Dienstag, März 02, 2010
Kleingedrucktes in us-amerikanischen Krankenversicherungen
Your gall bladder may have to come out, but it's much harder to face the booby-trap clause in your health insurance that will result in you getting stuck with a $123,000 bill for surgery and attendant procedures (including the $500 tylenols). Three months later, of course, the re-po man is towing your car and the mortgage "servicer" has foreclosed on your house, and your life (even without that pesky gall bladder) has become a permanent camping trip next to a drainage ditch.
Quelle: Winter Mind Games - Clusterfuck Nation
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Montag, Dezember 21, 2009
Die FDP sollte "liberal" aus ihrem Parteinamen streichen
Das Diskussionspapier ist geheim und bietet Sprengstoff: Die FDP arbeitet an einem neuen Modell für die Krankenkassen: Wer gesund und fit ist, soll einen Bonus auf die Prämie erhalten, berichtete die «SonntagsZeitung».
Auch wie dick jemand ist, soll die Prämie beeinflussen. Um das zu beurteilen, wurde in den Diskussionen bei der FDP der Body-Mass-Index als Referenzgrösse vorgeschlagen.
Leute finanziell zu bestrafen, die dick sind, ist absurd — und entspricht überhaupt nicht dem liberalen Credo. Was, wenn ein Übergewichtiger nie ins Krankenhaus muss und über 100-jährig wird? Der Ansatz müsste — wennschon — ein anderer sein: Wer ungesund lebt und deswegen nachweisbar hohe Krankheitskosten generiert, wird stärker an deren Tilgung beteiligt. Erst wenn jemand also ins Spital eingeliefert wird, wird Regress auf ihn genommen — wenn ihm fahrlässiges Verhalten nachgewiesen werden kann.
Konkret würde das bedeuten, dass der Extrembergsteiger bei einem schlimmen Unfall am Berg ebenso zur Kasse gebeten würde wie der Kettenraucher, der wegen Lungenkrebs in Behandlung kommt. Oder der Raser, den es um den Baum gewickelt hat.
Natürlich würde eine solche Gesetzesanpassung auch der grossen FDP-Klientel (den Advokaten) mehr als gelegen kommen. Man stelle sich vor, wie viele Gerichtsfälle es künftig zu behandeln gäbe, in welchen Richter den Angeklagten nachweisen müssten, dass ihr Lungenkrebs direkt auf das Rauchen zurückzuführen ist. Sozusagen die Invalidenversicherisierung des Gesundheitswesens, wo der juristisch-medizinische Komplex längst viel "Wertschöpfung" generiert, obwohl gerade das bei den Bürgerlichen nie ein Thema ist.
Doch als Politiker setze ich ein riesiges Fragezeichen hinter solche Vorhaben. Will die FDP wirklich festlegen, wann eine Tätigkeit noch gesund ist und wann nicht mehr? 10 Zigaretten pro Tag — hohe Selbstbeteiligung, 9 Zigaretten — von Gesunden subventionierte Selbstbeteiligung? Dies ist eine bis ins Detail staatlich verordnete Steuerung unseres Alltages, gegen die sich doch eine Gewerbepartei strikte zur Wehr setzen müsste ...
Stutzen musste ich aber bei folgender Aussage:
Da ist Heinrich von Grünigen, Präsident der Adipositas-Stiftung, anderer Meinung. Die Stiftung setzt sich für Menschen mit Übergewicht ein. 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind übergewichtig, 8 Prozent krankhaft fettleibig. «Gerade Leute aus sozial schwächeren Schichten, haben weniger Zeit und Geld, um sich um ihre Gesundheit zu kümmern. Sie würden unter so einer Regelung zusätzlich leiden», sagt von Grünigen.
Ehrlich gesagt widerspreche ich hier Herr von Grünigen. Das Problem liesse sich relativ leicht beheben: Weniger TV, weniger Videospiele, weniger Fast-Food, mehr Bewegung, mehr Sport, gesündere Nahrung. Der "Unterschicht" mit diesem Freipassvor Anpassungen an ihrem Lebenswandel auszuschliessen, ist äusserst törricht.
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Donnerstag, Oktober 01, 2009
NYT berichtet über das Schweizer Gesundheitssystem
Like every other country in Europe, Switzerland guarantees health care for all its citizens. But the system here does not remotely resemble the model of bureaucratic, socialized medicine often cited by opponents of universal coverage in the United States.
Quelle: Swiss Model for Health Care Is Gaining Admirers - NYTimes.com
Dank der UBS, Steuerhinterziehern und der Polanski-Festnahme schafft es die Schweiz in die us-amerikanische Presse. Deutlich positiver geht es im Artikel der New York Times über das schweizerische Gesundheitssystem zu und her. Dieser Artikel gehört zur Pflichtlektüre für alle, die sich gerne einmal für den Blick von aussen interessieren.
Zugegeben, aus Sicht der Amis (deren geiles Motto bekanntlich lautet: "Jahrelang Krankenkassenprämien zahlen, um im Notfall die Leistung verweigert und die Police gekündigt zu bekommen") ist unser System wohl ein Klon des Paradieses. Wir Schweizer hingegen sollten nicht zu den schlechten Beispielen herab-, sondern zu den guten hinaufblicken. Es gibt noch viel zu tun!
