Dienstag, August 26, 2008
Ist Obamas Präsidentschaft wirklich derart gefährdet?
Vielleicht, ja wahrscheinlich begreife ich das us-amerikanische Volk - trotz oder gerade wegen dem hier oft anzutreffenden USA-Bashing - einfach nicht.
In Umfragen läge Obama mit John McCain etwa gleich auf, lesen wir mittlerweile allwöchentlich. Obwohl ich grundsätzlich am Erhebungsverfahren solcher Umfrage zweifle (müsste man nicht Umfragen via Mobiltelefone und Facebook machen, um Obama-Wähler anzutreffen?), sind solche Zahlen - meiner Meinung nach - sowieso unerheblich.
Rein mit den Augen eines Werbers oder eines Image-Profis betrachtet ist der Fall doch längst klar: Ich sehe einfach nicht, wie ein tattriger Greis wie McCain (ohne seine Leistung der letzten Jahrzehnte unter den Scheffel zu stellen) diesem dunkelhäutigen Idol und begnadeten Redner gefährlich werden kann. No way! McCain könnte auf der Bühne noch so sehr Purzelbäume schlagen - ausser einem kleinen Schmunzeln bleibt für den Vietnam-Veteranen nichts übrig.
Und da wären dann noch all die Clinton-Fanatics: Würden diese wirklich Obama die Stimme verwehren und dafür McCain wählen? Für mich wäre das, als ob ich anstelle einer Micheline Calmy-Rey plötzlich Christoph Blocher die Stimme geben würde. Aber eben: Vielleicht tickt in den USA alles etwas anders, etwas ... irrer.
Jedenfalls hat Obama mit Biden auch ein Zugpferd an Bord, das (hoffentlich) die Stimmen der irischstämmigen Katholiken hinter sich vereint. Und jetzt können ihn auch all die wählen, die Angst vor dem schwarzen Mann im Weissen Haus haben. Joe Biden wird im Notfall schon nach dem Rechten sehen ...
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Samstag, August 16, 2008
US-Banken und ihre Häusle
Momentan seien 775.244 Häuser im Bankenbesitz. Im vergangenen Jahr seien es noch 445.000 gewesen, teilte Realtytrac mit. Damit machen die Oreo-Immobilien inzwischen 17 Prozent des amerikanischen Bestandes an unverkauften Immobilien aus.
Quelle: FTD.de - Zwangsvollstreckungen: Amerika zittert vor Oreo - Immobilien
Es ist im Grunde ja gut, wenn man als Bank bei Hypotheken das Haus als "Sicherheit" hat (a propos: Emmenegger Susan (Hrsg.): Kreditsicherheiten). Doch ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine us-amerikanische Bank derzeit so richtig glücklich ist, solche "Sicherheiten" übermässig in ihrem Besitz zu haben ...
Lösung des Problems: Die eigenen Bank-Angestellten zwingen, in solche Häuser gegen eine saftige Miete wohnen zu gehen. Während der Industrialisierung hat dieser "All-Round-Service" (Job + Wohnung vom Arbeitgeber) jedenfalls bei vielen Unternehmern Schule gemacht. Wieso Arbeitnehmer nur einmal ausbeuten, wenn es auch zweifach geht?
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Donnerstag, August 14, 2008
Die SVP hätte in Italien gute Wahlchancen
In this hot summer of 2008, Italians are enjoying their vacations. They seem to be worried mainly about sports and convinced that all problems are due to crime, speculation and immigration.
Quelle: The Oil Drum | Italy like Ryanair: can it exist with oil over $ 100 per barrel?
Es scheint mir, als ob ein Ableger der SVP beim südlichen Nachbar mächtig Stimmen sammeln könnte ...
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Mittwoch, August 13, 2008
Die Pille sorgt für gewaltige Fehlentscheidungen
Birth-control pills could screw up a woman's ability to sniff out a compatible mate, a new study finds.
... the best mates are those that have different MHC smells than you. The new study reveals, however, that when women are on the pill they prefer guys with matching MHC odors.
Quelle: The Pill Makes Women Pick Bad Mates - Yahoo! News
Kein Wunder steigt die Scheidungsrate stetig an!
Meine Anregung an die Forscher: Nach Abschluss dieser Studie sollte man unbedingt die Wirkung von Alkohol auf die Partnerwahl untersuchen. Ich befürchte, dass unter Alkoholeinfluss noch deutlich gröbere Böcke geschossen werden ...
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Dienstag, August 05, 2008
Ein einig Volk von Schuldnern - bald auch bei uns?
Die Amis sind uns in jeder Hinsicht voraus - sei es mit den SUVs, den Schusswaffen, dem schwarzen Präsidentschaftskandidaten, den Papphäuschen, den Klimaanlagen oder ... der Schulditis:
Die durchschnittlichen Kreditkartenschulden pro Haushalt belaufen sich auf 8565 Dollar, 15 Prozent mehr als 2000. Die Gesamtschulden pro Haushalt liegen im Schnitt bei knapp 118'000 Dollar. Gleichzeitig stagnieren die Löhne, so dass die Amerikaner heute im Schnitt 14,5 Prozent ihres Einkommens dafür aufwenden, Schuldzinsen und -raten zu zahlen. Gespart wird praktisch nichts mehr - im ersten Quartal dieses Jahres sind laut dem Büro für Wirtschaftsanalysen 0,4 Prozent des Einkommens zur Seite gelegt worden (1968 waren es noch mehr als 8 Prozent).
Quelle: Schuldenmachen leicht gemacht - Made in USA - Wirtschaft - Tages-Anzeiger
Wenn ich die Warenprospekte von Interdiscount & Co. sowie die bald monatlich eintreffenden "Verschuld dich doch, kein Problem!"-Bettelbriefe der Crédit Suisse so anschaue, geht es nicht mehr lange, und auch wir arbeiten nur noch, um unsere Schulden abzuzahlen.
Labels: Finanzen, Gesellschaft, Konsum, Konsumgesellschaft, Schweiz, USA
Sonntag, August 03, 2008
Reichtum nach Peak Oil?
But the present glut of rich people is itself a product of ultra-cheap oil and the resulting globalisation of markets etc. In the small local world of the future, xillionaires in MegaMansions are going to find (a) that their pre-existing xillions don't cut any mustard any more, and (b) that opportunities for gaining new xillions do not exist.
Quelle: The Oil Drum: Australia/New Zealand | The Future of Air Travel?
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Mittwoch, Juli 30, 2008
Die USA, das liberalste Land der Welt
Naja, vielleicht doch nicht (mehr) ganz:
Der Stadtrat von Los Angeles hat ein Verbot neuer Fast-Food-Restaurants im Stadtteil South Los Angeles beschlossen.
Quelle: espace.ch - Zu viele fette Kinder - Fast-Food-Verbot in Los Angeles
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Mittwoch, Juli 30, 2008
Leben wir um zu arbeiten?
Since World War II, productivity in the U.S. has doubled. So we should be working 20-hour work weeks, right? Well, we’re not. We’re working more (we’ve exchanged our extra time for more money). In fact, we’re working more than medieval peasants, and the 40-hour work week hasn’t changed since 1940 even though productivity levels have been growing steadily since then.
Quelle: 8 Great Anti-Hacks to Fundamentally Change Your Life | Zen Habits
Selbstverständlich ist die Argumentation etwas kurzschlüssig - verglichen zur Weltkriegsgeneration wollen wir halt den PowerMac, die Waschmaschine, zwei Autos pro Familie, den Plasma-Fernseher, die 5-Zimmer-Wohnung, die Ferien in Malle usw. usf.
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Sonntag, Juni 29, 2008
Fährt der Chinese erst mal Auto ...
Chinese demand growth is very real, it's very large, it's highly likely to continue for a number of years (when people finally reach the car affordability stage, they're not going to be stopped by the cost of fuel - not for a while anyway. The difference between no car and a car is so massive that the price of gas is a minor consideration
Quelle: The Oil Drum | Countdown to $200 oil: $140 oil and speculation
Auch wir ticken genau gleich - deshalb wird es wohl längerfristig zu einem Show-Down zwischen uns (dem Westen) und China kommen. Ich befürchte, dass die Chinesen dank unserer "Konsum-Entwicklungshilfe" (Stichwort: Made in China) der letzten 10-20 Jahre den längeren Schnauf haben werden:
erbärmlich, dass du dich so freuen kannst über den barrelpreis. und doch zahle ich lieber 3.-/liter benzin, als morgens in einen überfüllten drecks-sbb-zug zu sitzen.
