Dienstag, Februar 16, 2010
Ultrakurzkritik Eyes Wide Shut
Abgesehen davon, dass ich mehr als 10 Jahre seit der Kinopremiere gebraucht habe, um diesen Streifen zum ersten Mal zu sehen, bringt es der Kritiker auf Rotten Tomatoes süffisant auf den Punkt:
Misunderstood as a psychosexual thriller, Stanley Kubrick's final film is actually more of an acidic comedy about how Tom Cruise fails to get laid.
Quelle: Eyes Wide Shut Movie Reviews, Pictures - Rotten Tomatoes
Nebenbei: In der Szene in der Wohnung der Prostituierten habe ich für einen kurzen Augenblick den Buchtitel völlig falsch gelesen: "Introducing Scientology" anstelle von "Introducing Sociology". Wieso wohl?
Der Titel dieses Buchs stand übrigens Pate für eine Filmkritik mit demselben Titel: Introducing Sociology. A Review of Eyes Wide Shut
Labels: Film, Gesellschaft, Hollywood, Liebe, Partnerschaft, Sex
Dienstag, Januar 26, 2010
Avatar in Kürze
Are we going to do the same shit as Pocahontas, The Last Samurai, Ferngully, and Dances with Wolves?
Quelle: Avatar: The Abridged Script | The Editing Room
Genau das habe ich mir schon während des Films gesagt.
Der Rest des "verkürzten" Scripts ist genauso lesenswert — und treffend.
Besonders lustig mit Blick auf meinen gestrigen Blog-Post zu Terminator 4 ist insbesondere folgende Passage:
BLUE SIGOURNEY WEAVER
Run! Run like McG is chasing you with the script to Terminator 5!
Montag, Januar 25, 2010
Terminator: Salvation sucks!
Auf dem Rückflug von Ouagadougou via Niamey nach Paris-Charles de Gaulle hatte ich endlich die Gelegenheit, Terminator 4 zu schauen. Mein Kollege Raffi hat an diesem Streifen mitgearbeitet. Leider war ich vom Drehbuch völlig enttäuscht — eine äusserst oberflächliche, voraussehbare Handlung, die Standardelemente aus anderen Hollywood-Filmen übernimmt.
Wieso? Folgender Artikel erläutert die Hintergründe:
It's here that you can really understand where Terminator Salvation fell to pieces. The film was being rewritten, piecemeal, on the set. Instead of re-engineering the whole picture it seems like McG and company were just tackling each segment, figuring out how to get John Connor more involved without fixing the underlying structure at which they were picking away.
Quelle: EXCLUSIVE: WHAT WENT WRONG WITH TERMINATOR SALVATION?
Fazit: Christian Bale und McG haben die Franchise ein für allemal versaut (wobei mir schon Terminator 3 nicht gefallen hat).
Montag, Januar 25, 2010
Händels Sarabande
Nothing too exciting happens here, though the oddness of King George comes shining through in a brief moment of courtly bizarreness during Adams’ official introduction, and the use of Handel’s Sarabande (most notably utilized in the opening and closing credits of Stanley Kubrick’s oft overlooked masterpiece Barry Lyndon) was sublime.
Quelle: Watch or Die: HBO’s John Adams « The Schleicher Spin
Die kalten und dunklen Dezember- und Januartage nutze ich derzeit dazu, um einige DVDs zu schauen, die ich mir in den letzten Wochen geleistet habe. Unter anderem die Kubrick-Collection (mit ebendiesem Barry Lyndon) und die Box der HBO-Miniserie John Adams, welche ich aus dem Vereinigten Königreich importieren musste (wurde kürzlich auf SF2 gezeigt).