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Freitag, September 25, 2009
Lasst nur noch Männer Medizin studieren! Oder?
Es wäre demnach in unser aller Interesse, bei der Zulassung zum Medizinstudium Männer zu bevorzugen.
Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. - Bevorzugt beim Medizinstudium Männer
Hmmm. Aber kann man das denn nicht bei allen Studiengängen sagen? Schliesslich lässt sich das "Phänomen" Teilzeitarbeit nicht auf Medizinstudentinnen beschränken, sondern trifft auf einen Grossteil aller Frauen zu, die Ausbildungen absolviert haben (was ich hier überhaupt nicht als wertend festhalten möchte). Deshalb müsste man - Manfred Messner folgend - konsequenterweise Frauen zurück an den Herd verbannen, wie das die prinzipientreue Jasmin Hutter derzeit gerade demonstriert. Nur so kann man der Verschleuderung von "Staatsgeldern" entgegenhalten.
Nun, ich persönlich habe überhaupt nichts dagegen, wenn Frauen Teilzeit arbeiten. Und noch sympathischer erscheint mir (derzeit, weit weg von familiären Verpflichtungen), wenn auch Männer Teilzeit arbeiten und sich an ein, zwei Tagen in der Woche um den Nachwuchs kümmern. Wenn die junge Familie sich so über Wasser halten kann, wen soll das dann gross stören?
Ketzerisch gefragt: Für was liessen wir Ärztinnen Vollzeit arbeiten, wenn es nach dem Aussterben der Alten keine Kinder mehr zu pflegen gäbe? Respektive: Wir könnten dieser Logik folgend den Ärztinnen ja auch einfach verbieten, Kinder zu kriegen. Darauf sollen sich eine andere Bevölkerungsschicht spezialisieren. Tönt mir alles ein wenig ... zu sehr marktwirtschaftlich.
Wenn man das Problem bereits im Ursprung marktwirtschaftlich angehen würde, müssten die Studiengebühren derart auf ein exorbitantes Niveau gesteigert werden, dass ausgebildete Ärztinnen nicht darum herum kämen, 100 oder gar 120 Prozent zu arbeiten - und zwar bis ans Lebensende - um die angelaufenen Studienkosten abzuzahlen.
Und schlussendlich hat noch niemand gefragt, ob denn Ärzte, die 100 Prozent arbeiten (was nicht 42 Stunden, sondern 60 und mehr Stunden die Woche entspricht) denn 40 Prozent bessere Leistungen bringen als Ärztinnen, die 60 Prozent arbeiten. Ich bin ja wohl nicht der erste, der gehäufte Fehldiagnosen und Kunstfehler mit überarbeitete Belegschaftsärzten in Verbindung bringt. Rechnet sich das ganze dann immer noch?
Fazit: Ich glaube, wir fahren einfach mal so weiter wie gehabt. Wenn wir das Gesundheitssystem schliesslich derart zurechtrationalisiert haben, dass nur noch die pöhsen, pöhsen teilzeitarbeitenden Ärztinnen ein Problem darstellen - ja nun dann sind wir sowieso bereits im Paradies angelangt.
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Mittwoch, September 23, 2009
Die Bulimisten von Woodstock
At McKinsey, @rmagoulas points out that one of the things to note in the Woodstock footage is how thin people are. Today people much fatter
Quelle: Twitter / Tim O'Reilly: At McKinsey, @rmagoulas po ...
Das hängt aber meiner Meinung nach nicht nur mit einer gesünderen Ernährung zusammen, sondern auch, dass die in Woodstock doch alle monströs viel gekifft haben ... Kiffen regt zwar den Appetit an, dennoch sind Cannabis-Konsumenten oftmals schlank (vgl. S. 234 von The medicinal uses of cannabis and cannabinoids.
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Dienstag, September 15, 2009
Die journalistischen Schweinegrippe-Hypochonder
Heute ist der 15. September, und eigentlich sollte das Land seit 15 Tagen durch tausende von Grippekranken lahmgelegt sein. Doch es war wohl nur ein Papiertiger:
Hoch gepokert – und einen Teil der Glaubwürdigkeit verspielt. Das hat der “Tages-Anzeiger” bei der Berichtsterstattung über die Schweizegrippe. Die Zeitung (oder sollte man sagen: “Boulevardblatt”) hat sich dabei im Hype um die Grippe ganz besonders hervorgetan. Das Wort “Schweinegrippe” erschien im “Tagi” in diesem Jahr bis Ende August insgesamt 312, in den Schweizer Medien insgesamt 4444 Mal.
Quelle: Weltis Welt » “Tagi” mit Schweinegrippe
Nun, wie ich gestern bereits auf Twitter geschrieben habe: Ich möchte mit einem Streetparade-Lovemobil vor das Bundesamt für Gesundheit fahren und anschliessend deren Werbespot mit Beat Schlatter ("S'isch käi Witz!") mit ca. 200 Dezibel nonstopp, Tag und Nacht abspielen.
Statt so munter und frischfröhlich dem Schweinegrippe-Hype angefeuert zu haben, hätten die Hirnis dort lieber praktikable und einschneidende Massnahmen präsentiert, wie in unserem Gesundheitssystem Kosten gespart und die Prämienzahler entlastet werden könnten.