Quelle: 140
Labels: China, Energie, Erdöl, Gesellschaft, Verkehr, Wirtschaft
Sonntag, Juni 22, 2008
Fünf vor Zwölf für die Amis
The days of cheap oil are over. And the days of living in big houses far from job centers, and driving big cars to get work, are probably numbered too. The best thing Americans could do is to adapt to the new situation, as quickly as possible.
Quelle: Learning to Live with Inflation
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Montag, Juni 16, 2008
Der Teufel steckt in der urbanen Gesellschaft
Dabei hat er [Bauernsekretär Ernst Laur] unter anderem hingewiesen auf die großen Gefahren, die dem Großstadtleben innewohnen: Auf den Luxus, die Genusssucht, die Üppigkeit und die Überkultur, besonders in Kreisen der Besitzenden und auf die dadurch entstehende Verweichlichung; ferner auf die durch solches Wohlleben angeregte Begehrlichkeit der untern Schichten; wie alles Sinnen und Trachten auf eine bequeme Lebenshaltung hin tendiere; wie dadurch die Arbeit als bittere Last empfunden wird, wie die ideellen Regungen im Menschen erstickt und die niedern Triebe gefördert werden und zu was für Lebensauffassungen und Anschauungen das führen muss.
Quelle: Rudolf Minger an der Gründungsversammlung der Bernischen Bauern- und Bürgerpartei vom 28. September 1918.
Kaum verwunderlich, wer - Mingers Ansicht nach - die Städter vor ihrem sicheren Untergang retten sollte:
Dem gegenüber hat er die Vorteile geschildert, die das Landleben, besonders in unseren Bauernfamilien, mit sich bringt. Wie das heimelige Zusammenleben und Zusammenarbeiten von Eltern und Kindern in der freien Gottesnatur die Kindererziehung erleichtere und günstig beeinflusse; wie die Freude an der Arbeit frühzeitig geweckt, so dass sie als Lust, als segensreiche Einrichtung empfunden werde. Die Anerkennung einer göttlichen Weltordnung sodann befruchte wohltuend Charakter- und Gemütsbildung und lenke den Blick aufhöhere, unvergängliche Ziele, die dem Leben die Weihe und den Inhalt verleihen. Durch das glückliche Zusammenwirken dieser Faktoren wird unser Bauernstand zum nie versiegenden Jungbrunnen, zum Reservoir, das dazu berufen ist, den Städtern die nötige Blutauffrischung zuzuführen, um dieselben vor dem sichern Niedergang zu bewahren.
Was ist aus diesen geflügelten Worten nur geworden? Die Urbanen Zeitgenossen haben die Landwirte endgültig und ein für allemal verdorben ...
Ich kann mich übrigens nicht verwehren und erkenne im Begriff Blutauffrischung erste Tendenzen, die Deutschland in den 1930ern in den Untergang geritten haben.
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Freitag, Juni 06, 2008
Definiere Suburbistan
Suburbistan. A place where the parts (copper wire, plumbing, wood frames) are worth more than the whole…empty tracts of houses built for people who couldn’t afford them with real money and which, in any case, are the ticky-tacky icons of a giant mis-allocation of the nation’s capital.
Quelle: How the Economy Looks in Colorado | The Daily Reckoning Australia
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Freitag, Mai 30, 2008
Fähnchen erhöhen den Benzinverbrauch
Ich habe auch schon über diese immer weiter um sich greifende "Seuche" berichtet, nun wartet der Tagi mit einer unangenehmen Begleiterscheinung ("Unintended consequence") auf:
Wer sich lauthals über die steigenden Ölpreise beklagt, sollte sich nochmals überlegen, ob er tatsächlich ein Autofähnchen an seinem Auto anbringen will. Durch den höheren Luftwiderstand erhöht sich nämlich der Treibstoffverbrauch.
Quelle: Fähnli-Eu(ro)phorie und Paragraphen-Frage - Euro 08 - Tages-Anzeiger
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Sonntag, Mai 25, 2008
Wie man sich auch auf Peak Oil vorbereiten kann
Da gibt es Leute auf diesem Planeten, die sind noch hysterischer als ich was Peak Oil und der ganze Gugus anbelangt:
Convinced the planet's oil supply is dwindling and the world's economies are heading for a crash, some people around the country are moving onto homesteads, learning to live off their land, conserving fuel and, in some cases, stocking up on guns they expect to use to defend themselves and their supplies from desperate crowds of people who didn't prepare.
Quelle: Energy fears looming, new survivalists prepare
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Samstag, Mai 24, 2008
Demokratie 2.0: Doppeltes Stimmgewicht
Das Papier trägt den Titel "Drei Thesen zur Stärkung der Leistungsträger". Ludewig fordert darin: "Diejenigen, die den deutschen Wohlfahrtsstaat finanzieren und stützen, müssen in diesem Land wieder mehr Einfluss bekommen. Die Lösung könnte ein doppeltes Wahl- und Stimmrecht sein." Allein mit "Hartz IV-Beziehern und Rentnern" könne der soziale Ausgleich in Deutschland nicht funktionieren.
Tolle Idee. Dieses "one man, one vote"-Geschwafel war auch mir seit jeher im Dorn im Auge. Zurück zum geschassten Dreiklassenwahlrecht des guten, alten Preussens:
Der Begriff Dreiklassenwahlrecht wird allgemein für das Wahlrecht verwendet, das 1849 von Friedrich Wilhelm IV. zur Wahl der zweiten Kammer des Preußischen Landtags, dem Abgeordnetenhaus, eingeführt wurde und bis 1918 in Kraft blieb. Der Name rührt daher, dass die Wähler ein nach Steuerleistung in drei Abteilungen („Klassen“) abgestuftes Stimmengewicht besaßen.
Quelle: Dreiklassenwahlrecht
Natürlich nahm mich Wunder, was dieser Spassvogel denn so studiert. Für einmal war es nicht BWL - knapp daneben ist auch vorbei:
2003 – 2005 Grundstudium der Volkswirtschaftslehre an der TU Berlin
Quelle: Gottfried Ludewig
Das Nebenfach Geschichte würde vielen Studentennaturen gut tun ...
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Mittwoch, Mai 21, 2008
Es wird immer Öl geben
Das posaunte Kollege Hebo vorletztes Wochenende in Mäschus Wohnzimmer herum, als ich wieder einmal den Warnfinger hob (Stiller Rufer in der Wüste oder doch eher Doomsayer?).
Aber im Grunde hat er ja Recht: Öl wird es immer geben. Die Frage ist nur, ob man es in genügender Menge aus dem Boden herausbekommt und ob er - Hebo - davon noch irgendeinen Tropfen zu sehen kriegt, den er in seinen Peugeot 206RC einfüllen kann:
"We don't have any idea where those reserves are going to come from or how we are going to get them out of the ground. The odds of this ever happening are zero." –– Matthew Simmons
Quelle: Peak Oil Consequences of Bush's Failed Energy Policies
Doch das wird ehrlicherweise die geringste Sorge von Hebo und uns Erdölsüchtigen sein. Beim Eintreten der endgültigen Knappheit (nach dem Überschreiten von "Peak Oil") wird der Erdölpreis gewaltig steigen - ähnlich wie wir es in den letzten Tagen erlebt haben, nur viel rascher und viel höher.
Je länger die Knappheit dauern wird, desto unwichtiger wird der Kauf von horrend teurem Benzin werden. Dies aus zwei einfachen Gründen:
- Lebensmittelkosten. Lebensmittel sind im Grunde nichts anderes als Energie für den Motor Mensch. Heute benutzen wir eine unvorstellbare Menge Energie (Erdöl), die wir in verschiedenen Prozessen in für Menschen konsumierbare Energie (Nahrungsmittel) umwandeln. Wenn wir den Preis der in Lebensmittel hinein gesteckter Energie steigern, werden die Lebensmittel zwangsläufig teurer. Je teurer die Lebensmittel werden, desto weniger bleibt dem Westler, dem seit Jahrzehnten trainierten Konsumenten, für anderweitige Ausgaben (Reisen, Kino, Unterhaltung, Geräte etc.)
