mit Grenzkontrollen.
Übrigens: Als der Sicherheitsbeamte mich nach dem Blick auf meine ID fragte, ob ich "etwas dabei hätte", konnte ich nicht anders, als ihm zu antworten: "Ja, mein Rucksack hier!" und gleichzeitig darauf zu zeigen. Daraufhin präzisierte er leicht genervt die Frage: "Haben SIe in Frankreich ewas gekauft?", worauf ich mit "Nein" antwortete. Wie sich später herausstellen sollte, war dies nicht korrekt - ich hatte gelogen: Gestern Samstag-Abend führte ich nämlich für Melanie satte 500 Gramm Bredle in die Schweiz ein ... Somit also im Grunde gleich zwei Vergehen auf's Mal: Unwahre Angaben gegenüber dem Zollbeamten sowie die Einfuhr von Waren im Auftrag einer anderen Person.
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Sonntag, Dezember 07, 2008
Von Gutmenschen
Heute gings von Basel SNCF aus nach Strasbourg. Dass die Jungs hier in der schweizerischen Rhein- und Chemiestadt einen doch eher kurligen Dialekt sprechen, wissen wir spätestens seit Federer, Ospel und den alljährlichen Schnitzelbänken zu genüge. Da es der Zufall wollte, dass mein Ausflug nach Basel mit dem 6. Dezember, dem "Sankt Nikolaus"-Tag (als Berner würde ich sagen: Samichlaus!), zusammenfiel, entdeckte ich an der MIGROS-Auslage am Bahnhof Grättimänner. Mensch, das heisst doch Grittibänz!
Um 11.30 Uhr in Strasbourg angekommen, gönnten wir uns in einer der vielen Bäckereien einen Grättimann. Doch oh schreck - hier hiess dieses Gebäck nun plötzlich Bonhomme. Gutmensch? Davon sprechen also Smythe, Winkelried und rechtsbürgerliche Kreise also, wenn sie ihren Missmut über rote und grüne Socken zum Besten geben. Nun gut, dann bin ich nun halt in deren Augen ein Grittibänz ...
A propos: Im altehrwürdigen Elsässerdeutsch ("Winstub" ist mein Lieblingsbegriff) heisst der Grittibänz doch tatsächlich Männele ...
Nachdem ich mit Melanie ein wenig über die (wahre) Bedeutung von Bonhomme gesprochen habe (bedeutet soviel wie "der Typ da", "dr Töggu" etc.), erwähnte sie auch den Begriff false friend. Damit bezeichnet man falsche Übersetzungen eines deutschen Muttersprachlers, der sich im englischen Versucht. Bestes Beispiel: Kein englischsprachiger Zeitgenosse wird hinter einem undertaker einen Unternehmer vermuten ...
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Mittwoch, August 20, 2008
Definitiv schlechte Zeiten für neoliberale Geister
Die Deutschen schicken sich an, ihre Wirtschaft vor pöhsen, pöhsen ausländischen Investoren zu "schützen". Die Franzosen tun das ja bereits seit längerem ...
Damit könnte die Regierung künftig das Engagement eines ausländischen Investors von mehr als 25 Prozent an einem deutschen Unternehmen untersagen.
Ich finde: Solange die Kirche im Dorf Industrie im Land bleibt, sollte man den freien Markt spielen lassen.
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Sonntag, Mai 18, 2008
Red Bull verleiht nun auch gallischen Hähnen Flügel
Der österreichische Energydrink Red Bull, der in Frankreich aus gesundheitspolitischen Gründen seit Jahren verboten ist, darf nun auch in dem Land vermarktet werden.
Quelle: espace.ch - Auch Franzosen dürfen Red Bull trinken
Zugegeben: In den frühen Neunzigern trank ich ebenfalls kein Flying Horse (das war die Marke, die vor Red Bull den Weg in die Eidgenossenschaft fand) und später auch kein Red Bull. Dieses Taurin lehrte vielen Gesundheitsaposteln das Fürchten - doch es scheint rückblickend doch nicht so gesundheitsgefährdend gewesen zu sein, wie zu Beginn angenommen.
Prost!
Labels: Frankreich, Gesundheit, Wirtschaft
Mittwoch, April 16, 2008
Zugbillette nach D, F und I online buchen
Neu im SBB Ticket Shop.
Jetzt Zugreisen nach Deutschland, Frankreich und Italien bequem und einfach online buchen.
Quelle: SBB: Ticket Shop
Bravo, wurde auch Zeit. Zehn Jahre nachdem Easyjet das erste Flugticket über das Internet verkauft hat, schaffen es nun auch die SBB, Billette für den Fernverkehr in die drei grossen Nachbarn der Schweiz online zum Kauf anzubieten. Hell froze over!
Bis vor kurzem musste ich schon nur für eine simple Preisauskunft nach Bern (oder Flamatt) an den SBB-Schalter (Telefonauskunft für 1 Stutz/Minute? Nicht mit mir!)- mit ein Grund, weshalb ich den umweltschädlicheren Flugverkehr lange der Eisenbahn vorgezogen habe. Drei Klicks, und Easyjet sagte mir ganz konkret, wann ich für welchen Preis von A nach B gelange. Schön, dass die SBB nun mit bedächtigen Schritten in das Internet-Zeitalter eintreten ...
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Mittwoch, Januar 23, 2008
Kampf den britischen Bürokraten
Frage
Was passiert, wenn man sich im Vereinigten Königreich entscheidet, künftig keine Gebührengelder mehr an das Staatsfernsehen zu bezahlen?
Antwort
Man kriegt tonnenweise Briefe, die im Ton immer bedrohlicher werden - dabei schaut der Empfänger doch gar kein Staatsfernsehen mehr (so jedenfalls seine Aussage):
Sinnvolle Investition
Wobei ich anmerken muss, dass die BBC wohl dasjenige Staatsfernsehen auf dem gesamten Planeten ist, das wirklich ein anspruchvolles Programm sendet. Was wären wir ohne BBC-Dokus?!
Und in der Schweiz?
Bei uns treibt übrigens die Billag Gebühren für die SRG ein. Soweit ich die Gesetzeslage verstanden haben, schuldet man der Billag Gebühren, sobald man ein Empfangsgerät besitzt. Ob man damit nun 24 Stunden im Tag, 365 Tage im Jahr ausschliesslich Privatsender schaut/hört oder nicht ...
Immerhin hat die Billag davon Abstand genommen, für jedes Empfangsgerät in einem Haushalt (Radiowecker, Computer, Fernseher - sogar Autoradios sind inbegriffen) Gebühren zu verlangen.
Sonderfall Frankreich
Herr Sarkozy hegt Pläne, das französische Staatsfernsehen werbefrei zu machen und ausschliesslich über Steuern (und Gebühren?) zu finanzieren:
Keine Werbung im öffentlich-rechtlichem Fernsehen
Immer dieser Staatsinterventionismus ...
Labels: Frankreich, Grossbritannien, Politik, Schweiz, TV, Wirtschaft
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