Aber eben, das Triumvirat - eine Verschwörung von Bundesangestellten, Pharama-Multis und Verlegern - hatte andere Prioritäten. Ich hoffe, dass die Impfstoff-, Seifencreme- und Mundschutzproduzenten sowie Blättlimacher die gewünschten Gewinne einfahren konnten.
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Donnerstag, September 10, 2009
Das Schweinegrippen-Besuchsformular
Zum Beispiel erzählte mir heute beim Mittagessen [...] der CEO eines Unternehmens mit Produktionstätten und Niederlassungen in vielen Ländern, dass ihm seine Mitarbeiter kürzlich ein Formular vorgelegt haben, das für alle Werke des Unternehmens Gültigkeit erlangen sollte: Danach müssten ALLE Besucher schriftlich bescheinigen, dass sie in den letzten beiden Wochen nicht mit jemandem Kontakt hatten, der an Schweinegrippe erkrankt sei.
Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. - Schweinegrippe treibt Blüten
Letzte Woche durfte ich anlässlich eines Kommissionsausfluges die Cremo-Käserei in Kriechenwil besuchen - und auch dort musste einer der Besucher ein Formular unterschreiben, weil er sich nicht als "kerngesund" einstufte. Aber wahrscheinlich richten Keime bei Käsereien grösseren Schaden an als - sagen wir - in einer Maschinenfabrik.
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Dienstag, September 08, 2009
Bye bye, Gebärmutter!
Ärzte im Kanton Bern haben 30 Prozent mehr Frauen die Gebärmutter entfernt als Ärzte in den Kantonen St. Gallen oder Wallis und 15 Prozent mehr als im Schweizer Durchschnitt. Die Berner Frauen sind damit nicht etwa besser versorgt. Nach einer Studie der Gesellschaft für Gynäkologie und des Bundesamts für Gesundheit war bei jeder siebten Frau das Risiko grösser als der Nutzen, wenn die Gebärmutter wegen eines Myoms entfernt wurde. Insgesamt seien vier von zehn analysierten Gebärmutterentfernungen unzweckmässig.
Kaum verwunderlich, dass ich zwei Frauen im Bekanntenkreis kenne, denen die Gebärmutter tatsächlich entfernt wurde. Warnung an alle Frauen: Ist euch eure Gebärmutter lieb, zügelt aus Bern weg! Oder holt wenigstens eine Zweitmeinung ein - bspw. in St. Gallen. Oder in Brig.
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Montag, September 07, 2009
Ach diese Norweger ...
The Norwegians only drink to save the planet!
Aber ehrlich gesagt finde ich es gut, wenn die USA ihr jetziges Gesundheitssystem beibehalten. Wie sonst könnte man sonst die Neoliberalen mit ihren Furzideen für ein marktwirtschaftliches Gesundheitssystem schneller zum Schweigen bringen als mit einem Hinweis auf das Gesundheitsdisaster in den USA?
(Bei alldem darf man aber nicht vergessen, dass die Norweger sich ein solches Paradies nur aufbauen konnten, weil sie der ganzen Welt ihr Erdöl und -gas verkaufen)
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Dienstag, August 18, 2009
Obamacare hat Schweiz als Vorbild
Obama is essentially proposing that we move from our system to the Swiss system: Private insurance with rules that make sure that everyone's covered.
Quelle: Here Are Our Healthcare Choices--Pick One
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Montag, August 17, 2009
Cash for Clunkers und Obamacare
All we can do now is give cars away, or give US citizens free money to buy them -- which we are obviously already doing with "Cash for Clunkers" -- which is additionally hilarious in the same nation that is deeply paranoid about the government giving anybody free health care. What a nation of morons we have become.
Quelle: The First Die-off - Clusterfuck Nation
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Donnerstag, August 06, 2009
Die Österreicher rufen nach den Quacksalbern
For example, individuals who are presently compelled to remain as pharmacists but who have the ability to be physicians, would be attracted by the higher income of physicians and become physicians. [...] To a great extent, the medical needs of poorer people could be adequately served by men and women who presently must practice merely as nurses, pharmacists, or paramedics. Today, the only source of medical care for such people is licensed physicians. The situation is analogous to requiring that a poor person who would be happy to buy a hamburger at McDonalds and can afford to do so, buy his hamburger at a much more expensive restaurant, that he cannot afford.
Quelle: The Real Right to Medical Care versus Socialized Medicine - George Reisman - Mises Institute
Die Jünger von Mises rufen fröhlich "He, das ist freie Marktwirtschaft!" Schön und gut - leider klappt das mit der freien Marktwirtschaft vermutlich nur schlecht, wenn ich nach der ersten Behandlung durch einen Quacksalber sterbe ... Die Kernaussage in dieser elenden Textwüste ist aber ganz klar: Zweiklassenmedizin. Und da die Mehrheit des Stimmvolkes in die zweite Klasse ausweichen müsste, ist es mehr als illusorisch zu glauben, dass die Österreicher ihr Gesundheitssystem jemals mit demokratischen Mitteln durchsetzen werden können.
Sind wir gespannt.
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Mittwoch, August 05, 2009
Zurück aus den Ferien, Schweinegrippe immer noch da
Und munter arbeiten sich die Journalisten, Ärzte und die Pharmafirmen in die Hände:
Ob sie die Schweinegrippe hatte, oder einfach nur eine Erkältung hatte, wird sie nie erfahren.