Ich darf sagen, dass Kubrick mit Barry Lyndon zum ersten Mal mein Interesse für klassische Musik geweckt hat (der Soundtrack von A Clockwork Orange ist übrigens auch sehr einprägsam, wenn auch nicht klassischer Natur). Umso erstaunter war ich, als ich die Sarabande einige Wochen später in der vierten Folge von John Adams ("Reunion") erneut zu hören bekam:
Einerseits könnte es Tom Hoopers Hommage an Kubrick sein — ich empfand die Verwendung des Stücks primär aber als einfallslose Kopie eines mittelmässigen Regisseurs. Ausserdem bin ich von der Kameraführung Hoopers überhaupt nicht überzeugt. Viele Einstellungen erinnerten an die billige Batman & Robin-Serie aus den 1960ern, wo bei Kämpfen mit den Gegnern die Kameras immer einen gewissen Neigungswinkel aufwiesen ...
Freitag, Dezember 25, 2009
Die Kurzfassung des Drehbuchs von Emmerichs 2012
How the fuck are all of these phone lines still working?
Quelle: 2012: The Abridged Script | The Editing Room
Schön, dass The Abridge Script Emmerich in die Eier tritt ... aber wahrscheinlich wird er in spätestens 3 Jahren den nächsten Katastrophenfilm rausgeben. Mit noch mehr Computereffekten, noch grösseren Explosionen, Überflutungen und Familiendramen.
Samstag, Dezember 19, 2009
HD-Trailer von Apple herunterladen
Apple hat vor einigen Monaten Anpassungen an seiner Trailer-Web-Site vorgenommen, weshalb der bisher gewohnte manuelle Download von HD-Trailern nicht mehr klappte:
$ wget "http://movies.apple.com/movies/paramount/ironman2/ironman2-z7r459g-tlr1_h720p.mov"
--01:59:57-- http://movies.apple.com/movies/paramount/ironman2/ironman2-z7r459g-tlr1_h720p.mov => `ironman2-z7r459g-tlr1_h720p.mov.1'
Resolving movies.apple.com... done.
Connecting to movies.apple.com[62.2.27.25]:80... connected.
HTTP request sent, awaiting response... 302 Moved Temporarily
Location: http://www.apple.com/trailers/ [following]
--01:59:57-- http://www.apple.com/trailers/
=> `index.html'
Resolving www.apple.com... done.
Connecting to www.apple.com[17.149.160.10]:80... connected.
HTTP request sent, awaiting response... 200 OK
Length: 24,876 [text/html]
100%[===================================================================================>] 24,876 41.67K/s ETA 00:00
01:59:58 (41.67 KB/s) - `index.html' saved [24876/24876]
Der Blog-Artikel Direct Download Links from Apple Are Not Working zeigt, dass man einzig den User-Agent anpassen muss, damit die Apple-Server wieder die 100+ MB-Videodateien ausliefern:
$ wget --user-agent "QuickTime/7.6.2" "http://movies.apple.com/movies/paramount/ironman2/ironman2-z7r459g-tlr1_h720p.mov"
Labels: Apple, Filme, Hollywood, Internet, Leech, Video, Web
Sonntag, Dezember 06, 2009
Filmkritik: 2012
Ich habe es gestern doch getan — ich war tatsächlich Emmerichs 2012 im Pathé Westside schauen. Dies aber nicht des Films wegen, sondern weil ich wieder mal mit den Jungs im Kino abhängen holte. Normalerweise meide ich solche seichten Blockbuster von vornherein.
Entgegen anderer Filmkritiken hier auf diesem Blog (u.a. Star Trek XI, Indiana Jones 4 , James Bond: Casino Royale) halte ich mich hier kurz:
Meine Blase wäre fast explodiert! Die sich über 3 Stunden hinziehenden oberflächlichen Liebes- und Familiengeschichten sowie Gutmenschen-Stories hätten fast dazu geführt, dass ich in den Kinosessel gepinkelt hätte. Dies machte die Tortur durch den mit Visual Effects und Gigantomanie überladenen Film doppelt so schlimm, da physisch äusserst schmerzhaft spürbar. Selber schuld, man geht halt auch nicht Emmerich-Streifen schauen.