- Arbeitslosigkeit. Bei weiter steigenden Erdölpreisen ist eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in Gefahr. Zuerst wird es diejenigen erwischen, die unmittelbar am "Tropf" von billigem Erdöl hängen. Ich denke da beispielsweise an Mitarbeiter von Airlines oder Pizza-Lieferanten. Je mehr der Preis von Erdöl steigt, desto stärker tritt der obige Punkt in Kraft, und desto weniger werden gewisse Dienstleistungen nachgefragt. Mit der starken Abnahme von Nachfragern können die "economies of scale" nicht mehr ausgenutzt werden und ganze Geschäftszweige werden unrentabel. Nach und nach pflanzt sich das Problem durch die ganze Wirtschaft fort, einem selbstverstärkenden Teufelskreis gleich.
Welche Personengruppen kriegen die Schockwelle als letzte zu spüren? Diejenigen, die mit ihrer Arbeit direkt Nahrung produzieren - auf ihnen lastet derzeit, einer umgekehrten Cheops-Pyramide gleich, das ganze Wirtschaftssystem: Am Ende eines jeden Arbeitstages muss jeder, auch Herr Ospel, etwas Warmes im Magen haben. Spätestens hier sind wir alle Menschen wieder gleicher als gleich. Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass Bauern und die Landwirtschaft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ein fulminantes Comeback erleben werden.
Nachtrag
Die FTD gibt für die jetzige Situation aber Entwarnung: Ölpreis steigt über 130 Dollar Es hat (noch) genügend Öl für alle, Schuld sind mangelnde Raffineriekapazitäten.
Völlig gegenteilig die Meinung des Spiegels (gefällt mir als Pessimisten natürlich deutlich besser): Experten warnen vor dramatischem Öl-Engpass.
Labels: Energie, Erdöl, Gesellschaft, Wirtschaft
Mittwoch, Mai 21, 2008
Kein Sex vor der Ehe
“We adults tell them not to have sex until they’re married, and never mind that none of us ever followed that advice.”
Quelle: Barbara Miner for ColorLines
Labels: Beziehung, Gesellschaft, Sex
Dienstag, Mai 20, 2008
Wir ersaufen im Müll
"Wir sind eine Gesellschaft, die unglaublich viel Abfall produziert", sagt der Psychoanalytiker Mario Erdheim. "Darüber regt sich niemand auf." Tatsächlich: Die Menge des jährlich in der Schwiez entsorgten Abfalls würde eine Lastwagenkolonne von rund 800 Kilometer Länge füllen. Heute sind es über fünf Millionen Tonnen, 1985 waren es erst 3.5 Millionen. [...] Statt über weniger Abfall nachzudenken, wird bestraft, wer Müll liegen lässt.
Quelle: Der Beobachter, 10/2008, "Ruhe und Ordnung mit dem Eisernen Besen", S. 35.
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Sonntag, Mai 18, 2008
Das nahende Ende einer Ära
Der in den USA über die Parteigrenzen hinweg geschätzte [Ted] Kennedy ist der jüngste und einzige noch lebende der vier Kennedy-Brüder: Der älteste Bruder Joseph kam bei einem Flugzeugunglück im Zweiten Weltkrieg um, Expräsident John F. Kennedy wurde 1963 ermordet, 1968 fiel auch Robert Kennedy einem Attentat zum Opfer.
Quelle: Ted Kennedy in Spital eingeliefert - Ausland - Tages-Anzeiger
Labels: Gesellschaft, Politik, USA
Samstag, Mai 17, 2008
Sex (still) sells
- Two Girls
- Bare Tits
- ???
- Profit
Labels: Gesellschaft, Medien, Musik, Russland
Mittwoch, Mai 14, 2008
Wunderbar anderes Japan
o every time you visit Starbucks, you've probably got some kind of a routine to find a table. Some people wait close to a table of people who appear to be leaving. Others circle the shop like vultures. But as soon as a seat frees up, everybody jumps to grab it. That's how we've been trained. That's what Americans do at Starbucks. But it's not what you wanna do at Starbucks in Japan.
Quelle: Ten Mistakes You'll Really Make Here In Japan
Wer davon noch nicht genug hat, lese auch noch Big in Japan: 5 mistakes made by first-timers in Japan durch.
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Dienstag, Mai 13, 2008
Ziel Millionär: Jeder kann es schaffen!
Naja, okey, vielleicht muss man höchstens noch in die richtige Familie geboren werden ...
Reicher geworden ist in den letzten 12 Jahren praktisch nur eine Gruppe: die sehr Reichen.
Quelle: «Die Schweiz gleicht einem Feudalstaat» - Zürich - Tages-Anzeiger
Der Statistiker fordert deshalb:
Die Lösung ist laut Kissling: eine nationale Erbschaftssteuer. Diese müsste erst bei grossen Erbschaften von einer Million Franken pro Kopf ansetzen. Aber dafür mit mindestens 50 Prozent zubeissen, um zu wirken. Sie wäre laut Kissling so einfach wie gerecht: «Erbschaften tragen den Charakter eines Lottogewinns.»
Aber nein, das wäre ungerecht, wenn der pöhse, pöhse Staat sich des Vermögens der Superreichen bemächtigen würde. Und die Mehrheit der Bevölkerung hilft bei der Verteidigung dieser Pfründe geflissentlich mit: Die ewigen Optimisten haben das Gefühl, dereinst auch einmal ihren ganzen Reichtum an die Kindeskinder vererben zu können. Wer die Ausführungen Kisslings nicht nur durchliest, sondern auch versteht, muss zugeben: Das mit dem Reich werden bleibt in den allermeisten Fällen eine Illusion.
Wer hat, dem wird gegeben. An faktischen Naturgesetzen sollte auch der brave Eidgenosse nicht rütteln.
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Montag, Mai 12, 2008
Gute, alte patriarchalische Zeiten
1977 durften in Deutschland Männer ihren Frauen noch verbieten zu arbeiten, wenn darunter der Haushalt litt.
Quelle: «FRAUEN HABEN DAS FALSCHE BEUTESCHEMA»
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Montag, Mai 12, 2008
Lebenshilfe für die Frauen von heute
Es ist besser, sie sind als Mann stinkreich und sehen nicht gut aus. Denn als arbeitsloser Brad-Pitt-Doppelgänger werden sie es schwer haben, eine Frau zu finden, die mit ihnen eine feste Partnerschaft eingeht.
[...] bitte denkt daran, liebe Frauen, bei euch siehts anders aus als bei Männern, ihr gewinnt nicht unbedingt beim anderen Geschlecht durch die Tatsache, dass ihr Karriere macht. Euer Marktwert in der Partnerwahl ist mit 25 einfach höher als mit 35, bei Männern dagegen ist es umgekehrt. Also macht es nicht in allen Dingen einfach den Männern nach! Ihr kommt sonst in eine deutlich schlechtere Position. Vielleicht macht es doch Sinn, sich den Partner früher zu suchen, noch im Studium, und dann Kinder zu kriegen.
[...] der Feminismus hat ihnen diese Begrenztheit eben gerade nicht vor Augen geführt, sondern immer noch redet er ihnen ein, ihr könnt alles, und ihr könnt es genauso wie die Männer. Das stimmt einfach nicht. Den Frauen wird eine Situation vorgegaukelt, die so nicht existiert.
Quelle: «FRAUEN HABEN DAS FALSCHE BEUTESCHEMA»
Dank: Raffi
Labels: Beziehung, Geschlechter, Gesellschaft
Donnerstag, Mai 08, 2008
Dumm und arm
A new analysis of data from a long-term study shows that you don't have to be smart to be wealthy
... but you don't have to be stupid to be poor as well?
Quelle: A Wealth of Smarts Does Not Guarantee Actual Wealth
Labels: Finanzen, Gesellschaft
Mittwoch, Mai 07, 2008
Perfect Storm des 21. Jahrhunderts
In Rangun, der grössten Stadt des Landes, sind die Preise für Grundnahrungsmittel massiv gestiegen. Reis soll um die Hälfte teurer geworden sein. Der Preis von Trinkwasser ist um das Fünffache gestiegen.
Quelle: Burmas Reiskammer zerstört
Das Zusammentreffen von Naturkatastrophen mit Versorgungsengpässen, in diesem Fall der Zusammenbruch des Imports bedingt durch die Verteuerung der Energie sowie dem stetig steigenden Nahrungsmittelbedarf in den "emerging markets" (BRIC, wie man sie so schön nennt), werden die Perfekten Stürme des 21. Jahrhunderts werden ...