Quelle: «Ist es die Schweinegrippe oder nur eine Erkältung?» - News Zürich: Region - tagesanzeiger.ch
Zurück aus Mallorca muss ich feststellen, dass sich das Medienkarussel um die "Pandemie" derart rasch dreht, dass überall in meiner Umgebung Panik ausbricht. Sei es auf der Arbeit, sei es im Kollegenkreis.
Labels: Gesundheit, Krankheiten, Schweiz
Donnerstag, Juli 30, 2009
Für all die Schweinegrippe-Grännis
Virologin Karin Mölling entwickelt ein neues Mittel gegen Schweinegrippe. Obwohl sie sagt, dass die Todesrate viel geringer sei als bei normaler Grippe.
Quelle: «Das Virus ist extrem fit» - Wissen: Dossier - bernerzeitung.ch
Randal, du kannst wieder aus deiner Steinzeithöhle rauskommen ...
Wichtig ist zudem, das Grundschulwissen wieder aufzufrischen ("Einmaleins der Virologie"):
Wer die Schweinegrippe überstanden hat, ist immun.
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Dienstag, Juli 28, 2009
Alarmstufe Rot: Wäsche überträgt Krankheiten!
Bei der Schweinegrippe haben wir die unheilige Allianz zwischen Pharmaziefirmen (Die Schweinegrippe macht ihn mit jedem Tag reicher - noch Fragen?) und Angestellten, die die Berufsbezeichnung "Journalisten" längst abgesprochen erhalten sollen - und nun haben sich die Postillenschreiber ausgerechnet mit der Waschmittel- und Waschmaschinenindustrie verbündet, um uns vor neuen äusserst gefährlichen Gesundheitsschäden zu warnen:
Erkrankt eine Person, zum Beispiel an einer Grippe oder einem Fußpilz, sollten ihre Kleidungsstücke jedoch gesondert mit einem Vollwaschmittel bei 60 Grad in die Trommel gegeben werden.
Die politisch nicht korrekte Antwort darauf wäre: "Habt ihr endgültig einen Flick fort?!"
Wenn das so weiter geht, erkläre ich 2009 als Jahr der übergeschnappten JournalistInnen. Frau Donner - Angehörige ihres Geschlechts reagieren erfahrungsgemäss deutlich stärker auf reale und gefühlte Hygienemissstände - hat zwar gründlich recherchiert und unzählige Meinungen eingeholt - doch diejenige Frage, die mich am meisten interessiert, hat sie nicht gestellt: Gehen wir hypothetisch davon aus, dass ich das perfekte Kleiderwaschregime entwickle, dafür für tausende von Franken Investitionen in neue Produkte tätige und schlussendlich keimfreie (!!!) Kleidgung aus der Waschmaschine ziehe. Spätestens wann - und in welcher Menge - treffe ich dann doch auf die pöhsen, pöhsen Keime? An Handgriffen von Türen, in der Strassenbahn, im Kontakt mit anderen Menschen, bei der Dusche im Fitness-Center ... Na? Aber solche Fragen entsprechen ja nicht der Auftrag eines professionellen Journalisten im 21. Jahrhundert. Nichts da von Komplexitätsreduktion und Einbettung des Berichts ins grössere Ganze - die Schreiberlinge sind ja nur noch dazu da sind, die Arbeitszeit und die Publikation auszufüllen. Die Qualität des Produkts ist dabei nebensächlich. Hauptsache fette Schlagzeile.
Wer immer noch Angst vor einer Ansteckung über Kleidungsstücke hat, soll sich zuerst überlegen, den Mitbewohner einer richtigen Quarantäne zu unterziehen.
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Dienstag, Juli 28, 2009
Wo liegen die Interessen der Pharma-Unternehmen?
If the profit is the motive, they will never find a cure. Diseases make them money, prescription addiction makes them money. Curing somebody will never be profitable.
Quelle: I don't want insurance I want healthcare : reddit.com
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Montag, Juli 27, 2009
Wo existiert ein funktionierendes liberales Gesundheitssystem?
Lesenswerter Artikel von Paul Krugman über den freien Markt und Gesundheitssysteme:
There are, however, no examples of successful health care based on the principles of the free market, for one simple reason: in health care, the free market just doesn’t work. And people who say that the market is the answer are flying in the face of both theory and overwhelming evidence.
Quelle: Why markets can’t cure healthcare - Paul Krugman Blog - NYTimes.com
Wer lieber wissenschaftliche "Beweise" aufgetischt bekommt, liest lieber gleich Uncertainty and the welfare economics of health care
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Dienstag, Juli 21, 2009
Krankheitskosten aufgeschlüsselt
20 Prozent der Versicherten verursachen 80 Prozent der Kosten. Die teuersten 10 Prozent der Patienten verbrauchen 60 Prozent des Geldes in der Grundversicherung.
Welche Krankheiten und Menschen hinter den Zahlen stecken, zeigen Angaben der Helsana-Gruppe – mit 1,9 Millionen Versicherten die grösste Krankenkasse der Schweiz. Hier machen 5 Prozent der Kunden die Hälfte der Kosten aus. Die kostspieligen Versicherten sind einerseits Diabetiker, Bluter, HIV-Kranke, Drogensüchtige und Alkoholiker, also Chronischkranke und Menschen mit mehrfachen Problemen; sie kosten im Schnitt 30'000 bis 60'000 Franken pro Jahr.
