Sonntag, November 16, 2008
Doch Kantone, die mit Kinderkrippen und hohen Familienzulagen ein familienfreundliches Umfeld schufen, konnten den Trend abfedern.
Quelle: Mehr Kinder dank Krippen (Schweiz, NZZ Online)
Da stellt sich doch mal wieder die Frage mit dem Huhn und dem Ei: Ist es nicht wahrscheinlicher, dass kinderreiche Kantone schneller und mehr Krippen bauen, weil schlicht ein grösserer Bedarf danach besteht?
Labels: Erziehung, Kinder, Medien, Schweiz, Wissenschaft
Samstag, Juli 05, 2008
Zwei-Klassengesellschaft bei Google
Google may be providing the greatest day care ever, but so what? It doesn’t matter how good the day care is if only its wealthiest employees can afford to use it.
[...] Instead, Google has shown that it thinks about day care the same way every other company does — as a luxury, not a benefit. Judging by what’s transpired, that’s what Google is fast becoming: just another company.
Quelle: Talking Business - On Day Care, Google Makes a Rare Fumble - NYTimes.com
Freitag, März 21, 2008
Kuschelpädagogik
Ein guter Artikel über das schweizerische Schulwesen - was es ist, was es nicht sein will, was es leistet, was es nicht leisten kann:
In der Paukerschule der Vor-68er-Zeit herrschte Ordnung und Disziplin. Es gab eiserne Regeln, Noten ab der ersten Primarklasse und Körperstrafen. Der Lehrer war zwar noch eine Respektperson, oft aber auch eine Angstfigur. Und der Unterricht war meist zum Gähnen. Die Schüler freuten sich auf die grosse Pause, in der sie sich austoben konnten. Ist es das, was die SVP wieder einführen will?
[...] Hoch gehalten wird im SVP-Papier aber auch die Erziehung zur Eigenverantwortung, dem «höchsten sozialen Prinzip». Nun war jedoch gerade dies eine zentrale Leistung der 68er-Pädagogik.
Quelle: Heute gibts keine Kopfnuss mehr
Samstag, März 15, 2008
Was bringen Laptops Entwicklungsländern?
Ich stehe Aktionen von erklärten Gutmenschen skeptisch gegenüber, Drittweltländer mit tausenden von Laptops auszustatten. Aus meiner Sicht brauchen Kinder keinen Laptop, sondern primär einmal ausreichend Nahrung, medizinische Versorgung und eine Ausbildung (was bringt ein Computer, wenn man nicht lesen und schreiben kann?). Ich glaube ausserdem nicht, dass Anleitungen im Internet, die für Personen in westlichen Demokratien geschrieben wurden, den Ärmsten der Armen viel Nutzen brächten.
In fortgeschritteneren Entwicklungsländern hingegen lassen sich durchaus positive Effekte von Aktionen wie One Laptop Per Child OLPC ausmachen, die mir bis zur Lektüre des folgenden Artikels nicht bewusst waren:
[...] kids started talking to each other outside of school hours over the mesh, and working together more while in school. They started talking a lot more with each other in person, and conquered their previously paralyzing fear of strangers.
[...] It’s not that the kids are starving, it’s just that they don’t have very much; what they do have, they’re reluctant to share. With the laptops, the kids had to turn to each other to learn how to use them.
Quelle: Astounded in Arahuay
Dank: Kollege Liechti
Geeks outen sich mit dem Laptop
One student, whose name I’ll withhold, commonly gets in fights with others, didn’t speak to or play with his classmates, and would normally sit in a corner of the classroom by himself. The principals anticipated the XO would make him even more territorial and isolated, but they were taken by complete surprise when he became the first kid to figure out the laptop, and then started teaching the others who curiously flocked around him.
Diese Anekdote zeigt, dass es Geeks (leicht autistisch angehauchte Persönlichkeiten) auch in der peruanischen Agrargesellschaft gibt.
Labels: Entwicklungsländer, Gesellschaft, IT, Jugend, Kinder
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