Labels: Energie, Gesellschaft, Umwelt, Weltgeschehen
Mittwoch, Mai 07, 2008
Puff im Sensebezirk?
Zuletzt führte die Freiburger Polizei am vergangenen Samstag in einem Saunaclub im Sensebezirk eine Razzia durch, nahm fünf Prostituierte aus Brasilien mit auf den Posten und verhaftete den Besitzer des Clubs. Der Oberamtmann des Bezirks schloss die Lokalität – nicht wegen illegaler Prostitution, sondern weil der Betreiber ohne Bewilligung Getränke verkauft hatte.
Quelle: Für ihre Prostituierten nur das Beste
Und das ausgerechnet bei unseren katholischen Nachbarn ... Aber dieses "nahm fünf Prostituierte aus Brasilien mit auf den Posten" kann man also auch zweideutig auslegen.
Labels: Fribourg, Gesellschaft
Montag, Mai 05, 2008
Weltfrieden so nah wie noch nie
Ich habe es auf den ersten Blick auch nicht geglaubt:
Looking at the evidence, Harvard's polymath professor Steven Pinker has ventured to speculate that we are probably living "in the most peaceful time of our species' existence."
Why does it not feel that way? Why do we think we live in scary times? Part of the problem is that as violence has been ebbing, information has been exploding.
Quelle: The Rise of the Rest
Die Kreationisten unter meinen Lesern werden sich aber lebhaft an eine Periode erinnern, in der es noch friedlicher war: Zur Zeit Adam und Evas Aufenthalt im Paradies ...
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Sonntag, Mai 04, 2008
Haushaltsbudgets werden eingeschränkt
While Rebecca, aged 10, is worried about the rising cost of food and utility bills: 'We won't be able to buy as much. Something should be done about this.'
Quelle: Worried about money? Perhaps a teenager can give you some advice
Wieso sollte jemand etwas dagegen tun? Niemand zwingt uns zum Konsum, und entgegen der landläufigen Meinung stirbt der Mensch auch nicht in der Sekunde, in der er mit dem Konsumieren aufhört (selbstverständlich schliesse ich die Nahrungsmittelaufnahme davon aus).
Labels: Gesellschaft, Wirtschaft, Zitate
Sonntag, Mai 04, 2008
Lehrerin mit Nebenjob
Tiffany Shepherd, a Biology high school teacher from Port St Lucie in Florida was fired from her job last week after school administration learned that she was also working part time as a bikini girl on charter fishing boats, where hostess would sometimes walk around topless.
Quelle: Tiffany Shepherd, a high school teacher, was fired after these...
Mal abgesehen von den auf der Web-Site angezeigten Bildern gibt es noch zwei Bemerkungen zum Fall, an denen wohl noch niemand herumstudiert hat:
- US-Amerikanische LehrerInnen haben zu wenig zu tun, langweilen sich und nehmen deshalb Nebenjobs an. Schön, dass die Lehrer hierzulande besser ausgelastet sind und sich keine Nebenbeschäftigungen suchen müssen ...
- LehrerInnen verdienen in den USA derart wenig, dass sie ohne Nebenjob nicht auskommen ...
Ich tippe auf Letzteres.
Labels: Funny, Gesellschaft, USA
Sonntag, Mai 04, 2008
Mammi und Pappi auf Facebook
"Lieber Mario Aeby, Sie haben zwei neue Freund-Anfragen von ihren Eltern"
An dem Tag, an dem ein Elternteil seinen eigenen Facebook-, StudiVZ-, Tilllate-, Lautundspitz-, Partyguide- oder was-auch-immer-Soziales-Netzwerk-Account eröffnet, der wird in die Geschichte eingehen an dem Tag wird alles anders.
Das wäre dann so, wie wenn Mammi plötzlich in meiner Mietwohnung vorbeischauen und das Zimmer aufräumen würde ...
Ist dieser unwahrscheinliche Fall bereits bei einem Leser meines Blogs eingetreten? (Nicht das Aufräumen - die Anfrage!)
Labels: Blogosphäre, Familie, Funny, Gesellschaft, Web
Donnerstag, Mai 01, 2008
Das Volk hat immer Recht
Giusep Nay, erster rätoromanischer Bundesrichter der Schweiz:
Wenn es um die Volksrechte geht, wird oft vergessen, dass Demokratie auch gleichzeitig Rechtsstaat bedeutet. Und Rechtsstaat heisst, dass es keine absolute Volkssouveränität gibt.
Wer der vermeintlichen Verteidigung unserer Volks- und Freiheitsrechte und der rechtspopulistischen Ausschlachtung der Migrationspolitik, wie wir sie seit Jahren erleben, applaudiert, scheint nicht zu merken, dass er seine eigene Niederlage feiert.
Quelle: Fluchtpunkt, Dezember 2007, "Die Grundrechte werden nicht mehr ernst genommen", S. 8.
Labels: Gesellschaft, Politik, Schweiz
Mittwoch, April 30, 2008
Gelangweilte Saudis
Dank dem Geldsegen des drogenerdölabhängigen Westens weiss die Jugend in Saudi Arabien kaum mehr, was sie anstellen soll. Da das weibliche Geschlecht zu Hause eingesperrt bleibt, müssen die Junggesellen ihre Bedürfnisse anderweitig befriedigen ...
Ein Kommentator bringt es auf den Punkt:
Just like a cop, Darwin’s never around when he’s needed…
Quelle: Only in Saudi Arabia (WTF!?!?!)
Labels: Funny, Gesellschaft
Mittwoch, April 30, 2008
Berns Ruf wird immer schlechter
Wenn die das sagen, wird es wohl so sein ...
«Der Motor eines lahmen Kantons », gibt Engeler zurück. Den von Stadtpräsident Tschäppät ständig beschworenen Aufbruch sehe er nicht. Baldachin und Euro 08 bedeuteten «erzwungene Heiterkeit und Firlefanz», aber keine echte ökonomische Entwicklung. Wer Geld habe oder verdienen wolle, meide Bern. Hier regiere eine Koalition von Etatisten, die nicht wirklich verstehe, was Wettbewerb und freie Wirtschaft bedeuteten, sondern die lieber verwalte und Geld einziehe.
[...] In einem sind sich Büttner und Engeler einig: In Bern herrsche ein «Mix von Lethargie, Harmoniesucht und Resignation».
Quelle: Das Urteil zweier Wahlberner
Labels: Bern, Gesellschaft, Medien, Politik
Mittwoch, April 30, 2008
Woher nimmst du die Zeit zum Bloggen?
Diese Frage höre ich immer und immer wieder - und kann keine durchdachte Antwort geben. Schliesslich fehlt mir ja der Einblick in die Lebensabläufe des Gegenübers, um abschätzen zu können, ob ich (auch jetzt gerade) eine Herkules-Aufgabe bewältige oder ob ich - eher im Gegenteil - überhaupt nicht "rational" mit meiner Zeit umgehe und nur den Eindruck mache, dass ich enormen Output generiere.
Nun, folgendes Referat könnte ein kleines Körnchen Wahrheit enthalten (ungefähr ab 4min30sec):
Via: “Where do people find the time?”
Starting with the Second World War a whole series of things happened--rising GDP per capita, rising educational attainment, rising life expectancy and, critically, a rising number of people who were working five-day work weeks. For the first time, society forced onto an enormous number of its citizens the requirement to manage something they had never had to manage before--free time.
And what did we do with that free time? Well, mostly we spent it watching TV.
Wenn ich stichprobenartig Mitmenschen um mich herum betrachte, so schauen die meisten immer noch äusserst viel TV (oder zumindest Serien, die sie aus dem Internet herunterladen). Gerade das ist es, was ich seit Jahren nicht mehr mache. Im Fernsehen gibt es schlichtweg kaum noch Interessantes zu sehen, das ich nicht längst durch Nachrichten-Sites im Web weiss (der "Informationsvorsprung" kann durchaus 2-6 Stunden betragen, wenn man englische Web-Sites hinzuzieht). Ausserdem benötigen Bild und Ton deutlich mehr Zeit, um Informationen zu übermitteln als Schrift (mal ehrlich: Bei Tagesschau-Beiträgen könnte in wohl 80% der Fälle das Bild weggelassen und nur der Ton abgespielt werden, ohne dass der Zuschauer eine Einbusse in Kauf nehmen müsste). Schlussendlich absorbiert das Fernsehen die gesamte Hirnleistung und verdammt den Zuschauer zu passivem Verhalten.