Quelle: Das sind die teuersten Patienten - Schweiz: Standard - thunertagblatt.ch
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Montag, Juli 20, 2009
Die Schweinegrippe wird [furchterregende Begriffe hier einsetzen]
Several people in the UK have quite possibly got swine flu, but this doesn't necessarily mean the end of civilisation.
... Of course flu is nothing to be, umm, sneezed at. It kills about 1,500 people in the UK every winter - but of course that is dull old people flu, not this headline-friendly new flu.
Quelle: Swine flu will [enter scare words here]... • The Register
Kann jemand bitte die unheilige Allianz aus BAG und Medienhäusern abstellen?
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Freitag, Juli 03, 2009
Gutenachtgeschichte aus dem Amazonas
"I had a cut on my arm and after a few days I could feel there was something in it. I took a look and a fly had laid her eggs in the hole. It was full of maggots. I was afraid I would lose my arm. Later, after I was rescued it was treated and more than 50 maggots were found inside. I still wonder how so many maggots could have fitted into that little hole, it was no bigger than a one euro coin."
Quelle: Survivor still haunted by 1971 air crash - CNN.com
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Mittwoch, Juli 01, 2009
Wir fühlen nicht mehr, wenn wir genug gegessen haben!
Aus "Abnehmen für Geeks" (oder so):
Buster gets a clear signal every time he eats too little, but never hears a thing when he eats too much, unless it's enough to actually make him sick. Like Sam, like Oscar, like all of us, from time to time Buster's inclined to overeat. But nothing tells him to stop; not then, and not the next day.
Quelle: Bulky Blown-up Buster
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Dienstag, Juni 30, 2009
Dick durch Heirat
Not only are married people more likely to become obese than those who are just dating, but young people who move in with a boyfriend or girlfriend tend to pack on the pounds too.
Quelle: First Comes Love, Then Comes Obesity? - TIME
Wieder ein Grund mehr, nicht mit meiner Freundin zusammenzuziehen ... *grins*
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Dienstag, Mai 26, 2009
Krankenkassenprämien anstelle einer Städtereise
Düster sieht es hingegen in Bern aus. Dort belastet die grosse Zahl von Privatspitälern die Grundversicherung übermässig, und die Kassen haben kaum noch Reserven. Die Folge ist ein Prämienaufschlag von 20 Prozent – im Durchschnitt und vor dem Hintergrund, dass Bern bereits heute hohe Prämien hat.
Quelle: - News Region: Solothurn - solothurnertagblatt.ch
Wenn die Prognose wirklich eintrifft, werde ich nächstes Jahr wohl eine Städtereise streichen müssen ...
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Mittwoch, Mai 20, 2009
83 Liter pro Kopf
Nein, nicht Bier, sondern Softdrinks:
Im Jahr 2007 seien weltweit 552 Milliarden Liter Softdrinks getrunken worden - das seien knapp 83 Liter pro Kopf.
Meine 83 Liter stelle ich zu Beginn eines jeden Jahres völlig uneigennützig Kollege Randal zur Verfügung. Er hat eine bessere Verwendung dafür als ich.
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Dienstag, Mai 05, 2009
Wieso ist die Schweinegrippe nur in Mexiko derart gefährlich?
We still do not have the clues why this virus seems to be milder outside Mexico.
Quelle: Exclusive: SARS Sleuth Tracks Swine Flu, Attacks WHO : ScienceInsider
Der Virus benötigt wohl Unmengen an Sonne, Tequila und diesen Furzbohnen, um zur tödlichen Gefahr zu gedeihen ...
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Montag, März 02, 2009
Reddit-Kommentare zum amerikanischen Gesundheitssystem
Another flawed argument for the "free market" system is that it assumes the same competition behavior as other industries. Medical care isn't a plasma TV, people don't have time to shop around when they are bleeding to death.
[...] Republicans support a leveraged market. A market designed to give them and their supporters the most money over time.
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Freitag, November 14, 2008
Ambulanz im Laupenamt: Alles bleibt wie es war!
Die Gemeinden Laupen, Neuenegg und Kriechenwil gehören weiterhin zum Einsatzgebiet der Sanitätspolizei Bern. Regierungsrat Philippe Perrenoud und Gemeinderat Stephan Hügli haben sich aber im Sinne der bestmöglichen Versorgung der Bevölkerung darauf geeinigt, dass die medizinische Erstversorgung weiterhin durch die Ambulanz- & Rettungsdienst Sense AG wahrgenommen wird.
Quelle: Medienmitteilung des Kantons Bern
Auso, geit ja! Immer diese Politiker ...
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Freitag, August 29, 2008
Empfohlene Höchstdosis am Botellón: 1.5 Liter Bier
Für Stadtarzt Albert Wettstein ist der Botellón vor allem ein sozialer Event. Da sei es unproblematisch, wenn ein Jugendlicher eineinhalb Liter Bier trinke, mehr liege aber nicht drin.