Ich träume von einer Filmbranche, die uns zukünftig vor solchen Emmerich-Blockbustern erschont. Keine Ahnung, wieso die Hollywood-Studios diesem Typen unablässig Abermillionen in den Hintern stossen, damit er sich einem Wiederholungstäter gleich immer wieder an CGI-Orgien mit äusserst flacher Story versuchen darf. Einfach fürchterlich!
Sonstiges:
- Deutsche Synchronfassungen sind schlicht und ergreifend Scheisse!
- Columbia Pictures — und der Film ist übersät mit Sony Vaio-Laptops ...
- Die Erdkrustenverschiebung rettet die Storyline, in dem die Antonov urplötzlich im Himalaya-Gebirge auftaucht, statt im südchinesischen Meer.
- Der Russe (Yuri) war das Highlight des Films
- Die Staatschef stimmen ungefähr mit der Realität überein — aber würde Berlusconi wirklich mutig mit seinen Landsleuten dem Untergang entgegen sehen? Der Höseler wäre doch der erste, der die Arche besteigen würde ...
Samstag, November 28, 2009
Twilight für Ü30-Frauen
Offenbar habe ich wieder einmal eine sehr wichtige, tiefgreifende Entwicklung in Hollywood verpasst — Twilight? Was zum Teufel ist das?
I work in a cinema and i've quickly learned that between 40-50% of the Twilight audience is women between 30-50, which is both interesting and hilarious[...] I do find it hilarious in the scene where Jason takes his shirt off. I was standing in the kiosk on the opening night and all I could hear was this wave of screams and giggles coming from the screening (at first I thought something was up, until someone told me it was just Jason getting shirtless again).
The films are brilliantly marketed towards a certain type of woman, and I think for the older ones it reminds me of their first loves or times yonder, and of course for the younger girls it's just a mixture of handsome vampire/wolves and pretty girls. Also, I had a few guys ask me when I was ushering if I could pretend their ticket was invalid so they wouldn't have to watch it with their girlfriend. Every guy I saw going into the Twilight screening had that familiar look of death in his eyes, where for a rare moment in their movie/tv lives, they were about to watch a film which had no interest whatsoever in gaining a male audience. The only thing a guy will get out of seeing Twilight is a sense of self-loathing and one or two confused boners.
Quelle: Twilight Moms : pics
Aber ich helfe wetten, dass Randal übermorgen Sonntagnachmittag an meiner Tür klingelt und mich fragt, ob ich ihn ins Westside begleite und mit ihm Twilight schauen komme ... Ich werde dankend ablehnen.
Der ist auch ganz gut:
Today, we salute you, Twilight Moms
The last time you screamed and cried this much was for the Beatles.
Sonntag, August 16, 2009
Actionfilme
"Action" ist im Englischen ein Wort mit Doppelbedeutung, was mitunter zu dem Missverständnis zu führen scheint, man könnte "Handlung" dadurch vollständig ersetzen.
Ach was! Hauptsache, alle zwei Minuten explodiert ein Auto, stirbt ein Mensch und dröhnt die Musikanlage des Kinos. Wer steht schon auf Handlung in einem Kinofilm?
Mittwoch, Juli 08, 2009
Star Trek (2009) - Der leider allzu treffende Vergleich mit Star Wars
My Favourite Sci-Fi-Movie of All-Time
Freitag, Juni 19, 2009
Star Trek (2009) - Die Kurzfassung
Dieses lustige Stück erinnert mich daran, denn Film zum dritten Mal schauen zu gehen - falls er in einem der bernischen Lichtspielhäuser überhaupt noch gezeigt wird:
Suddenly, a fight breaks out between CHRIS PINE, FOUR STARFLEET CADETS, and APPARENTLY THE CAMERA MAN.
[...] The ship for new recruits leaves tomorrow, and there’s apparently no other way for you to enlist other than boarding it.