Wäre bereits heute jeder so wie ich, die CEOs von Fernsehanstalten und aus der Werbebranche würden sich wohl erschiessen gehen ...
Deshalb werde ich das nächste Mal, wenn wieder jemand fragt, woher ich die Zeit zum Bloggen nehme, antworten: Ich schaue halt einfach nicht fern ... und stelle Besseres mit meiner Zeit an.
Weitere Ausschnitte aus dem Referatstext:
someone working alone, with really cheap tools, has a reasonable hope of carving out enough of the cognitive surplus, enough of the desire to participate, enough of the collective goodwill of the citizens, to create a resource you couldn't have imagined existing even five years ago.
So that's the answer to the question, "Where do they find the time?" Or, rather, that's the numerical answer.
And I'm willing to raise that to a general principle. It's better to do something than to do nothing. Even lolcats, even cute pictures of kittens made even cuter with the addition of cute captions, hold out an invitation to participation. When you see a lolcat, one of the things it says to the viewer is, "If you have some sans-serif fonts on your computer, you can play this game, too." And that's message--I can do that, too--is a big change.
A screen that ships without mouse ships broken!
they just assume that media includes consuming, producing and sharing.
Quelle: Gin, Television, and Social Surplus
Labels: Gesellschaft, Web
Dienstag, April 29, 2008
Am Rande des Untergangs?
Auch wenn die Märkte in den letzten Tagen aufwärts zeigten und die Fed morgen wohl für einmal die Gelddruckmaschinen stoppen wird - etwas ist in der Luft. Finanzen, Nahrung und Energie haben in den letzten Wochen und Monaten eine äusserst prominente Berichterstattung erfahren. Sind wir gespannt, ob für 2008 auch noch die Umwelt (Klima) ihr Plätzchen erhalten wird ...
We're on the edge of something. We're at the entrance of a dark passage where some of the ceremonies of daily life meet resistance. You go to the WalMart and five of your six credit cards are refused. Uh oh. It begins to dawn on you that you're spending a quarter of your take-home pay filling up the gas-tank every week. There's no dial tone when you pick up the telephone. How could all the supermarkets in town be out of rice? The local hospital just declared bankruptcy. The neighbors down the street auctioned off all their furniture in the driveway last week. Why does the cat pick up so many ticks these days?
Quelle: BELIEF SYSTEM
Trotz aller dieser Symptome geht das Leben noch in geordneten Bahnen weiter. Für wie lange noch?
Labels: Energie, Finanzen, Gesellschaft, Umwelt, USA
Samstag, April 19, 2008
Wider MP3-Mobiltelefone und Handy-Lautsprecher
Fahrgäste der Grazer Verkehrsbetriebe sind dazu angehalten, ihre Handys in den Lautlos-Modus zu schalten, keine Anrufe anzunehmen oder zu tätigen. "Mit Rücksicht auf andere Fahrgäste besteht in den Fahrzeugen das Gebot, mit Mobiltelefonen das Telefonieren zu unterlassen und nur die zusätzlichen Funktionen des Handys im Lautlos-Modus zu nutzen," heißt es dazu in den Beförderungsrichtlinien.
Quelle: Grazer Bürgermeister macht mobil gegen Handygebimmel
Obwohl ich gegenüber Verboten immer etwas skeptisch bin (Verboten ist etwas schnell, doch ohne Kontrolle bringt der ausführlichste, alles regulierende Paragraphendschungel nicht viel), erkenne ich Handlungsbedarf auch aus eigener Erfahrung.
Kam es vor einigen Jahren erst vor, dass Personen - oftmals solche mit "Migrationshintergrund", um politisch korrekt zu bleiben - während der Zugfahrt von Thörishaus Dorf bis nach Bern sich selbst oder ihren BegleiterInnen alle auf dem Gerät verfügbaren Handy-Klingeltöne (damals noch nicht polyphon) vorspielten, ist heute die Lärmbelästigung noch stärker.
Dank der MP3-Fähigkeit und dem Einbau von richtig "fetten" Lautsprecher, die "so öppis vo huere scheppere" und nur die Hochtöne richtig rausbringen, kommt es heute viel eher vor, dass wir anderen Zugfahrer von Thörishaus Dorf bis nach Bern akkustisch vergewaltigt werden und die aktuelle "Yo-Yo-Ho-Ho" Hip-Hop-Hitparade in ohrenbetäubender Lautstärke anhören müssen.
Was in den Köpfen dieser Jugendlichen vorgeht, entzieht sich leider meinem Verstand - aber wahrscheinlich geht es auch hier wieder einmal um den PEF, den Penis-Enlargment-Factor, welchen die Männchen unserer Art in jedem erdenklichen Alter zu ihren Gunsten einzusetzen versuchen. Das Vorgehen ist dabei je nach Alter und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit anders, das Ziel aber immer dasselbe: Die Eroberung von Weibchen!
In ein paar Jahren werden diese Knilche wohl mit ihrem motorisierten Geschoss durch die Gegend brettern und neu damit ihr ausgeprägtes AD-Syndrom zu befriedigen suchen. Wie die Lärmbelästigung dann aussehen wird, weiss ich ebenfalls aus leidiger Erfahrung als Beifahrer des Kollegen Randals: Im kältesten Winter muss, wenn um das City West gekurvt wird, die Scheibe gesenkt, werden, damit ja auch alle Prestige-Besucher den ohrenbetäubenden Bass zu hören kriegen. Dass man am nächsten Tag mit einer Erkältung im Bett liegt, muss in Kauf genommen werden. Vielleicht liegt ja ein durch laute Musik erobertes Weibchen nebendran. "Äuä eher nid, he?"
Etwas Gutes hat der altersbedingte Wechsel der Jugend auf den Individualverkehr aber schon: Die Züge stehen bereit, von der nachfolgenden Generation mit ihrem eigenen Lärm erobert zu werden ...
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Freitag, April 18, 2008
Reiskrieg?
Händler sprachen bereits von Panik unter den Käufern. Auslöser für die neue Preisspitze war der auch im vierten Anlauf gescheiterte Versuch der philippinischen Regierung, Versorgungsengpässe im eigenen Land durch einen Großeinkauf zu vermeiden: Manila wurde nur zwei Drittel der erhofften Menge angeboten - zu einem Preis, der um 40 Prozent über dem lag, was noch im März bezahlt worden war.
Quelle: Tonne Reis kostet erstmals mehr als 1000 $
Es wurden in der Geschichte nicht nur Kriege um in Serbien erschossene Thronfolger oder um Lebensraum im Osten geführt. Manchmal ging es auch um ganz triviale Dinge wie genügend Frass und Gesöff ...
Vielleicht demnächst in einem Kino in ihrer Nähe ...
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Freitag, April 18, 2008
Malthus reloaded?
[...] Was auf den ersten Blick wie die kurzfristige Folge einiger Dürren und Missernten aussieht, könnte sich zur dauerhaften Versorgungskrise auswachsen: Das globale Nahrungsangebot hält mit der wachsenden Nachfrage nicht mehr Schritt.
"Was wir gerade sehen, ist nur der Anfang einer langfristigen Entwicklung", sagt der Agrarökonom Harald von Witzke. "Wir werden über die nächsten Jahre eine mäßige, aber stetige Verknappung von Nahrungsprodukten sehen." [...]
Quelle: Dossier Not für die Welt
Hmmm, gab es nicht mal in dunkler Vergangenheit ein Ökonom, der vor Überbevölkerung und Hunger warnte? Nun, die Nutzung der fossilen Energieträger Kohle und Erdöl machten ihm für zwei Jahrhunderte einen Strich durch die Rechnung ... Kommt nun das Comeback?
Und wieder einmal möchte ich behaupten: Wir leben in einer wahrlich interessanten Zeit. Es wird zwar kein Honigschlecken werden, aber Hauptsache ich bin mit von der Partie!
Zurzeit lebt die Menschheit von der Substanz. In sieben der vergangenen acht Jahre wurde mehr Weizen verbraucht als produziert. Das ging bislang gut, weil die Speicher voll waren. Jetzt sind sie leer - gemessen am Verbrauch so leer wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. "Die Lagerbestände sind auf Pipelineniveau", sagt Abbassian.