Quelle: Ärztliche Tipps für die geplante Sauferei - News Zürich: Stadt Zürich - Tagesanzeiger
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Samstag, August 23, 2008
USA: Manchmal wie ein Drittwelt-Land
Conditions inside the nursing home so alarmed Layton that he got a search warrant and returned 16 days later with dozens of police and city and state inspectors. They described conditions worse than a crack house: Soiled mattresses. Vomit in the hall. Toilets that wouldn't flush. Sinks with no hot water. Rooms infested with roaches and flies. Pipes held together with shoestrings. Fire doors tied shut.
The public pays most of the cost of their care: Medicaid pays about $150 a day per nursing home resident, while separate programs pay $877 a month per person for those in the assisted living area at the Terrace.
Quelle: Broken trust | Cincinnati Enquirer | Cincinnati.Com
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Dienstag, August 19, 2008
Die Spanische Grippe kehrt zurück
Vielleicht. Mittlerweile haben Forscher immerhin die Antikörper isoliert:
The team was then able to isolate exceedingly rare B cells – the immune cells that produce antibodies – from eight of those samples and grow them in culture. Seven of those samples produced antibodies to a 1918 virus protein, suggesting that their immune systems were waiting on standby for a long-awaited second outbreak.
"The B cells have been waiting for at least 60 years – if not 90 years – for that flu to come around again," said Crowe Jr., "That's amazing…because it's the longest memory anyone's ever demonstrated."
[...] Although aging typically causes immunity to weaken, "these are some of the most potent antibodies ever isolated against a virus," Crowe said. "They're the best antibodies I've ever seen."
Quelle: Antibodies Resurrected from 1918 Flu Pandemic That Killed 50 Million
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Freitag, August 15, 2008
Sauft wirklich mal Wasser!
Grüsse an Randal und Mr. B, die das Zeugs literweise runtergeschüttet haben oder immer noch runterschütten ...
Bereits nach dem Konsum einer Dose Red Bull zeige ein junger Mensch medizinische Werte wie ein Senior mit Herzproblemen. Der Professor des Royal Adelaide Hospital in Australien fand heraus, dass der Energydrink das Blut verdicke und das Risiko von Blutgerinseln erhöhe.
Quelle: Red Bull verleiht Herzprobleme - Wissen - Espace
... und ich hielt bei Randal immer den Zeigefinger auf, weil das Teil so viel Zucker enthält.
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Mittwoch, Juli 30, 2008
Die USA, das liberalste Land der Welt
Naja, vielleicht doch nicht (mehr) ganz:
Der Stadtrat von Los Angeles hat ein Verbot neuer Fast-Food-Restaurants im Stadtteil South Los Angeles beschlossen.
Quelle: espace.ch - Zu viele fette Kinder - Fast-Food-Verbot in Los Angeles
Labels: Ernährung, Gesellschaft, Gesundheit, USA
Freitag, Juni 13, 2008
Zeitvertrieb
Viele Fans verbringen die Zeit bis zum Spiel mit Biertrinken.
Quelle: Bern rechnet mit mehr als 100'000 Fans - Euro 08 - Tages-Anzeiger
Samstag, Juni 07, 2008
Was macht uns fett?
After conducting his own research for 13 years he has some shocking conclusions: exercise won't make us thin; carbohydrates are what cause obesity; eating fat doesn't cause heart disease.
'Pasta, bread, potatoes, rice, beer - these were the foods my mother's generation believed were fattening. If you went on a diet 50 years ago, that's what you gave up. '
Also keine Spaghettis mehr?
Labels: Ernährung, Gesundheit
Sonntag, Mai 18, 2008
Red Bull verleiht nun auch gallischen Hähnen Flügel
Der österreichische Energydrink Red Bull, der in Frankreich aus gesundheitspolitischen Gründen seit Jahren verboten ist, darf nun auch in dem Land vermarktet werden.
Quelle: espace.ch - Auch Franzosen dürfen Red Bull trinken
Zugegeben: In den frühen Neunzigern trank ich ebenfalls kein Flying Horse (das war die Marke, die vor Red Bull den Weg in die Eidgenossenschaft fand) und später auch kein Red Bull. Dieses Taurin lehrte vielen Gesundheitsaposteln das Fürchten - doch es scheint rückblickend doch nicht so gesundheitsgefährdend gewesen zu sein, wie zu Beginn angenommen.
Prost!
Labels: Frankreich, Gesundheit, Wirtschaft
Donnerstag, April 03, 2008
Autarke Privatspitäler?
Auch im Gesundheitswesen gilt anscheinen "Privatize profits, socialize risks":
Die Ideen und Konzepte der Hirslanden-Gruppe greifen nur dann im wirtschaftlichen Sinn, wenn die Privatspitalgruppe in ihrem Hinterland ein staatlich subventioniertes Gesundheitswesen weiss, das ihr die unrentablen Fälle abnimmt. [...]
Wenn die Leistungsstatistik der HIrslanden jedoch repräsentativ wäre für die gesundheitlichen Probleme der Schweizer Bevölkerung, so leidern wir offenbar in erster Linie an operationswürdigen orthopädischen Erkrankungen, gefolgt von Problemen der inneren Medizin (nicht näher definiert im Bericht), der Kardiologie und Gynäkologie (S. 8). Wo sind Geriaterie, Rehabilitation, Rheumatologie, d.h. die häufigen Probleme der hausärztlichen Praxis, zu finden? [...]