CHRIS joins STARFLEET and hops on a ship headed into SPACE even though the ACADEMY is on EARTH.
Quelle: Star Trek: The Abridged Script | The Editing Room
Auch ganz schön:
Makes sense, I’ve got the entire surface of a planet to work with and I stumbled into your cave.
Sonntag, Juni 07, 2009
Tod nach ...
... wie bitte?!
Nicht Selbstmord, auch nicht Mord, sondern Tod nach Masturbation
Quelle: David Carradine starb beim Onanieren - International - People - Blick.ch
Samstag, Mai 16, 2009
Star Trek, zum Zweiten
Gestern war ich mit Kollege Stuffi in einem bernischen Lichtspielhaus und habe mir den neuen Star Trek-Film zum zweiten Mal angeschaut - dieses mal nicht im IMAX-, sondern im klassischen 2.39:1-Format und mit einer Soundkulisse, die nicht für Schwerhörige gedacht war und auch nicht beabsichtigt, solche zu produzieren.
Da mittlerweile Kollege Dickreuters Wertung des Streifens vorlag - er, mittlerweile eine Kapazität im CGI/Previz-Bereich in Los Angeles - konnte ich mich auf die von ihm bemängelten "Lens Flares" achten. Tatsächlich war er nicht der einzige, dem diese umstrittenen Licht-Effekte auffielen:
Dan Mindel and his gaffer, Chris Prampin detail how they achieved the effect by building lights into the set and aiming handheld flashlights down the barrel of the lens. Mindel also notes, "We’ll either get slaughtered by our peers or be really admired for it!"
Quelle: ST09 Tidbits: Ayel Pic + 1 week box office + R2D2 In Trek? + Lucas Review + Enterprise Size + more
Doch was fällt einem bei der wiederholten Betrachtung des Streifens sonst noch so auf?
- Diesen verfluchten, gekonnt versteckten Tribble habe ich immer noch nicht entdecken können! (Anscheinend ist sogar ein R2D2 im Streifen zu sehen)
- Kirk hängt dreimal mit beiden Händen einen Abgrund hinunter - zum ersten Mal im zarten Alter am Ende der Verfolgungsjagd durch einen Polizisten ("Citizen ..."), ein zweites Mal auf der Bohrplattform und ein drittes Mal in Neros Mining-Ship.
- A propos: Wieso zum Teufel ist ein Mining-Ship mit derart vielen Photonentorpedos ausgerüstet? Wären unsere Frachter auf den Weltmeeren so bewaffnet, lägen die Nussschalen von somalischen Piraten längst allesamt auf dem Meeresgrund.
- Nokia scheint die einzige Marke zu sein, die es zu einem gut bemerkbaren Product Placement im Film geschafft hat. Gibt es den Star Trek-Klingelton schon in einem Online-Shop?
- Das UI-Design der Enterprise-Software ist zum Kotzen. Windows Vista ist eine triste Oberfläche dagegen. Durchsichtig, hell leuchtend, überall blinkend - keine Ahnung, wie ich mit einer solch konstanten Ablenkung eine Aufgabe auf der Brücke übernehmen könnte.
- Von wo zum Teufel hat der alte Spock das Brennholz auf Delta Vega her?
- Der Film nähert das Star Trek-Universum leider stark dem Star Wars-Universum an. Die Szene in der Bar, die vielen Alien-Gesichter, die zwei Monster auf Delta Vega, der kleine Wicht (Begleiter von Scotty auf dem abgelegenen Aussenposten) ...
- Leistet Uhura vor riesigen Biergärtanks Dienst? Oder was steckt in diesen riesigen, polierten, metallig-glänzenden Behälter?
- Winona Ryder ist (immer noch) verdammt scharf!
- Der Abspann ist verdammt kitschig, insbesondere mit diesen Planeten, den Lens-Flares (sic!) und den Wordart-Effekten der Schriften.