Einen Puffer gegen unvorhergesehene Ereignisse wie weitere Ernteausfälle gibt es nicht mehr.
"Die Welt weiß noch gar nicht, wie verwundbar sie wirklich ist", sagt Rohstoffexperte Rogers. Der sich abzeichnende Klimawandel werde in den kommenden Jahren möglicherweise Wetterkapriolen hervorrufen. "Und wenn das passiert, dann werden die Preise durch die Decke gehen."
Hatten wir übrigens 1916/17 auch. Lager leer, Missernte, Krieg - Party on! Was 1918 folgte wissen wir als im Geschichtsunterricht aufmerksame Schüler ja ...
Labels: Ernährung, Gesellschaft, Nahrung, Wissenschaft
Sonntag, April 13, 2008
Der Amerikanische Traum anno 2008
"Wie soll ich ohne Auto zu meinem Job im Spielkasino Mohegan Sun kommen?"
Quelle: «Mein amerikanischer Traum ist geplatzt»
Symptomatisch ist diese Aussage zweierlei:
- ohne Auto geht drüben rein gar nichts. Wenn es überhaupt einen funktionierenden öffentlichen Verkehr gibt, ist dieser auf Grund der ausgedünnten Fahrpläne nicht für das "daily commuting" geeignet. Hinzu kommt der Traum von "Suburbia" mit dem "suburban sprawl" - möglichst weit weg vom Arbeitsort im Stadtzentrum zu wohnen, um die Ruhe, Friedlichkeit und die Natur zu geniessen. Zwei Stunden Autofahrt zur Arbeit sind im Land der unbegrenzten Arbeitszeit nichts aussergewöhnliches. Einziger Haken: Steigt der Benzinpreis, und das wird er in den kommenden Jahren unweigerlich, endet der Traum von Suburbia so abrupt, wie er in der Nachkriegszeit begonnen hat.
- Job im Spielkasino - Henry Ford würde sich im Grabe umdrehen. Die Industrie wurde längst nach China ausgelagert, Industrie-Jobs sind für immer und ewig verloren, werden nie wieder kommen. Deshalb beschäftigt Amerika mittlerweile ein Grossteil der Bevölkerung im pseudo-wertschöpferischen "Gambling" - sei es an der Wall Street oder in den Casinos (wie wir angesichts der derzeit herrschenden Finanzkrise sehen, ist der Unterschied zwischen den zwei Branchen nicht so gross wie anhin vermutet). Mit welchem Geld wird in den Casinos gespielt? Mit Geld, das man sich von China geborgt hat. Leben auf Pump hat sich in den USA als modus vivendi durchgesetzt. Irgendeinmal muss aber auch die letzte, noch so grosse Rechnung bezahlt werden.
Nachtrag
General Electric used to be company that made money by making things. Now it's a company that loses money by lending money. It's a pretty good symbol for much of what's wrong about American capitalism. The truth is, it should probably be two companies, not one.
Quelle: General Electric & Lift Capital Usher in Rough Start for ASX
Nachtrag 2
Nun doppelt auch der Spiegel nach:
Im Falle der Immobilienkrise, die mit Zeitverzögerung die Banken erreicht hat und nun die Aktienmärkte insgesamt verunsichert, zeigen die Märkte sogar an, was Politiker und Notenbank-Gouverneure am vergangenen Wochenende erneut verschwiegen haben: Das Leben der Amerikaner muss sich ändern - oder es wird gewaltsam verändert.
Der kreditfinanzierte Konsumrausch der vergangenen Jahre geht unter Schmerzen zu Ende. Der heutige American Way of Life hat keine Chance, die kommenden Jahre unbeschadet zu überstehen. Das Virus innerhalb des Finanzsystems wird so lange weiter wüten.
[...] Wer Hauskredite an Menschen vergibt, die praktisch zahlungsunfähig sind, schaut auch bei den Möchtegernkäufern von Kühlschränken, Autos und Möbeln nicht so genau hin.
Quelle: Das Kreditvirus killt den Konsum
Labels: Gesellschaft, USA, Wirtschaft
Samstag, April 12, 2008
Verblendete Technokritiker
Auf die wirtschaftliche Sättigung folgte also die moralische Empörung. In einem diffusen Gefühl des Spassverbots wird nun eine Generation erfunden, die es als Masse nie gab. Dies von Leuten, die entweder noch nie oder zu viel Drogen genommen haben. So fühlt sich die Technokritik an wie eine protestantische Kritik an der Fasnacht. Als würde man sagen: Die Fasnächtler ficken mit vierzig besoffen durch die Nacht, kotzen am Morgen in die Blumentröge und übernehmen keine gesellschaftliche Verantwortung. Doch die Fasnacht findet nur im November und dann noch im Februar statt. Für die grosse Mehrzahl der älteren Technojünger verhält es sich ähnlich: vielleicht alle drei, vier Monate mal abstürzen.
Quelle: TECHNO: EINE EHRENRETTUNG
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Samstag, April 12, 2008
Wer ist dieser Hummler?
Da nach Smythe nun auch Arlesheim reloaded die Werbetrommel für den Herrn Hummler rührt, ist es wohl an der Zeit, sich ein wenig mit dieser Person auseinanderzusetzen ... Wie könnte das besser geschehen als mit einem völlig unbedenklichen WOZ-Artikel?
«Sehen Sie», sagte Hummler dazu, «die Schweizer Elite ist zwiebelförmig, instinktiv pro Status quo, für die eigene Macht, in unendlich komplexen Netzwerken organisiert. Indirekt herrscht eine Subventionswirtschaft, in der Konzerne, Banken, Vereine, Gewerbe profitieren … ich frage mich nur, wer ist der Nettozahler bei diesem Umzug? Ich fürchte: der Mittelstand und die Start-up-Unternehmer. Das ist Glanz und Elend der Konkordanzdemokratie. Nie wird jemand ernsthaft infrage gestellt.»
Quelle: Der Bankieranarchist
Was uns Smythe aber bisher verschwiegen hat:
"Ich habe mich gegen Blocher im Bundesrat ausgesprochen. Seine Wahl hat nur die Konkordanz endgültig zementiert."
Unwissentlich schlägt Hummler in einem NZZ-Kommentar dann aber in die Kerbe der Peak Oil-Verfechter, die längst schon die Rückbesinnung auf die lokale Gemeinschaft postulieren:
[...] Man könnte sich einen Gegenentwurf der Welt mit unendlich vielen, nicht einmal zwingend territorial definierten, kleinen Organisationseinheiten vorstellen. Sie würden zwar manches in Schnapsmatrizenqualität herstellen, dafür aber in hoher Eigenverantwortlichkeit. Durch die enorme Vielfalt von subsidiär entscheidenden Milizkommissionen und, warum auch nicht, Taschenformat-Napoleonen würden vielleicht weniger grosse Würfe, vor allem aber auch weniger Super-GAUs produziert. Die Welt als ein Meer von kleinen Schweizen.
Quelle: Im Geruch von Schnapsmatrizen
Als Gegenüberstellung Aussagen der Warner vor dem nahen Ende des Zeitalters der fossilen Energie:
The current economic system (based on high fossil fuel energy use) rewards population concentration and size while punishing smallness and community cooperation. Peak Oil will provide the opportunity for resurgence of small communities. Agraria will be a practical model for this small town renewal, including the revitalization of the many skills and traditions lost in the rush for industrial urbanization.
[...] finally Community implies a way of living together and is also based on the principles of our organization which views a cooperative way of life to be preferable to current competitive ways of living.
Quelle: Food
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Samstag, April 12, 2008
USA am Wendepunkt
What do I get for my federal taxes? Our public schools are failing, Social Security is insolvent, Medicare & Medicaid are run by a corrupt government that uses taxpayer money to overpay the corporations that run it. Our military is in shambles, our economy is on the brink of complete collapse and all our leaders can think of to do in order to solve the problem is to use our tax dollars to bail out the mistakes of corporations while Americans end up homeless and broke. And stuck with the bill.
Quelle: No taxation without representation (The People)
Ich befürchte, dass wir solche Dinge in den nächsten Jahren nicht nur aus den USA hören werden ...
Labels: Gesellschaft, USA, Wirtschaft
Freitag, April 11, 2008
Switzerland sucks!
