Mittwoch, Juli 02, 2008

Kommt bald die Klima-Polizei?

Amüsant:

In britischen Zeitungen war auch die Rede davon, dass Bürger dazu gezwungen werden könnten, Wärme-Isolierungen in ihre Häuser einzubauen. [...]

"Es gibt die Vorstellung, dass es bis 2050 drakonische Einschränkungen der Bürgerrechte geben wird", sagte Philip Sellwood, Chef der EST, die von der britischen Regierung zur Förderung von Umweltschutzmaßnahmen eingerichtet wurde.

Quelle: SPIEGEL ONLINE - Druckversion - Angst vor Strafen: Briten fürchten "Klima-Polizei" - Wissenschaft

Liebe Briten, ich kann euch beruhigen: Wenn das Barrel Erdöl dereinst mal 400USD Kosten wird, werdet ihr die Isolationen frewillig anpassen. Die Winter in England können verdammt kalt werden - ohne Heizung hält das kaum einer von uns verweichlichten Zeitgenossen aus (ausser Kollege Randal, der dank seiner schlecht isolierten Behausung längst abgehärtet ist).

Abgesehen davon glaube ich nicht wirklich, dass die britische Regierung 2050, Jahre nach Peak Oil, noch funktionsfähig sein wird - und das beinhaltet auch die Fähigkeit, "Recht" durchsetzen zu können.

Eine Hoffnung verbleibt uns noch: Wunder-"Technologie" wird uns vom fossilen Energie-Zeitalter in eine neue Epoche hieven. Und das Leben geht genau gleich weiter, wie wir es uns gewohnt sind.

Dank: Jan

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Mittwoch, Juni 18, 2008

Alle Monate wieder: Briten verlieren Kundendaten

Was Bill Bonner von The Daily Reckoning mit seiner spitzen Zunge für die Finanzwelt ist, ist The Register für die IT-Welt:

Providing proof, if it were needed, that every single piece of personal data in the UK has now been lost - probably several times over, by multiple corporations and government offices - news has just broken of another theft of laptops crammed with easily accessed info.

Quelle: London hospital loses 20,000 unencrypted patient files | The Register

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Mittwoch, Juni 04, 2008

Geldverschwendung mit Armee-Helikoptern leichtgemacht

Das hätte genau so gut der Schweizer Armee passieren können:

Sie sollten Sondereinsätze in Afghanistan fliegen, stehen aber seit acht Jahren wegen technischer Probleme am Boden: Acht Chinook-Helikopter hat Großbritannien gekauft, Erwerb und Wartung haben bis heute 500 Millionen Pfund verschlungen - der britische Rechnungshof ist alarmiert.

Quelle: Großbritannien: Millionenverschwendung bei Chinook-Hubschraubern - Politik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

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Montag, Mai 12, 2008

Wider die Dienstleistungsgesellschaft

Ein äusserst interessantes Referat, wem wir unseren Wohlstand zu verdanken haben. Tipp: Es sind weder die von mir bereits gestern gescholtenen Finanz-Jongleure (Stichwort Excel und hohe Boni), noch Versicherungsmakler - sondern Handwerker!

Of the world's ten largest corporations by revenue, nine make big, heavy things. Like cars or ships' turbines or computer hardware or consumer electronics.

[...] Only one – WalMart – is a service company.

Look at the most profitable companies and again the facts speak for themselves. In the top ten, only three are service companies.

And as for the world's least profitable company? Why it's Vodafone, a service company that made a loss of more than 15 billion dollars last year.

Manufacturing creates the wealth and spending power that feed the service industry.

Quelle: The Richard Dimbleby Lecture - Engineering the Difference by James Dyson

Der Untergang Grossbritanniens wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eingeläutet, sagt James Dyson. Damals nämlich, als plötzlich nicht mehr der Mechaniker hoch im Kurs stand, sondern der Buchhalterberuf:

We were encouraged to get a job that promised a safe future – accountancy, law, medicine, the foreign office or some other part of the civil service.

[...] As a result, we now produce only 3,000 physics graduates a year. Compare that to an astonishing 15,000 psychologists!

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Donnerstag, Mai 08, 2008

Woran Weltreiche krank(t)en ...

As a business model, Rome's strategy was obviously flawed; like a credit bubble, it required constant expansion. Still it was nice in the beginning. The early days of the Roman Empire were like the early days of the British Empire or the American Hegemony. Expansion opened up new markets and brought in new supplies of raw materials at better prices. Not only was there booty; there were also slaves.

Quelle: No Modern Government Policy is So Stupid that the Romans Didn’t Think of it First

Doch das Ende war und ist immer rasch absehbar:

[...] the Romans had a solution for every problem. And every solution brought new problems...until the weight of them crushed the whole empire.

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Sonntag, März 30, 2008

Angelsachsen stehen auf Schulden

Ein lehrreicher Artikel, der von bis über den Kopf verschuldeten Briten berichtet und aufzeigt, wieso das Schulden-Machen (höchstens) nur dann Spass macht, wenn die Wirtschaft wächst und wächst - wehe, wenn die Anforderungen für eine Kreditvergabe anziehen und die Zinsen steigen:

“The general mantra is spend now, think later,” said Jason Butler, an adviser at Bloomsbury Financial Planning. “It’s easier to get a loan or a credit card these days than to get a savings product.” [...] As a result, Britons are spending more than they earn, racking up a household debt-to-income ratio of 1.62 compared with 1.42 in the United States and 1.09 in Germany.

[...] more than 39 percent said they would rather enjoy a good standard of living today than save for retirement.