Nur verschweigen alle diese Berichte, dass die Hirslanden-Ärzte ihr Rüstzeug und ihre grosse Erfahrung zunächst an öffentlichen Spitälern gewinnen konnten und erst nach jahrelanger abgeschlossener Weiterbildung ihre Arbeit in der Hirslanden-Gruppe aufnahmen [...] In diesem Lichte betrachtet, ist die Behauptung, die "private Medizin [würde] den Staat massiv entlasten" (S. 10), wohl nicht so einfach zu belegen, wie dies im Bericht den Anschein hat. Wer nur reife Spitzenkräfte für seinen Betrieb rekrutiert, aber nichts oder wenig in den jahrelangen und streckenweise unrentablen Bildungsweg vom jungen Medizinstudenten zum erfahrenen Träger eines spezialärztlichen Facharzttitels investiert, macht sich die Sache denn doch zu einfach.
Quelle: Martin F. Fey: "Privatklinikgruppe Hirslanden Jahresbericht 2006 - ein paar kritische Kommentare", in: Schweizerische Ärztezeitung, 2007;88: 31/32, S. 1310.
Labels: Gesundheit, Schweiz, Wirtschaft
Sonntag, Februar 17, 2008
Schlankheitswahn
[...] Anzunehmen ist, dass sich bei der Wahrnehmung die Gewichte buchstäblich etwas verschoben haben, bedingt durch die in den letzten zwei Jahrzehnten aufgekommene Schlank-und-fit-Welle, hinter welcher eine daran fett verdienende Industrie sowie zahllose Beratungsstellen stehen.
[...] Dabei ist nicht mal so sicher, ob ein paar Kilo Übergewicht (womit nicht Fettleibigkeit gemeint ist) überhaupt sonderlich schädlich sind, und ebenso wenig lässt sich eindeutig belegen, dass aus dicken Kindern automatisch dicke Erwachsene werden.
Quelle: BernerZeitung, 28. Januar 2008, "Es wird dick aufgetragen - oft zu dick", S. 35.
Was ich selber auch schon oft beobachten konnte:
[...] Übergewicht ist häufig ein soziales Problem, der Anteil übergewichtiger Kinder ist unter Ärmeren, Ausländern und weniger Gebildeten um einiges höher als bei Besserverdienenden.
Labels: Gesundheit, Medien, Wissenschaft
Mittwoch, Februar 06, 2008
Danke, dass Sie rauchen!
Vor wenigen Tagen hat mir mein Zigaretten-"geniessender" Bruder einen Artikel zugesandt, der ihm in unserer ewigen Diskussion über Sinn und Nutzen der Unterdrückung der Raucher endlich einmal ein Totschlägerargument in die Hand gibt:
Gesunde, schlanke Menschen kosten das Gesundheitswesen einer Studie zufolge mehr als Raucher und Übergewichtige [...] Grund für diesen Sachverhalt sei die längere Lebenserwartung, erklärte Pieter van Baal vom niederländischen Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt. „Wenn man länger lebt, kommt man das Gesundheitssystem teurer.“
Letztendlich fielen für die gesunde, schlanke Gruppe Behandlungskosten von rund 417.000 Dollar (281.000 Euro) ab einem Alter von 20 Jahren an. Bei den Übergewichtigen wurde ein Betrag von 371.000 Dollar (250.000 Euro) ermittelt, bei Rauchern nur rund 326.000 Dollar (220.000 Euro).
Abgesehen davon, dass diese Aussage, auf die Spitze getrieben doch arg perfid ist ("Wer gar nicht erst geboren wird, kostet das Gesundheitssystem sagenhafte 0.-- SFr."), möchte ich doch noch darauf hinweisen, dass man hier - meiner Meinung nach - nicht nur das Gesundheitssystem abgetrennt vom restlichen Leben (Freizeit, Arbeit etc.) betrachten sollte.
Als Denkanstösse:
- Wer tot ist, kann auch nicht arbeiten und auch nicht konsumieren (man denke nur einmal an die Auswirkungen auf die Zigarettenindustrie). Unser Wirtschaftssystem beruht aber darauf, dass immer mehr konsumiert wird.
- Wer an Lungenkrebs stirbt, kann seine Kinder nicht mehr grossziehen und für ihren Unterhalt sorgen.
- Ein Arbeitnehmer, der wegen Nikotinmissbrauch jung stirbt, kann über die Jahre hinweg erarbeitetes Wissen und Fähigkeiten nicht einsetzen, um eine "Produktivitätssteigerung" zu generieren. Auch kann er dieses Wissen nicht weitergeben.
Fazit: Ich behaupte einfach mal, dass eine Vollkostenrechnung gegen Raucher ausfällt.
Andererseits: Die Rauchbelästigung sinkt (dies der eigentliche Grund, wieso ich für ein Rauchverbot im öffentlichen Raum bin). Die Nachhaltigkeit wird gesteigert (es leben mehr Menschen auf diesem Planeten, als dieser längerfristig ertragen kann). Und: Das Evolutionsprinzip funktioniert ja vielleicht auch hier. Vielleicht sorgen Raucher über Jahrmillionen tatsächlich dafür, dass sie sich selber ausrotten ... und das Nikotin-Sucht-Gen so aus dem menschlichen Genpool verschwindet.