Spannend, was Leute über unser Land und das Volk sagen (nachfolgend sei nur ein Fazit wiedergegeben - die Konversation sollte unbedingt ganz gelesen werden):
SWITZERLAND, and the SWISS are the most dull and uneventful bunch of people you could ever wish to meet.
[...] in my very humble opinion the Swiss are possibly the most boring race on the planet, and perhaps the galaxy.
Quelle: Switzerland is boring!!!!
Manchmal tut es gut, den Spiegel vorgehalten zu bekommen.
Aber eben, wer vor der Immigration in unser schönes Land Margaret Ortigs Beyond Chocolate: Understanding Swiss Culture nicht gelesen hat und sich mit dem Gesagten auseinandergesetzt hat, wird hierzulande eine äusserst langweilige Zeit verbringen ...
Während Ortig versucht, den Kulturshock in eine positive Erfahrung umzuwandeln, tritt Paul Bilton in seinem Buch weiter auf uns Kuhschweizer ein, während unser Völklein längst mit einem Schädelbruch am Boden liegen:
Swiss farmers are tough, independent, hard-working, resilient, well-prepared for every kind of natural disaster and above all staunchly conservative. These characteristics have been passed on to Swiss town-dwellers, who go about their day as if they too were farming a lonely mountain cliff.
Quelle: The Xenophobe's Guide to the Swiss
Na dann, das sind ja optimale Aussichten für die kommende Euro 08 ...
Dank: Melanie
Labels: Ausland, Gesellschaft, Schweiz
Samstag, April 05, 2008
Gehören Schlägereien zum Alltag der Buben?
Wenn zwei Jungs im Kindergarten raufen, um die Hierarchie untereinander festzulegen, dann hat ein Pädagoge da nichts zu suchen. [...] Wenn heute in Sachen Jugendgewalt bei Schlägereien noch hemmungslos zugetreten wird, wenn der andere schon am Boden liegt, hat das zum Teil auch damit zu tun, dass die Jungs gar nicht mehr wissen, was sie dem Gegenüber damit antun. Es fehlt ihnen an der eigenen körperlichen Erfahrung.
[...] Wenn das blockiert wird, wird die kognitive und soziale Entwicklung eines Jungen gehemmt. Gleichzeitig werden sie dann eingehüllt in diese weibliche harmonische Lebenswelt, die ihnen unendlich auf den Keks geht.
Quelle: "Wohlfühl-Kuschel-Pädagogik geht Jungs gewaltig auf die Nerven"
Via: Männerkultur mit digitalen Mitteln
Labels: Erziehung, Gesellschaft, Jugend
Freitag, April 04, 2008
Drei Generationen eines Produkts
[...] Popular consumer products, he understood, tend to evolve through three phases. They start out as luxury goods, expensive to produce and pitched to a small, elite market. Then, as maturing technologies and economies of scale drive down manufacturing costs, they become mass-market commodities.
Finally, once they're established as affordable necessities, consumers start looking beyond the price tag for distinctive designs and features. Form begins to trump function.
Quelle: Dell: Beware the Beige-Box Blahs
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Sonntag, März 30, 2008
Angelsachsen stehen auf Schulden
Ein lehrreicher Artikel, der von bis über den Kopf verschuldeten Briten berichtet und aufzeigt, wieso das Schulden-Machen (höchstens) nur dann Spass macht, wenn die Wirtschaft wächst und wächst - wehe, wenn die Anforderungen für eine Kreditvergabe anziehen und die Zinsen steigen:
“The general mantra is spend now, think later,” said Jason Butler, an adviser at Bloomsbury Financial Planning. “It’s easier to get a loan or a credit card these days than to get a savings product.” [...] As a result, Britons are spending more than they earn, racking up a household debt-to-income ratio of 1.62 compared with 1.42 in the United States and 1.09 in Germany.
[...] more than 39 percent said they would rather enjoy a good standard of living today than save for retirement.
Quelle: The Brits Are Drowning In Debt
... wobei ich aber sagen muss, dass ich es für äusserst unrealistisch halte, so ab circa 2045 nur einen Bruchteil "meiner" AHV- und Pensionskassengeldern ausbezahlt zu erhalten (und selbst wenn ich noch ein paar Nötli in die Hand gedrückt erhalte, sind diese zum dem Zeitpunkt vielleicht nicht einmal mehr das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind).
Labels: Finanzen, Gesellschaft, Grossbritannien, Wirtschaft
Samstag, März 29, 2008
Was steckt hinter dem Wohlstand?
However, the Fed did not want American consumers to be subjected to free market discipline that might otherwise reign in their non-stop spending. After all, reckless consumption was falsely believed to be the engine of our prosperity.
So the Fed fixed the price of credit (interest rates) well below the rate that would have been set by the free market. [...]
Quelle: Bail me out Bernanke
Richtig. Der wahre Grund unseres Wohlstandes ist fossile Energie, die von uns in den letzten 150 Jahre zu einem Spottpreis und in unglaublichen Mengen verbrannt wurde.
Labels: Geschichte, Gesellschaft, Wirtschaft
Samstag, März 15, 2008
Was bringen Laptops Entwicklungsländern?
Ich stehe Aktionen von erklärten Gutmenschen skeptisch gegenüber, Drittweltländer mit tausenden von Laptops auszustatten. Aus meiner Sicht brauchen Kinder keinen Laptop, sondern primär einmal ausreichend Nahrung, medizinische Versorgung und eine Ausbildung (was bringt ein Computer, wenn man nicht lesen und schreiben kann?). Ich glaube ausserdem nicht, dass Anleitungen im Internet, die für Personen in westlichen Demokratien geschrieben wurden, den Ärmsten der Armen viel Nutzen brächten.
In fortgeschritteneren Entwicklungsländern hingegen lassen sich durchaus positive Effekte von Aktionen wie One Laptop Per Child OLPC ausmachen, die mir bis zur Lektüre des folgenden Artikels nicht bewusst waren:
[...] kids started talking to each other outside of school hours over the mesh, and working together more while in school. They started talking a lot more with each other in person, and conquered their previously paralyzing fear of strangers.
[...] It’s not that the kids are starving, it’s just that they don’t have very much; what they do have, they’re reluctant to share. With the laptops, the kids had to turn to each other to learn how to use them.
Quelle: Astounded in Arahuay
Dank: Kollege Liechti
Geeks outen sich mit dem Laptop
One student, whose name I’ll withhold, commonly gets in fights with others, didn’t speak to or play with his classmates, and would normally sit in a corner of the classroom by himself. The principals anticipated the XO would make him even more territorial and isolated, but they were taken by complete surprise when he became the first kid to figure out the laptop, and then started teaching the others who curiously flocked around him.
Diese Anekdote zeigt, dass es Geeks (leicht autistisch angehauchte Persönlichkeiten) auch in der peruanischen Agrargesellschaft gibt.
Labels: Entwicklungsländer, Gesellschaft, IT, Jugend, Kinder
Samstag, März 08, 2008
Nesthocker
Nur 28 Prozent der 25-29-jährigen Frauen genossen 2005 noch die Nestwärme bei Mama und Papa - im Gegensatz zu 42 Prozent der Männer.
Quelle: Die kleinen Unterschiede zwischen Mann und Frau
Puuuh, noch ist alles im grünen Bereich bei mir ...
Labels: Gesellschaft
Dienstag, März 04, 2008
Schamrasuren
(Wieder so ein Titel für einen Blog-Artikel, der mir dutzende, wenn nicht gar hunderte geifrige Besucher auf mein Blog lotsen wird)
In den Intimbereich dringen Sie vor, wenn Sie über die Schamrasur von Frauen schreiben. Was bitte interessiert eine Politologin und Historikerin daran?
Regula Stämpfli: Wenn erwachsene Frauen mit Kindermösen herumlaufen, so ist das durchaus politisch. Wir reden hier über ein Weltverständnis, während die klassische Politik oft mehr Schein ist, die Politologen nur noch Wahlverhalten und Vermessung des Parlaments interessiert. Ich finde Schamrasuren kein Problem, ich habe nichts gegen das private Körperhandeln. Ich sehe nur genau hin und frage: Was heisst die rasierte Möse übersetzt auf die Machtverhältnisse? Ist es eine Kompensationsstrategie, um als Frau gehört und gesehen zu werden?
Dieser feministische Groove kommt so angestrengt rüber. Eine 17-Jährige macht das doch, weil sie es schön findet.