- Beim zweiten Mal wirkt der Eindruck noch viel markanter, dass J.J. Abrams alles in die Wege geleitet hat, um aus dem Stoff eine Spin-Off TV-Serie zu produzieren. Es passt alles zusammen - inklusive gelegentlicher Gastauftritte vom alten Spock (sodenn Nimoy "long and prosper" leben wird)
- Die linke Gondel der Enterprise wird über Vulkan von einem Trümmerstück aufgerissen. Abgesehen vom netten CGI-Effekt scheint diese Beinahekollision keine Auswirkungen gehabt zu haben.
- Habe ich mich zu wenig geachtet, oder können die Turbo-Lifte Gedanken der transportierenden Personen lesen?
- Wieso kann Chekov die Transportersteuerung nicht einfach auf seine Konsole übertragen, um die auf Vulkan herabstürzenden Kirk und Sulu auf die Enterprise zu beamen? A propos: In diesem Streifen fällt tatsächlich der Satz "Beam me up" - aber gerichtet an Chekov, nicht an Scotty.
- Wenn es darum geht, Sicherheitscodes des Verteidigungsschildes des Sonnensystems und der Erde herauszufinden, versucht man sich der guten, alten Folter. Immerhin eine Konstante, die sich durch die ganze Erdengeschichte zieht.
- Die Föderations-Phaser haben diesen coolen Switch-Effekt, wenn sie geladen sind und abgefeuert werden.
- Nero hat wohl den Raumschiff-Erkennungskurs mit Bravour bestanden: Anstelle die verspätet um Vulkan eintreffende Enterprise zu vernichten, fällt ihm gerade noch rechtzeitig auf, dass es sich dabei um das gesuchte Schiff handelt ... Nicht vorzustellen, hätte er einfach mit allen Waffen auf das Schiff gefeuert!
- Wie in allen Sci-Fi-Filmen üblich, bringt man sich auch hier viel, viel, viel lieber in einem klassisch-heroischen Faustkampf um, als viel zu einfach den Auslöser des Phasers zu betätigen ...
Mittwoch, März 11, 2009
Abrams subtile Kritik an Star Wars
Be as true to the characters as possible, be as real and as emotional and as exciting as possible and not be distracted by the specter of all that the "Star Wars" film accomplished. For instance, we needed to establish that there are aliens in this universe and yet I didn’t want it to feel like every scene had four new multi-colored characters in it.
Quelle: JJ Abrams: Star Trek must escape the shadow of Star Wars | TrekMovie.com
Wer es noch nicht getan hat, sollte sich schleunigst den zweiten und dritten Trailer für den bald Premiere feiernden Star Trek-Film reinziehen.
Donnerstag, November 20, 2008
Schweizer Bünzlis erobern Hollywood
... dabei ist doch gerade Kollege Dickreuter von den exakten, risikoscheuen Bünzlis nach Venice CA geflohen ...
Es gibt Regisseure, die jene Magie nur aus dem reinen Chaos erschaffen können. Ich hingegen bin hier eher schweizerisch: Bei mir ist alles geplant, bis ins Detail. Jeder weiss schon im Voraus, was ich will. Ich schaue sehr aufs Budget, und ich bin sehr pünktlich. «Quantum» ist der allererste Bond-Film in der Geschichte, der am geplanten Drehtag fertig geworden ist. Wir hatten 103 Tage Zeit, und am 103. war der Film abgedreht.
Quelle: Das Magazin » «Ich will sein Geheimnis»
Labels: Film, Hollywood, Schweiz, USA, Wirtschaft
Mittwoch, März 12, 2008
Schweizer Schönheitsköniginnen in LA
Heute reiste Laurie-Ann Gill bereits wieder nach L.A. Es liegen zwar keine konkreten Filmprojekte an, «but many castings». Also viele Vorstellungsgespräche fürs Filmgeschäft. Am Englisch sollte ihre Hollywood-Karriere jedenfalls nicht scheitern, you know.