Labels: Gesundheit, Politik, Rauchen
Dienstag, Juli 31, 2007
Aues armi Cheibe!
Kein Einzelfall: Flickr: Photos tagged with ligament
Anscheinend gibt es noch andere Deppen, die Fotos ihrer "vermechten Scheichen" auf Flickr präsentieren ...
Der englische Begriff für Bänder ist übrigens ligaments.
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Labels: Funny, Gesundheit
Freitag, Juli 27, 2007
Woran wir sterben
Vor langer Zeit hatte ich eine Diskussion mit meinem Bruder über Todesursachen. Er war der Meinung, dass sich in der Schweiz viele Leute umbringen, also Suizid begehen. Mehr noch als sonstige, natürliche Todesursachen. Ich habe nachgeschlagen und komme erst jetzt dazu, die Erkenntnisse auch der restlichen Welt mitzuteilen:
Quelle: Todesfälle: Anzahl, Entwicklung und Ursachen
Ab 44 Jahren sollte man höllisch vor Herz- und Kreislaufkrankheiten (Herzinfarkt?) und Krebs aufpassen. Wir Jungen (25-44) dagegen bringen uns eher mit Unfällen oder durch Gewalteinwirkung um.
Die mit dem Alter grösser werdende Gefahr, an Krankheiten des Atmungsapparates zu sterben, hängt wohl mit dem Rauchen zusammen.
Deshalb: Weniger saufen, weniger rauchen, weniger fressen!
Labels: Gesundheit, Leben, Schweiz
Samstag, Juni 16, 2007
Gesundes Misstrauen medizinischen Studien gegenüber
Thus, everyone who is diagnosed early automatically survives longer, independent of any other variable. Conversely, if you are diagnosed late, you are not going to "survive" for long, although you might already have lived for quite a long time with your cancer.
Quelle: Winning the (propaganda) war on cancer
Ein erhellender Artikel über die Krebs-Industrie und die Aussagekraft medizinischer Studien ...
The cancer treatment industry desperately wants us to think it's beyond fabulous: cancer drugs, and related diagnostic and treatment devices, are among the most expensive, and most profitable, known to medicine. There are those who profit from our assumption that early diagnosis and treatment extend patients' lives. And profit they do: think of the hospitals, drug makers, device makers, diagnostic technicians, radiotherapists, surgeons, and oncologists. Cancer treatment is a vast, complex industry, and like any industry it flourishes best in a field of semi-educated consumers.
Labels: Gesundheit, Wissen
Montag, Mai 28, 2007
Sauft mal Wasser!
Ein bis zwei Liter Flüssigkeit sollte der Mensch am Tag zu sich nehmen. Wasser sei dabei das einzige Getränk, das man für eine ausgewogene Ernährung wirklich brauche, betonen amerikanische Experten. [...]
Fast genauso gut verträgt der Mensch laut Studie künstlich gesüsste Getränke [Cola?!!!] und Tee oder Kaffee, vorausgesetzt, er enthält nicht zu viel Koffein. [...]
Fettarme oder fettfreie Milch steht auf der Liste der empfehlenswerten Getränke auf Platz 3. [...]
Quelle: NZZ am Sonntag, 13. Mai 2007, "Trinken macht nicht satt", S. 75.
Ich bin meinen Eltern ewig dankbar, dass in unserer Jugend Süssgetränke höchstens bei sonntäglichem Besuch von Verwandten und Bekannten aus dem Keller geholt wurden. Unter der Woche tranken wir kohlensäurehaltiges Mineralwasser aus der Flasche. Seit 2000 steht nicht einmal mehr (ökologisch eigentlich fragwürdige!) Flaschen im Getränke-Ecken in der Küche - für was auch? Wir in der Schweiz verfügen wohl über die beste Trinkwasserqualität weit und breit - Hahneburger, das Fünf-Sterne-Gesöff frei Haus.
Andere Familien, andere Sitten
Letzte Woche staunte ich nicht schlecht, als mich ein um das Idealgewicht kämpfender Bekannter während dem Konditionstraining auf sein Getränk aufmerksam machte: "Mineralwasser, mit Vitaminen - und NULL Kalorien!!!". Zu dem Zeitpunkt konnte ich ihm nicht ganz folgen. "Kollege, mir ist nicht bekannt, dass Mineralwasser jemals Kalorien enthalten hätte. Was soll an diesem Wuosser also so speziell sein?" gab ich mit fragender Miene zurück. Irgendwie wollte er meinen Einwand nicht verstehen. Weiter fand ich auch mit Vitaminen angereichertes Wasser etwas abstrus - wieso zwei Dinge miteinander verbinden, die gar nichts miteinander zu tun haben? In Gemüse und Obst sind doch eigentlich genügend Vitamine enthalten ... Doch darauf ging der Trainingspartner gar nicht erst mehr ein.
Die Erleuchtung
Erst jetzt, eine Woche später, komme ich seiner Argumentation auf die Schliche: Er trinkt zu Hause und auf der Arbeit wohl meist Süssgetränke. Dass ein Getränk null Kalorien enthält, ist für ihn "Neuland". Tjach: Sauf mal Wasser!
Labels: Gesundheit


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