Mir geht es darum zu fragen, warum etwas so gedankenlos übernommen wird, nur weil es gerade Mode ist. Ist es wirklich ein freiwilliger Entscheid? Ich kenne diesen Satz zur Genüge von meinen Söhnen: Das machen alle. Aber nur weil alle «Heil!» schreien, heisst das noch lange nicht, dass das «Heil!» richtig ist. Das sollen Eltern ihren Kindern erklären, sagen, du kannst auch Nein sagen, du musst auch nicht wollen.
Quelle: REGULA STÄMPFLI, TEIL 2
Ja ja, das sind Fragen, die die Welt momentan bewegen ... Hoffentlich kriegen wir bald brauchbare Antworten darauf!
Labels: Frauen, Geschlechter, Gesellschaft
Dienstag, März 04, 2008
Aperto im Bahnhof Bern, Samstag 22 Uhr
Wer das Spektakel selbst einmal erleben will, begebe sich kommenden Samstag in die RailCity SBB im Hauptbahnhof Bern, stelle sich vor den Aperto (gleich neben dem Swisscom-Shop) - und sehe und staune.
Hinter den zwei Kassen bilden sich Schlangen bis ans andere Ende des Ladens. Die Käufer und Käuferinnen sind aber nicht nach Fressalien aus oder haben in ihrer WG dringend benötigte Ingredienzen für das Samstag-Abend Dinner nicht mehr vorrätig - nein, es dreht sich alles (bald nach Ladenschluss auch sprichwörtlich) nur um alkoholische Getränke. Da wird Sprit gekauft, mit dem man eine halbe Armee betäuben könnte (nun, vielleicht nicht gerade eine auf Vodka geeichte Rote Armee).
Die Völlerei geht mittlerweile gar soweit, dass man vor dem Laden knapp 18-jährige Mädchen antrifft, die je eine Flasche Weisswein (!) in Händen halten und sich so richtig die Kante geben.
Um 1 Uhr morgens vor dem MAD Wallstreet, ein paar Etagen über dem Aperto, sehen wir dann das Ergebnis des allsamstäglichen Besäufnisses: Zwei Kollegen kümmern sich um ein vornübergebeugtes Mädchen, das beim Coiffeur-Salon an die Ecke kotzt.
Ziel erreicht, Wochenende gerettet.
Labels: Bern, Gesellschaft, Jugend, Party
Dienstag, Februar 26, 2008
Arme Briten
In Britain, the young are having quite a tough time. They now have to pay high tuition fees if they go to College; the average debt at graduation is £20,000. They have to incur an even bigger debt to get into the housing market. The cost of rearing children is phenomenal. The norm, by the age of thirty, is a debt of between £100,000 and £200,000. [...]
Quelle: Europe is About to Suffer an Outbreak of Obamamania
Labels: Finanzen, Gesellschaft, Grossbritannien
Freitag, Februar 22, 2008
Wenn Konservative regieren ...
As this blog has long argued, conservatives invariably govern badly because they don't really believe that government should exist at all -- except, perhaps, as a way to funnel the peoples' tax money into the pockets of party insiders. This conflicted (if not outright hostile) attitude toward government can't possibly lead to any outcome other than bad management, bad policy [...]
[...] It's all too clear that these people are a waste of our tax money: they will never take us where we need to go.
Quelle: When Change Is Not Enough: Seven Steps to Revolution
Labels: Gesellschaft, Politik
Freitag, Februar 22, 2008
Weibliche Lebensziele
College really isn’t necessary.
Marriage is something that every girl look forward to during her childhood. I believe that every girl should marry every guy that is rich so girls can just go and get their nails done and take the kids shopping. I don’t think that college is necessary because you go to school twelve years out of your life and after that you should be done.
Men, I can understand if they want to go to school longer to get a better education to work on stuff they like to do. Every man should have money so he can support his family. Even if he doesn’t want to get married I think all boys should go to college. I don’t think girls should have to go to college. They are too busy with their life and family.
But I can understand if a girl want to go to beauty school, cause every girl should have options but personally I don’t think and get their nails done or go shopping. Have a great time. I’m not saying boys should have the life of work and distress because they are humans but they need to work if they want to have a good life because obviously their wives won’t be bringing home the money.
I guarantee that no girl will marry a pour guy cause every girl wants the life of a princess. When your husband gets home from work you can go out to eat with all the money he makes and also pay all the bills. Girls should all have back up plans but nothing that needs college to succeed. Maybe like a day care out of your home. So girls, have fun. Boys, start working!
Via: College really isn’t necessary
Scan: College really isn't necessary
Korrigierter Scan: College really isn't necessary
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Samstag, Dezember 29, 2007
Streitpunkt Polygamie
Blogger Winkelried über ein Thema, das seiner Meinung nach auch in Bälde hierzulande für brennende Städte sorgen wird:
Verbot der Polygamie rassistisch?
In den letzten Jahren haben linke Kreise mit dem Antirassismusgesetz viele Sonderrechte für Migranten herausschlagen können. Äussert ein Schweizer sein Unbehagen über die steigende Kriminalität, setzt er sich sofort dem Vorwurf des Rassismus aus. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Gericht die Polygamie für Muslime als rassendiskriminierend aufhebt, weil es die Religionsfreiheit einschränke. In Schweden laufen bereits solche Bestrebungen. Prof. Stefan Lindskog will mit Hilfe einiger Abgeordneten genau das erreichen.
Quelle: Verbot der Polygamie rassistisch?
Der Artikel regte meine grauen Zellen an. Als gesellschaftsliberaler Mensch sponnen sich Gedanken aneinander und ich stiess zur Frage vor: Ja, wieso verbieten wir eigentlich die Polygamie?
Ein Relikt christlicher Traditionen, könnte man respektlos behaupten - ein Relikt, das bis heute in unserem Zivilgesetzbuch harrt. Dieselben Personen akzeptieren diese Regel, ohne in den letzten Jahren jemals einen Fuss in die Kirche gesetzt oder eine Passage aus der Bibel gelesen zu haben
Selbstverständlich befürworte ich keine Abschaffung der Paragraphenfülle, um Polygamie muslimischer Prägung einzuführen (davor hat Winkelried nämlich Angst - der Unterdrückung muslimischer Frauen!). Nein, wenn schon, dann müsste es eine Polygamie liberaler Prägung sein. Und siehe da, eine kurze Internet-Recherche förderte denn auch einen ansprechenden Beitrag zu Tage:
The most frequently encountered argument against polygyny is the claim that it exploits women, and is a continuation of the traditional subjection of women to men. Women were indeed exploited in many monogamous and polygynist traditional societies, when they were frequently forced to marry men that they did not want to.
That hardly describes the situation these days in the United States, the rest of the developed world, and much of the developing world. Women choose their partners, and refuse to marry men who they do not want to marry, regardless of their parents' feelings or the ardor of suitors. In this world, a woman would not have to enter into a polygamist household if she would not want to. Would-be polygamist men would have to persuade second or third wives that it is worth it, because of their wealth, good looks, kindness, or in other ways. If she is willing to become an additional wife, why should laws prevent that?
Quelle: Is There a Case for Legalizing Polygamy?
Schlussfolgerung: Weniger Staat, mehr Eigenverantwortung. Jeder Mensch kann selber festlegen, wieviele Partner er heiraten will.
Positiver Nebeneffekt: Der Bedarf an Juristen wird exorbitant zunehmen - man stelle sich Scheidungsprozesse vor. Was an Heiratsgesetzen abgeschafft werden könnte, müsste wohl ein mehrfaches an Scheidungsgesetzen hervorrufen.
Labels: Geschlechter, Gesellschaft, Religion
Montag, Dezember 10, 2007
Ohne Eltern aufwachsen
Without parents to help them mature, the mental world of these young killers stays stuck in an infantile, egotistic state, [...]
"What keeps us from killing each other is empathy, and we learn it from bonding with parents who pick us back up when we get hurt or teased as children," Johnston said. "Without it, you get guys who live in a constant state of protecting the fantasy that they are the most important thing this side of the Milky Way. And because they don't have empathy, they will shoot or stab to protect their illusion."
[...] Without anyone in charge of their moral development, young boys come up with their own rules. When they get in disputes, they don't have the ability to resolve them because no one has ever taught them how to manage anger and stress other than with fists or a gun.
Quelle: Many young black men in Oakland are killing and dying f