Quelle: The Brits Are Drowning In Debt

... wobei ich aber sagen muss, dass ich es für äusserst unrealistisch halte, so ab circa 2045 nur einen Bruchteil "meiner" AHV- und Pensionskassengeldern ausbezahlt zu erhalten (und selbst wenn ich noch ein paar Nötli in die Hand gedrückt erhalte, sind diese zum dem Zeitpunkt vielleicht nicht einmal mehr das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind).

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Samstag, März 08, 2008

Die wahre Aufgabe der Presse

A journalist should never do anything that "hurts" the powerful, otherwise the powerful won't give access to the press any longer. Presumably, the press should only do things that please the powerful so that the powerful keep talking to the press, so that the press in turn can keep pleasing the powerful, in an endless, symbiotic, mutually beneficial cycle.

Quelle: Tucker Carlson unintentionally reveals the role of the American press

Finde ich gut, gefällt mir.

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Dienstag, Februar 26, 2008

Arme Briten

In Britain, the young are having quite a tough time. They now have to pay high tuition fees if they go to College; the average debt at graduation is £20,000. They have to incur an even bigger debt to get into the housing market. The cost of rearing children is phenomenal. The norm, by the age of thirty, is a debt of between £100,000 and £200,000. [...]

Quelle: Europe is About to Suffer an Outbreak of Obamamania

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Montag, Februar 18, 2008

London, Stadt der Superreichen

[...] there are now more finance sector workers in Britain than there are construction workers, farmers and factory workers COMBINED. So rich and important has the City become that you cannot drive through drunk without running over a millionaire.

Quelle: Those Who Toil in Finance are Unhappy

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Freitag, Januar 25, 2008

Staatliche Bankrettung

[...] Northern Rock will raise the money to repay its debt by issuing some £30 billion in asset-backed bonds, which the government will underwrite. So, in this not-very-opaque shell-game, the taxpayer will guarantee repayment of the money Northern Rock borrows to repay the taxpayer. [...] But the position will be gallingly asymmetrical: the bank's owners will pocket most of the profits, if any ensue; and taxpayers will foot most of the losses, if a lot of those materialise instead.

Quelle: The Economist, 26. Januar 2007, "Hocking the Rock" S. 10.

Nett. Da sieht man mal wieder, für was man eigentlich Steuern bezahlt.

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Mittwoch, Januar 23, 2008

Kampf den britischen Bürokraten

Frage

Was passiert, wenn man sich im Vereinigten Königreich entscheidet, künftig keine Gebührengelder mehr an das Staatsfernsehen zu bezahlen?

Antwort

Man kriegt tonnenweise Briefe, die im Ton immer bedrohlicher werden - dabei schaut der Empfänger doch gar kein Staatsfernsehen mehr (so jedenfalls seine Aussage):

Sinnvolle Investition

Wobei ich anmerken muss, dass die BBC wohl dasjenige Staatsfernsehen auf dem gesamten Planeten ist, das wirklich ein anspruchvolles Programm sendet. Was wären wir ohne BBC-Dokus?!

Und in der Schweiz?

Bei uns treibt übrigens die Billag Gebühren für die SRG ein. Soweit ich die Gesetzeslage verstanden haben, schuldet man der Billag Gebühren, sobald man ein Empfangsgerät besitzt. Ob man damit nun 24 Stunden im Tag, 365 Tage im Jahr ausschliesslich Privatsender schaut/hört oder nicht ...

Immerhin hat die Billag davon Abstand genommen, für jedes Empfangsgerät in einem Haushalt (Radiowecker, Computer, Fernseher - sogar Autoradios sind inbegriffen) Gebühren zu verlangen.

Sonderfall Frankreich

Herr Sarkozy hegt Pläne, das französische Staatsfernsehen werbefrei zu machen und ausschliesslich über Steuern (und Gebühren?) zu finanzieren:

Keine Werbung im öffentlich-rechtlichem Fernsehen

Immer dieser Staatsinterventionismus ...

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Donnerstag, Januar 03, 2008

Ein Fall für Moskau Inkasso

According to one industry journal, the coming crisis [in the UK] means that "debt collection agencies will need to adopt more sophisticated methods in order to deliver value back to their clients".

Quelle: Broke Britain: millions face struggle to stay afloat as financial crisis hits home

Na, wenn das nicht gute Aussichten sind für Geld-Eintreiber wie Moskau Team ... Ob Nienze in London bald ein neues Betätigungsfeld findet?

Ein Vorteil hat das ganze Eintreibe-Wesen im Vereinigten Königreich ja: Allfällige Heilungskosten für durch Inkasso-Unternehmen zugefügte Körperverletzungen werden durch den NHS - und somit durch alle Steuerzahler - bezahlt.

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Mittwoch, Dezember 19, 2007

Banken in der Bredouille

The banks have been creating trillions of dollars of credit [...] without maintaining the proportional capital reserves to back them up.

Quelle: Collapse of the Modern Day Banking System - Staring into the Abyss

Logische Schlussfolgerung: Wir ändern die Regeln während dem Spiel!

"The Financial Services Authority must go round and check that all banks are solvent, and then it should cut the Basel capital requirement level from 8pc to about 6pc."

Quelle: Call to relax Basel banking rules

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Freitag, November 09, 2007

England: Land unter?

Die letzte "Grosse Welle" kam 1953:

Quelle: Tidal wave heading for England's east coast poses 'extreme danger to life'

Just wenn ich morgen um 7 Uhr aufstehe, wird sich zeigen, wie hoch die Nordsee kommen wird ...

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