Quelle: Ex-Miss-Schweiz kann nur noch Englisch
Mir gefällt, wie Flavia Schlittler diese Möchtegern-Schauspielerin auf den Arm nimmt. Wenn es nicht im Blick stünde, müsste man meinen, dass dies ein schlechter Witz von Frau Lauriane Gilliéron ... eh, sorry, hollywood-konform: Laurie-Ann Gill ... ist.
Und doch: Alle Jahre wieder reist irgendein Schweizer Sternchen (oder doch eher: Sternschnüppchen) unter Blitzlichtgewitter und riesigem Medienecho (zumindest bis zum Besteigen des Flugzeugs) nach Los Angeles. Dort angekommen stecken sie erst mal auf dem 405er im Stau haben die werten Damen das Gefühl, dass man in der Traumfabrik noch ausgerechnet auf sie gewartet hätte. Doch das stimmt leider ganz und gar nicht - Hollywood hat eine riesige Anziehungskraft, weshalb spätestens hier irgendwelche Miss Hinterfultigen-Titel überhaupt nichts mehr wert sind. In Hollywood ist jede Frau schön, weshalb man mit Äusserlichkeiten keinen Trumpf mehr im Ärmel hat. Hier kommen - zusätzlich zur Schönheit einer Schauspielerinn - andere Qualitäten zum Tragen.
Wichtig ist einerseits sicherlich eine solide, langjährige Ausbildung an einer renommierten Schauspielschule, diverse kleinere Engagements in Produktion und ... mehr als alles andere ... das Netzwerk. Und dieses fehlt unseren Beauty-Girlies, die sich für Manager der Filmstudios wohl wie Rednecks aus dem wilden Texas verhalten, leider. Da bringt es nun mal nichts, mit Nadim im Big Brother-Container die Toilette eingeweiht oder an der Miss Schweiz-Wahl mit dem Sprüchli getrumpft zu haben, wie die Ärmsten dieser Welt vor dem Hungertod bewahrt werden könnten. Beim Entscheider-Ami, der beim Stichwort "Switzerland" höchstens vielleicht an Ikea, Rentierherden und Stockholm denkt, hat man kein Stein im Brett.
Dass die "Schauspielerinnen" ausserdem englisch nur mit gewaltigem Akzent aussprechen können, ist der Sache nun wirklich nicht förderlich. Dass man mit Dienstleistungen in "Naturalien" das Schauspielertreppchen höher steigt, ist auch nur ein Gerücht - langfristig profitiert von "sexuellen Gefälligkeiten" höchstens der Manager, der sie einfordert.
Somit ist man als Normalsterblicher und Daheim-Gebliebener auf der Gewinnerseite, wenn man - sollte demnächst wieder mal eine Miss nach Kalifornien abfliegen - darauf wettet, dass sie spätestens innert zwei, drei Jahren wieder in der langweiligen Schweiz herumsitzt. Mit dem unguten Wissen, in der Millionenmetropole eine unheimliche Cash-Burn-Rate an den Tag gelegt zu haben. Adieu, Preisgeld!
Wer von den Damen aber wirklich Grips hat, legt das Geld an - hier in der Schweiz, beispielsweise bei der UBS oder bei der LGT (da ist es in sicheren Händen) - und freut sich über die jährlichen Zinsen. Mit denen man im Winter für ein paar Wochen an den Sunset Blvd fliegt und das feucht-fröhliche Touristenleben geniesst. Denn die Schauspiel-Arbeit sollen die machen, die dazu auch fähig sind ...
Vorgängerinnen
- Melanie Winiger (hat nun keinen krassen West-Coast-Hip Hopper, sondern Stress zum Mann genommen)
- Nadine Vinzens (tapfer hält sie die Stellung - wie lange noch?)
Dank: Raffi
Labels: Hollywood, Kalifornien, Los Angeles
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