Dienstag, August 19, 2008
Cablecom mit Qualitätsproblemen bei den Settop-Boxen
Statt nun lange mit den CC Hotline und Techniker zu plaudern, packt das Teil wieder in die Kiste und fährt damit zum Eschenmoser. Im 1. OG hat Cabelcom nähmlich einen Schalter eingerichtet, wo man defekte Set-Top-Boxen unkompliziert umtauschen kann (10 - 17 Uhr). Müsst einfach sagen, dass der CC Techniker (z.B. Herr Garcias) gerade bei euch war und gesagt hat, dass die Box ausgetauscht werden muss. Der Schalter wurde übrigens deshalb eingerichtet, weil zuviele Kunden ihre Box zurück schicken mussten. Fragt auch mal, den Eschenmoser Fernsehverkäufer wie viele Kunden täglich ihre Box zurück bringen, dann erübrigt sich die Frage, wieviele Kunden betroffen sind.
Quelle: Cablecom-Kunden verärgert über «Schrott-Box» - News Kultur: Fernsehen - Tagesanzeiger
Köstlich - vor allem wenn man bedenkt, dass Cablecom-CEO Fischer im Kassensturz betont hat, dass man keine anderen DVB-C-Empfangsgeräte zulässt, weil diese sonst einen "enormen Support-Aufwand" wegen Inkompatibilitäten und dergleichen verursachen würden.
Und jetzt? Dem Vernehmen nach spukt ausgerechnet diejenige "Monopol-Box", die Cablecom geprüft und für tauglich befunden hat. Ironie des Schicksals?
Das Bitterste an der ganzen Sache: DVB-C, digitales Fernsehen, wäre ein Standard, der von unzähligen auf dem Markt erhältlichen Settop-Boxen unterstützt würde. Aber leider verschlüsselt Cablecom das digitale Signal (eben leider auch der Free-TV-Sendern - gegen die Verschlüsselung von Pay-TV-Angeboten habe ich nichts auszusetzen) und zwingt die Kunden so zum Kauf der "Monopol-Box" und Entschlüsselungskarte.
Ohne Verschlüsselung könnte jeder Benutzer selber entscheiden, ob er sich die "Schrott-Box" antun will, oder aber zu einem kundenfreundlichen Konkurrenzprodukt greifen soll - jedenfalls solange er nicht Pay-TV in Anspruch nehmen möchte.
Labels: Cablecom, Infrastruktur, Medien, Schweiz
Freitag, Juli 11, 2008
Lasst die Swisscom nicht über unsere Breitband-Zukunft entscheiden!
Zum Vorschlag von Sunrise, das Glasfasernetz in eine staatlich gelenkte Firma auszulagern, meint Schloter: "In diesem Fall werden die gesamte Infrastruktur und die Technologieentscheide nicht mehr durch den Wettbewerb bestimmt, sondern durch staatliche Vorgaben."
Quelle: ICT News - Carsten Schloter wehrt sich gegen staatlichen Aufbau eines Glasfasernetzes
Deshalb gehört der Schweizerische Schienenverkehr seit hundert Jahren zu den weltweit schlechtesten in der Welt, gell Carsten? Was will den Schloter genau? Eine grüne anstelle einer weissen Glasfaser? Der Wettbewerb wird über die Dienste entschieden, die über die Glasfaser angeboten werden.
Ich will mir gar nicht vorstellen, dass die Swisscom auch dieses Mal wieder als Gewinner aus der Diskussion hervorgehen würde. Carsten Schloter weiss genau, dass sein Unternehmen nur und ausschliesslich dank den seit Jahrzehnten geschröpften Monopolrenten so gut positioniert ist. Im freien Wettbewerb würde die Bude auf einen Bruchteil seiner jetzigen Grösse zusammenschrumpfen und von innovativeren Mitbewerbern in den Boden gestampft.
Labels: Infrastruktur, Internet, Staat, Swisscom
Donnerstag, Juni 26, 2008
In Japan gibt es bald eine Upload-Limite
Bandwidth caps are coming to Japan, but not in the way to which North Americans are accustomed. OCN, operated by NTT Communications, has decided to impose a daily upload limit beginning on August 1. The limit? 30GB per day. Upstream.
Quelle: Japanese telco institutes upload caps... of 30GB... daily
Hmmm. Das muss wehtun ... Damit sind ja immer noch 1.25GB Upload pro Stunde/20MB pro Minute möglich - für mich als Schweizer ISP-Kunde wären das paradiesische Zustände.
For example, Time Warner recently announced that it would begin capping customers' downloads in Beaumont, Texas at 40GB per month for $55. Users will be billed $1 for each additional gigabyte downloaded.
Labels: Infrastruktur, Internet, ISP
Dienstag, Juni 17, 2008
Mississippi erliegt dem Infrastruktur-Kollaps
Das kommt davon, wenn man acht Jahre lang unter einer neokonservativen Herrschaft lebt: Man verpulvert Trillionen im Irak, und zu Hause geht die Infrastruktur vor die Füchse. Das Autobahnnetz, die Deiche - alles wurde Kriegsspielen und Steuersenkungen für die reichsten der Reichen geopfert.
Schade, dass Bush schadlos davon kommen wird, aber voraussichtlich ein Demokrat die Exzesse auszubaden hat, die sein Vorgänger angerichtet hat:
Nach Schätzung der Behörden könnten alleine in dem am schwersten betroffenen US-Bundesstaat Iowa 27 Deiche überspült werden, wenn die Wettervorhersage eintrifft. Derzeit arbeiten Einheiten der Nationalgarde fieberhaft daran, die Deiche mit Sandsäcken zu erhöhen. Entlang des Flusses wurden Hunderttausende von Sandsäcken befüllt. Gefährdet sind auch Dämme in den Staaten Illinois und Missouri.
Quelle: Deiche am Mississippi gefährdet - Ausland - Tages-Anzeiger
Erinnert sich noch jemand an Katrina? Drei Jahre sind vergangen, und es soll sich zeigen, ob die Behörden etwas aus dem Debakel gelernt haben.
Wenn das so weiter geht, kann man die USA bald einmal in die Riege der "failing states" einreihen ...
Labels: Infrastruktur, Klima, Politik, Umwelt, USA
Abonnieren
